Matte-Zytig Juni 1994
Ausgabe Juni 1994
Es isch z Bärn sit jehär bekannt, dass d Matteching gueti Schwümmer sy. A
de Schwümmexame vo de Schuele hei si geng erschti Pryse gwunne. Si sy haut
scho vo chly uf mit em Wasser verbunde, u mänge Mattegieu git schpäter e
guete Pönteler.
Aus chlyni Grögle sy mir aube i Chrotteweyer, oder i di "Akademischi
Badanschtaut", wi si fürnähm gheisse het, ga schwadere. Di meischte Mätteler
hei dert ihri erschte Schwümmversüech gwagt. Das Bedli het d Frou Löiebärger
mit ihrer Tochter gfüert. D Mueter het ds Lädeli ghüetet, wo me für nes Füfi
e grosse Bitz Brot, es Zuckerchirschi, oder Limenadepulver het chönne
chouffe. Drum het me däm Bedli o "Füfibad" gseit. D Tochter het es wachsams
Oug gha uf ds Weyerli, het si doch hie u da Eis müesse usezie wo z vieu
Wasser gschlückt het.
I ha mänge heisse Summer-Nahmittag i däm "Bassäng" verbrunge. Meischtens
mit eme Grüppli Ching us der Matte. Z hingerscht im Weyerli hets es
Schprungbrätt gha, wo mir unermüedlech abegumpet sy, bis mer zwätschgeblaui
Lippe hei gha u vor luter schnadele schier nümme hei chönne rede.
Wo mer aber scho guet hei chönne schwümme sy mer aube zur hingere Tür,
gäge d Marzilibrügg use gschliche, für vo dert e Bitz wyt d Aare dürab z
züügle.
Das het d Badmeischtere aber ja nid dörfe gseh, süsch hets e ghöregi
Schtrublete gä, u me het sofort müesse ds Bedli verla. Aber grad das het üs
greizt es paar Meter i üser liebe Aare, bis zum Mätteli, wo hüt der
"Natur-Gott Pan" sys Dänkmal het, z dürab z gondele. Dert het me sech are
Schtange chönne häbe u sech ufezie.So sy mer wider einisch amene schuelfreie
Namitag üsem Bedli zue gschtüüret, wo mi Fründin meint, mir bruchti doch gar
nid i ds Weyerli yne z ga. D Badgostüm heige mer ja scho anne, mir chönnti d
Röck i de Schtrücher verschtecke u grad hie i ds Wasser schtyge. U de
bruchti mer ersch no kei Angscht z ha vo der giftige Badmeischtere. Klar bi
ni mit däm Vorschlag yverschtande gsi, u grad z erscht i ds chüele Nass
gumpet. Gmüetlech ha ni mi vo de Wäue rügglige la z dürab schoukle, bis zum
Mätteli, wo ni mi gchert ha, für mi ar Schtange ufe z zie, da gseh ni e
grossi, feissi Ratte uf em Schtägli hocke, mit eme länge Schwanz, wo im
Wasser plampet het. Zwüsche de Taupe het si öppis vertromet u sech nid la
schtöre. Jesses, bi ni erchlüpft! Ds Bluet isch mer e Momänt us em Chopf u i
ha gschpürt wi mi d Chraft wott verla. "Aber nei, wäge däm Vich wott i doch
nid verzäpfle!" Chunnts mer z Sinn, Löiebärgers Käthi cha mi ja hie nid
rette! So bi ni tapfer zum nächschte Schtägli wyter gschwumme u dert
glücklech zueche cho. Mys Gschpändli isch ganz tuch im Mätteli gschtange, u
mir hei beschlosse, lieber nümme hie i der Aare, wo Ratte deheime sy, ga z
baye.
Bereits im vergangenen Sommer legten wir den Termin für unser MATTE -
FESCHT (Open Air) fest - für rechtzeitige Vertrags-Abschlüsse - und zwar
für Samstag, 3. September 1994 -.
Ende Jahr kam dann die Idee hinzu, die Feierlichkeiten 150 Jahre
Nydegg-Brücke
in Zusammenarbeit mit den Leisten Altenberg, Schosshalde und Unteren Stadt,
gleichzeitig durchzuführen - diese beiden Anlässe hätten sich bestens
ergänzt.
