Matte-Zytig September 1998
Wir können auf einen warmen, sonnigen und vor allem ereignisreichen Sommer
zurückblicken.
Die verschiedenen Verkehrsprobleme sind zwar immer noch nicht gelöst, doch
brachte die vergangene Zeit Lösungsvorschläge, die weiterhin diskutiert und
vielleicht einmal zu einem zufriedenstellenden Resultat führen werden. Doch
es dürfte schwierig sein, alle Beteiligten für dieselbe Lösung zu begeistern.
Der Artikel der YW Matte in unserer letzten Matte-Zytig lässt erahnen, wie weit
die Meinungen auseinanderklaffen. Viele Bewohner der Matte waren erschrocken
über die radikalen Aussagen und die weitreichenden Forderungen in diesem Artikel.
Wir von der Matte-Zytig erhielten entsprechende schriftliche und mündliche Reaktionen,
teils wunderte man~ sich auch, warum , wir überhaupt solch extreme Ansichten
abdrucken. Wir wollten bewusst zeigen, dass die Meinungen der Einwohner unseres
Quartiers sehr verschieden sind, die Matte ihre Einheit erst durch Vielfalt
bekommt, dass wir hier vielleicht gerade wegen unserer Andersartigkeiten zusammenpassen.
In diesem Sinne scheinen mir radikale Lösungen nicht verantwortbar.
Weiter hinten in dieser Ausgabe sind einige dieser erwähnten Reaktionen veröffentlicht.
Das «neue» Wöschhüsi konnte in seinem ersten Sommer schon viele Gäste empfangen.
Ab 6. Oktober wird dort übrigens jeden ersten Dienstag im Monat, organisiert
vom Matte-Leist, ein Mätteler-Höck stattfinden; ein Zusammensitzen um zu jassen,
plaudern, diskutieren... Es sind alle wirklich herzlich eingeladen zu kommen,
Hemmungen sollten weggelegt werden, Ausreden wie, ich kenne ja eh niemanden,
zählen nicht!
Am 1. August hatten wir in unserer Hauptgasse allerprächtigste Fahnen hängen,
und mit dem Aarelüüchte eine überzeugende Alternative zu den rauchenden, lärmenden
Raketen und sonstigen Feuerwerkskörpern.
Am 29. August fuhren 37 Meitschi und Giele älteren Jahrgangs rund um den
Thunersee. Wie ich gehört habe war auch der diesjährige Seniorenausflug ein
schönes, in guter Erinnerung bleibendes Erlebnis für alle Teilnehmerinnen und
Teilnehmer. Stattfinden konnte die kleine Bernerreise aus finanzieller Sicht
vor allem dank den dafür bereit gestellten 1500 Franken der Gesundheits- und
Fürsorgedirektion der Stadt Bern und der Spende von 500 Franken der Stadtmühle.
Vielen Dank. Ein weiteres Merci geht an alle Begleiter und Begleiterinnen, besonders
an Rolf Badetscher, der mit guter Organisation einen reibungslosen Ablauf des
Ausfluges garantierte.
Der Herbst wird uns nebst Nebel sowie Farbenpracht hoffentlich endlich das
Auffangnetz unterhalb der Münsterplattform bringen. N ach den Auseinandersetzungen
zwischen Denkmalpflege und Gemeinderat muss nun aus finanziellen Gründen auch
der Stadtrat dem Bau zustimmen. Im Sinne der Anwohner sollte dieses bürokratisch-demokratische
Verfahren möglichst rasch über die Politbühne gehen und das Netz ohne grosse
weitere Verzögerungen angebracht werden.
Für alle Matte-Leist Mitglieder gibt es ab diesem Herbst eine regelrechte
stadtbernische Neuheit. Im Sinne der Quartierbelebung, der Gewinnung an Nähe
zur Umgebung seines Wohnortes lanciert der Matte-Leist voraussichtlich ab 1.
Dezember eine Mattekarte. Geschäfte in der Matte bieten selbstgewählte Sonderangebote
feil, von denen Matte-Leist Mitglieder profitieren können.
Ich freue mich, meine Leser darauf hinzuweisen, alles Weitere über diese
gute Sache weiter hinten in dieser Ausgabe nachlesen zu können und wünsche gleichzeitig
allen einen recht schönen Herbst.
Leserbriefe zum Artikel der YW Matte in unserer letzten MATTE-ZYTIG
Ohne die Aggressionen im Quartier noch mehr schüren zu wollen, möchte ich
ein paar Dinge zum Thema Lärmbelästigung zu Bedenken geben.
Wir wohnen hier in der Matte mitten im Zentrum der Bundeshauptstadt. Wie
ruhig es nachts selbst in der Altstadt ist, ist noch jedem meiner Besucher und
Besucherinnen aufgefallen. Die einen nennen es ruhig, die anderen tot.
Natürlich, ich habe gut reden, wohne ich doch am äussersten Rand des Quartiers.
Trotzdem möchte ich zur Diskussion stellen, ob es tatsächlich ein realistischer
Anspruch ist, mitten im Stadtkern leben zu wollen, jedoch mit allen Vorzügen,
die ein Wohnquartier etwas ausserhalb normalerweise bietet.
Ich denke, ein Nachtfahrverbot wäre keine schlechte Lösung,
da die Matte ja bestens zu Fuss erreicht werden kann. Musik, Gelächter und Gegröhle
jedoch ist meiner Meinung nach in unserer Wohnlage in Kauf zu nehmen. Wenn die
Stadt Bern und ihre BewohnerInnen damit nicht leben können, sollte ernsthaft
überdacht werden, ob der Titel Hauptstadt nicht ehrlicherweise abgegeben werden
sollte.
