Matte-Zytig Ende November 1999
Die
fallenden Blätter haben definitiv den Spätherbst eingeläutet und Sie halten
mittlerweile bereits die letzte Ausgabe der Mattezytig in diesem (bewegten)
Jahr in den Händen. Zwei erfolgreiche Buchpremieren (von den Autoren Thomas
Wüthrich und Ruth Margot ; Rosmarie Bernasconi und Peter Maibach) haben uns
durch viele eindrückliche Bilder und Texte nochmals das Hochwasser vor Augen
geführt.
Nun dürfen wir aber laufend Neu- und WiedererÖffnungen mitfeiern und wir
freuen uns, dass es weiter geht! Vieles dazu lesen Sie auf den nächsten Seiten.
Wir blicken auf ein grosses und erfolgreiches Fest zurück und sind froh, dass
kein grösserer Zwischenfall die Freude des Festes trübte, Wir danken den Organisatoren
für Ihren Aufwand!
In den nächsten Wochen werden uns vom Leist die Themen "Sprayereien und Vandalismus"
weiterhin beschäftigen. Wir stehen in engem Kontakt mit der Stadtpolizei und
ich erhoffe mir eine konstruktive Zusammenarbeit! (siehe "NEWS").
Erfolgreich war der Leist bereits in früheren Jahren mit seiner Forderung
nach einer "blauen Zone". Diese wurde nun endlich zum 1. Oktober eingeführt
und sollte die Matte etwas weniger parkierfreundlich machen.
Bald dürfen wir uns wieder über all die schönen und kreativen Adventsfenster
freuen. Die Wochen vor Weihnachten geben uns die Gelegenheit hier und dort mit
Menschen zusammenzutreffen und ins Gespräch zu kommen. Ich wünsche Ihnen viele
gute Begegnungen und danke allen Beteiligten im Voraus fürs Mitmachen!
in diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit!
Von Rene Stirnemann und Paul von Kaenel.
Kurz nach Erscheinen der letzten Matte - Zytig wurde eine Collage mit dem Titel
"in der Matte wohnten schon immer die Ärmsten" ausgehängt. Leider "anonym" und
von unüberlegtem Inhalt. Wir haben davon Kenntnis genommen, hätten aber gerne
Namen, damit wir uns mit den Leuten auseinandersetzen können und sie bewegt
sich doch!
ÄÄru -Beiz - Seit dem 10. März 1999 haben wir am Läuferplatz das Restaurant
"ÄÄru" (ehemals "Kam Yu"), die gutbürgerliche, Internationale Küche auf der
Karte präsentiert. Spezialitäten - Wochen und sehr traditionelle Speisen (ZB
Äpfel-Rösti, etc.) Im "ÄÄru" wird man ebenfalls eine kleine China-Ecke. Der
Pächter und Geschäftsführer Stephan Zysset ist stolz auf die besondere Lage
des "ÄÄru" und weisst auf die schön gelegene Terrasse hin, die von ca. April
bis September direkt an der Aare geöffnet ist. Im Sommer, wie im Winter werden
gerne Gesellschaften bewirtet.
Öffnungszeiten des 'ÄÄru'
Mo- Fr 08.30 Uhr bis 24.00 Uhr
Samstags 09.00 Uhr bis 24.00 Uhr
Sonntags 10.00 Uhr bis 23.00 Uhr.
Anschrift: Läuferplatz 6, 3011 Bern Tel. 031 311 5767
Eröffnungen, Wiedereröffnungen, Aperos, etc. prägen den Dezember '99
in der Matte.
Bäckerei Fuhrer - Am 15. November 1999 hat im Lädeli neben dem Fischerstübli
die Bäckerei Fuhrer aus Gümligen eine Bäckerei mit " Take - away" - Charakter
eröffnet. Sozusagen das ganze Bäckerei - Sortiment (Konfiserie eher weniger)
wird angeboten, Sandwiches zum Selberzusammenstellen. Jürg Grossenbachet; Geschäftsführer
und Inhaber der Bäckerei Fuhrer stellt Flexibilität im Sortiment in Aussicht,
man werde gerne den Mättelern sozusagen den kulinarischen "Puls" fühlen. Auch
ein Kafi und div. Fertigmenüs werden angeboten, Chäschüechli und Fruchtkuchen
können es auch sein. Der Eröffnungs - Apero am 15.11. war überaus gut besucht,
man merkte, dass die Mätteler sich auf "ihre" Bäckerei gefreut haben. Ein aufgestelltes
Team wird sich künftig um uns kümmern und uns verwöhnen.