Anfangs Januar platzte insofern eine " Bombe", als wir auf dem
"Latrinen-Weg" erfahren mussten, dass am 26. / 27. August ein
Jugendfestival in der Altstadt durchgeführt wird, also bloss 8 Tage
vorher! Wir, zusammen mit den Altstadt-Leisten, bemühten uns bei der "Stadt"
um eine Verschiebung dieses Anlasses. Leider ohne Erfolg.
Einerseits wegen eines möglichen finanziellen Fiaskos (unser Anlass - mit
"Züri West" - erfordert einen Eintritts-Preis von Fr. 25.- ; das
"Jugendfestival" ist dank Unterstützung unserer Stadt gratis),
andererseits aber besonders zur Entlastung weiterer "Lärm-Emissionen" in
der Matte haben wir unser Fest mit etwas Wehmut abgesagt! (Dies hindert
uns nicht daran, ein MATTE-Fescht für 1995 vorzusehen!)
Das Nydegg-Brügge-Fescht vom Samstag, 3. September findet statt und
konzentriert sich örtlich bloss auf die eigentliche Brücke - und wir helfen
mitorganisieren - gratis (wie die anderen Leiste). Das viel versprechende
Programm werden Sie im Détail aus der Brunne-Zytig (Ende August)
entnehmen können.
Wir beteiligen uns vorallem mit einer MATTE-Leist-Beiz oberhalb der
Nydegg-Treppe, mit Fisch-Fritures und "Chäs-Platte". Zur Durchführung
benötigen wir Matte-Bewohner... haben Sie Lust? Dann melden Sie sich bitte
bei: René Stirnemann Tel. 311 28 78. Sie können Ihren Einsatz stundenweise
wählen (zwischen 10.00 und 24.00 h).
Wir freuen uns auf dieses Fest.
Sie können sich auch schriftlich anmelden, sei es als Helfer beim
"Brügge-Fescht" oder/und als Mitglied des MATTE-LEIST.!Anmeldetalon auf
letzter Seite der Matte-Zytig.
Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit.
im März früsch i d'Matte a d'Wasserwerkgass 4 züglet. I bi ke Mätteler,
aber i ha mitne vor öppe 40 Jahr Sitzfussball gschpielt, i dr Matteturnhalle
"Kirchenfeld" gäge "Matteclass".
Ou die änglischi Aalag isch üse Spielplatz gsi, wo me het chönne
Indiänerle u ir Höhli die erschte Niele rouche. Ds Aaregrien isch ou immer e
Aziehigs - Punkt gsi und mängisch bin - i mit nasse Schueh hei cho.
Wenn i jetz uf em Balkon stah, gsen - i über d'Aare a zänere Ufer, wo i
als Gieu mit mim Fründ gfischet ha.
I cha nume eis säge: i füehle mi sou wohl u i spüre ne Matte, wo sech Auti,
Jungi u Chind o wou füehle.
We Gwärbler, Lädeli u Beize bi üs blibe, so simer es Quartier wo gläbt wird.
U darum möcht-i em Matte-Leist biträtte.
Es grüesst Euch alli dr
Jetzt hat die letzte MATTE-Beiz eine Verjüngungskur hinter sich, Vorhang
auf für die Matte-Rock-Beiz!
Viel Trara zur Eröffnung. Neben dem gängigen Szenen - Brei waren auch ein
paar Alibi-Normalsterbliche zu sehen. Aber wer dazugehört, oder es
wenigstens meint, setzt sich in Szene, er weiss, vielleicht krönt einmal ein
Föteli im Berner-Bär den eigenen Lebenslauf!
Liebe Schicki - Rockies ich muss Euch enttäuschen, die hübsche Fotografin
bei der Eröffnungsorgie war aus dem Dunstkreis der Matte - Rock-Beiz und
nicht vom Bernerbär! Henu, vielleicht längt es einmal für ein Föteli auf dem
Radar, bei einer Geschwindikeitskontrolle an der Aarstrasse.
Unsere öffentliche Versammlung vom 4. Mai (im Berchtoldshaus) wurde
von ca. 60 Matte - Interessierten besucht. Als Referenten beteiligten sich
die Herren Dr. Wasserfallen/Polizeidirektor, Major E. Stadtmann/Stadtpolizei
und Herr Salvisberg/Verkehrsinspektorat.
