Matte-Zytig September 1995
I dere lauwarme Summernacht, wo es Outo mit Renngschwindigkeit dür d'Matte
bruuset isch und ar Frou Gilgen ihre Tigerkater z'todfahre het, han i bim
beschte Wille nid chönne schlafe. Nid wäge der tote Chatz - die han i ja
nume vom gseh kennt -, sondern wäge däm Lärm uf dr Schtrass. Hunderti vo
Outo si hin-u-här gfahre u hei e Parkplatz gsuecht, jungi Lüt hei lut
umenand gmöget u us mehrere Klüb het me dröhnendi Musig ghört. Vo Zyt zu Zyt
isch o no e Helikopter über die nächtlechi Matte gfloge, em Insuschpitau
zue. Mängisch het's klirret vo Gleser oder Fläschli, wo eine oder eini uf dr
Schtrass verschlage het. U nid säute het eine gmeint es sig scho erschte
Ouguscht u het e Chirschichracher losglah. I chan ech säge:i dere Nacht isch
es bi üs unger e Lärm gsi wie-n-am Bahnhof obe zur Mittagszyt. Wer hätti da
no chönne schlafe!
Guet, i bi ufgstange, ha mi agleit u bi abe i d'Loube. I ha dänkt, wänn i
scho nid cha pfuse, da gan i haut ga schpaziere. Das beruehiget ou. Aber
oha-lätz! Vorusse isches zue und här gange wie am Zibelemärit. Chum bin i
vor mir Hustüre gschtange het mi scho so ne junge Giäu kommentiert: "Ou lue
da! Dr Päpu chunnt wahrschinlech vomene Höpperli. Zeig emau, het's da e
Salong?" Är isch bi de Lüti ga luege, ob i üsem Hus e Sattuchammere sig, u
wo n-är nid fündig worde isch, het er dr Schwanz iizoge u isch drvo gloffe.
I bi gar nid derzue cho, ihm no "dumme Siech!" nachezrüefe, chunnt scho n-es
Modi und fragt mi; "Hesch mer Füür, Oldie?"
I bi e hiufsbereite Ma u ha mis Füürzüg us em Sack grüblet us unger ihri
Zigarette gha. Si het gsoge wie n-es BéBé bim Schtiuä und nächhär gfragt:
"Wosch o n-e Zug, Däddi? S'isch ächts Matte-Gras, säuber uf ef Baukon
züchtet. Mmmmm!" U scho het si mer dä Glimmstängu häre gha. I ha ne
unschlüssig agluegt- so schnäu chan i haut nümme dänke. U scho het si mer dä
Tschoint i ds Muu gschtosse. Jä nu so de: probiereni haut mau vo däm Züüg.
Me liest ja schliesslech immer wieder i dr Zytig, das sig gar nid gfährlech
u me wärdi nid süchtig. I ha auso dran zoge, tief inhaliert u när chli
ghueschtet, wüe s'mi ir Lunge gkrazet het. "Nimm no grad eine, de chunnsch
richtig druf, Oldie", het si mi agheizt. I ha dänkt, dass i viellech vo däm
Züüg de chönni schlafe u ha ihre Rat befougt.
"Matte-Gras, hesch gseit?", ha se drufabe gfragt. Sie het mer dr Tschoint
usem Muu gschrisse u gnickt. Nächhär het sie säuber wieder dranne zoge wie
verruckt. "I wohne grad dert äne, bi zwene Musiker. Mir hei dr ganz Baukon
vou. Wenn'd chli wosch..... hie! Chasch dä Fääg ha." U drmit het sie e
zwäite Tschoint us ern Sack gno u mer ne ggä. Bevor dass i äppis ha chänne
säge, het sie mer o no grad e Muntsch uf d'Backe klepft. I ha gar nürnm
gwüsst, wie's mer isch: es jungs Modi wo mi küsst, u ne Tschoint ir Hang, ig
weiss nid was das für ne Würkig uf mi cha ha! Was eirn nid aues passiert,
hie unger ir Matte. Die verrücktischte Sache bis is häche Auter. U i Läu Jas
la loufe wie wenn is gärn hätt! I ha mit dr Achsle zuckt u zu mir säuber
gseit: Ja nu! Me muess haut o chli mitmache uf därä Wäut. Me cha nid eifach
zu auern nei säge. U drrnit han i dä Tschoint azüntet u i tiefe Züge abe
groucht. Derzue bin i bis zum Mühliplatz füre ggloffe, mitts dür die
grählende junge Lüt u zwüsche de Abgas furzende Outo düre. Us dr Rock-Beiz
isch Musig zghöre gsi, genau wie usern Folk-Musig-Klub, usern Anderland,
usern Broncos-K)ub, us dr Fischerstübli- Bar, us ern Portugiese-Klub, usern
Matte-Chino, usern Wasserwärk und us mehrere Privatwohnige. Eigentlich
isch's e Lärm zum Verzwiifle gsi.
Z'komische dra isch nume gsi, dass mer die ganz Chiubi plätzlech
het afa gfaue. I ha richtig es Glücksgfüeu i mir gschpüürt u hätti am
liebschte afa tanze. Wahrschinlech aues wäge därn Tschoint. Uf jede Fau bin
i du nächhär hei u ha sofort chänne iipfuuse. No am Morge birn Ufwache han i
die kuurlegi Würkig gschpüürt. I bi frählecher uf- gschtande aus je zuvor. U
wüsst dr was i am nächschte Abe ha gmacht? I ha die zwäi Pflänzli, won i uf
ern Märit ha kouft, uf mim Fänschtersims in es Täpfli pflanzt u dr Mond
bätte, er säu se müglechscht schnäu la wachse.
Jaja, da schtuunet dir. I ha jetz säuber Matte-Gras vor ern Fänschter u
schlafe jedi Nacht wien es Herrgättli. D'Natur het äbe gäge aues es Chrüttli
parat - o gäge dä cheibe Nachtlärm!
Mit liebä Grüess:
Wir haben - ich kann es nicht von der Hand weisen - tatsächlich in unserem Quartier viele Probleme... Und doch ergab unsere Umfrage Ende 1994 ein gar nicht so garstiges Bild - empfinden doch viele dieses "Nebeneinander" als lebendiges Quartier, mit Dorfcharakter, mitten in der Stadt. Und so ergibt sich auch ein Miteinander - wie am 31. Juli: auf dem Ruheplätzli neben dem "Wöschhüsi" versammeln sich spontan einige Mätteler, um mit
zu feiern. Housi Bätscher und Res Margot spielen auf ihren Instrumenten
einige fröhliche Melodien, Bewohner überbringen kleine Geschenke von der
Gebutstagstorte über die Flasche Wein, bis hin zum T-Shirt. Und Fritz
geniesst seinen Feiertag und die vielen Gratulanten.
Kennen Sie ein zweites Quartier, welches diese Spontanität - diese
Vielfalt (des Positiven und Negativen) - bietet?
Sicherlich suchen die einen die Ruhe - die Stille der "Abgeschiedenheit"
(auf dem Lande?) - und andere geniessen das pulsierende Leben (bis in die
Nacht) einer Stadt. Leider ist beides nicht für alle konform. Es entstehen
Friktionen, Meinungsunterschiede, gar Feindseligkeiten. Wo liegt denn die
Lösung?
Erschwerend kommt hinzu, dass sich das "Rad der Zeit" nicht zurückdrehen
lässt. Ich kann weder die Rossbollen der Gassner-Gäule zurückholen, noch die
Autos wegdenken! (Die offene Drogenszene wurde "aufgelöst" - ist dadurch
dieses Problem gelöst)? Wir müssen mit den heutigen Problemen (der
Gesellschaft, der Umwelt etc.) zurechtkommen, mit ihnen leben - sie sind
nicht wegzudenken und wegzudiskutieren.
Wir können nicht stur auf unserer Meinung beharren. Wir müssen das
gegenseitige Gespräch suchen, mit entsprechendem Verständnis, mit einer
gewissen Grosszügigkeit. Und wenn dies Unmöglich wird - was ich am wenigsten
wünsche - bleibt bloss die letzte Konsequenz: ich suche mir eine andere
Umgebung! Eine "Welt" die es vielleicht gar nicht gibt?
folgende Strassen sind verkehrsmässig beeinträchtig:
Auf diesen Strassen sind alle öffentlichen Parkplätze von Freitag, 1.