Offnungszeiten der Bäckerei
Mo- Fr 07.00 Uhr -18.30 Uhr
Sa 07.00 Uhr - 14.00 Uhr
So Geschlossen
Anschrift: Gerberngasse 42, 3011 Bern Tel. 031 311 7733
Am Montag, 29. November 1999 eröffnet die Next Challenge GmbH, das sind Oliver
Schmutz, Markus Friedli und Daniel Gasser, um 18.00 Uhr das Restaurant Mühlirad
mit einem öffentlichen Apero. Sandsteinboden und eine Bar lassen das beliebte
Mühlirad in neuem Glanz erstrahlen. Schweizer-Küche steht auf dem Programm.
Die Speisekarte ist nach wie vor in Matteenglisch und der Stammtisch, das Schmuckstück
des Mühlirads, bleibt weiterhin bestehen. Wir freuen uns.
Öffnungszeiten vom "Mühlirad"
Mo- Sa 08.30 Uhr - 23.30 Uhr
So Geschlossen
Anschrift: Gerberngasse 4, 3011 Bern Tel. 031 311 21 09
Vom Donnerstag, 14. bis Sonntag, 17. Oktober fand im Wöschhüsi die Jubiläumsausstellung
des Matteänglisch-Clubs statt. Wir gratulieren dem Club, besonders Albin
Peter; für die sehr informative Ausstellung.
Stefanie Preiswerk, Präsidentin - Paul von Kaenel, Vize-Präsident - Rolf Jaloux, Kassier - Wale Buri
Jimy Hofer - Jörg Leuenberger - Rene Stirnemann
Bilder: www.matte.ch
Wiedereröffnung von "Planet Love" AM 4.12.99 eröffnet Planet Love
an der Gerberngasse 36, nach aufwendigen Restaurationsarbeiten, wieder seine
Türen. Ein vielseitiges und erweitertes Angebot in neu gestalteten Räumen, für
Damen und Herren, steht wieder zu Verfügung.
Öffnungszeiten von Planet Love
Di 14.00 Uhr -18.30 Uhr
Mi - Fr 10.00 Uhr -18.30 Uhr
Do Abendverkauf ab 18.30 Uhr (nur für Frauen)
Sa 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
Anschrift: Gerberngasse 36 3011 Bern Tel. 031 311 40 11
Silvester 1999/2000 in der Matte siehe auf Homepage "www.matte.ch".
Überschwemmungen sind immer unangenehm, ja chaotisch. Und dieses Jahr
wurde unser Quartier gleich zweimal davon betroffen:
Das MATTE-FESCHT im September überflutete uns mit vielen Besuchern. Entsprechend
hoch war auch der Lärmpegel und weitere Unannehmlichkeiten für Anwohner. Leist
und OK diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten durch entsprechende Massnahmen.
Ihre Meinung hierzu wäre uns wichtig! Reaktionen interessieren uns.
Immerhin konnten wir am Leist-Stand über den Verkauf von LOEB -T-Shirts
das Solidaritätskonto mit weiteren Fr. 420.- speisen. Gesuche für Unterstützungen
nehmen wir gerne entgegen.
Wir danken bei dieser Gelegenheit allen, welche in irgendeiner Form zum gegenseitigen
Verständnis und Wohlbefinden beigetragen haben. (Eine konkrete Namensliste würde
zu lang!).
AM 6. Dezember 1999/16.00 Uhr eröffnet Umberto Eleganti seinen Schallplattenladen
Take Five neu an der Gerberngasse 8 (ehemals Kiosk Augsburger). Die Mättelerinnen
und Mätteler sind zur Eröffnung herzlich eingeladen. Nach 8 Jahren in der Oberstadt
(Junkerngasse / Gerechtigkeitsgasse) freut er sich nun in der Matte neue Schallplattenfreunde
und Musikinteressierte kennenzulernen.
Das Sortiment umfasst Schallplatten der Musikstile: Jazz, Rock & Pop, Blues,
Folk und Klassik. Es handelt sich sowohl um Neupressungen alter Klassiker sowie
auch aktueller LP's. Weiter sind auch Secondhand-Schallplatten in bestmöglicher
Qualität (gewaschen, bewertet usw.) eine seiner Spezialitäten. Auch CD-Wünsche
jeglicher Musikstile können im Take Five jederzeit bestellt werden. Diverse
Schallplattenzubehör (Schutzhüllen, Innenhüllen, Plattenbürsten, etc.), sowie
ein LP - Reinigungsdienst sind weitere Dienstleistungen bei Take Five. Eine
wahre Bereicherung des Kulturangebots in der Matte.