Im ersten Teil wurden uns (nochmals) die Massnahmen zu Tempo 30
erklärt. Opposition gab es eigentlich hierzu nie. Zu den Neumarkierungen und
Änderungen der Parkplätze konnte den Wünschen der Schifflaube-Bewohner
entsprochen werden. Die Lichtsignal-Anlage bei den Schulhäusern ergab am
meisten Diskussions-Stoff; vorläufig bleibt diese "Sicherung" jedoch in
Betrieb.
Der Leist wird sich bemühen, die verengenden Eingangstore beim Läuferplatz
und Restaurant Zähringer mit Bepflanzungen zu verschönern.
Das Anliegen des Polizei-Direktors, die Blaue Zone mit
Anwohner-Vignette
auch in der Matte einzuführen, stiess bei (11) Gewerbetreibenden der Matte
und ACS Schweiz auf (nicht neue) harte Kritik.
Unsere eigene "Ratte-Auto-Vignette" gefällt auch der Polizei-Direktion
nicht - führt sie doch zu falschen Erwartungen und zur "Sonderregelung"
eines Stadt-Quartiers; sie dient übriges bloss zu eigenen
Kontroll-Möglichkeiten bezüglich berechtigtem Matte-Parkierens (und schützt
nicht vor Bussen bei Falschparkierens).
Jedenfalls halten sich Pro und Contra, welche ich hier aus Platzgründen
nicht aufführen kann, in guten Treuen die Waage. Allerdings gibt es zwei
gewichtige Gründe zur Einführung:
bitte reservieren Sie sich heute schon das Datum!
Der diesjährige Ausflug findet statt: Samstag, 20. August 1994,
nachmittags von 13 - 18.30 Uhr.
Fahrt mit dem Car ab Altersheim Nydegg und Mühlenplatz durch liebliche
Landschaften in den Berner Jura mit einem Zvierihalt in ... zurück geht's
mit Aussicht auf zwei, vielleicht sogar drei Jura-Randseen wieder nach Bern.
Alle mindestens 3 x 20 Jahre jungen Damen und Herren aus der Matte sind
zur Teilnahme herzlich eingeladen. Bitte Datum jetzt schon vormerken.
Es wird ein bescheidener Unkostenbeitrag erhoben.
Wenn Sie das Gefühl hatten, die Krebs-Frau oder der
Krebs-Mann seien mit Einsiedlerkrebsen ähnlich zu setzen, da irren Sie sich
gründlich! Einem typischen Krebsen machen Sie eine besonders grosse Freude,
wenn Sie ihn einladen und mit ihm seine Freunde und seine Familie! Ein
richtig langer, grosser Tisch voller fröhlicher Menschen erfreuen das Herz
des Krebsen. Ein gemütliches Zusammensein mit mehreren Personen verlangt
zwar etwas Vorbereitung, aber dann sollte auch der Gastgeber am Tisch sitzen
und mitfeiern! Ich habe für Sie eine Reihe von Vorschlägen für ein
italienisches Buffet zusammengestellt. Für mich passen fröhliches
Beieinandersitzen und italienische Küche gut zusammen:
Antipasti (für 6 Pers.)
Crostini, eine italienische Variante der belegten Brötchen
Grundrezept Crostini
Den Backofen auf 220° vorheizen. Das Olivenöl mit dem
durchgepressten Knoblauch mischen und die Brotscheiben damit bestreichen.
Hellbraun werden lassen und noch warm mit einem Crostini-Aufstrich bergartig
belegen.
Einige Crostini-Beilage je 6 Pers.
Oliven-Crostini
Mmmee ein kleines Crostinifestival! Daneben könnte man noch
Diverses mehr aufs Antipastabuffet stellen. Lassen Sie sich von ihrer
Fantasie leiten.
Als Hauptgang schlage ich ein Teigwarenbuffet mit diversen
Saucen vor:
Hausgemachte Basilikum-Paste / Pasto alla genovese
4 - 5 Portionen
Bei vielem Basilikum im Kräutergarten empfehlenswert:
Die Basilikumblätter grob schneiden und zusammen mit dem
geschälten Knoblauchzehen und den Pinienkernen im Mixer (Stabmixer) fein
hacken. Dies ist die schnelle Art, Sie können den Pesto auch im Mörser
zubereiten: Basilikum sehr fein gehackt mit den fein geschnittenen Knoblauch
vermischen, dann mit den Pinienkernen zu einer Paste stossen.
Den Parmesan zur Paste mischen. Dann nach und nach unter
Rühren das Öl dazugiessen. Mit Salz und frischem Pfeffer würzen.