September ab 12.00 Uhr bis Sonntag, 3. September bis 12.00 Uhr nicht
nutzbar.
Die Zu- und Ausfahrten für die Anwohner zu den Einstellhallen und
Garagen
sind bis Samstag 2. September 08.00 Uhr normalbefahrbar. Ab Samstag 08.00
Uhr bis Sonntag, 3.September 12.00 ebenfalls nicht zugänglich.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis. Alles Nähere zum
Ratte-Matte-Festival können Sie aus dieser Ausgabe entnehmen.
Viel Vergnügen am Ratte-Fest vom 2. September!
Das Verteilnetz der Gas- und Wasserversorgung im Matte-Quartier besteht
aus gestemmten, über 110 Jahre alten Graugussleitungen. Die alten,
grösstenteils kleinkalibrigen Leitungen befinden sich in einem sehr
schlechten Zustand und genügen den heutigen Sicherheitsanforderungen nicht
mehr. Ebenfalls entspricht die besehenden Wasseranlage nicht mehr den
heutigen Anforderungen in Bezug auf Brandschutz. Aus Sicherheits- und
Vorsorgungsgründen müssen deshalb die Gas- und Wasserleitungen vordringlich
ersetzt werden.
Das Projekt GWB sieht vor, in den Strassenzügen, Schifflaube,
Gerberngasse, Wasserwerkgasse, Mattenenge sowie auf dem Mühlenplatz das
gesamte Gas- und Wasserverteilnetz, inklusive Hauszuleitungen, zu erneuern.
Parallel zu den Arbeiten der GWB wird durch die Telecom PTT ebenfalls eine
neue Rohranlage erstellt, welche die Erschliessung der einzelnen
Liegenschaften ab den neu zu erstellenden Schächten sicherstellt. Es ist
vorgesehen, die ganzen Arbeiten in zwei Winterhalbjahren zu erstellen. Der
Baubeginn ist auf ca: Mitte September 1995 vorgesehen. Der definitive
Belagseinbau erfolgt im Sommer 1997. Begonnen wird mit den
Innensanierungsarbeiten zwischen Untertorbrücke und Gerberngasse. Damit die
Behinderungen möglichst klein ausfallen, werden die Arbeiten in neun
Einzeletappen ausgeführt.
Die Signalisationen und Baustellenabschrankungen werden vor Baubeginn
jeweils an Ort und Stelle abgesprochen. Die Zufahrten zu den Liegenschaften
bleiben während der ganzen Zeit aufrechterhalten.
Trotz allen möglichen Vorkehrungen bedeuten Bauarbeiten für die
betroffenen Anwohner Behinderungen und Immissionen, wofür Bauherrschaft,
Bauleitung und Bauunternehmung zum voraus um das nötige Verständnis bitten.
«Neue Parkplätze an der Nordseite der Aarstrasse, auf der Höhe Badgasse,
zeitlich beschränkt, das heisst, freitags von 22.00 bis samstags 4.00 Uhr
und samstags 22.00 bis sonntags 4.00 Uhr». So war es vor kurzem in etwa
ausgeschrieben worden. Doch die Badgass-Bewohnerinnen und Bewohner legten
Beschwerde ein. Die Gründe leuchten ein: Schon heute ist die Badgasse vom
wochenendlichen Verkehr sehr stark betroffen. Nicht wenige Besucherinnen und
Besucher von Anlässen und Veranstaltungen in der Matte und der Unteren
Altstadt suchen ein naheliegendes Plätzli für ihr Fahrzeug in der Badgasse -
und dies die ganze Nacht. Für die meisten Fahrzeuge bleibt es jedoch beim
Versuch, einen Platz zu finden, denn diese sind rar und meist schon früh
belegt. Also handelt es sich vorwiegend um lärmigen Zirkulationsverkehr:
Rein - raus - rein - raus - wenden, erschwert durch den zudem versperrten
Wendeplatz am Ende der Badgasse. Auch schlägt die Plattformmauer den Lärm
zusätzlich nochmal zurück.
Dies das Eine. Und nun soll das ganze auf der Aareseite an der Aarstrasse
seine Fortsetzung finden!? Dies rief die Badgässlerinnen und Badgässler auf
den Plan. Am Informationsabend am Montag, 7. August im Zähringer erläuterten
sie ihre Bedenken zum Ausgeschriebenen klar und mit zahlreichen, engagierten
Einwendungen und Vorschlägen.
Aus der Diskussion ergab sich nach und nach auch die folgende, durchaus
mögliche Lösung: Badgass-Parkplätze aufheben und die Badgasse sperren. Diese
aufgehobenen Parkplätze neu an die Aarstrasse, gegenüberliegendend versetzt,
verlegen. Und dies in Blau. Diese Anordnung würde die Geschwindigkeit der
durchfahrenden Fahrzeuge wesentlich drosseln, die Badgasse vom
«Parkplatzsuchverkehr» entlasten und ergäbe eine übersichtliche, auch
anwohnerfreundliche Parksituation. Zudem wäre die Badgasse mit Bäumen zu
begrünen, was Lebensmüde von einem Sturz von der Plattform abhalten könnte.
Möge eine faire Lösung der Matte-West beschert werden.
Man sieht's noch angeschrieben, wenn man auf der Aareseite der Schifflaube
entlangspaziert: "Bäckerei Hirsbrunner!" Die "Schifflaube 22, ein altes
Haus, eines noch aus den alten Zeiten, wie eigentlich die ganze Häuserreihe,
aber dieses hier ist nicht ausgehöhlt und innen völlig neu renoviert worden.
Höchstens sanft renoviert, etwas Kosmetik hier und dort, etwas, was die
Besitzer des Hauses nicht nötig haben: zwar gehören sie zu den ältesten und
am längsten in der Matte wohnenden Personen, aber rüstig, mit strahlenden
Augen sitzen sie mir gegenüber:
Greti Hirsbrunner geb. Kindler
Hans Hirsbrunner
Red: Die beiden sitzen mir gegenüber, auf der Terrasse hinter dem Haus und
erzählen, ergänzen einander. So viele Informationen kann ich hier gar nicht
verarbeiten, eine ganze Zeitung könnte man damit füllen:
Hans und Greti: Früher wohnten die Ärmsten der Armen hier im Mättu. 1 kg Brot kostete 35 Rp. und meistens musste man ab Mitte Monat die Ware aufschreiben und bei Zahltag versuchen, sein Geld zu bekommen. Es waren harte Zeiten für alle. Die Häuser waren dunkel und feucht und ungesund um darin zu leben. Grad auch an der Schifflaube gab es keine Keller wegen des häufig hohen Wasserspiegels der Aare. Die markanteste Änderung in der Matte sind schon die Häuser und damit kamen logischerweise auch andere Leute. Es war nötig, diese Renovationen: die Badgasse wurde ganz abgerissen, am Böwager standen früher Riegbauten, an der Schifflaube liess man die Fassaden stehen. Viele sagen nun, die Matte sei nicht mehr das wo früher - aber die Zeit bleibt ja nicht stehen, sie darf auch nicht. Und der Zustand der Häuser, das war ja nicht mehr menschenwürdig. Man muss halt zusammenstehen und einen neuen Geist aufleben lassen.
Red: Sie schauen nachdenklich und der Rauch der Zigaretten steigt
hoch. Man/frau merkt, dass ihnen die Matte am Herzen liegt, ja früher:
Hans und Greti: da waren die Zeiten noch anders! Meine Grosseltern
(Greti) mütterlicher Seite führten die Bäckerei von 1890 - 1910, auch hier
an der Schifflaube 22. Da brachten noch Wagen gezogen von Munis das Mehl in
die Matte und grad einer dieser Stiere stach dem Grossvater ein Auge aus, so
dass er seinen Bäckerberuf nicht mehr ausüben konnte. Ab 1910 übernahmen
dann die Hirsbrunner das Geschäft. Hans und ich gingen ab der 4. Klasse
zusammen zur Schule, und so Ende der Schulzeit tat sich was zwischen uns,
aber natürlich nicht richtig, das war ja gar nicht erlaubt. Als wir beide im
Welschen waren, schrieben wir einander Briefe. Die Mutter von Hans fand ein
paar: hui das gab ein Donnerwetter!!
