Matte-Zytig September 1994
Der Summer heizt nümme so mächtig i. D Nächt wärde scho chüeler und
lenger. I de Gärte zwüsche der Matte und der Junkere wirds ändlich rueiger
am Abe. Es pressiert, für no die letschte Feschtli vorusse z fiire.
D'Sitzplätz wärde grumet und d Terrassebrätler versorge ihres Grillzüg. I de
Beizli überleit me sech, obs rentieri, no einisch usezschtuele. Ds Liecht am
Morge und am Abe isch heller, bi üs schint d'Sunne iz am Abe bis i hinger
Egge vor Stube. Uf der Aare tribe öppe es paar Blettli, i gschpüre wie d'
Natur verschnuufet, e Pause macht bevors em Herbscht zue geit.
U de chunnt dä ganz speziell Momänt won i die erschti Chegele gseh am Bode
lige, dobe uf der Plattform. I muess se üfläse, se aaluge. So öppis schöns,
em liebschte möchtig allne eini schänke. Für mi isch das immer ds Zeiche: iz
isch dr Herbscht da, d Chegele si nache.
«D Chegele si nache» het dr Rüedu vor Gass us unge ufe grueffe. Druf abe
hets bi üs afa rumore u so ziemlich alli wo Redli oder emel Füess hei gha si
uuszoge. Go Chegele sammle.
I dene Herbschte, wo wyt ewäg schiine, em einte chli meh, em angere chli
weniger, hei mir Giele e angeri Beziehig zu Chegele gha weder hüt. Weniger
romantisch, meh praktisch. Im Tierpark hets nämlich pro Kilo gsammleti
Chegele es Zäni gä. D Reh im Tierpark fröii sich a üsne Chegele zum frässe.
U mir fröie üs a däm Zustupf zum Sackgeld. Ds Sackgeld-Barometer isch haut
immer uf 'Tief' gstande.
Ds meischte Sachgeld het einewäg mit allerlei längwilige Arbeite müesse
erchrampfet wärde: em Vater ds Outo wäsche, d Loube fäge, jäte oder anger
Ämtli, wo süsch niemer het wölle mache. Das isch e wichtigi Vorbereitig uf z
Läbe, hei d Eltere geseit. Uusbütig, hets üs gschunne. Mir hei scho gfunge
es sig Leischtig gnue, dr ganz Tag ir Schuel z hocke und ersch no vergäbis.
Drum si mir der Natur u vor allem em Tieparkdiräkter dankbar gsi, das mer
mit Chegele sammle gäbig e chli Gäld verdient hei. Dr spannedscht Momänt
isch gsi, we dr Vater us em Azeiger vorgläse het, wie u wenn u zu welem
Priis me im Dählhölzli cha go Chegele abgä.
Wenis hüt so aaluge, hets eigetlich scho denn alli mögliche
Gschäftsbeziehige gä: die einte hei sech zsämme ta und gemeisam bärgewies
Chegele gsammlet u am Schluss de teilt, dr anger het säuber Chegele
zsämmekouft u numme ghandlet. Die meischt hei, so wien ig ou, alleni
gsammlet und alleini ikassiert.
D Matte isch es schöns Quartier. Leider hets aber hie unge viel zwenig
Bäum, vorallem z wenig Chegeleböim für alli. Drum si mir zwunge gsi, us'z
zie, i frömdi Quartier uf Roubzug z ga. De hei sich de gärn es paari zsämme
ta. Allne vora dä wo gwüsst het, wos die schönschte und gröschte Böim het.
Für so ne Exkursion hets de nume no es Leiterwägeli, e Sack u es paar
richtigi Bänggle brucht um e schöni Ärnte heizbringe.
Schnäll het alles müesse ga. Eigetlich hätt me numme dörfe vom Bode
uufläse. Aber mängisch muess me der Natur echli nachehälfe. D Bänggle hets
bruucht, um se i Boum ufe z schiesse u je nach Preichi si entweder e Huufe
Chegele oder nume Bletter oben abe cho. Die Sammeltechnik isch verbote gsi,
si tüeg de Böim nid guet. Aber es isch sowieso fasch alles verbote gsi, wo
mer hei wölle mache. U das wo erloubt isch gsi, het nis nid speziell
interessiert.
Wenn öppe Strassewüscher oder e Hobbygärtner gseh het, welewäg mer abgläse
hei, het's numme eis gä: abtechle, was gisch was hesch. Ke liechti Sach mit
emene Leiterwägeli voll Chegele. Aber mir si geng die tifigere gsi. Derzue
hei mer no müesse ufpasse wie ne Häftlimacher, dass nis nid d Quartiergiele
verwütscht hei. Die heis nämlich gar nid gärn gseh, we mer ihri Böim
usplünderet hei.
De hets de sch öppe zu Strasseschlachte chönne choo, zersch mündlich und
nächhär schnäll und verruckt. Die beliebtischte Waffe si Steischleudere mit
Holzöpfel gsi, und natürlich Persilchneble. Mir tuets hür no am einte oder
angere Ort weh, weni a d Persilchneble dänke. Us ere offene Wöschchuchi hei
mir die Stünggle für d Wösch iizweiche zsämegstibizt. Persil isch uf de
Chneble gstange, si si guet ir Hang glägge u me meh chönne iiweiche als
numme dräckigi Wösch.
Aber nid immer isches so strub zu und her gange, meischtens si mer mit
üsere Waar friedlich abzottlet. D Chegele hei mir im Chäller iiglageret bis
zum Abrächnigstag. Ame settige Mittwuch Nami isch aube e ganzi Karawane iz
Dählhölzli abezoge. Denn het me müesse aaschtah; jede het gluegt, öb dr
anger meh heigi. Met het sini Chegele la wääge und isch mit em Gäld wider
dervo. A dene Tage muess dr Kiosk dört unge Rekordumsätz gmacht haa,
wahrschinlich het er im Herbscht numme für dä Tag offegha.