Öffnungszeiten
Mo Geschlossen
Di - Fr 12.00 Uhr -18.30 Uhr
Sa 10.00 Uhr -16.00 Uhr
Gerberngasse 8 - Postfach, 3000 Bern 13
Tel. 031 311 61 60- Fax 031 311 6201
Ein Portrait der Glas-Künstlerin Therese Siffert.
VK./ Bummelt man durch die Schifflaube machen die meisten Spaziergängerinnen
und Spaziergänger einen Halt vor den Fenstern in der Laube, der Hausnummer 38
-dem Atelier von Therese Siffert. Zahlreiche Farben und Formen von Glasgegenständen
ziehen unweigerlich die Blicke der Passanten auf sich. Formschön und harmonisch
wirken die Glasgegenstände auf die Betrachter.
Therese Siffert kam durch ihre frühere Tätigkeit als Möbelrestauratorin mit
einem Glasschneider in Berührung und so zum Material Glas. Ihr Faible zu diesem
Material hat sich vor gut 10 Jahren, durch ihre künstlerische Tätigkeit damit,
manifestiert. In den vergangenen Jahren entwickelte Therese Siffert viele Techniken,
u.a. auch Arbeiten mit Airbrush, und vor vier Jahren begann ebenfalls die intensive
Zusammenarbeit mit dem Kunstschmied Roland Fornaro, woraus Arbeiten aus Stahl
und Glas, sowie ganz archaische Objekte erwuchsen. Diese Objekte sind hauptsächlich
auf diversen Ausstellungen zu sehen. Auch Architektur-Aufträge könnten die gemeinsame
Arbeit künftig vertiefen. Glastüren, Geschmiede mit Glaseinschlüssen, etc..
Für jeden Geschmack erschafft sie, Therese Siffert, günstige, wie auch extravagante
Objekte. Alles Unikate - Einzelstücke, und damit einmalige Geschenke für den
Alltag und fantstische Glasobjekte für ganz besondere Gelegenheiten.
Sie schätzt persönliche Besuche in ihrem Atelier in der Schifflaube 38. Ist
sie einmal nicht im Atelier, kann man die Künstlerin jeder Zeit telefonisch
erreichen, um mit ihr ganz persönliche Aufträge zu besprechen oder einfach,
um eines ihrer wunderbaren Objekte zu erstehen. Urteilen sie selbst! Schifflaube
38, oder vom 27. November bis am 24. Dezember 1999 auf dem Weihnachtsmarkt,
Münsterplatz.
THERESE SIFFERT
Schifflaube 38
3011 BERN
Tel. 031 311 94 39
www.siffertglas.ch
Eine Oase der Ruhe - auch dies gibt es in der Matte. Liest man den Text im Prospekt des "PROJEKT-ATELIER OASE" verfällt man gerne schnell in einen Traum, wird man für Augenblicke um Jahre zurückversetzt, denn da heisst es: Wieder einmal nach Lust und Laune am grossen Sandkasten- Tisch "sändele und steineie", mit Lehm "Iättele", "chrible und fötzele" mit unterschiedlichem Schreib-/Malzeug und Papieren? Kein Zwang zu etwelchen Resultaten. Einfach spielen, tun oder nichts tun, sein. Spielen für Erwachsene ist angesagt, Erwachsene, die das Kind im Erwachsenen ernst nehmen und es auch pflegen wollen. Kein Druck lastet auf den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, völlige Entspannung wird in geschütztem Raum geboten.
Doch auch die Kinder selber sollen durch das Programm angesprochen werden.
Ob sogenannt normale, schwierige, ob körperlich - oder geistig behinderte Kinder",
alle sind in der Oase bei Monika Vogel herzlich willkommen. Eine wahrliche Oase
in der heutigen Zeit. Monika Vogel-Hugentobler hat ihr Atelier vor gut einem
Jahr an der Badgasse 4 eröffnet und schätzt das "Spezielle", die "Ausstrahlung"
der Matte und das Wasser, das ihr sehr viel bedeutet. Auch die Art der Leute,
wie sie ihr hier unten begegnen. Aufgewachsen ist sie im Breitenrain und kannte
vorher die Matte kaum.
