Matte-Zytig April 1994
Letscht Wiehnacht hani es Beret gschänkt übercho. I ha mi schampar gfreut
a däm Tschäppu - we eim d'Haar na dis na im Stich löi, isch me froh um jedi
Hilf. Aber nid nume wägeme warme Gring isch sones Beret öppis gäbigs. Äs het
mi an e ganz bsungere Früelig erinneret - e Früelig wo scho lang verbi isch
u woni doch nid cha vergässe.
Ou sinerzit hani so nes Franzosedach uf d Wienacht übercho. I gsehes no
plastisch vor mir: d'Mueter hets ändlich ufgä, mir Grawatte, Pijama oder
Nastüecher z schänke. Das Beret isch en rächti Überraschig gsi!
U scho gseh i mi wieder als junge Trübel dür d'Matte schuene, gäge heizue.
D Winterfischteri isch ändgültig verbi, me gschpürts, dr Früelig chunnt.
Bevor d Gschicht z grächtem afaat, muess i no chli schwärme: Wo süsch gits
so schöni Früelige wie ir Matte? Sones Zouber-Liecht über dr Aare, das
erläbsch süsch nume no im Chino. I de Gärte gäge d'Junkere zue u i dr
änglische Aalag drückt z erschte fine Grüen düre. D Gasse si häller u d Lüüt
läbiger. Bir einte oder andere Beiz blibt d'Türe offe, uf em
Zähringerterrässli stöi scho d Tischli parat. Dr Liftkondukteur sitzt
vorusse u list ir Zytig, we ärs einisch grad nid so sträng het. Ar Sunne
isch scho wermer, aber pass uf, am Schatte masch e Hüetu scho no verliide.
Früeche Fritig-Namittag, e bsundere Momäment. Fertig büglet für die Wuche,
ir Bude bini abtäselet, i ha ds früechere Tram gno für hei. Hei a d Gärbere,
go d Fänschter uufrisse u d Sunne inelaa.
Üsere paar hei mer imene alte, no unrenovierte Mattehuus gwohnt. Dr eint
mit sire Fründin, dr anger weniger. Dr eint het gschaffet dr anger weniger.
Einisch isches guet gange, mängisch weniger. Aber wän nimmt das scho wunder,
im Früelig, amene herrliche Fritig Nami?
Fänschter uuf! Guet glüftet isch haub gschtobgsugeret. Abwäsche? Für was,
eis suubers Tassli hets ja no, das längt bis am Mäntig. I ha chli
umegnuschet, d Mahnige neu tischelet u so.
Ar Türe hets gchlopfet: «Wär isch da, lue, tschou Bernard, ça va?»
Dr Bernard u d Annmarie hei e Stock tiefer gwohnt. Es Päärli wie usem
Poesiealbum, beides so Schätz u so richtig zäme. Gläbt hei si so häb chläb
vo säubergmachtem Modeschmuck wo si uf em Samschtigmärit verchouft hei. Je
weniger das me het je glücklicher syg me, u ig gloube sie sy würklich
glücklich gsy.
«Aber Bernard, was hesch, warum grännischt? So säg doch öppis.»
«D Annemarie isch furt.»
«He?»
«Si isch abghoue u wott nümme zrügg.»
«Chumm ine u hock ab, verzell.»
Aber scho chlopfets wider: «Tschou zämme wie geits.» Dr zwöit Peter im
Huus steckt dr Chopf zur Türe ine.
«Chumm ine, hock zuenis.»
So si mir beide Petere am Chuchitisch gsässe u hei am Bernard sis trurige
Schicksal erfahre. Es isch geng z gliiche mit dene Froue, chum gseh si eine
wo besser gschtrählt isch, packe si zsämme u löi üs arme Manne im Stich. Es
isch e Plag u me sött gar nie mit einere öppis afaa. Wäm seisches. Aber das
cha doch gar nid so schlimm si. Sig doch froh, dass se los bisch. Wie geits
ere äch. Gscheht ere ganz rächt. Hin u här u rundum isches gange bis nümme
nöis usegluegt het. U wi meischtens, we starchi Manne nümme witer wüsse gits
numme ei Lösig: suufe.
Es paar Schtung später si mer immer no am Chuchitisch ghocket. So ganz
früsch wi grad vori simer aber nümme gsi. Us Fründschaft hei mer am Bernard
ghulfe, siner Sorge z ertränke u das het viel z tue gä.
Ungereinisch seit Bernard: «I wott alles wüsse i wott d Wahrheit gseh. I
wott mi Chopf gseh, houet mer d'Haar ab.»
I mues da no iflächte, dass dr Bernard schöni längi Haar het gha und e
Prachtsschnouz.
«Spinnsch, das geit äuä, bisch zue, das mache mer nid.» «Mou, i wott, fertig
Schluss.»
Mir si trotz allem no sowit zwäg gsi, das mer ihm die Furzidee hei wölle
uusrede. Nüt isch, so öppis vo schtuure Siech, plötzlich nümmt er d Schäri
us der Schublade: «De mache is haut säuber, we dir ech nit trouet!» - u scho
faht är sini Haar Schübu um Schübu afa abzhoue.