Aber no isches nid ganz so wit: Ei Tag bini mir der Mueter der Aara nah
gloffe, bim Marzili vore düre. Mer si amene Hüüsli verbi cho, nid wyt vor
Wänteleburg. Dernäbe isch e Chegeleboum gstande, gross und platschvoll. Der
Raase isch voll vo abegheite Chegele gsi. So mues ds Land Kanaan usgseh ha,
wie mer ir Sunntigsschuel ghört hei. Hie ligt alles parat am Bode, wiit und
breit keini Quartiergiele, ke Mönscheseel wo chönnt driirede. We numme de
Zuun nid wär.
I bi bliibe schtah, d Mueter het wölle wüsse was sig. I hare die
komplzierte Gschicht rund um d Chegele verzellt. Das mit der offene
Wöschchuchi u de Persilchneble hani usglahh, i bi ja nid blöd. I mues no
säge, mit mire Mueter het me jedi Chalberei chönne mache, we numme d
Schueluufgabe gmacht si gsi. Das isch der Vorteil wo me mit ere junge Mueter
het. U wie sechs so preicht hani a däm Tag d'Gäbsche zuefälligerwiis scho
hinger mir gha.
«Chumm, die Chegele hole mer», heit si gmeint, «wäre ja schad, hie verfule
si numme.»
U scho isch si hopp hopp über Zuun gchlätteret gsi und het mi
hingenachglüpft.
Mir sinis ällwäg scho bewusst gsi, dass das nid so stubrein isch, was mer
gmacht hei. Haus über Chopf hei mer dr Mueter iri Kommissionetäsche mit
Chegele gfüllt. Mir si scho fasch fertig gsi, de chunnt wie dr Gugugg us dr
Uhr es chlises feisses Mannli us em Hüüsli z schiesse: «Was fallt öich i,
das isch mi Garte i rüefe dr Polizei» het er gfuteret. D Mueter un ig si so
rassig zrügg übere Zuun wie mer si cho. Ds Mannli het no wyter gschumpfe und
isch im Garte umegumpet. Mir beidi, ir Sicherheit hingerem Zuun hei numme
chönne lache.
«Tüet doch nid eso, wäge dene paar Chegele» het d Mueter versuecht z
beschwichtige. Ds Mannli het nid naaglah u d Mueter verhornet: «Übehoupt
söttisch du als elteri Schwöschter dim Brüetsch nid settig dumms Züg
vormache!». Mir hei uufgä, u si dervozoge, mit sicher drü Kilo Chegele im
Sack!
Aber no hütt, mängs Jahr speter, bsinne mir üs a dä Mittwuch Namittag. We
mir üs im Tea-Room hingereme Vermicelles vis-a-vis sitze, u d Sörgeli u Nöt
verzelle, de erinnerere mir üs dra, das mer einisch so jung si gsi, das me
üs für Gschwüschteri ghalte het.
Ds Liecht am Morge und am Abe isch wisser, bi üs ir Stube hinge ma itz ou
d'Sunne häre. Uf der Aare tribe farbigi Bletter, d Natur macht e Pouse bis
zum nächscht Jahr. Und überall schmöckts nach heisse Maroni.
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Oktober und am Weihnachtsmärit im Dezember auf dem Münsterplatz.
Die
Entdeckung des Repertoires dieser Instrumentalmusik ist vor noch nicht so
langer Zeit gemacht worden, nämlich erst im Jahre 1972. Vorher ist zu dieser
Musik sehr wenig überliefert gewesen, sozusagen nichts, es gibt keine Noten
und auch keine Beschriebe. Sicher hat es auch in dieser Gegend Leute gehabt,
die ethnologische Untersuchungen gemacht haben, aber dort ist relativ wenig
über diese Tänze geschrieben worden.
Das Repertoire der Musik von Bagolino besteht aus ungefähr 15 -20
verschiedenen Tänzen. Diese Tänze werden wirklich nur in dieser Gegend
gespielt, in andern Gegenden von Norditalien gibt es mit Sicherheit kein
ähnliches Repertoire von solcher Musik und solchen Tänzen.
Ebenso sind die Namen dieser Stücke ein grosses Rätsel, man kann auch
aufgrund der Namen keine Herkunft ableiten. So ist man z.B. am Überlegen, ob
Ariosa von rosa kommen könnte, in Venedig sagt man riosa für Rose. Der
Begriff Landerina könnte von Ländler abstammen.
Die Instrumentierung ist eigentlich sehr traditionell geblieben. Das heisst,
so geblieben, wie sich die Ältesten des Dorfes im Jahre 1972 noch besinnen
konnten, nämlich Geige, Bass und Gitarre - während Mandoline später noch
dazukam und ursprünglich nicht dazugehörte. Bassgeige wird in erster Linie
gestrichen und als Rhythmusinstrument gespielt.
Schauen wir den Tanzschritt der Tänzer von Bagolino an, so ist auch da kein
Zusammenhang zu finden mit den andern italienischen Tänzen von Norditalien.
Laut Beschreibungen scheint dieser Tanzschritt viel älter zu sein als die
andern Tänze, die früher und heute noch in der Gegend getanzt werden.
Die Art und Weise, wie die Geige gespielt wird, lässt auch nicht speziell
auf die Herkunft dieser Stücke schliessen. Man kann sagen, dass die E- und
A-Saiten immer gespielt werden, D-Saite ab und zu und die Vierte-, die
G-Saite nie.
Ebenso kann man aus der Musik von Bagolino keine Ableitungen von älteren
Instrumenten machen, z.B. von Dudelsack, derja sehr viel in der Alpengegend
von Brescia gespielt worden ist.