Begegnungen wie Spielgruppen für Erwachsene - Sein für Kinder und Jugendliche
und Plaudern - Spielen - Sein für Rentnerinnen und Rentner werden angeboten.
Doch die Leute tun sich schwer dieses sympathische Angebot zu nutzen. Sitzen
sie aber erstmal am Sandkasten, am Zeichentisch, oder am Tisch mit dem Lehm
empfinden sie ihr Tun als sehr angenehm und befreiend, öffnen sich und finden
das Gespräch, den Austausch mit ihrem Gegenüber. Die lockere Kleidungsordnung
im Projekt-Atelier Oase lässt auch ihre Lieblingskleidung in Sachen Gemütlichkeit
und Bequemlichkeit zu. Wohlsein und Gemütlichkeit sind hier Normalität.
Doch Monika Vogel-Hugentobler arbeitet auch als Künstlerin in ihrem Atelier.
Zeichnungen mit Farbstiften, Bleistiften, Fotografie und neu auch Arbeiten aus
Lehm werden in ihrem Atelier an der Badgasse 4 gezeichnet, geformt -geboren.
Sie lebt in ihrem Atelier ihre "andere" Seite, nebst ihrem Berufs - und Privatleben
aus.
Mehr Infos über Kurse und Spielgruppen erfahren Sie über Telefon 031 372
26 19 oder 079 326 33 19.
Ein Gespräch mit Rosmarie Bernasconi, Mitglied des Organisationskomitees
des "Berner Münster Weihnachtsmarktes ".
Dieses Jahr ist einiges neu auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz.
Die herausragendste Neuerung ist der Beginn des Marktes. Es ist heuer neu der
Samstag, 27. November 1999 ab 09.00 (Öffnungszeiten siehe unten) bis am 24.
Dezember, das heisst, die Oase im Weihnachtsstress besteht also 2 Wochen länger.
Der Künstler Pierre Mettraux aus Burgdorf eröffnet dieses Jahr allabendlich
um 18.00 Uhr, ab dem 30. November, am Stiftsgebäude ein Adventsfenster.
Das reichhaltige Angebot geht auch dieses Jahr von Porzellan über Glashandwerk
bis zu Textilien. Auch die Leute aus der Matte sind am Weihnachtsmarkt auf dem
Münsterplatz engagiert. Neu wird dieses Jahr Brigitta Müller aus der Matte,
bekannt durch ihre Arbeit in der Katastrophen - Beiz und der Bronco - Bar ,
die "Märit-Beiz" auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz führen, Therese
Siffert (siehe Portrait in dieser Ausgabe) wird ihre Glaskunst anbieten, Theo
Schulthess (seit Mai 1999 in der Matte in den ehemaligen Räumlichkeit von Utiger)
wird seine Kerzen zusammen mit seiner Frau Christa feil halten. Rosmarie Bernasconi
wird mit Therese Siffert an ihrem Stand auch ihre und Peter Maibachs Bücher
präsentieren.
Die gemütliche Atmosphäre des Weihnachtsmarktes auf dem Münsterplatz ist
bekannt, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Doch besuchen sie auch den Weihnachtsmarkt
auf dem Waisenhausplatz.
Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes auf dem Münsterplatz:
täglich 9.00 - 18.30
Donnerstag 9.00 - 21.00
Samstag 9.00 -16.00
Sonntag 10.00 - 17.00 24.12.1999 9.00- 14.00
4 Sonntagsverkäufe: 28.11, /5.12/12.12/19.12
Nina Bollhalder und ihr Mann Ulakanathan Sureskumaran haben sich Einiges
vorgenommen. Voller Elan sind sie am 9.9.99/09.09 Uhr ins renovierte Fischerstübli
eingestiegen. Kulturen einander näher bringen, kulinarische Höhepunkte schaffen,
dass war ihre Idee. Mit Rösti und Bratwurst kann dies nicht bewerkstelligt
werden, das war klar. Also versuchten sie es anders. Doch gerade diese "Rösti
mit Bratwurst" hing wie ein Schwert über Allem. Alles wurde am alten Fischerstübli
gemessen und verglichen. Heute wird die Küche unter Mauro Balerna und Souschef
Giorgio Diaz geführt. Gutbürgerliche, französische Küche steht auf dem Programm,
Vegetarisches, Pasta und Poulet den Gästen oder umgekehrt. Ein gäbiges Menu
am Mittag, für "auf die Schnelle", der Saison angepasst und gerade aus.