Was hätte mer sölle mache? Weni ehrlich bi, die Wahrheit het nis ou wunder
gno. Hälfe mer dem Tschooli haut, so heig di Frou das Ching, uf dini
Verantwortig. Druufabe het es kuurligs Schouspiel aagfange. Dr Bernard isch
am Tisch ghocket u het witer bächeret. Mir zwöi Petere hei agfange Haar
schnide. Dir gloubet gar nid, was das für ne Soubüez isch, derzue we no aui
drü schwanke wie im Schturm. Es Wunder isch, das mer nid no zwöi, drü Ohre
abghoue hei.
So, ds gröbschte isch dunge, dr Räscht mache mer mit em Rasierapparat. Mi
elektrisch het bald emal grouchnet u dr Geischt uufgä. De haut witer mit
Nassrasur.
Mit der Zyyt, nach ere haube Büchse Schuum u emene Päckli Rasierklinge hei
mer üses Wärk vollbracht gha. Dr Bernard het zum fürchte usgseh. Kee Haar me
uf dr Bire. Hie e Hick u dört e Schnitt, im Äcke si no es paar Häärli
ufgschtande. Voila d'Wahrheit.
Plötzlich si mer alli drü düre gsi, d Luft dusse, ou bim Reserverad. Ab i z
Bett isch no dr einzig Wunsch gsi.
«Ou vertelli, morn isch Samschtig, da hani Märit, u ersch no elei» het dr
Bernard gjammeret.
«Mir wecke di, kei Angscht, mir luege zue dr, pass uf di angeri bruche mer
gar nid!»
Dass ig nach es paar Stund Schlaf wider ufgschtande bi, isch tapfer gsi.
Aber wie mer dr Bernard uf d Füess gschtellt hei, das isch e Heldetat gsi. I
ma mi nümme a aues erinnere vo däm Morge, aber a ds Chofweh bsinne ig mi no
ds Läbe lang.
Wo sech dr Bernard im Schpiegu gseh het, isch er verchlüpft. D'Wahrheit
tuet mängisch weh, vor allem uf nüechtere Mage.
«So chani nid ufe Märit,» chlagt er «die hole mi mit em gäube Wägeli!
Hesch mer nüt für ufe Chopf?»
«Mou, hani, wosch mis Beret?»
«Iu, merci.»
Dr Wahrheitsforscher isch mit Sack und Pack uf em Wägeli a Märit
abgschliche. I bi no mau iz Bett, us medizinische Gründ.
Das isch e chnorzige Tag worde. Vom Früelig hani nid viel gmerkt. Säuber
tschuld, Suufludi. Am Namittag bini dr Bernard go bsueche. Dä het ufem Märit
friedlich ir Sunne pfüselet, ds Beret ufem Chopf.
Am Abe hets polet a mire Tür. Bevor ig öppis ha chönne säge isch si
ufgfloge. D Annmarie isch ir Chuchi gschtande, wie es Gwitter. Ihre Ouge hei
blitzet. Si het mi agmöget: «Dir Tuble, dir Souhüng, was heit dir mit mim
Bernard gmacht? Spinnts ech eigentlich total? Numme sufe und Seich mache
chöit dir! Iischpere sött me nech.»
U derzue het si z luter Wasser grännet. I ha nüt gseit: erschtens bini nid
läbesmüed, zwöitens isch mer nüt i Sinn cho u drittens het si rächt gha.
Irgendwo hets mer dämmeret: Lue, lue, isch am Änd d Annmarie zrüggcho? Si
het no witer gheilandet, het mi toube aagluegt, isch de ändlich abgruuschet
u het zum Schluss vo Härze d Tüür gschletzt. Druufabe isch ds Bääg bim
angere Peter äne losgange. Gopf, was für nes Temparament!
Es paar Tag schpeter, wo mir zwöi Petere üs mit emene Struss Blueme si go
entschuldige isch es de uuscho: Am Samschtig isch sech d Annmarie greuig
gsi, das si uszoge isch. Si isch ufe Märit, go dr Bernard sueche. Wo är nach
der Versöhnig ds Beret abzoge het, sig si schier ohnmächtig worde.
Aber imene so schöne Früelig wie i däm Jahr hets ja müesse guet usecho. D
Annmarie isch wieder bim Bernard gsi, sini Haar si unger mim Beret wider
nachegwachse. Mir zwöi Coifförmeischter si ugschore dervo cho.
Weni hüt über d'Aare luege, zur Chirchefäldbrügg ufe, de dänke mängisch a
di Zyt zrügg u wies witergange isch. Em einte chli besser, em angere
weniger. U eis fallt mir iz grad uf: ds Beret hani bis hüt nid zrüggübercho.
Astrologie ist keine Glaubenssache sondern ein Weg, uns tiefe kosmische
Zusammenhänge erkennen zu lassen, gemäss der uralten Weisheit: "wie oben -
so unten". Sie hilft uns, Entsprechungen der äusseren Welt in unserem
Inneren zu entdecken.