Alle Tänze, mit Ausnahme vom ersten Teil von Pas in amur haben einen
ähnlichen Rhythmus, nämlich normalerweise 12/8 oder 6/8 im Bussulu.
Die meisten Stücke werden in Dur-Tonarten gespielt mit Ausnahme von Bussulu,
dort geht es in Moll und ebenso Mascherina hat einen Mollteil. Von grösster
Bedeutung für die Fasnacht von Bagolino ist die Tatsache, dass eine Gruppe
von Musiker diese speziellen Tänze spielt, und die von Tänzern in ihren
Kostümen begleitet werden. Diese Art von Fasnacht, von Musik und von Tänzen
ist etwas absolut einzigartiges. Eine Besonderheit ist auch, dass die
Musiker und Tänzer sich einen Monat vor der Fasnacht treffen und ihr
Repertoire spielen, das einzig und allein für die Fasnacht gedacht ist.
Dieses Repertoire wird das ganze Jahr sonst nie gespielt. Die entsprechenden
Musiker spielen gelegentlich an Hochzeiten aber dort spielen sie im
allgemeinen Walzer, Marsch, Ländler usw. Das Repertoire mit diesen
Bagolinotänzen wird nur am letzten Montag und Dienstag der Fasnacht
gespielt.
Die Musiker sind zusammengesetzt aus 2 Geigen, 2 Gitarren und 1 Kontrabass,
hin und wieder 1 Mandoline.
Einzige Ähnlichkeit wurde in der Kleidung der Tänzer gefunden. Man hat
festgestellt, dass eine ähnliche Kleidung von Tänzern im französischen
Baskenland beschrieben worden ist.
Es gibt eine Interpretation von einem Ethnologen, Giuliano Fusi, der sagt,
dass in diesem Carnevale di Bagolino unter den Masken die Bergbevölkerung,
die sehr unterdrückt wurde von der Obrigkeit und von den Gutsherren, sich an
der Fasnacht Luft machten, indem sie in Methaphern gegen die Obrigkeit
ausgedrückten. Die Bedeutung davon ist auch, diesen Herren, dieser Obrigkeit
zu zeigen, dass auch die armen Leute einen gewissen Reichtum haben, und
dieser wird auf den Hüten der Tänzer gezeigt.
Andere Interpretationen deuten eher auf das Erotische, auf das Sexuelle hin.
Von diesen Tänzen, von denen es teilweise Texte gibt, wären die Texte eher
auf diese Interpretation zu schliessen.
Die Texte und Auszüge stammen vom Buch Mondo popolare in Lombardia,
Brescia e il suo territorio, Text von Italo Sardi und Roberto Leidi ,
Christina Pederia.
Und jetzt noch aus dem Buch I Giorni del carnavale von Sergio Re.
Nach ihm muss die Fasnacht Wurzeln haben, die älter sind als 1515 d.h. älter
als die Schriften vom Gemeinderat von Bagolino selber. Möglicherweise kommt
der Name Bagolino vom römischen Dörfchen = Pagus. Die könnte ein Zeichen
einer vorrömischen Siedlung sein.
Zur Geschichte von Bagolino weiss man aus Schriften aus dem 17. Jahrhundert,
dass Bagolino selber, weil es ein Bergdorf war, immer sehr schmal durch
musste und immer sehr viel Armut kannte. Eine Welt von Älplern und Förstern,
(Masken) die sich immer von der Umwelt abgeschlossen hat und autark war.
Zur Musik von Bagolino und zu den Tänzen schreibt Sergio Re, dass die
Herkunft dieser Musik mit grosser Wahrscheinlichkeit von der andern Seite
der Alpen kommt, nämlich von den nördlichen Ländern. Aber es ist nicht
bewiesen. Auch die Art und Weise wie die Geige gespielt wird, lässt auf
Länder nördlich der Alpen schliessen.
Weil Bagolino zu einer bestimmten Zeit zu Trento und nicht zu Breschia
gehört hat, ist die Hypothese naheliegend, dass gelegentlich Musiker aus dem
Tirol in Bagolino vorbeikamen. Das würde natürlich die Einzigartigkeit von
diesem Repertoire erklären. Bagolino hätte demzufolge ein Repertoire geerbt,
das nicht aus der Gegend stammt.
Trutzig stolz blickt das Berner Münster auf die Matte herab.
Trotzig stolz blicken die Mätteler auf das Münster hinauf.
Wir sind Freunde. Wenn ein Freund in Gefahr ist, steht man/frau ihm bei,
das lernt man/frau von Kindesbeinen an. Das Berner Münster braucht Hilfe von
uns. Sonst wird in ferner Zukunft kein stolzer Freund, sondern ein
verlottertes Wrack unser Nachbar sein. Damit das Münster den kommenden
Generationen erhalten bleibt muss der stetige Unterhalt gewährleistet sein.
Helfen auch Sie mit. Die Berner Münster Broschüre liegt der Zeitung bei.
Liebe MATTE-Zeitung
Ich schreibe sonst eigentlich keine Leserbriefe, aber was zur Zeit in der
Matte geschieht muss einmal gesagt werden!
Unser schönes Altstadtquartier verkommt leider immer mehr zu einer
Festhütte nach Zürcher Vorbild. Kaum ist der Verkehr einigermassen beruhigt,
kaum ist die Tanzdiele geschlossen, nisten sich unzählige Nachtclubs in der
Mühle ein. Mit Schliessungszeiten spät nach Mitternacht bewirken sie, dass
in der Nacht mehr Leute in die Matte kommen als am Tag. Lautes Gegröhle
verhindern die Nachtruhe der arbeitenden Bevölkerung. Versudelte Lauben und
Abfallberge sind unerfreulich, die wenigen Gärten werden als Pissoir
gebraucht.