Red: Ein verschmitztes Lächeln liegt auf beiden Gesichtern. Ich
frage nach der markantesten Änderung in der Matte:
Hans und Greti: Neben den Häusern schon die Leute und der
Verkehr. Dieser Lärm, das ist ja "unverschämt." Heute leben viel mehr Junge
in der Matte. Früher bevölkerten Familien mit Kindern das Quartier. Ja und
früher gab es an Weihnachten vor dem Schulhaus immer Gratisstoff, Hosen und
Holzböden vom Mattehilfsverein, der von Lehrer Engel ins Leben gerufen
worden war. Bei dem hatten wir noch Schule! auch die Mühle ist fort, der
Schild, aber jetzt gibt's ja aller gattig neues!
Red: Ich erzähle Hans und Greti, dass am 2. September "Tag der
offenen Türen", grad auch in der Mühle stattfindet. Sie schauen etwas
skeptisch, und ich weiss nicht, ob sie am Samstag "all das Neue" besuchen
werden.
Hans und Greti: Als wir 1980 mit dem Geschäft aufhörten und auch
der jüngere Sohn aus guten Gründen kein eigenes Geschäft führen wollte, da
überlegten wir schon kurz, ob wir hier bleiben wollten oder ins Haus nach
Bremgarten, in das schon die Eltern umgezogen waren. Wir entschieden uns
dann rasch und von tiefstem Herzen für die Matte. Hier sind wir zu Hause,
sind hier aufgewachsen, haben uns hier kennengelernt und unser Leben in der
Matte verbracht: hier ist unser Daheim.
Red: Ich frage nach einer kleinen Anekdote, ganz spontan eine
kleine Geschichte aus dem Gedächtnis:
Hans und Greti: Es war ungefähr 1957/58 so gegen 05.00 Uhr am
Morgen. Wir standen in der Backstube, das Licht brannte und wie immer stand
die Tür weit offen. Plötzlich stand ein junges Fräulein in einem halblangen,
weiten Regenmantel unter der Türe. Sie war pitschnass, und ich stellte sie
als erstes vor den Ofen. Mit übergrossen Augen schaute sie uns an und
erzählte, dass sie in ihrem Elend von der Kirchenfeldbrücke gesprungen sei.
Ihre Eltern wollten ihr das Theaterspielen verbieten - unvorstellbar ohne
Theater weiterzuleben. Aber der blöde Regenmantel habe wie ein Fallschirm
gewirkt und den Fall abgebremst, so sei sie halt bis zum Zähringer
geschwommen und habe beim ersten Lichtschein reingeschaut. Ich vergesse das
nie mehr, dieses nasse Geschöpf in ihrem halblangen Regenmantel...
Greti: auch das vergess ich nie mehr! Es war am zweiten Bernfest
19?? auch wir stellten einen Stand vor unseren Laden. Vorher spazierte ich
noch durch die Stände und sah zu meinem Erstaunen, dass kein Essstand etwas
unter zwei Franken verkaufte. Wir hatten ganz viel Chäschüechli hergestellt,
die wir im Laden normalerweise für 60 Rp. verkauften. Unter dem Eindruck der
Preise der Feststände, fand ich, ich könne die Chüechli ohne weiteres für
einen Franken verkaufen - ausnahmsweise weil Festbetrieb herrschte. Also
stand ich hinter meinem Stand und pries meine Chäschüechli an. Im
Augenwinkel sah ich meinen Schwiegervater daherkommen und mir einen
Augenblick zuhören. Urplötzlich verspürte ich einen tollen Schlag auf meinem
Hintern und mein Schwiegervater verschwand in der Backstube und lamentierte
laut: "Jitz isch dini Frou verruckt worde! Di verchouft d'Chäschüechli für
ne Franke!"
Ja, ja, das waren noch Zeiten.
Vuillien
Liebe Mättelerinnen und Liebe Mätteler
Waren Sie schon einmal im alten Tramdepot hinter dem Bärengraben? Wissen
Sie vielleicht gar nicht, dass es das überhaupt gibt? Wissen Sie, dass in
diesem ehemaligen Tramdepot, indem schon seit Jahrzehnten keine Trams mehr
übernachten, neuerdings klassische Konzerte stattfinden? Können Sie sich
vorstellen, ein spezielles Konzert an einem speziellen Ort zu besuchen? Ja?
Dann stelle ich Ihnen gerne die Konzertreihe "UNERHÖRT" VOR!
Ich bin eine junge Flötistin, heisse Barbara Weber und wohne in der Matte.
Eines Tages hatte ich die Idee, in diesen leeren Hallen eine Konzertreihe
aufzuziehen. Immer am 13. Des Monats soll dort ein klassisches Konzert
stattfinden, dass ein bisschen anders ist als man/frau es sich von
klassischen Konzerten gewohnt ist.
Normalerweise hört man/frau klassische Musik, die älter als hundert Jahre
ist. Viele Veranstalter haben Angst davor, dem Publikum etwas Neues
anzubieten, weil die Leute es vielleicht nicht hören möchten! Ich bin da
nicht ganz gleicher Meinung. Die Leute geben sich im normalen Leben auch
nicht mit Dingen ab, die älter als hundert Jahre sind! dann gibt es eben
noch die Konzerte, in denen man/frau ausschliesslich ganz neue klassische
Musik hört. Diese Konzerte locken vorallem "Eingeweihte" an und sind nach
meiner Meinung und Erfahrung nicht anziehend für die meisten Leute, weil sie
sich von zuviel Neuem abgeschreckt fühlen.
Die von mir gegründete Konzertreihe vermischt alle diese Sachen. Altes und
Neues, Gewohntes und Ungewohntes stehen nebeneinander. Am 13. August konnte
man/frau beispielsweise ein ungewohntes Instrument hören, nämlich das
Schlagzeug, welches sonst meist nur in der Rock- und Popmusik zu hören ist.
Am 13. Juli habe ich selber mit dem Pianisten Michael Thalmann zusammen die
Reihe eröffnet.
Am Mittwoch 13. September wird der Konzertmeister des Sinfonieorchesters,
Alexandru Gavrilovici, ein Programm für Geige solo spielen (Telemann,
Schulhoff, Stravinsky u.a.) Ein ausgezeichneter Geiger übrigens! Ich bin
sicher, dass viele von Ihnen, auch diejenigen, die sonst nicht an klassische
Konzerte gehen, einen bereichernden und anregenden Abend im Tramdepot
verbringen werden. Verdursten müssen Sie nicht, während der Pause und nach
dem Konzert gibt es etwas zu trinken!
Das alte Tramdepot liegt so nahe bei der Matte und so habe ich
beschlossen, für Mätteler und Mättelerinnen am dritten und für diesen Sommer
letzten Konzert einen Spezialpreis von Fr. 20. statt Fr. 25. anzubieten.
Haben Sie Lust etwas Neues kennenzulernen und sich auf etwas Neues
einzulassen?
Ich freue mich auf den 13. September und bin gespannt auf die vielen
Gesichter aus der Matte!
Vorverkauf: da capo Tonträger, Münstergasse 42, 3011 Bern, Telefon 031/311 0035
Mühlenplatz 15, Postfach 95, 3000 Bern 13
Telefon und Fax 031/311 96 54
Cornelia Joss, Pierre Waelchli
Ausstellung Maja Vieli-Bisig vom 8. - 29. September 1995
An der Vernissage vom 8. September 1995 bietet sich auch die Gelegenheit,
die Künstlerin Maja Vieli-Bisig (Stimme) und Brigitte Meyer (Cello) mit
"freiimprovisierter Musik" zu hören.
Maja Vieli-Bisig
Das Umsetzen des einzelnen Tones mit seinen zugehörigen Obertönen in Farben
ist zur Zeit der wichtigste Aspekt in den Werken von Maja Vieli-Bisisg. Mit
dem Stift in der Hand legt sie Farbschicht um Farbschicht, verwebt die
Obertöne, lässt den Klang auf der Leinwand, auf dem Papier entstehen. Dabei
bezieht sie sich auf philosophische Überlegungen und naturwissenschaftliche
Gesetzmässigkeiten, die weit zurück liegen, formt und gestaltet sie mit den
Mitteln unseres Wissens, unserer Wissenschaft und das verleiht ihrem
Schaffen Bestand.