Ich stelle mir die Einflüsse der Planeten als Schauspieler vor, die
miteinander das Bühnenstück des Lebens spielen. Die Astrologie beschreibt
die Schauspieler, ihre Anlagen und Schwächen und ihre Beziehungen
zueinander. Der Regisseur oder die Regisseurin - also Du - bestimmt selbst
was er/sie aus dem Stück macht. Darüber kann die Astrologie nicht viel
aussagen. Jeder hat die Möglichkeit seine Schauspieler spielen zu lassen
oder auch in den Hintergrund zu stellen.
Christina Luginbühl und Rosmarie Bernasconi, zwei erfahrene Astrologinnen,
möchten Dir die Astrologie näherbringen. Zusammen leiten wir Kurse in
LEBENDIGER ASTROLOGIE. Dabei steht nicht trockene Theorie im Vordergrund
sondern eben LEBENDIGE ASTROLOGIE. Wir tragen dazu bei, Astrologie
über Körper und Seele zu erfahren. Auf spielerisch-kreative Weise lernst Du
das Wesen der Elemente, des Tierkreises und der Planeten kennen.
LEBENDIGE ASTROLOGIE heisst: Astrologie vom Himmel auf die Erde
holen oder vom Kopf in den Bauch!
Samstag/Sonntag 4. und 5. Juni 1994 in Zofingen
Samstag/Sonntag 18. und 19. Juni 1994 in Bern
Kurskosten jeweils Fr. 250.-
Weitere Infos: Rosmarie Bernasconi, Tel. 311 01 08
Nebst der lebendigen Astrologie biete ich weiterhin Kurse an in PSYCHOLOGISCHER ASTROLOGIE. Neue Anfängerkurse ab Ende April 1994.
Dass in der Matte eine Vielzahl von kreativen Menschen wohnen, das wissen
wir! (Oder haben es spätestens in der Vollmondnacht der Mattenkünstler im
Wasserwerk bemerkt.)
Dass es in der Matte groved und bewegt hat sicher auch schon jeder
Mätteler gehört!
Aber vielleicht möchten Sie nicht nur hören und sehen, sondern auch mal selber
aktiv durch die Matte tanzen mit einem imaginären Sound in den Ohren und
alle Leute anstrahlen - grad eben so wie Helen Pringle! Vor acht Jahren hat
es die geschmeidige Katze in die Matte gelockt, und sie scheint sich wohl zu
fühlen. Die Weltreisende verlässt die neuen heimatlichen Gefilde nur, um auf
Tournee zu gehen, wie zum Beispiel 1993 ein Engagement bei "Best of
Broadway-Tour" sie in über 50 Städte in Europa führte. Lieber aber
beschäftigt sie sich mit eigenen Tanzprojekten. Genossenschaft Matte-Rock-Beiz, Postfach 31, Bern
Tel: 031 311 92 39 Fax: 031 311 64 48
Liebe Mättelerinnen und Mätteler
Sie haben es sicher bereits in der Zeitung gelesen (oder unterwegs davon
gehört): Herr und Frau Möri haben ihren Vertrag im Restaurant Matte per
April/Mai 1994 gekündigt. Was soll also in Zukunft aus dem Restaurant werden
?
Die "normalen" Restaurants in der Matte haben Mühe zu überleben. Frau und
Herr Girardi vom Mülirad werden wegziehen, weil ihnen der Zins in der Matte
zu hoch und die Gäste-Frequenz zu niedrig sind. Das Fischerstübli hat nur
eine Chance, weil es der Taberna angegliedert ist. So auch der Zähringer.
Das ist sehr schade, denn es scheint, dass es den "Privatclubs" viel besser
geht. Klar, sie haben auch nicht die teuren Auflagen eines normalen
Restaurants: Küche, Lüftung, Oeffnungszeiten etc. Eigentlich ungerecht, denn
die normalen Beizen zahlen immerhin auch normal Steuern.
Wir wollen das Restaurant Matte retten. Und zwar möglichst im Stil, wie es
sich bisher präsentierte. Es soll auch die "Heimat" der Berner Rockmusiker,
wie Polo Hofer, Jimy Hofer, Chrige Lauterburg, Housi Wittlin, Kuno Lauener
und vieler anderer bleiben. Und wir möchten auch Aenneli Möri den
angestammten Arbeitsplatz erhalten.
Darum haben wir eine Genossenschaft zur Förderung der Berner Rock-Szene
gegründet. Sie soll das Restaurant Matte betreiben, Frau Möri als
Geschäftsführerin anstellen und auch andere Aktivitäten zur Förderung der
Berner Rock-Kultur unternehmen. Sie können selbstverständlich auch
GenossenschafterIn werden, wenn Sie einen Anteilschein von Fr. 500. zeichnen
Wir haben den Namen des Restaurants angepasst und möchten es zukünftig
"Matte-Rock-Beiz" nennen. Nicht, weil es ein zweites Wasserwerk wird,
sondern weil es seine Idee zum Ueberleben besser vermitteln soll. Das Lokal
wird sich kaum ändern. Man kann hier am Mittag weiterhin das "Menü 1" und
andere Spezialitäten von Aenneli Möri essen. Am Abend möchten wir von Zeit
zu Zeit ein Konzert veranstalten, wie dies auch bisher der Fall war. Aber
wohlverstanden: Die Platzzahl ist ja auf etwa 80 Leute beschränkt.