Es gibt auch Leute in dieser Stadt, denen die zuweilen recht selbstgefällige
Beschaulichkeit eher den Schlaf raubt, als die Ausgelassenheit einiger betrunkener
Teenager. Als eine von dieser Sorte wollte ich mich zu Wort melden. Wohlgemerkt,
ich gehöre weder zur Kundschaft des Wasserwerks, noch des Silos. Aber jede Spur
von Leben muss ich begrüssen. Abgesehen davon, dass ich mich weniger fürchte,
in der Nacht zu Fuss nach Hause zu gehen, wenn ich nicht ganz allein in den
Gassen bin.
Der tendenziöse, hassgeprägte Artikel der YW Matte darf nicht unwidersprochen
bleiben.
Auch ich bin ein Mattebewohner (Wasserwerkgasse 14). Also mitten im Schnittpunkt
von Anderland, Silo, Fischerstübli (Oldies-Bar), Broncos-Club, Cinematte und
Wasserwerk. Auch ich empfinde den Lärm manchmal als etwas zu laut. Aber wenn
man/frau müde ist, lässt es sich auch bei geöffnetem Fenster sehr gut schlafen.
Es gibt offensichtlich Ywohner die Lärm hören wollen. Sicher, es gibt empfindlichere
und weniger empfindlichere Gemüter. Aber sollten wir nicht versuchen, das Problem
mit Toleranz und Fairness zu lösen und nicht mit radikalen, unrealistischen
Forderungen und Drohungen?
Empörend finde ich den Aufruf zu Gewalttaten (Frau P., Herr W., Herr M. ).
Solche Aussagen, die erst noch anonym wiedergegeben wurden, was feige und zumindest
fragwürdig ist, und die vielleicht sogar vom Verfasser des Artikels selbst erfunden
wurden, fördern das Misstrauen und tragen nicht zu einer gütlichen Lösung der
Probleme unter den Anwohnern und Besuchern der Matte bei. Vor allem dann nicht,
wenn Mitglieder der y W Matte bereit sind, fremdes Eigentum zu beschädigen oder
zu vernichten. Einbrüche, Diebstähle, Vandalenakte sind kein spezifisches Matteproblem
und ganz sicher nicht durch das Silo oder Wasserwerk hervorgerufen worden. Dies
wäre eine zu billige und zu einfache Interpretation.
Abschliessend möchte ich festhalten, dass ich sehr gerne in der Matte wohne,
nicht zuletzt auch deshalb, weil sie eben noch lebt (auch nachts) und nicht
wie ein ausgestorbenes Geisterquartier dahinsiecht. Ich bin dankbar für die
vielfältigen Möglichkeiten des Geniessens und Entspannens. Und das direkt vor
der Haustüre. Wer hat das schon? Vive la Matte!
Mir ist der Artikel auf Seite 2 des offiziellen Leist - Blattes sehr negativ
aufgefallen.
Erstens weil ich ausgesprochen gerne in der Matte wohne und mich hier Zuhause
fühle.
Zweitens sind dies Probleme, wie sie in den meisten Städten anzutreffen sind
und es geht offensichtlich nicht nur um Verkehrsprobleme, sondern mehr um persönliche
Ansichten und Interessen. Oder warum findet Herr Margot und seine (anonymen)
Freunde, dass das Wasserwerk und Silo per sofort geschlossen werden sollten?
Diese beiden Clubs gehören genauso zur Kultur dieser Stadt wie ein Alphorn oder
auch der Samstagsmärit.
Ich hoffe dass ich nicht noch einmal einen so bitterbösen Artikel in der
Matte-Zytig lesen muss und denke mit einem vernünftigen und anständigen Umgangston
ist sicher eine Lösung zu realisieren, welche für alle beteiligten Parteien
zu einem tragbaren Kompromiss führt.
Res Margot
Res
Margot ist experimentierender Musiker und Informatiker. Er lebt mit seiner Familie
seit Jahren mitten im Dorf mitten in der Stadt. Sein Herz schlägt für eine «Matte
zum Leben» und für diese aussergewöhnliche Matte setzt er sich auch ein. Er
spielt in der Kapelle Felsenburg, MGospel und als "urbaner" Alphornbläser, er
macht Matte - Führungen, tiberet Matteänglisch, leistet im Leist, gilt als Kenner
der alten wie der neuen Matte. Oder man trifft ihn beim liire am Runden Tisch
vor einem grandigen Plamp.
Warum nicht «Halbe Nachtsperre»? Die YW Matte ist mit dem Vorschlag Einbahnstrasse
plus zusätzliche Parkplätze an der Aarstrasse nicht besonders glücklich. Sie
schlägt als Kompromiss eine gemässigte Nachtsperre vor, eine «Halbe Nachtsperre»,
die zum Beispiel ab 24.00 Uhr an gelten würde. Unzählige Gespräche mit. Anwohnern
und Betreibern von Nachtgewerbe zeigen der YW Matte, dass eine Nachtsperre grundsätzlich
eine interessante Lösung sein kann. Jedoch sind sich die meisten Mätteler einig,
dass der Vorstoss der Polizei unklug war. Niemand .glaubte der Polizei, dass
sie mit ihren Massnahmen die Nachtprobleme lösen würde. Bevölkerung und Nachtgewerbler
und ihre Besucher wurden ja nicht aufgeklärt.
Immerhin hat die Polizei nach ihrer Panne und nach jahrelangem Zaudern mit
den «Haken»- Tafeln (Abschleppwarnung) gezeigt, dass Lösungen möglich sind.