Viele gastronomische Betriebe mussten diese Erfahrung machen und sich nach
etlichen innovativen Versuchen wieder der traditionellen Küche zuwenden
- aber mit Stil. Ein Preisvergleich wird uns vielleicht zwei Minuten länger
beschäftigen als sonst, aber man ist schliesslich nicht irgendwo im einem
Schnellimbiss, oder einfach in einem Quartierspunten dritter Klasse. Die
Atmosphäre im Fischerstübli ist mittags "Iäbig", abends "gäbig".
ONE more Bar
Mit einem Besuch in der "ONE more"- Bar (gehört zum Fischerstübli und
ist vom Restaurant erreichbar) kann ein Abend wunderbar abgerundet werden
- vielleicht sogar mit "Live Jazz Music" oder sonstigem Sound. Eine kleine
Bargerade die richtige Grösse -mit natürlichem Charme und sehr freundlicher
Bedienung. Besuch lohnenswert.
Das neue "Fischerstübli" hat seine Chance erhalten und Nina und Ulakanathan
werden sie nicht vergeben. Viel Erfolg!
Öffnungszeiten des "Fischerstübli" und der "ONE more"- Bar
Restaurant
Mo - Do 08.30 Uhr - 23.30 Uhr
Fr 08.30 Uhr - 00.30 Uhr
Sa 15.00 Uhr - 00.30 Uhr
SO 15.00 Uhr - 23.30 Uhr
ONE more-Bar
Mi - Sa 19.00 Uhr - 02.30 Uhr
Dr läbig "Advänts-Kaländer" ir Matte u ä Zyt der Begägnig
Ab 2. Dezember erleuchten die weihnächtlich dekorierten Fenster. Am jeweiligen
Adventsdatum gehen die Törli für alle Mättelerlnnen auf, und Sie sind herzlich
auf einen Umtrunk eingeladen. Wann und wo entnehmen Sie untenstehender Liste.
In diesem Sinne: auf Wiedersehen im "Adventskalender- Törli!"
Berlin ist Anziehungspunkt für Menschen aus Deutschland, Europa sowie
der ganzen restlichen Welt...
... Da ist beispielsweise Yves. Er wohnt seit knapp einem Jahr hier in
Berlin, ist Franzose und in Paris aufgewachsen. Einmal fragte ich ihn, den
Grossstädter, welchen Unterschied es denn mache, in Metropole Berlin und
nicht mehr in der Weltstadt Paris zu leben. " Ach, da gibt es beträchtliche
Verschiedenheiten. Grossstadt ist nicht gleich Grossstadt", erklärte er
mir, der Kleinstädterin. Er könne mir einen unterschied erklären: Gehst
du durch die Strassen von Paris und fällst hin, so schauen die Leute an
dir vorbei. Ein nur verstohlener Blick auf dich verrät, dass sie dich wegen
deines Missgeschicks verachten. Hier in Berlin ist das anders. Fällst du
hin, steht sogleich wer neben dir, hilft beim Aufstehen und meint aufmunternd:
,Mach dir nischts draus, dit is bei mir ooch schon vorjekommen.' Ich solle
das vor allem symbolisch verstehen, meinte Yves.
Ich glaube, letzthin erzählte mir Yves auch, dass er für längere Zeit
in Berlin bleiben möchte.
Oder Firas. Er ist Palästinenser und studiert Medizin in Berlin. Seine
Eltern kamen vor über zwanzig Jahren mit ihm nach Deutschland. Als Barak
letztes Frühjahr zum neuen Ministerpräsidenten von Israel gewählt wurde,
fragte ich ihn, ob er sich darüber freue und Hoffnungen hege, der Friedensprozess
zwischen Israelis und Palästinenser werde endlich fortgesetzt. "Weisst du,
es ist egal, wer Israel regiert", erwiderte er mir, "ein Staat, der wie
Israel auf der Basis von Unrecht erbaut wurde, hat kein Anrecht darauf,
lange zu leben und wird eh früher oder später untergehen." Ja, ja. Er, der
im sicheren Deutschland gross geworden ist und auch weiterhin hier bleiben
wird, hat es nicht nötig über Frieden nachzudenken. Er muss keine Kompromisse
schliessen, er kann ohne persönliche Nachteile einem Ideal nacheifern. Das
habe ich ihm nicht gesagt. Auf seine Antwort habe ich nur kurz genickt.
Immer ist mir nicht nach großen Debatten zumute.