Unsere Oeffnungszeiten sind die Oeffnungszeiten einer normalen Beiz. Wir
hoffen also, dass Sie unsere Mitteilung freut.... und dass Sie selber auch
mitmachen werden.
Mit freundlichen Grüssen
Zu beziehen sind die Anteilscheine für das Matte-Rock-Cafe über: MAC,
Gerberngasse 36, Postfach 31, 3000 Bern 13<
Schreiben auch Sie uns Ihre Meinung und Anliegen.
Hier könnte beispielsweise auch Ihr Leserbrief stehen!
Welch eine Freude, die Vereinigten Altstadt-Leiste mit dem Matteleist
organisieren ein Fest, zu Ehren der Brücke, in der Höhe der Altstadt sowie
in der Tiefe der Matte; getragen von den Festeinnahmen und dem örtlichen
Gewerbe, natürlich!
welch eine Freude, ein Jugendfest, auch in der Altstadt und getragen von
den Steuerzahlern, pfff.. mit einem Betrag von dreistelligen Tausendern,
natürlich!
Manch einem Steuerzahler werden die Einzahlungsscheine in der Schublade
rascheln, und was ist mit dem Haushaltsdefizit.? Dass die Termine so kurz
aufeinander sind, liegt wohl daran, weil die Bewilligung für das
Nydegg-Brückenfest so früh eingeholt worden ist, und unsere
Volksführer/innen dies bei der Bestimmung des Jugendfestes ganz vergessen
haben...!!!??? natürlich?
Frohe Feste und ein gelungenes Altstadtjahr wünscht Ihnen
Die Ferien haben begonnen, juhui, keine Schule mehr! Damit wir uns nicht
so langweilen müssen, hat unser Mami und natürlich auch unser Papi gesagt
wir können beim Ferienpass mitmachen wo nämlich schampar lustig ist und viel
Äkschen hat. Zusammen haben wir echt tolle Sachen ausgesucht nur meine
Schwester kommt nicht draus und geht jetzt bäbelen.
Mein Mami ist ein liebes und hat dann sofort dem Ferienpassbüro angeläutet
für zu sagen wann wir kommen. Aber dort war immer besetzt und es haben auch
noch andere Mamis wo Freundinnen sind von mim Mami angerufen aber es war
immer besetzt. Dann hat endlich jemand abgenommen und Mami hat gesagt wann
wir kommen. Aber der Mann hat gesagt, ihr müsst zuerst einen Ferienpass
kaufen und erst dann könnt ihr anrufen. Mein Mami hat noch ein wenig mit dem
Mann geschumpfen aber nicht so fest wie es mängisch mit mir schimpft wenn
ich wieder Seich gemacht habe.
Mami war elektrisch als wir in die Stadt gingen. Darum habe ich nichts
gesagt und bin mitgegangen ins Ferienpassbüro. Dort waren schon viele Leute
und wir mussten lange warten. Wir Gielen haben alle miteinander ein bisschen
gespielt, bis uns alle Leute bös angeschaut haben und Mami uns komisch
anlugte.
Dann kam Mami dran und sie hat zwei Ferienpass gekauft und hat am Schalter
gesagt jetz wollen wir noch reservieren. Da hat aber der Mann gesagt, loset
gueti Frou, das geht nid, dir müsst anrufen für zu reservieren. Da hat Mami
wider so komisch gelugt und hat dem Mann noch viele Sachen gesagt aber der
hat nichts mehr gesagt.
Wie wir wieder nach Hause gehen habe ich dem Mami erzählen wollen, dass es
nicht der Chlöis sonder ich gewesen ist, der die neue Schuttballe in die
Aare geschuttet hat aber sie hat gar nicht zugehört und nichts gesagt.
Daheim hat sie und die anderen Mamis wieder beim Ferienpass angerufen und
gewartet und gewartet und dann gesagt wann wir kommen. Aber das was wir
ausgelesen haben war eben schon alles besetzt und jetzt müssen wir etwas
anderes machen aber der Papi hat gesagt das sei auch lustig. Überhaupt haben
Papi und ds Mami an dem Abend ganz lang wegen dem Ferienpass geschumpfen wo
es doch so lustig ist.
Ich habe gesagt, gäu Mami in den Sommerferien gehen wir wider zum
Ferienpass aber dann machen wir es dann von Anfang a richtig. Aber sie hat
das nicht lustig gefunden und der Papi hat die Zeitung gelesen und gesagt
vielleicht schreiben dann die Glögglifrösche vom Ferienpass in die Zeitung
dass man zuerst vorbeigehen muss und den Ferienpass kaufen und erst dann
telefonieren kann für zu reservieren.