Das Erleben, wie chromatische Reihen und die einzelnen Dur oder
Moll-Tonarten in verschiedenartigen Spannungen und Harmonien entstehen,
fasziniert Maja Vieli-Bisig. Gleichzeitig weiss sie, dass diese Annäherung
lediglich eine von vielen Möglichkeiten ist, dass die verschiedenen
Materialien und sie als Ausführende eine Unberechenbarkeit darstellen und so
das vorgegebene System lebendig und das einzelne Werk unwiederholbar wird.
Ihre Bilder mögen dem eiligen Passanten als Farbfläche erscheinen, und sie
lassen den Vorüberhastenden dann auch ungehindert ziehen; sie schreien ihn
nicht an, stellen sich ihm nicht in den Weg. Sie warten. Wenn ein Beschauer
sich ihnen aber zuwendet, merkt er eine Tiefe, die sich durch die
Leinwandfläche auftut - es ist die unabsehbare Tiefe des Klanges. Ebenso
sind Raum und Licht und die Betrachtenden mit ihrer momentanen Wahrnehmung
Faktoren die jedes Bild einmalig und veränderbar zugleich erscheinen lassen.
Weitere Ausstellungen:
Christine Jenzer
Bilder und Objekte 6. - 27. Oktober 1995
Gertrud Guyer-Wyrsch
Tücher und Türme 3. - 21. November 1995
Regine Ramseyer
8. Dezember 1995 - 12. Januar 1996
Die Geschichte dieses Instrument es ist sehr verstrickt und auch nicht
ganz unumstritten. Zum ersten Mal patentiert wurde die Autoharp unter diesem
Namen in Amerika. Carl Friedrich Zimmermann, ein emigrierter Deutscher,
meldet das Instrument mit der dazugehörigen Notation, 1882 zum Patent an.
Das Instrument wird in einer modernen Fabrik im Staate Pensyilvania
fabriziert und im ganzen Land per Versandkatalog vertrieben. Rasch findet
die Autoharp ihren Weg in das riesige Land, wo in den ersten drei Jahren
bereits 50'000 Stück verkauft werden. Der Grund liegt einerseits in der
einfachen Spielweise wie auch im Preis. Zahlte man doch für das ganze Paket,
Notenmaterial und Instrument den sensationellen Preis von US$ 5.00.
Kurze Zeit später fand die Autoharp ihren Weg auch nach Europa, wo sie vor
allem in Deutschland von der Firma Müller und Meinhold gebaut wurde. Aber
auch in der Schweiz wurden welche hergestellt. So zeigt Lorenz Mühlemann in
seinem dokumentarischen Bilderbuch ,Die grosse Familie der Zithern" eine
Autoharp der Firma Bestgen Bern, welche um 1900 fabriziert wurde. Im selben
Buch sehen wir auch die musizierende Bernerin E. Brechtbühl, welche 1904
eine 6-akkodrige Autoharp spielt.
Den Modellen und Möglichkeiten schien keine Grenze gesetzt. Die Vielfalt
muss riesig gewesen sein. Doch das Wesentliche blieb immer die Mechanik.
Eigentlich eine genial einfache Erfindung. Auf einer feinen befilzten Leiste
sind die Töne des jeweiligen Akkordes ausgeschnitten. Die Akkordstäbe sind
seitlich geführt, so dass die Filze auf die Saiten gedrückt werden können,
und dadurch nur die Saiten des jeweiligen Akkordes klingen. Das Instrument
wird immer mit einem Akkord gespielt. Um eine Tonleiter oder eine Melodie zu
spielen, muss der jeweilige Ton im Akkord gesucht werden. Die Besaitung
besteht meistens aus drei Oktaven, welche chromatisch gestimmt sind. Aber
auch hier gibt es eine grosse Vielfalt von Modellen, und gerade in der
letzten Zeit immer häufiger diatonische Instrumente. Die Form des
Instrumentes gleicht der einer Akkordzitter.
In den USA findet zur Zeit eine Autoharpwelle statt. Es gibt wieder einige
Bauer guter Instrumente, so dass das Instrument auch wieder an Bedeutung
gewonnen hat. Einer der wichtigsten Bauer ist sicherlich Dr. Georg Orthey,
ein pensionierter Armeearzt, der zuerst Dulzimer gebaut hat, und sich dann
zum Ziel gesetzt hat, eine gut funktionierende Autoharpmechanik zu bauen.
Das ist ihm eindeutig auch gelungen ist. Mittlerweile spielen fast alle
professionellen Harper seine Instrumente. Am wichtigsten Autoharpwettbewerb
in Winfield Kansas ist es bereits zur Tradition geworden, dass der erste
Preis eine Orthyharp ist.
In der Schweiz gibt es meines Wissens leider keine Autoharpbauer. Die
Qualität, der in der Schweiz im Fachhandel erhältlichen Instrumente ist
leider sehr schlecht. Die deutschen Chromoharp haben eine unbrauchbare
Mechanik und einen schlecht klingenden Sperrholzkörper. Aber auch mit den
Oskar Schmith Autoharps ist es leider nicht mehr, was es einmal war. Diese
werden in einem Billigland hergestellt, wo kein Mensch je etwas von dieser
Musik gehört hat. So kommt es, dass die Instrumente immer schlechter werden.
Eine gute, handgemachte Autoharp kostet ca. Fr. 2'500.-. Solche Instrumente
müssen direkt beim Hersteller bestellt werden. Orthey Instrumente können
durch mich bestellt werden. Ich unterrichte das Instrument auch an der
Folkmusik-Schule-Bern. Meines Wissens der einzigen Musikschule in der
Schweiz, wo Autoharp unterrichtet wird. Leider hat sich die Autoharp bei uns
noch nicht durchgesetzt. Schade, denn sie fasziniert gross und klein durch
ihre Einfachheit im Spielen.
Mein erster Kontakt mit diesem faszinierenden Instrument liegt nun schon
über zwanzig Jahre zurück. An einem Konzert in der Mahogany Hall, sah ich
damals den Amerikaner Bill Clifton mit seiner Autoharp. Ich wusste sofort,
dass ich die Autoharp auch spielen wollte. Bei Musik Müller in Bern fand ich
1973 eine Chromoharp mit 12 Akkorden, mit welcher ich lange Zeit alles, was
ich an Autoharpmusik fand spielte. Mittlerweile bin ich ,stolzer" Besitzer
einer 21 Akkordigen Orthey-Harp, mit welcher ich auch vor zwei Jahren eine
Kassette eingespielt habe. Weitere Informationen über Unterricht,
Instrumente oder die Kassette erhalten sie direkt bei mir.
Ich freue mich, wenn ich sie auf meinen Autoharp- Auftritt am Mattefest
vom 2. September "gluschtig" gemacht habe.
Lombachweg 38a, 3006 Bern, Telefon 031-351 46 80,
oder an der
Folkmusik-Schule Bern, Telefon 311-79 59 Bern-Matte
100 Jahre Metallbau Karl Zimmermann AG Bern
Die
im Grossraum Bern tätige Stahl-,Metall- und Treppenbaufirma Karl Zimmermann
AG, Bern, feiert ihr 100 jähriges Jubiläum mit einem Werkstattfest für die
Belegschaft und 150 Gäste.
Mit den Söhnen Karl jun. und Thomas, beide diplomierte Metallbaumeister,
ist bereits seit einiger Zeit die 4. Generation im Familienunternehmen
tätig, das heute 13 Mitarbeiter plus 5 Lehrlinge umfasst, einen Jahresumsatz
von 2,5 Mio. Franken aufweist und 1895 vom Urgrossvater Karl Zimmermann als
"Werkstätte für Schlosserarbeiten und Eisenkonstruktionen" gegründet wurde.
Etwas Firmengeschichte
1895 gründete Karl Zimmermann sen. am Stalden 22 in Bern die erste
Werkstätte für Schlosserarbeiten und Eisenkonstuktionen. 1915 wurde wegen
Platzproblemen ein Umzug in die Wassergasse 27 nötig. Ein weiterer Umzug
1931, in die alte Mühle an der Wasserwerkgasse 31, erfolgte von Umbauten und
Erweiterungen, beispielsweise in den Jahren 1950 und 1981, garantierte dem
Familienunternehmen den Fortbestand des inzwischen florierenden Betriebes.