Seit diese Tafeln montiert sind und gelegentlich auch abgeschleppt wird, werden
in der Kanalgasse nachts kaum mehr Autos falsch parkiert. Die YW Matte hofft
nun, dass möglichst rasch die ganze Parkiererei in der Matte klar geregelt wird,
die Blaue Zone eingeführt und kontrolliert wird. Nach Meldungen der Polizei
könnte das vielleicht schon dieses Jahr geschehen.
YW Matte begrüsst auch den Matte-Bus. Viele Anwohner und Besucher wären sogar
sehr froh, wenn der Bus auch tagsüber fahren würde. Besonders ältere Leute würden
ihn gerne durch den Tag benützen. Mehrere Anwohner, auch Leute vom Altenberg,
wären froh für eine zusätzliche Haltestelle Läuferplatz.
Einbahn???
Die alte Gotthardstrasse Via Rompeda, eine Einbahnstrasse, bereitete der
fünftgrössten Tessiner Gemeinde Giubiasco bei Bellinzona Sorgen. Im 18. Jahrhundert
noch einzige Achse im Dorf, wurde sie in jüngerer Zeit zum Schleichweg für den
Pendlerverkehr. Von wegen Schleichen: Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h wurden
registriert. Gehetzte Automobilisten fuhren zum Schrecken der Anwohnenden, der
Fussgänger und der Velofahrer durch die schmale Einbahnstrasse.
Was der Architekt Lorenzo Custer dann vorschlug, haute den Gemeinderat um.
Custer verschmälerte die Strasse auf 2.80 bis 3.20 Meter, reduzierte die Geschwindigkeit
auf 30 kmlh und öffnete die Strasse für beide Fahrtrichtungen. Das Resultat
war verblüffend. (aus VCS-Zeitung 98/7-8)
Die YW Matte möchte aufmerksam machen, dass auch andere Gemeinden mit ähnlichen
Problemen konfrontiert sind. Das Beispiel von Giubiasco zeigt, dass der Lösungsvorschlag
einer Einbahnstrasse durch die Matte möglicherweise eine Verschlechterung bringen
würde. Dies meinen auch etliche Anwohner und auch der Leiter der Verkehrspolizei
äussert sich ablehnend zu diesem Vorschlag.
Matte auf dem Weg zur menschenmöglichen Stadt
Die YW Matte bedauert, dass mehrere Anwohner in letzter Zeit wegen den chaotischen
Verkehrszuständen aus der Matte weggezügelt sind.
Anderseits sind in den letzten Monaten erfreulicherweise mehrere Familien
mit kleinen Kindern zu uns in die Matte gezogen, es sind sogar Kinder bei uns
auf die Welt gekommen! YW Matte heisst diese Familien herzlich willkommen und
hofft, dass sie sich wohlfühlen werden.
Besonders für diese Kinder lohnt es sich, unser Dorf menschenmöglich zu machen.
Die y W Matte ist überzeugt, dass durch weniger Lärm und weniger Abgas die Lebensqualität
in der Matte stark verbessert werden kann.
Abfahrten ab Wöschhüsi, ganze Woche
20 - 50
22 - 05 - 20 - 35 - 50
23 - 05 - 20 - 35 - 50
Abfahrten ab Loeb-Egge
20 - 45
21 - 00 - 15 - 30 - 45
22 - 00 - 15 - 30 - 45
23 - 00 - 15 - 30 - 45
Der Gemeinderat hat einer neuen Vorschrift zugestimmt, nachdem er sich fragen
musste, ob aufgrund der liberalisierten Regelungen des Gastgewerbegesetzes in
der Altstadt inkl. Matte mit Wohnnutzung Überzeitbetriebe (Betriebe mit Tanz
oder Striptease) generell zulässig sind. So stellt er fest, dass Überzeitbetriebe
vor allem auch während der Ruhezeit nach Mitternacht mit erhöhtem Lärm verbunden
sind. Dies gelte sowohl für den Lärm, der sich aus dem Verhalten der Gäste ergibt,
wie auch aus dem gesteigerten Verkehrsaufkommen.
In der Bauordnung Art. 90, Abs.l, heisst es: Die untere Altstadt und die
Matte sind dem Wohnen, den Spezialgeschäften, dem Gewerbe, dem Gastgewerbe und
den kulturellen Einrichtungen sowie den Praxen für freie Berufe vorbehalten.
Neu ergänzt Abs.la: Die Neueinrichtung oder Erweiterung von Betrieben
gemäss Absatz 1, die das ruhige Wohnen erfahrungsgemäss erheblich beeinträchtigen,
ist nicht gestattet. Dies gilt namentlich für Nachtclubs und Stripteaselokale
sowie Gastgewerbebetriebe mit Überzeit- Bewilligung. Im Zeitpunkt des Erlasses
dieser Vorschrift bestehende Betriebe sind so zu führen, dass das ruhige Wohnen
nicht beeinträchtigt wird.
Diese neue Vorschrift haben wir zusammen mit den Vereinigten Altstadt-Leisten
diskutiert und von Mitwirkungseingaben (Termin 20.8. ) nicht Gebrauch gemacht.