Das Lieblings"leuchtkäferli"kind der Matte wurde dank unten angeführten Sponsoren realisiert. Die Weihnachtsbäume erstrahlten in weihnachtlichem Glanze in der Heiligen Zeit. Unser allerherzlichsten Dank geht an:
Möge 1994 zu unser aller Freude die Lichter wieder brennen! Merci viumau vom Matte-Vorstand und dem Präsident
Die Rubrik Glücks-Egge: Die Rubrik, in welcher Sie etwas zum Kaufen, Tauschen oder Verschenken anbieten können. Vielleicht hat jemand Geburtstag dem Sie gratulieren möchten. Vielleicht hat jemand eine Prüfung bestanden. Vielleicht heiratet jemand. Vielleicht hat jefrau ein Kind erhalten! Sie haben viele Möglichkeiten ihre ganz persönliche Nachricht über die Matte-Zytig mitzuteilen. Schreiben Sie uns und wir drucken für Sie! Richten Sie Ihren Zeilen an: Matte-Leist, z.Hd.. Matte-Zytig, Postfach 29, 3000 Bern 13.
Der Aare treu geblieben ist Horst Niedhammer. Der Druckereifachmann
ohne Job sah seine Chance in der verfahrenen Reichenbachfähre- Affäre
und stellte sofort seine Fähigkeiten als Seglerfachmann zur Verfügung.
Als neuer Fährimann geniesst er die freie Natur nicht nur in der Matte
sondern neu auch auf der Enge-Halbinsel im Reichenbachwald. Wir
gratulieren Horst für seinen kreativen Weitblick.
Sandra Oehler und Roger Stirnemann stehen am 25. Juni auf dem Gipfel
der rosa Wolken: Sie heiraten! Wir wünschen Euch dort oben viel Sonne
und Glück und einen hohen Schutzfaktor gegen alle Einflüsse dieser Welt!
Der Mond soll bei nächtlichen Spaziergängen Euer Begleiter sein und
sanft Euch scheinen.
Auch unser Präsi wird älter,
aber dies nur an einem Tag im Jahr. René Stirnemann feiert seinen Geburtstag
am Samstag 23. April René freut sich sicher zu jeder Tages- und Nachtstunde
über ein Ständchen unter seinem Fenster. Wir von der Redaktion stimmen schon
jetzt in den Jubelgesang ein, weil wir wissen wo er schläft!
Wir wissen es, die Familie Girardi verlässt die Matte. Von uns weggelockt
haben sie: Die ländliche Umgebung (der Kinder und ihretwegen) und eine
kleine Gartenwirtschaft. Da konnten wir hier in der Matte nichts
entgegenhalten und freuen uns halt mit einem weinenden Auge für die Girardis
mit! Diese danken der treuen Stammkundschaft ganz herzlich und allen
Mätteler und Mättelerinnen für die freundliche Aufnahme. Jederzeit
willkommen sind die Natursuchenden ab Mitte Mai im Restaurant Traube,
Hauptstrasse, 3257 Grossaffoltern, 032 89 22 44.
Und nun dürfen wir gespannt sein!!!!! Mit den besten Zeugnissen
ausgewiesen ziehen Jürg Wülser und Rolf Klopfenstein im Mülirad und damit im
Mättu ein. Beide haben u.a. in Berns bekanntester "Fressbeiz", dem Landhaus
Liebefeld, gearbeitet; Rolf als Chef de Cuisine!!!! Ich glaube kulinarische
Gaumenfreuden erwarten uns....
Mir chöme cho luege u cho ässe u wünsche Euch einen warmen Empfang und
viel Glück in der Zukunft.
PS: Unsere Erfahrungen und Begegnungen mit den neuen Wirten wird Thema in der Sommerausgabe sein.
Sie haben einen "Stier" zu Gast? Bereiten Sie sich auf einen gemütlichen
Abend vor. Stiere sind ruhige Geniesser, sie lehnen zurück und lassen
passieren. Nicht zu extravagant, etwas Bodenständiges, Einfaches, aber Gutes
erfreuen das Stieren-Herz. In solchen Momenten kann der Stier aus seinen
eher phlegmatischen Ruhen plötzlich mit viel Sprachwitz zur Unterhaltung
beitragen und die ganze Essrunde unterhalten - viel Glück und ä Guetä.
Erbsenterrine mit Minzsauce (4 - 6 Personen)
Eine Cake- oder Terrineform mit Klarsichtfolie auslegen und die Erbsmasse
einfüllen. Mind. 3 Std. kühl stellen. Da ich mit Gelatine auf Kriegsfuss
stehe, bereite ich "Gelatinegerichte" immer am Vortag vor - man weiss ja
nie.,,,
Minzsauce
alle Zutaten verrühren und abschmecken. Auch einen Moment stehen
lassen, damit die Minze ihren - Geschmack entfalten kann
Die Terrine aus der Form stürzen, in Scheiben schneiden und mit Sauce
servieren. Als Garnitur etwas Salat, Cherrytomaten und einige Minzblätter -
kreieren Sie einen Frühlingsteller.