Sie können die Paste in ein sauberes Einmachglas füllen und
mit Öl zudecken. Das gut verschlossene Gefäss können Sie bis zwei Monate im
Kühlschrank halten. Bei Gebrauch immer gut darauf achten, dass die Paste mit
Öl bedeckt wird.
Steinpilz-Sauce (4 Personen)
Die feingehackte Zwiebel, ich gebe auch noch immer eine
Knoblauchzehe dazu, in der heissen Butter andünsten. Den Weisswein
dazugiessen und um die Hälfte einkochen lassen.
Die Pilze je nach Grösse zerkleinern und zu den Zwiebeln
geben. Das Einweichwasser (ca. 1,5 dl) absieben und dazugeben. Den Rahm
beifügen und würzen. Bei milder Hitze 20 Min. köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Austernpilze putzen, in breite
Streifen schneiden und im heissen Fett gar braten.
Die Crême fraîche unter sie Sauce rühren. Mit Salz, Pfeffer
und etwas Zitronensaft abschmecken. Die Austernpilze zugeben und mit fein
gehacktem Peterli überstreuen.
Lammfleischsauce mit Mascarpone (4 Personen)
(Wer Lammfleisch nicht mag kann es beliebig ersetzen)
Das Lammfleisch in kleine Stücke schneiden und die Tomaten
häuten und sie vierteln.
Das Oel in einer grossen Pfanne erhitzen und zuerst das
Lammfleisch portionenweise scharf anbraten. Dann Zwiebeln und Knoblauch in
dem Bratfett weichdünsten. Das Lammfleisch wieder zufügen und den Rotwein
hineingiessen (gönnen Sie sich ruhig auch einen Schluck!). Leicht salzen und
ungefähr 5 Min. köcheln lassen. Alles Gewürz beifügen und weitere 5 Min.
schmoren lassen, zusammen mit den Tomaten. Den Mascarpone unter das
Lammragout rühren. Bei kleiner Hitze noch 3 - 4 Min. köcheln lassen und mit
Salz, Zitronensaft und -schale abschmecken. Das Basilikum hacken und ganz am
Schluss unter die Sauce rühren.
So fertig jetzt! Ich könnte noch viele Saucenrezepte
aufführen mit Lachs oder Meeresfrüchten oder... Aber Sie haben sicher selber
diverse Lieblingssaucen! So ein Spaghetti-Buffet kann man gut vorbereiten.
Bitten Sie Ihre Gäste eventuell noch Warmhalteplatten oder
Rechauds mitzubringen. Kurz vor dem Servieren wärmen Sie die Saucen nochmals
vorsichtig auf und dann bedient sich jeder selber, so kann man stundenlang
gemütlich immer wieder zugreifen.
Noch ein Tip für die Nudeln oder Spaghetti damit sie heiss
bleiben und nicht kleben: Nur al dente kochen. Zum Abgiessen nur den
Topfdeckel auflegen und das Wasser langsam aus dem Topf laufen lassen. Dabei
ein wenig Wasser im Topf zurücklassen. Genügend Butter oder Margarine
daruntermischen und zugedeckt auf eine Wärmeplatte stellen.
Frischer Parmesan rundet das Essen ab wie natürlich ein
feiner Chianti!
Ich mit meinem Dessertknacks würde meine Freunde bitten ein
Dessert fürs Buffet mitzubringen, aber Ihnen gebe ich das Tirami Su-Rezept
meiner Schwester weiter. Kenner behaupten, sie mache eines der besten. Nicht
faul probierte ich es auch aus. Mir ist es nicht so gut gelungen aber
vielleicht Ihnen!
Tirami Su = Stell mich auf!
in Gratinform 1/2 der Löffelbisquits legen. Mit der 1/2 des
Kaffeegemischs beträufeln. 1/2 der Masse darüberstreichen. Dann wieder 1/2
der Löffelbiscuits darüberschichten und das gleiche wie zuvor, mit der Masse
abschliessen. Mindestens 1 Std. im Kühlschrank kühlen lassen. Kurz vor dem
Servieren das Schoggipulver darüberstreuen.
Eine Früchteschale, Kaffee, Grappa zum Verdauen - und perfekt
ist ein kleineres Familien- und Freundes-Fest.