Oder da ist Benjamin. Er ist Amerikaner, Jude und durchsucht seit drei
Monaten verschiedene Berliner Archive und Bibliotheken nach Dokumenten für
seine Doktorarbeit in Geschichte. Als er eines Abends wieder einmal bei
mir zum Abendessen war, diesmal aber meine Mitbewohnerin nicht wie in gewohnter
Weise mitass, fragte er mich, wo sie denn sei. Ich antwortete kurz: "in
einem Lager." Er sah mich ungläubig und gleichzeitig etwas erschrocken an.
"...Was Lager.. ?" Ich verstand, was er verstand und fügte rasch hinzu:
"in einem Ferienlager mit Kindern." Mit ,a camp' versuchte ich mich noch
verständlicher zu machen. Sein Blick verwandelte sich wieder in den gewohnt
gelassen freundlichen. " Ach so." Etwas später an diesem Abend zählte er
mir einige deutsche Wörter auf, die er bereits kannte, bevor er begann,
deutsch zu lernen: Fliegerabwehr, Mischehe, Osterweiterung, Zucht, Lager.
Dem vorhergehenden Dialog zufolge kannte er letzteres in einer nur sehr
engen Bedeutung.
Und da ist schliesslich meine Mitbewohnerin selbst. Sie ist 34 Jahre
alt und gehört zu den eher seltenen Menschen, die schon ihr Leben lang in
Berlin zuhause sind. Nach vielen Diskussionen, etlichen Erklärungen ihrerseits
wie auch meinerseits begreifen wir uns an einem Punkt noch immer nicht ganz.
Sie versteht nicht weshalb ich derart fasziniert bin von der Mauer, die
noch bis vor zehn Jahren wenige Meter hinter unserem Haus quer durch die
ganze Stadt führte. Für sie hingegen war diese Mauer Normalzustand; es war
nichts Ungewöhnliches dabei, dass eine Mauer die Stadt teilte. Das verstehe
wiederum ich nicht so recht. Aber wahrscheinlich wird das aussergewöhnliche
im Dauerzustand ganz gewöhnlich.
Die Mitgliedschaft steht grundsätzlich allen offen. Auch als Nicht-Mätteler nehmen Sie mit einer Mitgliedschaft, ein kleinwenig an unserem Alltag teil. Als Mitglied des Matteleistes profitieren Sie von der Matte Card (siehe Rückseite), Informationen über das Quartier und seine vielfältigen Aktivitäten und erhalten vier Mal jährlich unsere Matte Zeitung. Der Vorstand.
von Res Margot
Die Matte war ziemlich sicher schon vor der Gründung der Stadt Bern besiedelt.
Die Menschen leben hier im Spannungsfeld der Aare. Auch heute spüren die
Mätteler die Bedrohung durch Hochwasser und Geschiebe.
Davon wird auch regelmässig am runden Tisch im Mühlerad gesprochen. Die
meisten eingesessenen Anwohner begutachten täglich das Wasser nach Farbe,
Temperatur, Bewegung, Höhe, Rauschen, auch sein Geschiebe. Anderseits spielte
das Wasser eine wichtige Funktion für die Matte. Über die Aare wurden lange
Zeit wichtige Güter in grossen Mengen geschifft und geflösst, teilweise
aus dem weiten Ausland, zum Beispiel grosse Mengen von Stein und Holz zum
Bauen der Stadt Bern. Diese Waren wurden in der oberen und unteren Landern
aus und eingeladen. Dazwischen wurde mit dem Wasser, geregelt durch die
uralte Schwelle, hergestellt und verarbeitet. Bauholz, Baustein, wunderschöne
Möbel der Brüder Funk, Gold und Silber, Gips, Gerbereien, Schiffe, Bier,
Schokolade, Seide, Tuch, Korn, Knochen usw. Dank dem Wasser entstanden auch
die, lange Zeit berüchtigten, Badstuben (Schwitzen und Fricken). Sehr wichtig
war auch der reiche und kostbare Fischfang (Lachse). Die Kraft Aarewassers
prägte die Geschichte der Matte. Im 14. Jahrhundert lebten auf einer heute
verschwundenen Insel unterhalb der Untertorbrücke im Kloster Mariental die
Inselfrauen. Im Jahr 1360 erwarb die Stadt vom Ritter Johann von Bubenberg
den Grund des heiligen Reiches an der Aare (ungefähr die Gegend der Matte)
mit der Schwelle. 1409 überstand die Untertorbrücke die Wassergrösse, während
die andern Aarebrücken "dahingeführt und zerbrochen wurden". Dagegen litt
die Brücke im Winter 1460 derart, dass neue Pfeiler nötig waren und kurz
darauf eine steinernen Brücke gebaut wurde.