Kalbsfleischvögel an Balsamicosauce
Dieses Gericht ist schnell zubereitet und versetzt ihre Gäste in
Erstaunen (4 Personen)
Fixieren Sie die aufgerollten Fleischvögel mit einem Zahnstocher.
Die Kalbsfleischvögel im heissen Olivenöl rundum während ungefähr 10 Min.
braten. Aus der Pfanne nehmen und zugedeckt warm stellen.
Sauce
Gerät Ihnen die Sauce zu dünnflüssig, vermischen Sie einfach etwas Maizena
mit Halbrahm und kochen Sie die Sauce gut auf.
Die Fleischvögel in die Sauce legen und heiss werden lassen (langsam).
Sofort servieren.
Dazu passt hervorragend Kartoffelstock oder Basilikum-Kartoffeln aus dem
Ofen.
Rhabarberparfait mit Erdbeersauce (4 Pers.)
Zuerst den Rahm, dann den Eierschnee sorgfältig unter die Rhabarbermasse
ziehen. Die Masse in Portionenförmchen füllen und gefrieren.
Sauce
50 g Puderzucker
Saft von 1 Orange
Die Förmchen kurz in heisses Wasser stellen und die Parfaits auf Teller
stürzen. Mit Erdbeersauce überziehen und mit einer Erdbeerhälfte garnieren.
Falls Sie noch Minzblätter übrig haben passen diese als Garnitur und
geschmacklich ausgezeichnet.
Falls Ihr Stier-Gast nach dem Dessert noch unruhig mit den Füssen schart,
bei einem Stier nicht unüblich, verzagen Sie nicht. Nehmen Sie einfach den
Reserveapfelstrudel aus dem Tiefkühlfach, schieben den in den Ofen, und
servieren Sie ihn mit Vanilleeis. Wappnen Sie ihren Kühlschrankinhalt für
den Stier-Gast, er wird Sie heiss dafür lieben!

Wer Eveline vom Namen her nicht kennt, wird sie sicher sofort ab den Fotos
einordnen zu wissen: ja genau, Eveline ist diese Frau, die jeden Tag durch
die Matte marschiert, jedem ein Hallo zuwirft, freundlich grüsst oder winkt.
Eveline ist da und man nimmt sie wahr; schon nur deshalb weil man/frau ihr
lebhaftes Interesse an ihren Mitmenschen und ihrer Umgebung spürt.
Sie sitzt nun vis-à-vis von mir und strahlt mich an, ihre ganze Haltung
und ihr Blick sagen mir: "Los, packen wir's an, dieses Interview!"
Jacqueline: (von der Matte-Zytig): Beginnen wir mit Deiner Jugend:
Evelyne:
Ich bin in der Matte geboren, aber schon bald danach zogen wir wegen
Platzmangel weg. Aufgewachsen bin ich dann bei meinen Grosseltern, bis die
Sek. mich zurück nach Bern rief. Mein damaliger Gesundheitszustand gebot
mir, als Kur in einer gewissen Höhe zu leben. Gott sei Dank klappte das bei
meinen Grosseltern - als ich nach Bern hinunter musste litt, ich sehr und
vermisste die ländliche Gegend. Die Schule bedeutete für mich immer ein
Vergnügen und so besuchte ich nach der obligatorischen Schule mit
Begeisterung die 1jährige Frauenschule und danach die 4jährige
Schriftsetzerlehre.
Im April 78 nahm ich meine Arbeit bei der Firma Promoset auf, der heutigen
CCP AG. Mit dieser zogen wir 1984 in der Matte ein. Auch ich suchte eine
Wohnung in der Matte, schliesslich zieht es einen immer dorthin zurück, wo
man geboren wurde. Erst 1989 fand ich mein Plätzchen hier unten.
Jacqueline: Die Matte als Arbeitsort - Wohnort: Wie erlebst Du diese
Zweierbeziehung?
Evelyne: Die Mätteler sind sehr umgänglich, man muss sie nur richtig
verstehen. Es ist nicht immer einfach, ihre bodenständige Ursprache ist
nicht jedermanns Sache. Leider gibt es immer weniger von den echten
"Einheimischen". Viele Neuzuzüger haben das Bild verändert. Viele sind nicht
aktiv und engagiert für ihr Wohnquartier. Die sagen höchstens etwas, wenn
ihnen auf die eigenen Zehen "getrampelt" wird -aber sonst -!
Ich finde halt, dass man/frau etwas machen muss: für die anderen, für die
Umgebung, in der man lebt, und damit auch etwas für sich selber.
Jacqueline: Deine persönlichen Anliegen, die wie ein roter Faden durch
Dein Leben ziehen?
Evelyne: Roter Faden? Die variieren, die kommen auf den Moment draufan.
Ich kann mich verbeissen in etwas bis es durchgestanden ist.
Ich mag Menschen - und diese in meiner Nähe. Ich höre gerne zu und packe
an, wenn ich helfen kann. Dabei muss ich aufpassen, dass ich mich selber
nicht aus den Augen verliere. Dies ist eine neue Erfahrung. Bis vor einem
Jahr hatte ich nie ein Gefühl des Verlorenseins - ich bin eine Löwin, ich
kann alles! Bis ich dann bitter merken musste, dass bei vielen Menschen
keine Substanz hinter dem grossen Gebrüll vorhanden war.