Doch das war nicht immer so: In den zwanziger Jahren verdiente sich die
Familie Zimmermann im Winter - wenn die Schlosser- und Metallarbeiten
jeweils drastisch zurückgingen - auf dem Berner Egelmöslisee als Eismeister
ein willkommenes Zubrot.
1960 übernahm mit Hans Zimmermann, Metallbaumeister und heutiger
Seniorchef, die dritte Familiengeneration das Zepter. Der Betrieb
entwickelte sich unter seiner kundigen Führung von der rein handwerklichen
Schlosserei- und Kunstschmiedewerkstätte zu einem regional bekannten Stahl-
und Metallbauunternehmen.
1993 trat der älteste Sohn Karl als Teilhaber in die Firma ein; im
kommenden Jahr wird auch der zweite Sohn Thomas Teilhaber. Beide haben als
diplomierte Metallbaumeister eine höhere Fachausbildung absolviert, so dass
sich Hans Zimmermann im Jahre 1996, im Alter von 65 Jahren, etwas vom
Geschäftsalltag zurückziehen kann.
Dökterlis spielen wird Kindern üblicherweise durch die Eltern verboten,
was es erst recht reizvoll macht. Weniger unschuldig sind solche Spiele,
wenn Erwachsene dabei mitmischen. Darum dürfen Erwachsene nur unter sich
dökterlen, man sagt dem aber dann anders. Es kann immer noch sehr reizvoll
sein aber das gehört nicht in die MATTE-Zytig.
Die in der Matte quartierübliche Variante vom Dökterlen ist die
Verkehrsplanung. Kein planerischer Scherz ist schlecht genug um nicht an uns
ausprobiert zu werden. Schikanen, Verbotstafeln, Kontrollen, Bussen, weisse
Parkplätze, gelbe Parkplätze, neue Parkplätze, blaue Zonen - die Methoden
sind raffiniert. Eines haben diese diversen Trickli gemeinsam: sie nützen
überhaupt nüt. Das einzige was wir hier unten bisher noch nicht hatten ist
ein Parkhaus unter der Münsterplattform oder Spannteppich mit Blumenmuster
in allen Gassen. Wir werden zornig, liebe Stadtmütter und Regierungsonkel!
Macht endlich Politik mit Kopf für Menschen mit Herz! Räder müssen nicht
immer rollen. Bitte hört auf, dem Quartier die Hosen herunterzulassen. Sonst
helfen wir bald nicht mehr müeterlen.
"Schon wieder rennet der Zorn
mit dem Verstande davon"
Lessing, Emilia Gallotti
SCHREIBWERKSTATT
ÖFFNUNGSZEITEN
Mittwoch 9.00 bis 12.00 und 14.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag 9.00 bis 12.00 und 14.00 bis 18.00 Uhr
und/oder nach Vereinbarung
Für Ihre kleineren und grösseren Schreibarbeiten stelle ich Ihnen
die ganze Infrastruktur eines modernen Büros stunden-, tage- oder
wochenweise zur Verfügung. Sie können auch mich beauftragen, für Sie
Schreibarbeiten zu erledigen oder dazu meine Hilfe in Anspruch zu
nehmen! Ich berate Sie auch in WOHNFRAGEN und BUDGETPLANUNG für die Zeit
nach der Pensionierung.
Voranmeldung und Auskunft: Ruth Gygax, Weihergasse 7 , 3005 Bern,
Telefon 311 21 56, Fax 311 75 88
Tag der offenen Tür an der Weihergasse 7,
1. September 1995, 15.00 bis 17.00 Uhr
Ich freue mich, Ihnen meine Dienstleistungen vorzustellen!
Liebi Mätteler
Ich suche Beschäftigung
jeder Art gegen ein kleines Entgelt.
H.R. Jutzi, Badgasse 35, 3011 Bern
Samstag 2. September 1995
Tag der offenen Tür
Das Matte-Gewerbe stellt sich vor und lädt ein zum Zuschauen und Mitmachen
am Samstag, 2.September zwischen 13.00 und 16.00 Uhr.
Standorte sind auf dem Plan mit Buchstaben gekennzeichnet!
A OFFENE STADTMÜHLE, Mühlenplatz
Näh-Atelier Rosetta Mischler
Mühlenplatz 11
und
Schreinerei Utiger
Mühlenplatz 11 und Wasserwerkgasse 20
Folkloristische Kleiderschau präsentiert in holziger Umgebung. In der
Schreinerei Utiger sind diverse Modelle ausgestellt. Musikalisch untermalt
von Res Margot.
Folkmusik - Schule
Mühlenplatz 15 (1 .Stock rechts)
Autoharp? Was es ist, wie es tönt! Probieren Sie es aus.
Illime Privat-Kulturclub,
Mühlenplatz 15 (1. Stock links)
Mühlespiele: Lassen Sie sich im Spiel mitreissen: Bei einem feinen Apero
bringen Sie sich in Stimmung, um sich an grossen und kleinen Meistern im
Schach und/oder Billard zu messen.
Stadtmühle Galerie
Mühlenplatz 15 (2. Stock)
Die Besucherinnen und Besucher malen ein Bild. Verlosung des Bildes auf
der Mühlenplatz-Bühne ca. 16.30 Uhr mit den Bildern von Cambio zusammen.
Triva Werkstatt für Holz und Textil
Mühlenplatz 15 (4. Stock)
Kleine Frieren auch im Winter
Atelier Cre-Arte
Mühlenplatz 15 (5. Stock) und Wasserwerkgasse 20
Tanzschule Dancespace zeigt Tanzimprovisationen zum Zuschauen und/oder
Mitmachen.
Promacx Bildbe - und verarbeitung
Wasserwerkgasse 20
Wie entsteht ein Werbeplakat? Kommen Sie, schauen Sie -wir erklären und
zeigen es Ihnen!
B Gerberngasse 27
Führung durch die Betriebe: 13.20, 14.20, 15.20 Uhr.
CCP Typograf AG
Filmsatz, Bildverarbeitung, Diaproduktion.
Atelier Kursiv
Elektronischer Schneidplotter, Schriften schneiden.
Denise Boutelier
Goldschmiedin, Schmuckproduktion.
C Matte-Lädeli
Gerberngasse 21
Anlässlich des nationalen Biobauern- Tages präsentiert ein Biobauer oder
eine Biobäuerin ihren Betrieb und die Produkte.
D Elisabeth Graber-Zihlmann, Polarity - Therapeutin, und
Rosmarie Bernasconi, Astrologin
Gerberngasse 13
in einer ruhigen und harmonischen Atmosphäre informiert Sie Elisabeth über
ihre ganzheitliche energetische Körperarbeit und Rosmarie über die
Möglichkeiten der Astrologie. Wenn Sie Ihren Aszendenten berechnet haben
möchten, bringen Sie Ihr genaues Geburtsdatum mit (Datum, Zeit und Ort).
E Atelier Rohr, Francoise Rohr-Stettler
Mattenenge 10, Eingang über die Burgtreppe
Ein Atelier für Konservierung und Restaurierung von Gemälden und
Skulpturen. Besichtigung des Ateliers, kurze Einführung in die Problematik
der Restaurierung von Kulturgut. Arbeitsweise der Restauratoren an einigen
Fallbeispielen. Es können kleinere Objekte zur Begutachtung mitgebracht
werden.
H. A. Fischer AG
Mattenenge 10
Restauratoren SKR.
Betriebsbesichtigung.
F Die Naht; Nähschule Claudia Müller
Wasserwerkgasse 2
Werfen Sie einen Blick, verweilen Sie ein paar Minuten, um mitzuerleben,
wie ein Nähkurs durchgeführt wird.
G Cinematte
Wasserwerkgasse 7
Zeigt Kurzfilme von Buster Keaton und selbstverständlich darf
mann/frau/kind auch einen Blick in die Operateurkabine werfen.
H Druck- und Verlag Bargezzi AG
Wasserwerkgasse 17
Ab 13.00 Uhr alle halbe Stunde Führung durch den Betrieb; freie Besichtigung
natürlich auch möglich! Gemeinsames Apero mit:
Stebler Metallbau
Wasserwerkgasse 29
Besichtigung des Betriebes.
I Karl Zimmermann AG
Wasserwerkgasse 31
15.00 Uhr Führung: «100jähriger Betrieb stellt sich vor».
Workshop-Arbeiten: Weinflaschenhalter aus Chromstahl - Grillspiesse
schmieden - Kerzenständer aus Stahl.