Diebald Schilling beschrieb, dass es kurz vor St.Marie-Magdalena im Juli
14803 Tage und 3 Nächte ununterbrochen regnete. Vielen Mattebewohnern drang
das Wasser in die Häuser. Viele Leute wurden evakuiert. Man hatte auch grosse
Sorge für die Untertorbrücke. "Und nachdem es dann in der nacht gar vinster
und als sorglich was, da macht man niemand dannen füren und bliben dieselben
nacht mit iren kinden in iren hüsern mit grossen engsten und sorgen. Und
da sonnentag frü wart, als man voim tage begonde sechen, da fürt man die
biderben lüte mit iren kinden us den hüsern, die alle vol wassers hinder
und vor warent. Si liessen ouch vast das ir, was si mochten usbringen, haruf
in die stat tragen, dann das wasser alweg wuochs und tet inen und andern
grossen schaden, und fürt merenteils alle die flöss und hölzer hinweg, die
an der Aaren oder darin gebunden waren. Darzu fürt es ouch etlich hüser
und schüren hinweg und tet merglichen schaden an spichern, matten, garten,
velden und andern narungen der menschen und unvernÜnftigen tieren. Und man
was ouch in grossen nöten und sorgen, das die swelli in der Are, ouch die
mülinen und sagen an der Matten wurden verfahren -das beschach von Gottes
gnaden nit, doch wart vil daran verwüst und ran ouch vil holzes und laden
dannen. Man hat ouch gros sorge für die nidern Arbruck, der beschach ouch
nit."

Der Berner Chronist Johann Haller beschrieb 1566: "im Juni ward die Aren
(Aare) so gross wegen der vile des schnees, so im letzten Winter gefallen.
Die schwelle ward schier nit meer gesehen, dass das undere und obere wasser
gleich was."
Im Winter 1706 spazierte man über die dickgefrorene Aare ins Schwellenmätteli.
Trotz grosser Korrekturen der Aare und ihrer Zuflüsse (z.B. 1713 Kanderableitung)
blieb die Matte auch in den letzten 100 Jahren vor dem Hochwasser nicht
verschont.
Vor wenigen Jahren wurde das Aarebett regelmässig ausgebaggert, es wurden
jährlich bis 30000 m3 Kies und Sand entnommen. Alte Mätteler schüttelten
in den letzten Jahren den Kopf. Sie finden, dass ihre fru gepflegt werden
will, sonst rächt sie sich.
1. Fischer: Iggume, ischterge inihe ime Ichte e Ichthe ise-e is- segschre.
irme ijhe lischfle jrfe ine inzige Ichewe.
2.Fischer: U je j he jthe e Ischte jme Ingue ighe. ide Iss-schpre jngtle
ise jrfe e inzege Interwe.
1.Fischer: gestern habe ich im Tych (oberhalb der Schwelle) einen Hecht
gefangen, wir haben Fleisch für eine ganze Woche.
2.Fischer: Und ich habe einen Ast an der Angel gehabt, dieser gibt uns
Wärme für den ganzen Winter.)
Vor einigen Tagen klingelte es an meiner Türe und zwei junge Studentinnen
vom Marzili - Seminar, Claudia und Isabelle, baten mich um eine Auskunft.
Bei der Marzilibrücke im Fahrkreis sei ein grosser, grausiglichen Eisenkäfer
und daneben auf einem Messingtäfelchen eingraviert folgende Zeilen:
Irme irve-inete ide indelndwe Ingee-ieferze irde Itteme u imde Irzilime.
Die zwei Frauen haben erkannt, dass der Spruch wahrscheinlich kein KGB-Code
ist, sondern eher Matteänglisch. Der angefragte Deutschlehrer war scheinbar
überfordert, hat sie jedoch an mich weitergeleitet. Ich hatte vorerst einige
Mühe mit dem übersetzen, brummelte etwas von den drei Geheimsprachen der
Matte und ihren Dialekten... Doch mit einem Blick in unser Matteänglisch-
Buch und etwas Fantasie fand ich rasch eine Lösung:
Mir vertäne (vermache) das wiudelnde Ungeziefer der Matte u em Marzili
An dieser Stelle möchte ich mit den folgende Zeilen den unbekannten Spendern,
Fridu, Migu, Fife herzlich für dieses kleine Monument am Eingang in die
Mättu danken. Solche Geschenke und solchen Humor haben wir Mättelr gerne!
lutsche Idutre, Igume, Itete, Irme Ittelme inkede i ich e irzleche irte
isde ine- sche Ingee-ieterze. Irme idele (lade) iche irnge je imenze issegre
lerlibe ime iuene Ilime-ldlire.