Jacqueline: Die Stellung Deines Berufs und die Bedeutung des Verlusts. Wie
gehst Du damit um?
Evelyne: Meinen Beruf liebe ich sehr und er hat einen grossen Stellenwert.
Aber mein Motto lautet: "Alles ist für etwas - mach das beste daraus." Ich
glaube fest daran, dass irgendwo ein Törchen oder sogar Tor aufgeht, und ich
den Weg weiter vor mir liegen sehe. Manchmal sieht man den Sinn einer Sache
nicht ein, aber der kommt sicher noch.
Mein Vater war ein ausgesprochener Patriarch, sehr streng. Vielleicht war
das eine gute Schule, sonst hätte ich in diesem schnellebigen Beruf schon
längstens aufgegeben. Der Beruf SchriftsetzerIn, wie ich ihn gelernt habe,
existiert ja schon lange nicht mehr in dieser hochtechnisierten Welt. Aber
ich habe mich immer mit offenen Augen allen Neuerungen gestellt.
Missliche Umstände zwingen mich nun, meine Stelle zu verlassen. Ich weiss
noch nicht, wie meine berufliche Zukunft aussehen wird. Ich habe mich schon
auf mehrere Stellen gemeldet, aber - . Ich arbeite gerne mit Menschen und
glaube auch, einen guten Draht zu besitzen; ich kann ihnen helfen und auf
den Weg geben . Auch möchte ich mein Organisationstalent mit meiner Arbeit
verbinden können. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und glaube fest an mein
Törchen.
Jacqueline: Deine privaten Zukunftspläne?
Evelyne: Mein Privatleben ist erwärmt von Sonnenstrahlen! Ich kann mich
voll auf meinen Partner verlassen. Er gibt mir Kraft und hilft mir.
Normalerweise betrachte ich das als mein Ressort - Hilfe, Kraft, Energie. So
ist dies eine neue und schöne Erfahrung aus meiner nächsten Umgebung,
Unterstützung zu erfahren: von meinem Partner, meiner Mutter und Schwester -
ein warmes Gefühl.
Jacqueline: Wie charakterisierst Du dich selber?
Evelyne: Au schwierig? Ich kann nicht heucheln. Ich zeige meine schlechten
Launen und da egge ich an - das ist eindeutig eine Schwäche. Ja und zu
gutmütig bin ich auch, ich könnte mein letztes geben, wenn es jemandem
schlecht geht. Aber Profiteure mag ich denn gar nicht. Auch mit dem
Abgrenzen habe ich so meine Schwierigkeiten.
Jacqueline: Wie hast Du die Mattenbewohner in Deinem Jahr als
Vorstandsmitglied erlebt?
Evelyne: Ich glaube, dass ich eine sehr gute Beziehung zu den Mätteler
pflege. Doch während meinem Vorstandsjahr hatte ich plötzlich den Eindruck,
ich sei der "Chüderchübu" für gewisse Personen, ihre "Klagemauer". Alle
meine Bemühungen diese "Ausrüfer" an die richtige Stelle zu verweisen,
erwiesen sich als fruchtlos. Irgendwie sollte ich plötzlich für alles
Unangenehme, Schlechte verantwortlich sein. Das überstieg meine Kräfte. Ich
fühlte mich als Opfer und ausgenützt.
Gerade diejenigen, die am meisten gewettert hatten, sah ich dann an der
Hauptversammlung nicht, glänzten durch Abwesenheit! - Das schmerzt.
Jacqueline: Was möchtest Du den Bewohnern persönlich mitteilen?
Evelyne: Liebi Mätteler, versucht doch, das beste aus unserer Lage zu
machen. Wir sind selbstverantwortlich für die Zustände in der Matte. Niemand
hat interveniert, noch Einsprache erhoben. Der Lärmpegel darf nicht ans
"Läbige".
Jeder Einzelbewohner muss sich selber für seine Wohnqualität einsetzen.
Der Matte-Leist ist nicht allmächtig und omniverantwortlich. Jeder muss
letztlich für sich selber grad stehen und muss Verantwortung auch
wahrnehmen. D. h. selber schreiben, telefonieren - selber mutig sein und
nicht hintendurch Schuldzuweisungen machen.
Jacqueline: Welches ist Dein grösster persönlicher Wunschtraum und welchen
hegst Du für die Matte?
Evelyne: Gesundheit! Grad ich weiss, wie wichtig es ist gesund zu sein.
Ich wünsche mir gute Gesundheit. Alles andere kann man sich erschaffen oder
kaufen.
Für die Matte habe ich eine Vision: eine saubere Matte! Das
Verkehrsproblem kann ich nicht lösen, aber eine vernünftige Regelung wäre
schon visionär!!