Gibt es ein Wasser-Werk, welches mit Wasser werkt, also arbeitet? Ich weiss es nicht: aber ich nehme an, dass im «Wasserwerk» - obwohl neben der Aare kaum das Wasser das wichtige Element sein kann. Sonst wären seine «Arbeiter» sprich «Gäste» nicht so überfröhlich laut beim Verlassen des Lokals. Natürlich bin ich froh, dass es unseren Jungen gut geht, und sich bei den Mädchen die Emanzipation hören lässt. Die lustigen Zänkeleien vor und nach dem wasserwerken zeugen von einer besseren Welt, darum ist es unverständlich, wenn sich Anwohner daran stören und aufregen. Fritz hat schon immer gesagt, in Italien sei das Nachtleben auch so und belege die Lebensfreude der Einheimischen. Leider wohnt Fritz nicht in der .Matte, sonst hätte er es schon lange nicht mehr nötig, nach Italien zu reisen. Und dass diese Kinder Ausdauer zeigen - bis morgens um 4 Uhr -, stimmt mich für die Zukunft optimistisch. Die Lautstärke ist dabei ebenso ein positives Zeichen. Bereits in der Wasserwerk - Disco sind die Phon-Stärken derart hoch, dass Ohrenpropfen am Eingang verteilt werden. Sie meinen vielleicht, man sollte die Lautstärke zurückstellen? Nein, ja nicht! Erstens würde die Ohrenpropfen-Industrie pleite und dadurch Arbeitsplätze verloren gehen, zweitens würde man in der Disco das Vibrieren der Hosenbeine nicht mehr geniessen können. Nein, das kommt nicht in Frage! Wo kämen wir denn hin, wenn wir diesen aufgestellten Jungen Ratschläge erteilen wollten. Dass einzelne auf ihrem Heimweg durch die Matte noch bunte Malereien an Hauswänden und Türen hinterlassen, bringt zusätzlich Farbe in unser Quartier. Und wenn dabei jemand in eine Glasscheibe fällt, ist dies wiederum nur die Folge von Wasser!
Stefanie Preiswerk
Geboren
1973 in Bern
Physiotherapeutin
Seit November 1997 wohne ich in der Matte. Aufgewachsen bin ich in der Nähe
von Bern, lernte dann durch meine Ausbildung weitere Teile der Schweiz von West
bis Ost kennen. Mein Herz schlägt für Bern und besonders für die Matte, die
mir schon nach einem Jahr sehr lieb geworden ist. Ich wünsche mir, durch die
Mitarbeit an der Matte - Zytig noch viele meiner Nachbarinnen und Nachbarn kennenzulernen.
Kreativität ist in der Matte gross geschrieben. Immer wieder stossen wir
auf zum Teil versteckte, grosse und kleine Künstlerateliers und fragen uns vielleicht,
was hinter diesen Türen wohl entsteht. Das Neon Atelier und die Glaskünstlerin
Therese Siffert haben ihre Türen geöffnet:
Neon-Atelier
In der Schifflaube 52 treffe ich Günther Belac an. Sein Arbeitsreich ist
seit 1986 das Neonatelier, das er zuerst zusammen mit Agnes Gozzer und seit
Anfang der 90-er Jahren alleine führt. Eigentlich waren es mehr Neugier und
der Reiz der neuen Herausforderung, die den Glasapparatebläser nach Bern führten.
Seine Aufträge heute sind nicht mehr Kunstwerke für Labor und Alltag, sondern
gläserne Leuchtschriften jeglicher Art. Teils sind die Schriften und Formen,
die an Gebäuden oder im Innern eines Hauses montiert werden, bereits vorgegeben,
teils beginnt die Arbeit von Belac beim Gestalten einer Schrift oder Figur.
Dann wird die entsprechende Glasröhre ausgelesen. Verschiedenste Röhren sind
im Atelier gelagert. Ihr Durchmesser reicht von 10-25 mm und fast alle sind
mit Puder von verschiedenster Farbe gefüllt.
Unter grosser Hitze (bis 1800 °C) wird das Glas gebogen; gleichzeitig muss
Luft durch einen kleinen Schlauch geblasen werden, damit das Glas nicht zusammenfällt.
Hat die Glasröhre nun die gewünschte Form, können die Elektroden ( aus Eisen
und Nickel) ans Glas geschmolzen werden. Mittels eines speziellen Pumpsystems
wird der Glasröhre die Luft entzogen und es entsteht das nötige Vakuum. Nach
dem Abkalten wird je nach Durchmesser ein bestimmtes Quantum Gas (Neon oder
Neon-Argon-Gemisch) eingefüllt.
Damit die ganze Kunst nun leuchtet, braucht es einen Trafo. Im Neonatelier
steht dafür der entsprechende Neontransformator, der mit 10 000 V Licht im Glas
produziert.
Günther Belac führt seine Arbeit sicher und präzis aus. An den Umgang mit
dem Hochspannungstrafo und dem schwermetallhaItigen Pulver, sowie an die sehr'
hohen Temperaturen der Flamme hat er sich längst gewöhnt.
Doch nicht nur sein Handwerk beherrscht Günther Belac. Er mag den Kontakt
mit seinen Kunden (vom Wallis bis Zürich) und berät gern und gut, wenn es u.
das Neugestalten von Schriften oder Beleuchtungen geht.
Arbeit und Kunst gehen bei Belac zusammen, und man spürt, dass der Künstler
mit Freude bei der Arbeit ist.
Glas-Atelier
Freundlich einladend leuchtet das Glas-Atelier von Therese Siffert in der
Schifflaube 38. Ausgestellt sind dekorative Kerzenständer, Duftlämpchen, diverse
Glasschalen, Halsketten, Ringe und von der Wand her strahlt Licht hinter farbigem
Glas.
Lernt man die Künstlerin kennen, erfährt man erst recht, wieviel Kreativität
in diesem Atelier herrscht. Seit zwanzig Jahren ist Therese Siffert in der Matte
zu Hause. Ihre handwerkliche Tätigkeit nahm den Anfang im Bearbeiten von Holz,
was kurz darauf Restaurieren von antiken Möbeln bedeutete.