Fehlt nicht viel und wir haben auch noch die Drögeler bei uns unten, wie
es am Letten in Zürich ist, hören wir ja täglich!
Und was tut eigentlich der MATTE-Leist? Man hört nicht viel von ihm zu
diesem Thema, aber es muss doch auch Leute in der Matte geben, die früh ins
Bett gehen und früh aufstehen müssen, oder bin ich der einzige?
Ich habe Ihren Leserbrief von "Peter dem Schrecklichen" gelesen und kann
nur sagen: Oh Schreck!
Was dieser senile Spiesser gegen das fröhliche und doch eigentlich
ziemlich displizinierte Nachtleben in der Matte schreibt, entspringt einzig
und allein dem Neid. Wahrscheinlich muss dieser P.D.S. aus 3011 jeden Abend
nach dem Nachtessen ins Bett, wie etwa ein noch nicht schulpflichtiges Kind.
Er soll doch nach Hinterfultigen umziehen, da hat er dann seine
vielgepriesene Nachtruhe. In der Matte geht es nicht lauter zu und her in
der Nacht, als sonstwo auf der Aarehalbinsel. Ich jedenfalls bin froh, dass
bei uns drunten endlich auch etwas los ist und man des nachts nicht
mutterseelenallein herumwandeln muss. Man weiss ja längst: Stille, tote
Quartiere sind nach elf Uhr nachts gefährlich. Besonders für eine
attraktive, mittelalterliche Frau wie ich es bin. Darum: Matte-Clubs, macht
nur weiter so!
Dieser Sommer war heiss und schön wie schon lange nicht mehr. Kein
Wunder, dass es den einen oder anderen Mätteler ins Wasser trieb. Wozu
ins Marzili pilgern, wenn man die Aare vor der Türe hat? fragte sich das
Wasserwesen Martin.
Und so wird die Matte wahrscheinlich schon bald ein begehrtes
Reiseziel - für Badeferien.
4-5-6-11-12-13-14-15-18-19-20-25-26-27-28
Nein liebe Mättelerin, lieber Mätteler, das ist nicht der neue Tototip der
Matte-Zytig. Es ist auch nicht die Telefonnummer vom Präsidenten des
MATTE-Leistes und siner Frou. Auch die Masse der Miss Matte sind es nicht.
Dennoch versprechen diese Zahlen eine gute Zeit. Es sind die persönlichen
Glückszahlen für viele Mattebewohnerinnen und Bewohner. Nein, nein, nicht
vom nächsten Pontonier-Lotto. Es ist auch kein neuer Wettbewerb vom Leist.
Es sind Tage im September, die Ruhe verheissen und Stille. Nein, leider
sind es keine verkehrsfreien Tage in der Matte. Es sind diejenigen Tage im
September, an denen im Wasserwerk nichts los ist. Ja, richtig, an diesen
Abenden können viele Mättelerinnen und Mätteler damit rechnen, eine Nacht
lang ungestört zu schlafen. Am anderen Morgen können wir uns auf eine
saubere Laube freuen und auf Häuserfronten und Gartenzäune, die nicht
verbrünzelt sind. Schnaps-, Bier-, Wein- und Wasserwerk wir danken dir für
das schöne Geschenk!
Die Verkehrsprobleme in der Matte sind Ruth nicht gleichgültig. Von ihr aus könnte man die Matte verkehrsfrei machen. Sie ärgere sich sowieso über den Durchgangsverkehr, vor allem um die Mittagszeit oder am Abend. Manchmal begreife sie nicht, dass die Polizei lieber Parkbussen verteile, als sich mehr Zeit dazu zu nehmen, den Durchgangsverkehr zu kontrollieren. Wenn sie die Entwicklung der Matte in den letzten 13 Jahren anschaue, sagt sie, mache es ihr richtig Angst. Viele alte MättelerInnen verschwinden. Billiger Wohnraum in der Matte weicht teuren Luxuswohnungen. Echte Mattenoriginale wie die Frau, die regelmässig alle zwei Wochen ihren Zopf neu frisiert haben wollte, verschwinden. Sie bedauert, dass die Matte immer mehr zu einem Vergnügungsviertel wird.
Ruth braucht viel Freiheit und Unabhängigkeit, deshalb wohnt sie nicht in
der Matte. Die Matte sei ihr zu eng und habe fast schon wieder zu viel
Dorfcharakter. Sie brauche ihre Ruhe am Abend und möchte abschalten können.
Wenn sie im Quartier wohnen würde, wäre es für sie noch schwieriger sich
abzugrenzen. Das Mattequartier als Arbeitsort sei für sie sehr schön.
Manchmal trifft man Ruth vor der Arbeit bei Sonnenschein im Fischerstübli im
Gärtli oder nach Feierabend mit Doris im Restaurant Zähringer. Eine gute
Beziehung zu Doris ist ihr wichtig um gemeinsam arbeiten zu können.
Wenn ich an Ruth denke, stelle ich mir eine mächtige und starke Frau vor.
Eine Frau die weiss, was sie will und die mit beiden Beinen im Leben steht.
Weiss was das Leben zu bieten hat, und was sie vom Leben erwarten kann. Ruth
Y. Meyer entspricht äusserlich gar nicht diesem Bild. Wenn ich Ruth ansehe,
macht sie mir den Eindruck einer zerbrechlichen, verletzlichen und gspürigen
Frau. Je länger ich mit Ruth spreche, kommt die kräftige Ruth zum Vorschein.
Die Ruth, die ich mir eben unter dem Namen Ruth tatsächlich vorstelle die
Powerfrau Ruth. Manchmal eine Rebellin, eine Frau, die sich nicht in Normen
pressen lässt. Eine Individualisitin!