Viel Spass
Vuillien
Die MATTE-Zytig, die Zytig, die sich um jeden Dreck kümmert, greift ein
heisses Thema auf:
in der Matte leben etwa 80 Hunde. Die MATTE-Zytig, der Leist und der
Vorstand freuen sich, dass auch die besten Freunde der Menschen es in der
Aarerepublik schön haben. Wuff.
Leider passiert den lieben Hundeli aber manchmal etwas Menschliches. Und
das verziert dann die Trottoirs und Lauben. Noch schöner wäre es allerdings,
wenn die Hundehalter und Hundehalterinnen den Kot ihrer Liebling hinterher
ins grüne Säckchen schaufeln und ins grüne Kästchen werfen würden.
Leider fehlen aber bei uns drunten die grünen Robidog Kästchen.
Liebe Stadtmütter und Stadtväter, ihr habt uns so feine Abfallkübel
beschert, habt ihr vielleicht auch noch ein paar Robidog am Lager? Ihr
erspart uns damit den täglichen Slalom um die Hundekegel. Wuff, wuff. Denn
die MATTE-Hunde produzieren pro Jahr 2,8 Tonnen Kacke, Ferien und
Militärdienst abgerechnet! Wau!
Die
neuen Könige haben Einzug gehalten: Rolf Klopfenstein und Jürg Wülser fühlen
sich in ihrem Reich schon ganz heimisch. Mit funkelnden Augen erzählen sie
von ihren Plänen und Visionen. Schon vieles haben die zwei angepackt und
verwirklicht, weitere tolle Phantasien stehen ihnen und uns noch bevor.
Rolf und Jürg richten ihr Augenmerk auf schlichte Schönheit, gute
Lichtverhältnisse verknüpft mit Gemütlichkeit. Eine Sehenswürdigkeit ist ihr
gewagtes, freches Geschirr auf dem vom einfachen bis zum raffiniertesten
Gericht nicht nur der Gaumen seine Freude findet.
Mühlirad's Engel! Sonja, Helen und Iris verwöhnen die Gäste von morgen
früh bis abends spät. Mit Iris geht im Redli die Sonne auf, und Sonja lässt
den Mond erstrahlen. Die Sterne Sri und Ernst wirken im Hintergrund.
Von Chäshörnli bis zum Lammcarrée, vom Bier zu auserlesenen Weinen alles
findet Platz im Mühlirad. Die Alteingesessenen finden sich am Stammtisch
wieder und überblicken das muntere Treiben. Jürg und Rolf freuen sich auf
ständig wiederkehrenden Besuch der Mätteler und Mättelerinnen.
Auf der ganzen Welt wird seit Jahren fieberhaft an
Sprachübersetzungsprogrammen auf Computern gearbeitet. Viele Schüler träumen
davon, dass ihr Computer einen deutschen Text ins Französisch oder ins
Englisch übersetzt. Heute gibt es solche Programme, sie sind aber sehr teuer
und haben grosse Mühe sinngemäss und ohne Rechtschreibfehler zu übersetzen.
Dem Mätteler Res Margot ist es in den letzten Weihnachtsferien geglückt,
ein Superübersetzungsprogramm zu entwickeln. Es arbeitet fast 100 prozentig
und übersetzt Berndeutsch ins Englisch. Der Musiker und Informatiker Res
Margot könnte heute Millionär sein, leider übersetzt sein Programm ins
falsche Englisch, nämlich ins Matteänglisch und das können leider nur noch
wenige Leute lesen und sprechen (immtsschte Iggule?).
Das bekannte Matteänglisch-
Übersetzungsprogramm von Res Margot übersetzt von Berner Mundart ins
Matteänglisch. Läuft nur unter MS-DOS)Damit sich die Mätteler noch besser miteinander verständigen können, hat
sich Res Margot bereit erklärt, einen kleinen Sprachführer in mehreren
Folgen zusammenzustellen. Darin finden der Leser die wichtigsten
Redewendungen.
Es gibt verschiedene Dialekte vom Mattenenglisch. Res Margot bezieht sich
hauptsächlich auf das Buch Mattenänglisch, Geschichte der Matte-Dialekt und
Geheimsprache, Bargezzi Bern. Das Buch ist gegenwärtig vergriffen, soll
jedoch nach Angabe von René Stirnimann nächstens wieder aufgelegt werden.