Man konnte im Atelier in der Schifflaube alles, was wieder einen neuen Schliff
brauchte, vorbeibringen. Schon bald dehnte Therese Siffert ihre Arbeit auf das
Reparieren von Glas und Scheiben aus. So entstand ihre erste Beziehung zu Glas
und Scherben.
Die ungebremste schöpferische Lust trieb die Künstlerin weiter voran, neues
wurde ausprobiert. Sie entdeckte auf diesem Weg eine alte ägyptische Kunst:
das Verschmelzen von Glasteilen ( = Fusing).
Scherben werden geschnitten und bei Temperaturen von 600 - 950°C miteinander
verschmolzen. Das neu entstandene Glas kann nun in alle möglichen Formen gegossen
werden: neue Kunstwerke entstehen.
Die Arbeit von Therese Siffert bleibt nie stehen. Immer wieder sucht sie
nach neuen Formen oder stellt sich selber Themen, die sie dann wochenlang bearbeitet.
So hat sie auch ihren Platz im Form Forum (der grossen schweizerischen Arbeitsgemeinschaft
des gestaltenden Handwerks) gefunden und kann damit ihre Werke an verschiedenen
Messen ausstellen.
Auch Bern wird am diesjährigen Weihnachtsmarkt wieder Gelegenheit haben,
der Künstlerin und ihren Kunstwerken zu begegnen: es lohnt sich, denn die Begeisterung
für grenzenlose Kreativität wirkt ansteckend!
erstmals am 6. Oktober
Endlich ist es soweit... wir laden alle Matte-Bewohner (und auch Gewerbetreibende,
Arbeitnehmer) ein, sich an jedem ersten Dienstag des Monats im Wöschhüsi
zum Matte-Höck zu treffen. Gerne erwarten wir auch Neuzuzüger des Quartiers und
offerieren ihnen zur Begrüssung einen Gratis-Drink.
Dabei geht es darum, uns gegenseitig auch besser kennen zu lernen und entsprechende
Kontakte zu knüpfen.
Dies alles zwischen 17.00 und 23.30 Uhr, bei alkoholischen oder neutralen Wässerli,
bei Kaffee, Tee, Kuchen und Sandwichs.
Gleichzeitig haben Sie auch die Möglichkeit mit Leist-Vorstandsmitgliedern zu
diskutieren, Anregungen oder Kritik anzubringen.
Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme
Was ist eigentlich die Cityhof Bern AG, fragte mich kürzlich ein Bekannter aus
Thun. Ich hatte von dieser Institution schon gehört, konnte mir jedoch noch kaum
etwas darunter vorstellen. Doch dies änderte sich schnell. Als ich mich um Informationen
über diesen «Cityhof» bemühte, wurde ich geradezu von Informationen überschüttet.
Erstens wurde ich belehrt, dass es sich dabei eigentlich um die neue «Markthalle
Bern» handelt, die am 15. Oktober in der Nähe des Bahnhofs Bern (Bahnhofplatz 9)
eröffnet werden soll. Und immer wenn ich Markthalle höre, kommen mir sentimentalerweise
«Les Halles» in Paris in den Sinn, aber die alten ehrwürdigen Markhallen, die einem
Geschäftszentrum weichen mussten. Meine Erwartungen waren also geschürt.
Nun, was hat es mit unserer künftigen «Markthalle Bern» auf sich? was soll sie
werden? was ist ihre Philosophie? Dies alles ist im Leitbild der Markthalle Bern
fein säuberlich aufgelistet und blumig beschrieben. Die acht Punkte des Leitbilds
und der Unternehmensphilosophie lassen bereits aufhorchen. In der Folge werde ich
einige Zeilen zitieren, damit das Bild unserer Markthalle Bern entstehen kann.
1. Eine gute Stimmung.
Leben - Begeisterung - Heiterkeit. Die Markthalle ist ein Ort der Freude, an
dem die positive Einstellung den Gästen, Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten gegenüber
gross geschrieben wird.
2. Identifikation mit Nahrungs- und Genussmitteln sowie Dienstleistungen.
Im Gegensatz zum Trend der grossen Detailhandelskonzerne, wo der direkte Bezug
der Produzenten der Ware mit der Kundin und dem Kunden nicht mehr existiert, wird
dies in der Markthalle gepflegt. Der Partner weiss, was er anbietet.
3. Gastronomie: vom Markt in die Pfanne auf den Teller.
Der Frischmarkt bestimmt das Angebot der Gastronomiekarte. Der Gast kann den
Weg der Produkte, die auf den Teller kommen, miterleben.
4. Betonung auf Qualität.
«Über den Preis zu verkaufen» ist heute das grosse Argument der Grossverteiler.
Während der Preis sicherlich immer ein Aspekt beim Verkauf darstellt, wird in der
Markthalle bestmögliche Qualität mit ehrlicher und offener Information und entsprechender
Deklaration angeboten.
5. Respekt und Achtung.
Wir zeigen grossen Respekt vor dem Leben. Menschen ( egal woher sie stammen),
Tiere, Pflanzen werden deshalb mit der nötigen Sorgfalt geachtet und behandelt.
~
6. Persönlichkeit und Individualität.
Jeder Mensch und jede Kultur besitzt wertvolle Eigenschaften. Das wahren
von Individualität ist uns sehr wichtig.
7. Faires, tolerantes und grosszügiges Verhalten gegenüber Kollegschaft und
Kundschaft.
Die Markthalle lebt von der allgemeinen Stimmung, erzeugt durch die einzelnen
Persönlichkeiten (Individuen), die hier arbeiten, liefern, einkaufen, essen,trinken
und verweilen.