J Cambio Wechselrahmen AG
Mühlenplatz 8
Cambio Wechselrahmen stellt Malmaterial zur Verfügung; bei gutem Wetter
draussen, bei schlechtem auch.
Die Bilder der Maler und Malerinnen nehmen gegen 16.30 Uhr auf der
Mühlenplatz-Bühne, zusammen mit dem Bild der Stadtmühlegalerie, an der
Verlosung teil. Es sind sechs Einrahmungen zu maximal Fr. 150.- zu gewinnen,
gültig auch für ein nicht selbstgemaltes Bild.
Matte-Restaurants mit Festbetrieb
16 Restaurant Mühlirad.
14 Matte-Rock-Beiz mit Bühne und Konzerten.
15 Restaurant Fischerstübli.
17 Restaurant Chinois Kam Yu.
13 Restaurant zum Zähringer.
25 Restaurant Landhaus feiert sein 10jähriges Jubiläum mit der längsten Bar von Bern auf dem Mühlenplatz mit Bühne und Konzert ab 13.00 Uhr.
21 Wasserwerk-Disco.
Eigentlich hiess er Manfred Manser. Doch nachdem er kürzlich in einer
renommierten Zeitung eines durch seine Aktivitäten bekannten Altstadtleists
der Stadt Bern gelesen hatte, dass eben heute "jemand" "jefrau" sei, begann
er sich in unserer Welt ein bisschen herumzuhorchen. Da entdeckte er
plötzlich, wie sehr sich diese Welt verändert hat, seitdem die armen
vergewaltigten, geschlagenen, ausgenützten und unterprivilegierten Frauen
ihre Selbstachtung wieder gefunden und begonnen haben, gegenüber der bösen
Männerwelt in die Offensive zu gehen.
Um sich bei den Frauen, die er nach wie vor verehrte und gerne hatte,
nicht allzu unbeliebt zu machen, begann er, sich deren Übermacht zu beugen:
Er wagte nicht mehr, das Wort "Mann" oder "man" zu gebrauchen, um das zarte
Geschlecht (das war es für Man-fred bzw. Fraufred alleweil noch) nicht zu
reizen.
Als er sein Traumziel, Manager zu werden, nunmehr Frauager nannte,
begannen ihm die Felle davonzuschwimmen. Die Fraudate, die frau ihm erteilen
wollte, wurden langsam zur Fraugelware. Er war gezwungen, sich nach andern
Beschäftigungen umzusehen. Er besuchte Kurse für Frauicure, Frauequins,
Frauolinenspiel usw. usw. Alles nützte nichts, der Fraugel an
Erwerbsmöglichkeiten blieb. So musste er seine schöne 4-Zimmerwohnung gegen
eine Frausarde tauschen und seine intellektuellen und künstlerischen
Fähigkeiten durch frauelle Hilfsarbeiten kompensieren.
Nachdem seine Garderobe fast nur noch aus einem schäbigen Frautel bestand,
kam's ihm plötzlich obsi. Er fand, dieses unverständliche Frauöver sei doch
eigentlich eher ein Manöver und Mandolinentöne gefielen ihm doch einiges
besser als Frauolinentöne. Aus der Gourfraud wurde plötzlich wieder ein
Gourmand und von da an wagte er sich wieder, sich schriftlich und mündlich
Manfred Manser zu nennen, wobei er natürlich eifrigst vermied, seinen Vor-
und Familiennahme mit "m" zu schreiben...!
Mit dem nahenden Herbst wird der Duft in der Luft schwerer,
(aber leichter von Ozon) die Zeit der Weinfeste, der Reben bricht an. Es ist
noch warm genug um Feste der Sinne draussen an einem langen Tisch zu feiern
- berauschend und üppig soll es sein und trotzdem für den/die Vorbereitenden
kein Dauerstress. Ich möchte Ihnen einen Menuvorschlag unterbreiten, der
sich vorbereiten lässt und bei dem Sie jeden Gang auf den Tisch stellen, und
die Gäste bedienen sich nach Lust und Laune selber. Die Gänge sind nicht zu
schwer, damit man/frau auch dem Rebensaft zusprechen kann.
Kalte Melonensuppe
(4 Pers.) (am Vortag vorbereiten)
2 kl. gelbe Melonen 1 grüne Melone mittlere Zwiebel
Fleischbouillon (~1 l) Butter frischer Basilikum
Zwiebeln gehackt im Butter dünsten, mit der Bouillon
ablöschen und weichkochen lassen - Die gelben Melonen in Stücke schneiden
und mit der Bouillon vermixen - Abschmecken mit Cayennepfeffer, schwarzem
Pfeffer, Salz - in eine kalte Schüssel giessen und kalt stellen
Garnitur: aus grüner Melone Kugeln stechen, Basilikum
fein schneiden, ev. Crevetten braten und kurz vor dem Servieren in die Suppe
geben. Wenn möglich Suppenschüssel in geeistem Behälter kalt halten und auf
den Tisch stellen
Gurkenterrine mit Avocado
(am Vortag zubereiten)
Zutaten reichen für eine Terrinenform mit 28 cm Länge oder
1,25 l Inhalt:
1 grosse Salatgurke 8 Blatt Gelatine
3 reife Avocados 1 Limette 250 g Fromage frais, z. B. St. Môret
Salz/Pfeffer/Cayennepfeffer 200 g Krabbenfleisch (Crab Meat) 2,5 dl Rahm 3
EL geriebener Meerrettich
Gurke schälen, in Scheiben schneiden, leicht salzen und
zugedeckt ziehen lassen. Die Gelatineblätter zuerst in kaltem Wasser quellen
lassen, dann 4 Blätter in wenig warmem Wasser (oder Wodka...) flüssig werden
lassen. Avocados mit dem Limettensaft im Mixer pürieren. Flüssige Gelatine
und Fromage frais beifügen und würzen. Krabbenfleisch in einem Sieb gut
abtropfen lassen. Restliche Gelatine auch schmelzen in Wasser oder
aufgewärmtem Wodka schmelzen (nicht zuviel, sonst übertönt der Geschmack).
Den Rahm steif schlagen, flüssige Gelatine und Meerrettich beifügen.
Gurkenscheiben gut auspressen und die Form mit einem Teil davon auskleiden.
Lagenweise Avocadomousse, Meerrettichrahm, Gurkenscheiben und Krabbenfleisch
einfüllen. Mit einer Schicht Avocadomousse und Gurkenscheiben abschliessen.
Terrine zugedeckt im Kühlschrank fest werden lassen.
Omeletten-Roulade
(4 Portionen) am Vortag Omeletten backen, belegen, füllen und
aufrollen
4 Eier 2 EL Rahm 2 EL Mineralwasser 1 Dillzweig wenig
Bratbutter
Füllung: 4 Scheiben Räucherlachs 100 g Doppelrahmfrischkäse oder
Meerrettichcantadou 2 EL saurer Halbrahm 4 Scheiben Graved Lachs
Eier mit Rahm, Mineralwasser und abgezupften Dillspitzen
verrühren und daraus zwei dünne Omeletten in wenig Bratbutter ausbacken. Auf
einem Teller zugedeckt warm stellen. Für die Füllung Räucherlachs fein
hacken. Doppelrahmfrischkäse und Halbrahm beifügen und etwas mit Pfeffer
abschmecken. Eine Omelette mit Graved Lachs belegen; die zweite Omelette
darauf legen und mit der Füllung bestreichen. Dann satt aufrollen und
zugedeckt kalt stellen. Zum Servieren in Scheiben stellen.
Ofenkaninchen mit kleinen, neuen Kartoffeln (4 Pers.)
Dazu benötigen Sie einen grossen Bräter oder eine weite
Bratpfanne, die backofenfest ist. Das Kaninchen bleibt schön saftig und die
Kartoffeln sind phantastisch! Stellen Sie den Bräter einfach auf den Tisch,
so dass sich jeder bedienen kann, wenn er Lust hat.
pro Person 2 Stück Kaninchen (beim Metzger erhältlich)
ungefähr 500 g kleine neue Kartoffeln 1 - 2 Dosen geschälte Tomaten Salz,
Pfeffer 2 EL Parmesankäse, frisch gerieben (oder nach Belieben mehr) 20
grosse schwarze Oliven Basilikumblätter
Für die Marinade:
5 EL Olivenöl 6 Lorbeerblätter 6 Salbeiblätter grob gehackt 2
Rosmarinzweige 3 Knoblauchzehen gehackt 4 Schalotten gehackt 2 Peperoncini
in feine Streifen schneiden etwas Rotwein
AM Vortag die Marinade in einer Schüssel anrühren, etwas
salzen und pfeffern und die Kaninchenstücke darin wenden und zugedeckt bis
am nächsten Tag ziehen lassen.