Mattenänglisch ist wie jede Sprache Veränderungen unterworfen. Im
Computerzeitalter kommen neue Ausdrücke, alte verschwinden. Früher sagte man
zum Beispiel: Ibisne, ie iesseme Isschpre irve-inete / Nein, ich muss Holz
zerkleinern. Heute: Ime Irde-Iskde igletne (Igletne=naglet) / Meine
Computer-Harddisk sucht lange. Mattenänglisch ist auch hauptsächlich eine
gesprochene Sprache, lesen und schreiben ist eher schwierig. Res Margot
versucht, seinen Lehrgang auf diese Gegebenheiten anzupassen.
Chunnsch mittmer cho nes Bier trinke im Mülirad?
Inschche itme irme iche isne Ierlibe inketre im Ihlime-Idre?
Summer
Chunsch ou ä Bädu cho zwicke ir Aare? Wie warm isch z Wasser? Chunnsch
mittmer cho nes Bier trinke? Meitschi, ä Schtange! I möcht zahle! Gömer ids
Fischer-Schtübli? Isch d' Matte-Rock-Beiz offe? Ässe mir im Mühli-Rad? Ou im
Zähringer cha me dusse hocke! Ir mättu isch es schön!
Immerse
Inschche iue ä Idube iche ickezwe ire Ire-e? Iewe irmwe ische z Isserwe?
Inschche itme irme iche isne Ierlibe inketre? Iitschime, ä Ingeschte! Ie
ichtme ihleze! Imerge idse Ischerfe-iblischte? Ische d Itteme-Ickre-Iizbe
iffe-e? Isse-e irme ime Ihlime-Idre? Iue ime Ihringerze iche ime issede
Ickehe! Ire Ittume ische ise insche!
Nach Informationen aussergewöhnlich gut unterrichteter Kreise, soll der
Filmstar Marlene Dietrich demnächst in der Aare Republik Matte absteigen.
Wir sind diesem Gerücht nachgegangen: Tatsächlich werden filminteressierte
MattebewohnerInnen nicht nur diese Diva bewundern können, sondern auch Stars
wie Marilyn Monroe, Orson Welles, Woody Allen und viele andere. Allerdings
nicht "live", sondern nur (aber immerhin) in ihren grossen Filmen. An der
Wasserwerkgasse 7 soll das Filmbistro cinématte entstehen, und es ist uns
ein Anliegen, Sie über dieses Projekt schon vor der Baueingabe aus erster
Hand zu informieren.
Die cinématte will sich nicht dem Kinokommerz verschreiben, sondern die
alte Tradition der Lichtspieltheater wieder aufleben lassen. Es ist kein
Grossbetrieb geplant, der neue Unruhe und Verkehrsprobleme in die Matte
bringt, sondern ein Kinobistro mit ca. 90 Sitzplätzen als Diskussionsforum
und Treffpunkt für Filmfreunde aller Generationen.
Klappt alles wie geplant, so wird die cinématte im Dezember 1994 den
Betrieb wieder aufnehmen und täglich ab ca. 16.00 Uhr bis Wirteschluss
geöffnet sein. Zusätzlich steht am Sonntag eine Kulturfilmmatinée auf dem
Programm.
Verantwortlich für den Betrieb ist eine Aktiengesellschaft. Die Idee wird
aber von einem breiten Gönnerkreis getragen, ohne den die Finanzierung
dieses Kulturprojekts undenkbar wäre.
Weitere Informationen zur cinématte können Sie in diesen Tagen der Presse
entnehmen oder bei den Initianten anfordern: D. Waser & S. Pfister,
Greyerzstrasse 42, 3013 Bern, tel/fax 031 332 59 51.
(Gönnerkonto cinématte Bern: PC 30-90043-1)
Pas in amur nennt sich eine Volksmusikgruppe aus der Berner Unterstadt. In
der Gruppe spielen 2 bis 12 Musiker auf Geige, kleinem Örgeli, Tambourin,
Stimme, Gitarre und Kontrabass. Die Musik kommt ursprünglich aus dem
Norditalienischen Dorf Bagolino und wird dort von verschiedenen Gruppen an
der Fasnacht gespielt.