Ruth arbeitet seit 13 Jahren in der Matte. Am 13. August 1994 feierte sie
mit ihrer Geschäftspartnerin Doris Stucky das 13 jährige bestehen "Coiffure
Schifflaube" an der Schifflaube 26. Sie hat im Moment nicht im Sinn, sich
beruflich zu verändern, also heisst es für uns, dass wir Ruth weiterhin in
der Matte antreffen werden. Bereits mit 23 Jahren wurde sie Mitinhaberin und
baute mit Doris zusammen dieses Geschäft auf, welches sie von Gilbert
gemeinsam übernahmen. Am Anfang spürte sie Misstrauen aus der Bevölkerung so
ungefähr wie "was wollen die zwei Frauen hier in der Matte?" Das Mattenvolk
sei eben schon speziell, am Anfang hatten sie es gar nicht so einfach
angenommen zu werden. Im Laufe der Zeit kamen aber immer mehr "Mattegrindä"
zum Haareschneiden oder zu einem kurzen Schwatz. Manchmal kamen auch
MättelerInnen schnell zu einem Kaffee, weil es in ihren Wohungen einfach zu
kalt war. Sie sagt nicht ohne Stolz, dass sie und Doris trotz des
Lädelisterben es geschafft haben mit ihrem Coiffuresalon in der Matte zu
überleben und immer noch genug Arbeit hätten. Ohne Voranmeldung geht
normalerweise nichts, ausser man ist hartnäckig genug wie der alte Herr, der
in der Matte aufgewachsen ist. Dieser alte Herr wollte seine Frau mit einer
neuen Frisur überraschen. Leider sagt Ruth, hatte ich wirklich keine Zeit
mehr. Am andern Morgen stand er wieder vor der Tür und statt in Ruhe Kaffee
trinken zu können, verpasste sie ihm, der in der Matte aufgewachsen ist, wie
er nochmals betonte, einen neuen Haarschnitt.
Ruth arbeitet im Coiffuresalon mit den grossen Fenstern, wo alle jederzeit
hereinschauen können! Eher ungewöhnlich, da wir uns in der heutigen Zeit
immer mehr wieder hinter Mauern und Gitter zurückziehen. Niemand darf sehen,
wie gut wir arbeiten oder eben nicht! Alte Sessel und viele Pflanzen
verzieren das Geschäft. Wenig Luxus und Chichi, so lebt auch die private
Ruth Y. Meyer. Sie arbeitet drei Tage in der Woche und sagt dabei, dass sie
nicht mehr brauche zum Leben. Sie nimmt sich ein bescheidenes Gehalt aus
diesem Geschäft, damit sie genug zu einem einfachen Leben hat. Sie braucht
kein Zweit-Auto, und ein Erst-Auto hat sie sowieso nicht! Sie kommt mit dem
Velo oder mit den öffentlichen Vermitteln ins Geschäft. Ruth setzt sich
immer wieder mit ihrem Beruf auseinander. Hören wir Ruth zu, wie sie sich
über Haare Gedanken macht: Haare sind nicht einfach Haare. Kulturhistorisch
gibt es viele Sagen, Märchen, Bilder über Haare.
Haare haben immer zur Geschichte der Menschheit gehört. "Viele Geschichten
werden heute noch an den Haaren herbeigezogen!" Nicht jeder hat Freude am
Haar in der Suppe!
Wir pflegen, formen, verzieren die Haare, seit der Entwicklung ältester
Kulturen. Eine Frisurenstilkunde, in welcher wir eine zeitbedingte Lebensart
entnehmen können, ist mit einer Zeitepoche wie z.B. in der Malerei, Musik,
Dichtung und Baukunst zu vergleichen. Schon im mittleren Reich der alten
Ägypten, bei den Frisuren von Prinzessin Kavit oder Ramoses spielten Haare
eine wichtige Rolle. Im griechischen Sagenkreis gab es Haaropfer für die
Götter. Alle kennen wir die goldenen Haare der Loreley, wie Rapunzel ihre
Haare einsetzt. Auch kennen wir die Engelshaare, Hexenhaare,
Glatzendämmerung, Barthaare, Zopfabschneider, Simson, Liebes- und
Haarzauber. Und was mit dem ungehorsamen Struwelpeter geschehen ist, wissen
wir auch!
Politisch gesehen wurde im 19. Jahrhundert Haare schneiden oft
gleichgesetzt mit sozialer Kontrolle. Deshalb hatten Revolutionäre meist
lange Haare. Ist es doch heute noch so, dass Langhaarige in der Gesellschaft
auffallen und als Revoluzzer bezeichnet werden! Die Schere wurde zum Symbol
der Zensur für die Jugend. Allgemeine, angepasste kurz geschnittene Frisuren
waren Mode und passen auch heute noch in unsere Gesellschaftsformen!
politisch möchte sie nicht mehr sagen, als dass sie politische
Haarspaltereien zum Haarausreissen und haarsträubend finde.
Für sie persönlich sind Haare immer wieder eine schöne und spannende
Materie. Sie kann pflegen, formen, schneiden, verzieren und es ist ihr
wichtig, mit Haar und Haut in Berührung zu kommen! Die Haare der Menschen
haben ihre eigene Sprache. Haare gehören zu unserer ersten Haut (Kleider
sind die zweite Haut, Wohnraum und Möbel die dritte!).