Die Kartoffeln ungefähr 10 Min. blanchieren. Die Tomaten abgiessen. Das
Marinadenfleisch, die Kartoffeln in eine weite Bratpfanne geben, das Fleisch
sollte nebeneinander liegen, salzen, pfeffern, noch gehackten Knoblauch,
frischer Basilikum darüberstreuen und ein paar Oliven darüber verteilen. Die
Tomaten über dem Fleisch und den Kartoffeln verteilen und auch etwas würzen.
Unbedeckt in den auf 250 Grad vorgeheizten Backofen stellen. Mindestens 20
Min. garen. Die restlichen Oliven und den Parmesan über das Ganze streuen
und nochmals in den Ofen stellen, bis Parmesan zerlaufen ist und leicht
bräunlich wird.
Ä Guetä Ä Guetä Ä Guetä Ä Guetä
auf dem Tisch sollten als essbare Dekoration viele Trauben,
Nüsse und Äpfel liegen, ev. noch etwas Käse und Brot. Als flüssige Beilage
eignet sich kalter Weisswein und/oder Rosé und/oder leicht kühler Rotwein,
oder alles zusammen.
Das Gelage kann starten, viel Vergnügen.
Schweizerferien können sehr anstrengend und spannend sein! Immer wieder
hört man von der Tourismuskrise. Auf unserer Reise quer durch die Schweiz
haben wir erfahren, dass da bestimmt ein Körnchen Wahrheit dahintersteckt!
Zum Beispiel: Ein Besuch auf dem Jungfraujoch hat so seine Tücken. Nicht
nur, dass wir mit der Höhe zu kämpfen hatten, nein, wir durften überhaupt
froh sein, dass wir mit der Jungfraubahn befördert wurden. Da sagte doch,
das Cabaret Rotstift; " da sollten sie doch einmal unsere Bergbahnen sehen
da geht alles Ruck zuck zack zack," aber nicht so bei uns in der Schweiz!
Bei strahlendem Wetter fuhren wir zu viert in Bern ab und freuten uns wie
kleine Kinder auf das sagenhafte Jungfraujoch. Bei den schweizerischen
Bundesbahnen klappte alles wie am Schnürchen ausser, dass wir mit einer
viertelstündigen Verspätung in Interlaken-Ost ankamen. Als wir dann endlich
auf der kleinen Scheidegg standen, sahen wir viele andere Touristen die
offenbar an diesem heissen Sommertag das gleiche wollten wie wir! Ein Zug
nach dem andern wurde mit ausländischen Gästen gefüllt.
Wir mussten warten, weil wir keinen Platz mehr hatten. Nach ungefähr 30
Minuten als wir uns höflich erkundigten, wann denn die nächste Bahn fahre,
wurden wir von einem schnoddrigen Beamten der Jungfraubahn angeschnauzt und
auch noch belehrt. Geht man nur mit Schweizertouristen so unhöflich um?
Das war nicht das einzige Erlebnis dieser Art. Oftmals hatten wir den
Eindruck, dass es am besten gewesen wäre, ein Nötli zu schicken und zu Hause
zu bleiben! Wir hatten auch schöne Erlebnisse wie auf jeder Reise.
Wie wenig braucht es doch um Gäste zufrieden zustellen. Manchmal reicht
ein nettes Wort oder ein freundliches Lächeln, wie beispielsweise bei der
Schifffahrtsgesellschaft auf dem Bodensee oder im Restaurant Bären auf dem
Ballenberg.
Die Schweiz ist tatsächlich ein wunderschönes Ferienland und hat manche
Sehenswürdigkeiten, doch habe ich auf ausländischen Reisen eher den Eindruck
gehabt, als Feriengast willkommen zu sein!
Arnold Alexander Brügger, 13. Dezember 1913
Du hast gesorgt, du hast geschafft,
gar manchmal über deine Kraft.
Nun ruhe sanft, du gutes Herz,
die Zeit wird heilen unsern Schmerz.
Roman, Diogenes
Es steht schon in den Bestsellerlisten, aber dieses schmale Büchlein ist
wirklich empfehlenswert. An ruhigen, gemütlichen Abenden, man will seine
Seele gediegen "plampen" lassen, ist der Zeitpunkt, in dem man schön
eingekuschelt oder im Bett zu diesem Buch greift.
Auf einfühlsame Weise öffnet Susanna Tamara das Herz der Leserinnen und
Leser: Ein Brieftagebuch voller Güte, Weisheit und Liebe geschrieben von
einer alten Frau als Vermächtnis für ihre Enkelin.
Öffnen Sie Ihr Herz und lassen sich rühren!
Gerberngasse 13, 3000 Bern 13, Tel. 311 00 93
Die Polaritätstherapie ist von Randolph Stone in seiner über 60jährigen
Praxis als ganzheitliches Konzept erarbeitet worden. Die
Polaritätstherapeutin ermittelt, in welcher Weise die Energie aus dem
Gleichgewicht geraten ist und benutzt diverse Verfahren wie energetische
Körperarbeit, Gespräche, Polarity-Yoga, Ernährung um dem Klienten bei der
Heilung behilflich zu sein. Blockierte Energie, welche psychisches
Ungleichgewicht, Schmerz oder Krankheit verursacht wird dabei befreit und
wieder in Ausgleich gebracht. Es gleichsam eine Reise zur eigenen Mitte, auf
welcher Unbewusstes bewusst gemacht wird mit dem Ziel: unserer Lebensenergie
frei fliessen zu lassen, Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele zu
erleben, uns aus Verhaftungen aus der Vergangenheit und der Zukunft zu
befreien, im "Hier und Jetzt" zu leben.
Suchen Sie nicht nach dem Unmöglichen, suchen Sie nach den Fähigkeiten,
die in Ihnen stecken.
Rosmarie Bernasconi, psychologische Astrologin
Schifflaube 26, 3000 Bern 13, Telefon 311 01 08
Mit persönlichen Horoskopen, Einzelgesprächen und schriftlichen Analysen
begebe ich mich mit Ihnen auf Entdeckungsreisen in Ihr Inneres!
Zusammen mit Elisabeth Graber gibt Rosmarie Bernasconi Auskunft über ihre
Tätigkeiten: am Ratte-Fest, 2.September, "Tag der offenen Türen" an der
Gerberngasse 12.
Schöne Dinge sollten wir wiederholen! Bald ist es wieder soweit, die Tage
werden kürzer und Weihnachten rückt näher und damit viele warme Begegnungen.
Wie letztes Jahr suchen wir ab 3.Dezember 21 Fenster und/oder Häuser, die
als Adventskalender-Fenstertörli die Matte weihnächtlich mitgestalten und
diese Begegnungen möglich machen.
Grundidee: Ein Fenster oder Haus wird weihnächtlich oder einfach
kreativ verziert, bemalt, mit der Einbeziehung des Tagesdatums. Am
jeweiligen Tag wird das Fenster ab ungefähr 17.00 beleuchtet und dies dann
bis zum 24. Dezember jeden Abend.
Kontaktpersonen
Jacqueline Vuillien, Tel. 312 34 57 oder
Rosmarie Bernasconi, Tel. 311 01 08
Eine Sommergeschichte von Eliane Mischler
Vor einer langen Zeit lebte einmal ein Schneck namens Leopold auf einer
grossen Wiese neben dem grossen geheimen Wald. Er dachte oft darüber nach,
ob er sich nicht einmal im Wald umschauen wolle. Oft fragte er morgens all
die vielen Blumen, was sie davon dachten. Die älteste Blume sagte: " Ich
weiss nicht, was im Wald ist, aber solltest Du gehen, werden wir alle an
Dich glauben, bis Du wieder da bist!" "Danke!" sagte der Schneck und zog
los, in den dunklen, geheimnisvollen Wald. Da es Sommer war, hatte er keine
Decken zu schleppen, das fand er gut.