Pas in amur spielt:
- auf der Strasse - tanzbare Musik - auch ohne Strom - Konzerte - an
Vernissagen - an Familienfesten - an Volksfesten - Fasnacht und Karneval -
an Tanzanlässen
Christine Bütikofer, Geige Susann Hofmann, Örgeli
Iris Kohler, Geige; Christine Lauterburg, Geige Szolt Marffy, Geige,
Kontrabass Bänz Margot, Gitarre; Ruth Margot, Tambourin, Sitmme und
Gitarre; Res Margot, Geige; Beatrix Nicolai-Hostettler, Örgeli; Bänz
Wyss, Gitarre Gast: Sivio Balinari, Gesang und Charango
Kontaktadressen:
Res Margot Gerberngasse 21 3011 Bern Tel. 031/312 02 08
Beatrix Nicolai-Hostettler Altenbergstr. 46 3013 Bern Tel. 031/332 82 19
Geschichte von Pas in amur
Die Musikgruppe wurde vor ungefähr 4 Jahren von Beatrix Nicolai und Res
Margot gegründet. Sie suchten eine Volksmusik, die ohne Strom und ohne
komerzielle Zwänge vor allem im Quartier gespielt werden kann. Auch eine
Musik, die nicht von langweiligen Etüden sondern vom freudigen, gemeinsamen
Spielen lebt.
Die ersten Stücke kamen aus dem Emmenthal und wurden auf Langnauerli und
kleinem Italienerörgeli gespielt. Silvio Balinari und Giancarlo Nicolai
brachten die Musik aus Bagolino, die sich bestens für dieses Musizieren
eignet. Carlo Lischetti schenkte der Gruppe zwei Stücke, spielt aber leider
nicht mit, weil er nicht üben will (Üben führe zu geistiger Verblödung).
Rasch vergrösserte sich die Gruppe und taucht nun bald hier bald dort auf.
Sie spielt manchmal in kleiner Formation, oft sind gegen ein Dutzend Musiker
zusammen. Regelmässig wird bei guter Witterung am Sonntagabend auf dem
Altenberg-Plätzli beim Brunnen oder auf dem Läuferplatz in der Berner
Altstadt gespielt. Neben der Berner Fasnacht, dem wichtigsten Anlass des
Jahres, spielt die Gruppe an verschiedensten Anlässen, an Tanzfesten,
Vernissagen, an Konzerten, Strassenfesten usw. Dass sich die Musik trotz
ihrer italienischen Abstammung sehr gut in der Berner Altstadt eingelebt
hat, zeigt auch der Name des 12. Stückes aus dem Repetoire: es heisst
nämlich: Bal del Urs (Tanz des Bären).
Die Geschichte und Hintergründe des Bagolino wird in der Herbstausgabe
veröffentlicht. (Anm. Redaktion.)
Ruth und Res Margot sind als Musiker gerne bereit, interessierten Leuten
Musikunterricht zu geben. Ruth singt Blues und Lieder. Res Margot arbeitet
als Volksmusiker vielen Instrumenten. Er hat seit Jahren Erfahrung im
Unterricht für das Langnauerli, spielt aber auch Schwyzerörgeli, Alphorn,
Büchel, Volksmusikgeige, Kontrabass, Bluesharp, Singende Säge, Maultrommel,
Kalimba, Computer usw.
Am 1.1.1995 kommt die neue Mehrwertsteuer! Können Sie sich vorstellen, die
Mehrwertsteuer interaktiv und animiert mit einer Infodiskette zu lernen; und
dies für nur Fr. 18.50? Wahlweise in deutsch, französisch oder italienisch?
Als Lehrmittel erstellt die Eidg. Steuerverwaltung in enger Zusammenarbeit
mit der w+f Elektronik Bern, Abteilung Infomedia, eine Informationsdiskette.
Interaktives Lernen im persönlichen Rhythmus macht Spass und erhöht dadurch
die Aufnahme von neuem Stoff.
Die Infodiskette baut auf den definitiven Gesetzestexten auf.
Mustervorlagen, Beispiele, farbige und visuelle Grafiken bringen einem den
komplexen Stoff schnell näher. Mit einem ausgebauten Lexikon und
Textsuchbegriffen (Hypertext-Verfahren) werden die Kenntnisse vertieft. Ein
animiertes Quiz prüft spielerisch den Wissensstand. Über handelsübliche
Drucker können Texte und Bestellungen wahlweise ausgedruckt werden.
Technische Voraussetzungen: Ein handelsüblicher DOS-Rechner.
Auslieferung: ab August 1994. Bestellungen: Eidg. Steuerverwaltung, Abt.