8. Der gesellschaftliche Begegnungsort.
Die Markthalle ist ein von der Spontaneität beflügeltes und vom Respekt für die
gewachsene Umgebung geprägtes Werk. Sie bildet den Rahmen für ein lustbetontes Verweilen
und Einkaufen, das mit Warenhäusern und Shopping-Centern nichts, aber auch gar nichts
zu tun hat.
Wenn dieses durchdachte Leitbild und die sehr sympathische Unternehmens-Philosophie
zu einem grossen Teil in die Tat umgesetzt werden kann, was ich den Beteiligten
mit Nachdruck wünsche, wird Bern um eine Oase reicher. Es ist nur zu begrüssen,
dass wieder einmal deutlich wir Menschen in den Vordergrund gestellt werden - Konsumenten
sind wir ja schon. Es lebe der Markt, oder besser, der neue «Märit» und ganz im
Speziellen die neue «Markthalle Bern». Ich wünsche viel Erfolg!
Paul von Kaenel
Jahrgang
1952
Redaktor BR
Aufgewachsen bin ich im Breitsch, habe aber durch den Arbeitsort meines Vaters
(Hospiz zur Heimat) schon ende 50er-/anfang 60er- Jahre ein Flair für die Untere
Altstadt gehabt. Über die Speichergasse, Kramgasse, Gerechtigkeitsgasse via Junkerngasse
bin ich 1994 in der Matte gelandet. Die Matte ist für mich ein echtes «zu Hause»
geworden.
Osteoporose (Knochenschwund)
was ist Osteoporose? Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der sich
die Knochenmasse verringert und sich der Feinbau (Mikroarchitektur) des Knochengewebes
verändert. Dadurch werden die Knochen brüchiger. Das Risiko eines Knochenbruchs
(Fraktur) nimmt zu. Osteoporose ist also die Krankheit der brüchigen Knochen. Was
sind Ursachen der Osteoporose? Knochen werden ständig auf - und abgebaut. Während
unseres Lebens nimmt die Knochenmasse bis zum 35. Altersjahr zu, weil wir insgesamt
mehr Knochen auf - als abbauen. Nachher verlieren sowohl Frauen als auch Männer
langsam an Knochenmasse, wobei der Verlust normalerweise relativ gering ist. Erst
wenn die Frau in die Menopause eintritt und sich die Sexualhormone stark verringern,
wird das Gleichgewicht massiv gestört. Der Knochenabbau ist dann wesentlich grösser
als der Knochenaufbau.
Die Tragweite des Problems der Osteoporose zeigt sich darin, dass 40% der über
50-jährigen Frauen Zeichen der Osteoporose aufweisen. Durch die steigende Lebenserwartung
erhöht sich automatisch die Wahrscheinlichkeit einer osteoporosebedingten Fraktur.
Die Fraktur führt häufig zur Aufgabe der Unabhängigkeit und Selbständigkeit und
zwingt die betreffenden Patientinnen in die Isolation.
Gibt es andere Gründe für den Knochenverlust?
| Produkte | Kalzium mg/100g |
|---|---|
| Milch | 120 |
| Joghurt | 120 |
| Hartkäse | 1200 |
| Halbhartkäse | 700 |
| Weichkäse | 500 |
| Ölsardinen | 355 |
| Tofu | 135 |
| Adelbodner Mineralwasser | 50 |
| Aproz | 35 |
| Contrex (eville) | 45 |
| Valser | 45 |
| Vittel Hepar | 60 |
| Brokkoli | 105 |
| Brunnkresse | 150 |
| Endivien | 105 |
| Günkohl | 180 |
| Weisse Bohnen | 105 |
| Vitamin D | 100g essbare Substanz (internat. Einheit IE) |
|---|---|
| Steinpilze | 350 |
| Butter | 40 |
| Lebertran | 8500 |
| Vollei | 200 |
| Eidotter | 350 |
| Kuhmilch | 0,5-4 |
| Kondensmilch | 3,5 |
| Muttermilch | 0,4-9,7 |
| Ziegenmilch | 2 |
| Edamer | 84 |
| Emmentaler | 100 |
| Schlagrahm | 40 |
| Hühnerleber | 50 |
| Aal | 5000 |
| Garnelen | 105 |
| Hering | 900 |
| Lachs | 650 |
| Sardinen | 300 |
Im weiteren sind zu beachten!
Kalzium - Räuber
Zuviel Süssigkeiten (konzentrierte Kohlehydrate wie weisser Zucker, Weissmehl)
unterbinden die Kalziumaufnahme. Die säurehaItigen Stoffwechselrückstände dieser
Kohlehydrate verbinden sich mit dem Kalzium und bilden neutrale Salze. Diese Salzkristalle
lagern sich im Körper ab und bilden Verkalkungen (gemäss Erfahrungen von Reformern
und Heilpraktikern). Vorsicht Schlucken Sie nicht unkontrolliert Kalzium. Wenn der
Kalziumstoffwechsel gestört ist, wird der Überschuss an Kalzium in den Organen,
Geweben und im Skelett abgelagert, ein Umstand, den Sie mit vermehrten Schmerzen
büssen müssen. Zuviel Kalzium im Blut führt zu Teilnahmslosigkeit und zu einem Dämmerzustand;
die Reflexe der Nerven und Muskeln sind herabgesetzt.
Quellen
Vitamine, Mineralstoffe Enzyme + Co/Bé Mäder Ernährungslehre zeitgemäss praxisnah/Schroedel,
Gehlen.