Die Arbeit als Haarschneiderin macht ihr Spass. Ruth ist nicht nur einfach
Coiffeuse. Sie ist Seelsorgerin, Zuhörerin und sie betont, dass eine
Coiffeuse, genauso wie eine Kioskfrau oder Servierfrau vielmehr eine soziale
Aufgabe habe als manch anderer Beruf. Leider wird dies in unserer
Gesellschaft noch viel zuwenig geschätzt. Für Ruth ist es wichtig, dass sich
ihre KundInnen entspannen können. Wenn Sie sich wohl fühlen kann eine
Beziehung entstehen. Sie erzählen ihre Geschichten und Ruth hört zu. Bei
StammkundInnen erzählt sie, "Hier kann ich meine Gedanken zum und vom Leben
einbringen". Sie schneidet Haare - nicht zu wenig und nicht zuviel, so dass
der Kunde nicht unbedingt die Frisur nach der neusten Mode hat, sondern die
Frisur welche der momentanen Verfassung des Kunden entspricht. Gehen wir
noch ein bisschen zur privaten Ruth.
Was macht Ruth in ihrer Freizeit, will ich wissen. Sie gehe gerne in den
Wald, am liebsten querfeldein oder streife mit dem Velo durch die Natur. Ein
regelmässiger Saunabesuch sei ihr ebenso wichtig wie ein gutes Essen mit
FreundInnen. Sie braucht den Austausch und die Beziehungen nicht nur im
Geschäft. Und wenn sie genügend Freiraum hat, malt sie! Form und Farben sind
ihr wichtig. Sie könne in ihren Bildern mit Farben spielen, sich verlieren,
Neues entdecken. Genauso wie in ihrem Leben, sucht sie beim Malen die
Pastelltöne, auch dunkle und bunte Farben. Für Ruth gibt es eben nicht nur
schwarz und weiss! Manchmal malt sie die ganze Nacht, wenn sie etwas zu
verarbeiten hat. Sie interessiert sich für vieles im Leben und setzt sich
auch mit vielem auseinander. Malen sei für sie deshalb ein Ventil, um all
ihre inneren Bilder umsetzten zu können. Farben bedeuten für sie Energie und
Leben. Sie kommt ins Schwärmen wenn sie mir ihre Bilder zeigt.
"Siehst du meine Geschichten in diesen Bildern?" fragt sie mich. Natürlich
sehe ich die Gesichter, die Formen, die Farben. Die Vielfalt und Buntheit.
Manchmal sehe ich Licht und Dunkelheit in ihren Bildern. Tränen, Freude,
Wut, all ihre Gefühle kommen zum Ausdruck. Ruth möchte einmal ihre Bilder
ausstellen. Wo, das weiss sie noch nicht genau, vielleicht in der Matte. Wer
weiss? Wir von der Matte-Zytig werden Sie rechtzeitig darüber informieren.
Als ich sie frage: "was würdest Du auf die berühmte Insel mitnehmen?" sagt
sie ganz spontan "nur d Ruth!" Dann also viel Spass und merci vielmal für
das "hölleguetä" Gspräch!
Die Waage ist ein schöngeistiger Mensch, der mit offenen
Augen und wachen Sinnen durchs Leben träumt. Wenn es möglich ist, laden Sie
die Waage zu einem "tête-à-tête-Dîner" ein und nehmen Sie sich viel Zeit zur
Vorbereitung! Eine Kerze hier, ein paar Blumen dort und ein wunderschön
gedeckter Tisch - die Waage wird es Ihnen verdanken. Aufmerksam und charmant
bemerkt sie die kleinen Mühen und Sie werden eingehüllt in Wärme und erleben
ein Feuerwerk von echt gemeinten Komplimenten.
Ein Gourmet-Menu ist gerade gut genug, begleitet von
erlesenen Weinen. Mit viel Liebe vorbereitete kleine Plättchen erfreuen den
Waage-Gaumen und kreativ ausgerichtet das Waage-Auge.
Ein üppiges Menu für eine Waage könnte z. B. wie folgt
aussehen:
Schlemmer-Menu für die Waage
Ausgiebig nicht war?! Wichtig sind vorallem die kleinen
Portionen und die Liebe, mit der das Essen vorbereitet wird. Wählen Sie
einen Menugang, der auch Ihnen selber Freude bereitet, dann kann nichts
schief gehen.
Lachs-Tatare mit Olivenöl
Die Zutaten mischen. Im Kühlschrank 30 Min. anziehen lassen.
Meersalz und Pfeffer im Zitronensaft verrühren, bis das Salz gut aufgelöst ist. Olivenöl beimischen.
Den Salm von Hand in feine Streifen, dann in Würfel schneiden und mit dem grossen Messer fein hacken. Mit zwei Drittel der Olivenölsauce mischen.
Die Salatblätter mit der restlichen Salatsauce bepinseln. Auf Teller auslegen, den Salm zu kleinen Tatares formen und auf das Salatblatt legen.
Mit je einer Cherrytomate und dem Estragon garnieren. Die
Estragonsauce mit heissem Kaffeelöffel ausstechen, dazu anrichten.
Tip: Für die Estragonsauce pasteurisierten Rahm
verwenden, sonst wird die Sauce nicht fest!
Kürbisschaumsuppe mit Pouletleber
Alle Zutaten ausser dem Kürbis im Butter andünsten. Das Kürbisfleisch dazugeben und 15 Min. mitdünsten.
Flüssigkeit dazugiessen und auf kleinem Feuer 1 1/2 Stunden kochen.
Suppe mit dem Mixer fein pürieren. Mit dem Salz und wenig frisch geriebenem Muskat würzen. Aufkochen, den geschlagen Rahm beigeben und unter kräftigem Rühren wieder aufkochen.
Schalotten in heisser Butter andünsten. Die Leber beigeben,
anbraten und mit Madeira übergiessen. Die Leberchen würzen und rosa braten.
Die Kürbissuppe in tiefe Teller füllen und die heissen
Leberli hineinlegen. Mit einem Kerbelzweig und einem Tupf geschlagenem Rahm
garnieren.
Lachsfilet auf Basilikum
Den Basilikum mit dem Zitronensaft, Zucker, Senf, Salz und Pfeffer pürieren.