Warenumsatzsteuer, "Infodiskette MWST", Effingerstrasse 27, 3003 Bern oder
FAX 031 322 87 90. Lieferung gegen Rechnung; Preis 18.50 inkl. Porto.
Geboten wird:
Ein Salatbuffet gezaubert von den Leistfrauen.
Wer hilft mit? Melden bei Evelyne Pfister, Tel. 311 00 17
Musik und Getränke vorhanden.
Bei unsicherer Wetterlage gibt Tel. 186 ab Freitagabend Auskunft.
Wir freuen uns auf Sie, Sie und Dich!
Jetz isch es so wit, jetz isch es passiert, si isch offe u zwar für alli.
Die vor Mättu, u ou die Usswärtige si willkomme ir gute alte Mattebeiz. Ja,
ja richtig d'"Mattebeiz", nume heisst sie jetz Matte-Rock-Beiz,
aber das wott nid öppe heisse, dass me nume no mit Röck inne darf. Nei,
nei das "Rock" schteit für "Rock and Roll" u wott säge, dass me ab sofort i
dere Beiz, die guete alte u neue "Rock and Roll" Zyte duet pflege. Me het ou
nid vil veränderet, me het versuecht, em Charackter eifach ä "Tuch" vom
"Rock and Roll" drizbringe. Item, äs sig üs nid schlächt glunge, ghörtme
zäntume. D Lüt si scho am erschte Abe (Fritig) so zahlrich cho, dass me het
müesse säge: "Sorry" (exgüssee) aber es isch voll (Beiz). Ig wet fasch
bhoupte, dass dusse glich viu Lüt si gsi wi dinne, we nid no meh. Uf all
fäll isch dinne wie dusse a Bombestimmig gsy.
D' Bänd (Jimy Hofer Bänd) u sini Gescht (Polo, Filiphe Fankhauser, Jüre
Hofer, Jacky, usw.) hei g' Rockt u g'Rollet was ds Züg het gha, u d' Lüt si
uf Bänk u Tische gstande u hei ou ta wie lätz. A äbe däm Fritig hei mer du
no a Gascht us "Austin, Texas" gha, nämlich niemer gringers als dr "Rich
Minus" ä Liedermacher u Poet us Amerika wo de solo u mit dr JHD het
gschpilt. Die neui Bühni, wo jetz grad bim Fänschter vorne isch, het sech
grad scho am erschte Abe voll bewährt, so ou z' PA (d' Musigalag) wo mir
übrigens hei gschänkt übercho vo dr "Cheekerboard Blues Bänd". SO ou di neui
Belüchtig u nid zletscht z' neue Personal u natürlich ou di neui (bishärigi)
Wirti z' Änneli. As isch uf all Fäll es ganz tolls Wuchenänd gsi, wüll ou am
Samschtig si Lüt cho, me gloubts fasch nid. Die ar Türe hei alli Häng voll
Ztüe gha u hei müesse die "böse Sieche" spile u sälbscht liebi Nachbare
dusse la schtah. Für das, äs ganz äs grosses "exgüssee", aber voll isch voll
(Beiz). SO, ig gloube ig ha nid aus verzelt, aber doch z' Wichtigschtä. So
wet ig doch alli ganz härzlech mal ilade, cho inezluege oder amene schöne
Abe dusse uf dr Terasse (Trotwar) eine cho znä. härzlech
Montag 13.6.94
"Es gibt nur einen Weg, zu seinem Traum zu finden: Der Glaube an sich
selbst ."
Sehr oft in letzter Zeit vermisse ich bei meinen Mitmenschen, der
schweizerischen Gesellschaft, den Mut zu Visionen und Träumen. Visionen
bedeuten für mich die Fähigkeit sich Vorstellungen und Bilder zu machen. In
ihnen sind Realistisches, aber auch Spielerisches, Utopisches, Gewagtes,
Symbolisches und viel Fantasievolles enthalten. Es braucht Mut und
Selbstvertrauen visionäres Denken umzusetzen. Dieses Wagnis eingehen heisst,
das Risiko in Kauf zu nehmen nicht im voraus zu wissen, wie es herauskommt;
eventuell Fehler zu begehen.
Ich möchte dem ewigen ".......Wir haben es immer so gemacht....." die
Stirne bieten, weil ich ganz fest an die visionäre Kraft im Menschen glaube
als eine Quelle der Kreativität, die erst recht zu unserer menschlichen
Entfaltung beiträgt.