Osteoporose Infos Kneipp 8/98. Ein Merkblatt zur Osteoporose sowie Informationen
zu Osteogym sind erhältlich bei: Schweizerische Rheumaliga, Renggerstrasse 71, 8038
Zürich, Tel. 01 4825600.
Der Matteänglisch-Kurs, der in der Tagespresse und in der letzten Mattezytig
ausgeschrieben wurde, konnte dieses Jahr in einer neuen Tschaagge, im Wöschhüsi,
durchgeführt werden. Unter der Leitung von Isure (Res Margot) und der Assistenz
von Inube (Albin Peter) wurde eine Gruppe von Interessierten in das Matteänglisch
eingeführt. Am letzten Kursabend erhielten folgende Moossen und Rachen das Diplom:
Ire-itne, lusi- he, Ine-ije, Islese und Inge-e. Die Kursleitung gratuliert den erfolgreichen
Absolventen herzlich. Reger Besuch, fleissiges Gäbsche-Machen, grosses Interesse
an unserer einzigartigen Matte-Kultur zeigte, dass der Kurs auf offene Ohren stiess.
An dieser Stelle danken die Teilnehmer und die Kursleitung dem Wöschhüsi- Verein
und dem Matte-Lädeli für die Gastfreundschaft. Es war allen sehr wohl im heimeligen
Wöschhüsi.
Es ist auch erfreulich, dass sich mehrere Leute für einen folgenden Kurs interessieren.
Auskunft erteilt Res Margot.
im nächsten Quartal ist eine Führung durch die Matte. unter der Leitung von Albin Peter und Res Margot vorgesehen. Dieser Anlass wird für alle Interessierten offen sein und in den Leistkästen ausgeschrieben.
ltme inigwe ludfre u itme lnggre-ittlesche iegele irme lttelerme...
Mit geringem Interesse und mit Kopfschütteln beobachten wir lttelerme in der
Matte in Bern die Rechtschreibereform der deutschen Sprache. Mit Genugtuung stellen
wir fest, dass unsere Regeln des Matteänglisch nach wie vor gültig sind. Ob Gämse
oder Gemse: in der Matte wird es auch in Zukunft lmsege sein, Vielleicht sogar lmschige,
lmschelige oder lmschi- ge-ickbe! Auch die lssfle-iffsche-ihrtfe (Flussschifffahrt)
gibt uns keine Probleme. So werden wir auch weiterhin viel miteinander ireschne
und überlassen grosse Sprachreformen den anderen.
Übrigens muss das Computerübersetzungsprogramm Bärndütsch-Matteänglisch nicht
angepasst werden und kann gratis über das Internet bezogen werden (
www.margotmargot.ch/matteaen.html)
Es wird wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren weltweit das einzige Sprach-Übersetzungsprogramm
sein, das praktisch fehlerfrei übersetzt.
Es macht uns in der Matte auch grosse Freude, neu auf tauchende Ausdrücke sofort
in unseren Sprachschatz aufzunehmen. So tönt es etwa in der Matte: «lme lrdhe-iskde
ifemhe lmpike igletne» (Meine Harddisk auf dem Computer nagelt )
Literatur:
oder bei Res Margot
Fragen
1: Kopf Kibis,
2: grosses Stück Pfiümlig,
3: Krach Räbu,
4: Uhr Zibele,
5: Geld Zimet,
6: Dummkopf Ladli,
7: getroffen preicht,
8: Bauer Ramu,
9: Platz Plädu, Plidu,
10: davonlaufen pficke
Setzen Sie die ins Matteänglisch übersetzten, Ausdrücke ein. Zum Lösen hilft
das
Die richtigen Worte ergeben senkrecht als Lösungswort das Lebensmittel, das wir in der Ittume essen, wenn wir Iuke-Impfde haben.
CD: MGospel Songs / Lieder
live Iläif Nydeggkirche Bern, isigmme 981
Die CD kann bei Ruth Margot, Gerberngasse 21, 3011 Bern, Tel. 031 312 02 08 zum
Vorzugspreis von Fr. 30.- erstanden werden. Sie eignet sich auch als schönes Weihnachtsgeschenk
für Heimweh-Mätteler!
auch dieses Jahr wird das traditionelle Weinachtskonzert stattfinden:
MGospel, Songs / Lieder
Nydeggkirche Bern
12. Dezember 1998,20.00 Uhr
Eintritt gratis. Wir freuen uns sehr auf Euren Besuch
Ugwöhnlechi u doch vertrouti Lieder, Gospel, Blues u Songs, wo am 13. Dezämber
1997 d Zu eh örerinne u Zuehörer ir übervolle Bärher Nydegg-Chilche dürdrunge u
ganz sicher o chly erhudlet hei -e stimmig- sinnlechi u vor auem o swingendi CD
mit der Ruth, ern Res, ern Bänz Margot u ern Hans Peter Graf.
Schwinge, töne, klinge, usstrahle, erfülle, bewege, aarege, dürdringe, erschüttere
-u o chly erhudle -das hei MGospel mit ihrne stimmig-sinnleche Lieder, Gospel, Blues
u Songs ir vorwiehnächtleche Bärner Nydegg- Chilche jitz scho zum 8. mal z'stang
bracht. Und wie! Wär am 13. Dezämber 1997 ir übervolle Chilche isch derby gsi, däm
swingts u schwingts vilech geng no nache. V wärs verpasst het, cha jitz i di CD
ynelose u o no öppis vo der fyrlech-härzleche Stimmig a däm Abe mitübercho.
D Musig, wo MGospel o dasmau gmacht het, isch ugwöhnlech u doch ygängig gsy,
e chly frömd u doch vertrout. Oder wär het scho einisch ire Chilche Tön ghört vore
Orgele (vom Hans Peter Graf) u vore Mugyge (vom Res Margot) gschpürig ynenand übergah?