Sprayereien und Vandalismus sind leider in unserm Quartier kein neues
Thema.
Wir lassen aber den Kopf nicht hängen und haben das Thema neu aufgegriffen,
in engster Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei.
Damit etwas unternommen werden kann, müssen wir alle am gleichen Strick
ziehen. Ich möchte Sie ermuntern, in Eigenverantwortung jegliche Sachbeschädigung,
die Sie an Ihrem Haus oder in Ihrer Umgebung feststellen, der Polizei mittels
" Anzeige gegen Unbekannt" zu melden.
Weiter konnten wir bei der Polizei den Wunsch nach vermehrter Präsenz,
speziell an den Wochenenden, anbringen. Von der vermehrten Polizeipräsenz
versprechen wir uns konkretere Unterstützung am Tatort, sowie mit der Zeit
eine Verminderung des Vandalismus.
Eine nächste Zusammenkunft mit der Polizei findet anfangs Dezember statt,
im neuen, Jahr werden wir die Bevölkerung über die neusten Entwicklungen
informieren.
Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen gern zur Verfügung:
Stefanie Preiswerk
Präsidentin Matte-Leist
Telefon 311 42 18
Ausschnitte vom Jahrhunderthochwasser 1999
Dieses
Video dokumentiert das Jahrhunderthochwasser in der Berner Matte im Mai
1999 auf eindrückliche Weise. Nicht nur das Wasser, sondern auch Kinder,
Menschen, Tiere und Natur, Zivilschutz, Wehrdienste, Feuerwehr stehen im
Zentrum seiner lebendigen Aufnahmen. Fritz Friedli, der im Waagezeichen
geborene Berufsfotograf hat den Hauptanteil der Bilder zum Buch von www.matte.ch
geschlossen. Immer wieder bin ich fasziniert, wie liebevoll und tolerant
Fritz mit seinen Mitmenschen umgeht. Seine liebenswürdige, witzige und charmante
Art ist auf dem rund einstündigen Video gut spürbar.
Rosmarie Bernasconi
Spieldauer ca: VHS 109 Min. und kostet sfr. 39.-
Verlag Einfach Lesen,
Rosmarie Bernasconi
Tel. 031 311 01 08 Fax 031 312 38 87
Verlag Einfach Lesen, Rosmarie Bernasconi
Postfach 263
CH-3000 Bern 13
Herzliche Gratulation
zu goldenen Hochzeit am 16. Dezember 1999
Heidi und Willy
Iseli Buchser
Monika Ueli, Franziska Peter, Fränzi Roger
Weihnachtskonzerte in der Nydeggkirche
Nachdem letztes Jahr in der Kirche ein Gedränge war, Besucher sich deswegen
beschwerten, Leute wegen Platzmangel sogar abgewiesen werden mussten, haben
wir uns entschlossen, dieses Jahr das vorweihnächtliche Konzert zweimal durchzuführen.
Besonders willkommen sind für die Veranstaltung am Sonntag Familien mit Kindern.
Auch dieses Mal haben sich die Musiker wieder eine Überraschung für das Konzert
einfallen lassen.
Konzertdaten:
Nydeggkirche Bern, Samstag, 18. Dezember 1999, 20.00 h;
Sonntag, 19. Dezember 1999, 17.00 h.
Eintritt frei, Kollekte.
Die Musiker: Hans Peter Graf, Orgel, Klavier; Ruth Margot, Gesang; Bänz Margot,
Schlagzeug, Perkussion; Res Margot, Kontrabass, Bluesharp, Alpdoo und Gäste.
Leitung: Pfarrer Mathias Suter
Betreuung: Siegrist-Ehepaar E. + W. Schleusser
MGospel haben eine Live-CD mit ihrer Musik herausgegeben, die bei Ruth Margot,
Gerberngasse 21 und im Fachhandel erhältlich ist. Diese CD eignet sich als wunderbares
Weihnachtsgeschenk!
Korrespondenzadresse:
Matte-Leist, Postfach 29, 3000 Bern 13
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