Er verabschiedete sich von den Blumen und ging. Er betrat den Wald, aber
er sah nichts als Moos, Sträucher und Bäume. Er zerrte sich durch das
Dickicht, oh nein, jetzt kam auch noch eine riesige Staude voller Dornen.
Plötzlich hörte er viele, fröhliche Stimmen, ohhhh, da singt ja wer! Er
drückte sich fest gegen den Strauch und plötzlich stolperte er und schrie!
"Auaaa, mein Kopf!" Es wurde still, plötzlich hörte man Geflüster! Zwei
Gestalten kamen auf ihn zu. "Hallo!" Stille. "Hallo?" Nach kurzer Zeit
wachte er auf und sah viele Männchen um ihn, mit roten Kappen und weissen
Bärten! Zwerge!, dachte er. Die sind nicht böse. "Wir haben gerade ein Fest!
mit Leopoldine der Schneckenfrau. Einmal im Jahr kommt sie und bringt uns
feinen Käse!" "was!" sagte Leopold der Schneck. "Es gibt auch andere
Schnecken?" "Ja, ich werde sie rufen! Leeeeooopoooldiiineeee! Komm mal her,
ein Schneckerich ist da!" da kam Leopoldine durch die Tür... Ohhhh wie
hübsch sie ist!
"Hallo, wie heisst Du?" "Leopold!" "Leopold? Oh wie schön, wir heissen ja
fast gleich!" Weil Leopold noch nicht so gut drauf war wegen den Dornen,
pflegte ihn Leopoldine. Eines morgens, als die Sonne auf das Dörflein der
Zwerge niederlächelte, fragte Leopold die Schneckenfrau: " Willst Du mich
nicht zurück auf meine grosse Wiese begleiten, dann siehst Du wo ich wohne!"
"Wenn Du wieder gesund bist, werde ich mit Dir kommen!"
Die Zeit verging und Leopold wurde gesund. Im Dorf wurde ein Abschiedsfest
gefeiert, dann verabschiedeten sich Leopold und Leopoldine von den Zwergen.
Der Heimweg war kürzer weil Leopoldine viele Abkürzungen wusste.
Endlich waren sie da! "Oh, wie schön ist diese Blumenpracht Deiner Wiese!"
sagte sie. Sie begrüssten alle und Leopoldine blieb eine Weile bei ihm, sie
hatten es schön miteinander!
Nach zwei Monaten musste Leopoldine gehen. "In einem Jahr bin ich wieder
hier und werde Dir die andere Seite, meine Heimat des Waldes zeigen, bis
dann!" "Ja, bis dann!" sie gab ihm ein Abschiedsküsschen und ging. Sie waren
beide sehr glücklich
Das Jahr verging schnell und Leopoldine kam wieder...
Diese Geschichte ist unendlich, weiter kann man sich selber vorstellen!
Der Witwe Anzug erinnert an die Vergangenheit, ihre Tränen an die
Gegenwart, und ihr Herz sucht die Zukunft.
Unsere Zukunft haben wir gemeinsam gefunden. Die lustige Witwe und P.D.S.
liegen sich in den Armen! Nicht zuletzt dank der MATTE-Zytig. Gerade weil
unsere Standpunkte so verschieden sind, wollten und mussten wir uns
zusammenraufen. Dass die Leserbriefecke der MATTE-Zytig dafür da ist freut
uns, besonders wenn wir unsere alten Leserbriefe durchsehen.
Ein heisser Sommer geht in den Herbst über, Zeit die Ernte einzubringen.
Wir gehen Hand in Hand, widersprüchlich aber einander ergänzend einer neuen
Zeit entgegen, unser Weg führt durch die Matte.
Wir wünschen allen Kräften, die in der Matte wirken von ganzem Herzen
einen gemeinsamen Weg. Ein Weg, der durch das menschliche Quartier an der
Matte zu einem harmonischen Zusammenleben führt. Nehmt uns als Beispiel!
Dies der Titel eines Kommentars aus der Presse, nachdem wir die während
der letzten Wochen durchgeführten Unterschriftensammlung zur Beschwerde
Wasserwerk mit 164 Unterschriften dem Gemeinderat vorgelegt haben.
Mit den parallel zur Unterschriftensammlung verteilten Fragebogen
ermittelten wir in den Zonen untere Badgasse, Schifflaube, Mühlenplatz,
Gerberngasse, Wasserwerkgasse sowie Mattenenge. Schwerpunkte: Verkehrslärm,
laute Musik, Massenandrang, Verschmutzung, Parkprobleme usw.
"Unterschriftensammlung und Umfrage stiess auf ein reges Interesse,
immerhin haben rund 95% der Befragten spontan unterschrieben und sehr viele
waren froh, dass endlich etwas gegen das Wasserwerk unternommen wird,
vorallem aber gegen den Lärm im Matte-Quartier. Die Auswertung der
Fragebogen ergab, dass die Mehrheit für frühere Schliessungszeiten oder eine
gänzliche Schliessung des Lokals sind, 32% sind für vermehrte
Polizeikontrollen, eine Minderheit der Befragten sieht die Lösung des
Problems in baulichen Massnahmen wie Verkehrssperre, Verlegung des Eingangs
usw. Eine weitere Gruppe ist für erneute Gespräche mit den
Wasserwerk-Betreibern.
Die Beschwerde liegt nun zusammen mit dem Umfrageergebnis dem Gemeinderat
vor und wir hoffen natürlich auf ein rasches handeln der Aufsichtsbehörde.
Der Bevölkerung danken wir herzlich für ihre Unterstützung und freuen uns,
wenn alle und noch viel mehr, weiterhin am Ball bleiben und sich für ein
lebendiges Stadt-Quartier, in welchem auch unserer Wohn-Kultur, Pflege und
Rechte eingeräumt werden, einsetzen.
Nein, nein, nein, dreimal nein, sie sind es nicht! Aber wer ist es dann,
Klösterlistutz noch einmal?
Ganz einfach, es sind immer die anderen. Welche anderen?
Eben die anderen, die übrigen. Wir, die hier wohnen und leben, ein Zuhause
gefunden haben. Wir Mätteler sind es, begrifsch, wir sind es selber! Wir
lärmen herum und schiffen uns gegenseitig in die Gärten. Alles andere ist
Einbildung oder übertrieben. So einfach ist das: Kultur ist, wenn es die
anderen sind.
Je ein weinendes Auge von Rosmarie Bernasconi und Jacqueline Vuillien
blicken zurück auf vier wunderschöne, spannende, frustrierte, lachende und
kreative Matte-Zytig-Jahre.
Vier- finden wir - eine gute Zahl, um die Zytigsarbeit einem neuen Team
mit neuen Ideen und Anliegen zu übergeben. Nur wo stecken diese
aufgestellten innovativen Menschen? Bist Du oder Du es? Bitte melde Dich bei
uns, damit wir Dich/Euch in die tolle Arbeit einführen können.
Je ein lachendes Auge schaut auf den Moment und die kommende Zukunft, die
voller Geheimnisse und Pläne steckt. In dieser Zukunft hat die Matte
natürlich weiterhin ihren Platz und wir werden als "Freischaffende" meistens
helfend zur Stelle sein.
Tel. 312 34 57 Jacqueline
Tel. 311 01 08 Rosmarie
Dringend gesucht: neues Redaktions- und Inseratenteam!
Mit Wörtern der Wut kannst du dicke Bücher füllen, mit Wörtern der
Sanftmut, der Aufmunterung und des Lobes nur ein dünnes Büchlein. Der Bedarf
an Schimpfwörtern scheint unerschöpflich, und dabei richtet sich ihr
Gebrauch am Schluss immer gegen sich selber und ist so ungesund - man/frau
verkümmert an der Wut auf andere, die an allem und jedem schuld sind.
Es scheint, das Lachen ist ausgezogen, weil in den Häusern der Menschen
mit der Liebe auch die Freude gestorben ist.
Laut Medien gibt es in unserem Land bald keinen einzigen Menschen mehr,
der zufrieden ist mit dem, was er hat.
Mach doch kein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter! Geh lachend durchs
Haus und durch die Strassen! Ein herzliches, echtes Lachen - das brauchst Du
mehr denn je.