Über dem Dampf garziehen lassen. Den Fisch halbieren und auf
der Basilikumcrème anrichten.
Grapefruitsorbet mit Campari
Nein keine Angst, das muss man nicht selber machen. Migros
machts möglich! Ein Sorbet zwischendurch hilft verteilen.
Grapefruitsorbet mit etwas Campari übergossen sieht farbig
sehr schön aus. Garnieren Sie das Sorbetkügelchen noch mit einem
Münzenblatt, das passt geschmacklich gut dazu.
Ob der Tomatensalat wirklich nötig ist und welches Fleisch
mit welcher Sauce Sie wählen, sei Ihnen überlassen. Ob zur Krönung noch ein
Tiramisu (Rezept im Sommerheft Nr. 2) Platz hat, weiss ich nicht. Ich weiss
aber, dass Waagen sehr süss sind und Dessertbuffets lieben!
Ich wünsche Ihnen viel Liebe
Vuillien
Vor einigen Tagen klebte am Brunnen auf dem Mühlenplatz ein kleiner Zettel
von einem Postenlauf durch das Mattedorf. Darauf stand die Frage
geschrieben: "Welche Sprache wird in der Matte gesprochen?"
Wir wissen es: das Mattenenglisch!
Der Lehrgang 1 für Mattenenglisch (ME) in der letzten Ausgabe der Matte
Zytig hat einige gute Reaktionen ausgelöst. Allgemein findet man, dass es
schwierig ist, ME zu lesen. Durch Zuhören ist es viel leichter, den Inhalt
zu verstehen. Beim Schreiben ist auch die Betonung der Silben nicht
ersichtlich. Res Margot wäre bereit, mit Hilfe von andern ME-Kundigen, bei
grösserem Interesse, ein Demobändli herzustellen.
Der Mattenenglischclub machte aufmerksam, dass das Wort ja /ije besser mit
ieu, jem, jess /ieuhe,ieue übersetzt werde. Weitere kleinere Fehler
rutschten durch das Schriftsetzen in die Zeitung.
Im Weitern haben etliche Auswärtige wie auch eine grosse Tageszeitung
Interesse am ME angemeldet.
Was könnte man tun, damit das ME wieder mehr gesprochen wird?
Wer weiss, vielleicht kann man das eine oder andere verwirklichen? Sicher haben Anwohner weitere Ideen, um unsere originelle Sprache zu pflegen. Wär weiss / irwe isswe?
De Lüt ids Muu gleit!!! Ide Itle idse Ime iitgle!!!
Mätteler erläbe, erfeschte u gniesse z Nydeggbrüggefescht. Ittelerme
ireibele, ireischtefe u iessegne z Ideggneiggebreischtfe.
(Über ds Nydeggbrüggefescht im allgemeine heit dir die aktuelli Tagespress
chönne läse). (Ibere ds Ideggneiggebreischtfe ime illeigeiineme iithe irde
iede iktuellie Igesteisspre inneche isele).
Öb ächt dä Nachschueb Bier längt für di nächschti Schtund? (Jüre, dr
zuekünftig nöj Kassier). Ibe ichte ide Ichneiebsche Ierbe ingtle irfe
ide ichschtine Indschte? (Ireje, dr iezeinftigke ijene Issierke).
Hap-schnapp zum Zuebiisse guet (Markus). Iphe-ippschne imze
Iezeissebe ietge (Irkusme).
Dr Zach cha lache wiu Kasse stimmt! Dr Ichze iche ichele iuwe Isseke
immtste!
Housi, wo isch dis Örgeli? Iusihe, iwe ische isde irgelie?
Eh, lueg ou da, äs het no angeri Lüt näb de Mätteler da! (Rene u Marianne
Stirnemann). Ihe, iegle iue ide, ise ithe ine ingerie Itle ibne ide
Ittelerme ide! (Inere u Irianneme Irnesteinnme).
Spiegu, Spiegu a dr Wand, wär isch dr Schönschti im ganze Land? (Kees) (Amerkig Redaktion: Ig finge är isch dr Liebschti u Heissischti!). Ieguspe, Ieguspe a dr Indwe, irwe ische dr Inschtische ime inzege Indle? (Iske) (Imerkige Idaktionre: Ige ingefe ire ische dr Iebschtile u Iissischtihe!).
Willst du mehr über Astrologie und deren Symbolsprache erfahren? Willst du
dich besser kennen lernen? In diesem AnfängerInnenkurs brauchst du keine
Vorkenntnisse. Wir werden nicht nur theoretisieren. Wir arbeiten mit dem
eigenen Horoskop. Astrologie erleben und erfahren!
jeweils Dienstagnachmittag: Zeit: 14.00 - 16.15
11.10./18.10./25. Oktober 1994
1.11./8.11./15.11./22.11./29. November 1994
Kurskosten Fr. 300.-
jeweils Montagabend: Zeit 19.45 - 22.00
7.11./14.11./21.11./ 28. November 1994
5.12. + 12. Dezember 1994
Kurskosten Fr. 240.-
Alle Kurse finden an der Schifflaube 26, statt.
Weitere Infos Rosmarie Bernasconi, Tel. 311 01 08
Weitere Kurse auf Anfrage.
Weihergasse 7, 3005 Bern
helle, repräsentative Büroräume
aufgeteilt: ca: 25 m2/ 49 m2/ 12 m2
mit Archivraum und Kochnische und Toilette
geeignet für Architektur, Grafik, Kurslokal
Mietpreis mtl. 2800.-- inkl. Nebenkosten, Parkplatzmiete möglich.