Oder ds plötzleche rhythmische y dringe vom Schlagzüüg (vom Bänz Margot)? Oder die
dunkli Stimm vor Ruth Margot, wo mit «He's got the whole world in his hands», doch
irgendwie aues ufhäut?
Fröid wöue si mit ihrer Musig mache, Läbesfröid, Troscht u Chraft gäh, seit d
Ruth Margot. U das glingt ne Jahr für Jahr wieder. Ihres läbige u doch fyrleche,
chraftvoue u doch fyne Wiehnachtskonzärt -es Konzärt, wo äbe angers isch aus aui
angere -isch ömu lengschtens scho zur Tradition worde; zu öppis Grossem imne doch
no ganz pärsönleche, chlyne Rahme. Mit der CD söu dä Rahme jitz gschprängt wärde.
MGospel heis nämlech verdient, dass ne einisch o no chly meh Lüt mit offene Ohre
u äbeso offene Härz zuelose, als die, wo aube ir Nydegg-Chilche Platz hei.
Loset auso ine, i die CD: Löht nech la mitrysse, la nachdänklech oder übermüetig
wärde, loset stiu zue oder summet, singet oder jublet mit. Die eigewillegi Musig
wo MGospel da (zum Bischpiu o mit Tschembe, Alpdoo u Orgele) mache, isch Musig wo
trifft - u wo eim tief inne fröit u befreit.
Das Fest der Freude,
das Fest der Liebe - Weihnachten
in grossen Schritten eilen oder schlendern wir der Adventszeit entgegen -dem
Monat Dezember. Für die Matte und die MättelerInnen seit einigen Jahren eine ganz
besondere Zeit, die Zeit der «lebendigen Adventsfenster».
Die Idee
Die Matte verwandelt sich in einen Adventskalender. An jedem Dezembertag wird
ein Törli geöffnet. Das heisst, ein Haushalt oder ein ganzes Haus übernimmt die
Verantwortung für ein Adventskalender - Törli. Das oder die Fenster werden geschmückt
und mit dem Datum (gut sichtbar) versehen. Ab Datumstag wird dieses Törli erleuchtet
bis zum 24. Dezember.
Das Spezielle in der Matte ist, dass jedefrau und jedermann ab 18.00 -19.30 einen
Besuch im Törli abstatten kann. Gute Gespräche, einander kennen lernen, ein Gläsli
Wein oder Tee, ein paar Snacks erwarten einen. Das wichtigste ist aber die Begegnung
- das Gespräch. Lust gekriegt?
Neue Leute braucht die Republik!
Alle sind herzlich eingeladen mitzumachen oder einfach auf Besuch zu kommen.
Die Mättelerinnen und Mätteler freuen sich auf die Begegnungszeit.
Aufruf
Machen Sie doch mit und melden Sie sich so schnell wie möglich bei Jacqueline
Vuillien, Tel. 312 34 57, um ein Adventskalender - Törli zu besetzen.
Der Vorstand MATTE-LEIST freut sich, Ihnen unser neustes «Kind» vorzustellen:
die MATTE-CARD! Sie bietet ihren zukünftigen Besitzern -exklusiv Matte - Leist-Mitgliedern!
-bei angeschlossenen Unternehmen des Matte-Quartiers Produkte oder Dienstleistungen
zu speziellen Konditionen zu erhalten.
Wir streben damit folgende Ziele an:
Inzwischen
haben wir über 90 Gewerbetreibende der Matte (inklusive Nydeggstalden mit vielen
Leist-Mitgliedern) schriftlich zum Mitwirken eingeladen. Einige Berufsgruppen haben
wir ausgelassen (wie Architekten, Werbeagenturen etc.). Grundsätzlich kann sich
jedoch jeder Gewerbetreibende mit Sitz im Matte-Quartier a~ MATTE-CARD-System beteiligen
und wir mochten uns vorab entschuldigen, wenn wir nicht alle möglichen Interessenten
informierten und bitten diese, sich mit uns in Verbindung zu setzen.
Aus organisationstechnischen Gründen ist die Einführung (Gültigkeit) der MATTE-CARD
erst ab 1. Dezember möglich. Bis dahin werden die Vergünstigungen aller Anbieter
in der MATTE-ZYTIG No. 3/98 (Ende November) publiziert und jedes Leist-Mitglied,
welches den Jahresbeitrag per 1998 bezahlte, wird im Besitz der MATTE-CARD sein.
Anspruch darauf haben alle Leist-Mitglieder, unabhängig ihres Wohnortes. Neu-Mitglieder
können sich sofort anmelden und erhalten anschliessend eine Beitrittsbestätigung
inkl. Einzahlungsschein; sie haben den Jahresbeitrag per 1999 zu bezahlen und erhalten
anschliessend ebenfalls die MATTE-CARD.
Korrespondenzadresse:
Matte-Leist, Matte-Card-System
Postfach 29, 3000 BERN 13
Weitere Auskünfte:
Rene Stirnemann, Präs. Matte - Leist
Tel. 311 28 78
Redaktionsteam (in alphabetischer Reihenfolge ): Buri Walter, Flury Alexandra,
Gozzer Agnes, Heinzelmann Elsbeth, Margot Res, Preiswerk Stefanie, Stirnemann Rene,
Wägli Wemer und von Kaenel Paul. Inserate, Satz und Druck: Bargezzi AG, Bem-Matte
Redaktionsschluss für No. 3/98: 10. November 1998 Versanddatum: Ende November