Auskunft: Ruth Gygax 791 16 24 abends
Die Rubrik Glücks-Egge: Die Rubrik, in welcher Sie etwas zum Kaufen, Tauschen oder Verschenken anbieten können. Vielleicht hat jemand Geburtstag dem Sie gratulieren möchten. Vielleicht hat jemand eine Prüfung bestanden. Vielleicht heiratet jemand. Vielleicht hat jefrau ein Kind erhalten! Sie haben viele Möglichkeiten ihre ganz persönliche Nachricht über die Matte-Zytig mitzuteilen. Schreiben Sie uns und wir drucken für Sie! Richten Sie Ihren Zeilen an: Matte-Leist, z.Hd.. Matte-Zytig, Postfach 79, 3000 Bern 13.
Erinnern Sie sich noch, liebe Leserin, lieber Leser, an unser Porträt von Leni Hersberger in der Matte-Zytig vom März 1993? Die am 30. April 1911 in unserem Quartier geborene Witwe ist am 31. Juli dieses Jahres zu ihrem langjährigen Ehepartner Heinrich in die Ewigkeit zurückgekehrt. Am 5. August fand in der Nydeggkirche die Trauerfeier statt. Pfarrer Matthias Suter tröstete die Söhne, Grosskinder, den Bruder und viele Freunde der Verstorbenen mit dem Andenken an Lenis Freundlichkeit, Bescheidenheit und Tapferkeit. Mit ihr ist eine echte Mättelerin mehr verschwunden, eine Persönlichkeit, die ringsum auf grosse Gegenliebe traf. Wir wünschen Leni die verdiente grosse Ruhe und ein Wiedersehen mit ihrem geliebten Ehemann.
Stop - halt - Stop - halt - nicht weiterblättern!
Nein wir haben uns nicht in der Ausgabe geirrt. Aber als "weitsichtiger
und organisationstalentierter" Vorstand diskutieren wir schon seit langem
unsere Dezember-Weihnachtsaktivitäten. Wir möchten einen Dezember der
Begegnung, der Lust statt Frust gestalten und brauchen natürlich Sie, Sie
und Sie alle liebe MättelerInnen dazu.
Weihnachtsidee Nr. 1:
Weihnachts-Verkaufs-Ausstellung mit HobbykünstlerInnen aus der Matte.
Die Matte beherbergt nicht nur talentierte MusikerInnen, sondern auch
viele kreative, ideenreiche Menschen. Also wer hobbymässig malt, töpfert
oder sonstiges Kunsthandwerk herstellt und Lust zur Begegnung und einer
Ausstellung hat, soll sich bei Georgette Bätscher Tel. 311 05 68 melden. Die
Ausstellung findet vom 29. November bis 6. Dezember im Bärchtoldshaus statt.
Ou du machsch mit am Wiehnachtsamatörmattemärit (WAMM) (Georgette
Bätscher). Iue ide ichschme itme ime Iehweichtsneimaeirteittemeiritme (WAMM)
(Irschetsche Itscherbe).
Weihnachtsidee Nr. 2:
Lebendiger Fenster-Advents-Kalender
Wir suchen 24 Fenster und/oder Häuser, die als
Adventskalender-Fenstertörli die Matte weihnächtlich mitgestalten und
Begegnungen möglich machen.
Grundidee: Ein Fenster oder Haus wird weihnächtlich oder einfach kreativ
verziert, bemalt, mit der Einbeziehung des Tagesdatums. Am jeweiligen Tag
wird das Fenster ab ungefähr 17.00 beleuchtet und dies dann bis zum 24.
Dezember jeden Abend.
Wir fantasieren noch von Begegnungen usw. aber wir schlagen ein Treffen
mit Interessierten vor, damit alles genau besprochen werden kann.
Kontaktpersonen ab 17. Oktober erreichbar:
Jacqueline Vuillien Matte-Leist, Postfach 29, 3000 Bern 13
oder Paul von Kaenel, Schifflaube 40, Tel. 318 09 11
In der Weihnachtsausgabe werden Sie genaustens über die
Weihnachtsaktivitäten in der Matte informiert. Wir freuen uns nach dem
heissen Sommer auf einen warmen Dezember!
Für mich und dich brauchst du nicht perfekt zu sein.
Hab dich und die Menschen gern, so wie du und sie sind. Andere gibt es
nämlich nicht.
Gehen auch Sie stimmen!
Diese Rubrik beleuchtet das aktuelle Kulturgeschehen und den
Galeriebetrieb in der Matte. In der Matte geschieht sehr viel an Kultur nur
leider vergessen die Kulturtäter, KünstlerInnen und LebenskünstlerInnen der
Matte mir die kreativen News mitzuteilen. Schade!
Galeriekalender
c/o Suti Galerie, Gerberngasse 15, 3011 Bern
Giro Annen Zeichnungen
Ausstellung: 8. September bis 2. Oktober
Stadtmühle Galerie, Mühlenplatz 15, 3011 Bern
Rosmarie Thurneysen Malerei
Elsbeth Röthlisberger Skulptur
Ausstellung 2. September bis 15. Oktober
Galerie Nydegg, Mattenenge 7, 3011 Bern
Roberto Bort Maler
Ausstellung 14. September bis 2. Oktober
Bitte Infos an Rosmarie Bernasconi, Postfach 263, 3011 Bern.
Mit offenen Augen durch die Welt spazieren.
Die Zeit vergessen.
Mit Blick und Seele den treibenden Wolken folgen-
Sie gleiten so ruhig und gelassen.
Der Atem wird tief.
Die Zeit vergessen.
Farbige Blätter tanzen im Wind-
atemberaubend spannend und viel zu schnell vorbei.
Die Zeit vergessen.
Wilde Herbststürme fegen in die hintersten Ecken-
es riecht nach Abenteuer.
Wirf dein Herz ins Spiel der Lüfte.
Zeit hat nur, wer sich erlaubt, sie zu vergessen.