Jahresbericht des Präsidenten
Er dankt allen Bewohnern und Unternehmern für ihre engagierte und
finanzielle Unterstützung. (Beflaggung, Parkvignette, Matte-Pin, Matte-Abend
im Wasserwerk, usw.)
Bern in Blumen
W. Iseli 169 Beteiligte konnten prämiert werden. Er hofft, dass 1994 noch
mehr Blumen in den Fenstern sein werden.
Jahresprogramm: u.a.
Dieses sieht die gleichen Aktivitäten wie 1993 vor, Sommernachtsplausch
Samstag, 2. Juli 1994; Altersausflug (mögliche Sponsoren ACS, Uttiger,
Broncos) und Matte-Fescht vom 3.9., zusammen mit Nydegg-Brügge-Fescht
Leist-Mitglieder haben das ausführliche Protokoll per Post bereits
erhalten! wer genaueres wissen möchte, kann das Protokoll über unser
Postfach 29, verlangen.
Zur Orientierung möchte ich sagen, dass der "Matte-Cup" mit dem Quartier
oder der heutigen Aare-Republik nichts zu tun hat. Sein Name kommt daher,
weil der Wanderpreis seinerzeit durch das Restaurant Matte zur Verfügung
gestellt wurde.
Matte-Cup - "Olé oder Adieu - das ist hier die Frage" würde heute
Shakespeare gesagt haben.
Olé - weil das Rennen unter den bestmöglichen Voraussetzungen, d. h. Sonne
und ausgezeichneten Schneeverhältnissen durchgeführt werden konnte und alle
Teilnehmer einen riesigen Plausch hatten.
Adieu - weil die Teilnehmerzahl so klein war, dass das Ganze eher einem
grösseren Familienausflug glich. Dabei hatte sich das OK in Sachen
Publikation so grosse Mühe gegeben, dass sogar der Matte-Leist erfahren
hatte, dass ein Matte-Cup überhaupt existiert.
Das Rennen wäre ohne die aktive Teilnahme von etlichen Mitarbeitern der
Stadtmühle und ohne "Bären-Taxi", welche einen Kleincar zu einem
Schlagerpreis zur Verfügung gestellt hatte, gar nicht möglich gewesen. Umso
mehr freuen wir uns, dass die ganze Sache so gut über die Runden gelaufen
ist.
Rangliste
1. Riedo Felix, 37.44
2. Götschmann Hermann 37.95
3. Müller Walter 39.55
Diese Rubrik beleuchtet das aktuelle Kulturgeschehen und den
Galeriebetrieb in der Matte. Berichtet auch über die gute alte oder
aufregende neue Matte-Kultur. Schreibt mit, liebe
Kulturtäter, Künstler und Lebenskünstler in der Matte!
Galerie Nydegg, Mattenenge 7
Ausstellung vom 13. April bis 1. Mai 1994
Tatjana Chirikova, geboren 1952 in Estland, lässt in ihren Werken eine
innere Mystik zum Ausdruck kommen, wie sie in jedem in uns schlummert.
c/o Suti Galerie & Edition, Gerberngasse 15
Ausstellung vom 31. März bis 24. April 1994
Esther van der Bie, "nature morte" 1994,
Stadtmühle Galerie, Mühlenplatz 15
Ausstellung vom 8. bis 22. April 1994
AESCHBACHER, Bilder, Drucke, Objekte
was hier steht liegt in Ihrer Verantwortlichkeit! Vorschauen und Visionen
sind schriftlich an Rosmarie Bernasconi, Postfach 263, 3000 Bern 13, zu
senden. Sei auch ein Schreibtäter!
Wohnen Sie in der Matte? Verstehen Sie etwas vom Strassenverkehr? Raten Sie mit, antworten Sie mit ja oder nein!
Auflösung: Korrekt wäre zwei mal ja, schön wäre zwei mal nein, freuen würden mich 1. nein, 2. ja und die richtige Antwort lautet: 1. ja und 2. nein, so geschehen in der Republik Matte.
Liebe Matte-Bewohnerinnen und Matte-Bewohner, wir hoffen, dass Sie sich
glücklich schätzen, im letzten richtigen Stadt-Quartier auf der
Aarehalbinsel zu wohnen.
Der Matte-Leist versucht, dass die Interessen der MättelerInnen gegenüber
den Stadbehörden und der Öffentlichkeit aktiv vertreten werden. Er leistet
intensive Arbeit für
Sie profitieren laufend davon!
Zum Beispiel mit der Gratis - Autovignette, den Anlässen, der
Weihnachtsbeleuchtung, den Vorstössen bei den Stadtbehörden....
Helfen Sie darum mit, den Matte-Leist zu stärken:
Sie tun das in erster Linie für Ihr Wohlbefinden. Wir haben nur gemeinsam die Kraft, uns für unsere Anliegen der Matte durchzusetzen.
Es kostet fast nichts und es hilft so viel! Der Jahresbeitrag beträgt Fr.
25.--. Benützen Sie den Anmeldetalon auf der letzten Seite und füllen Sie
ihn heute noch aus.
Uebrigens: Ohne einen initiativen Matte-Leist wäre unser Quartier
wahrscheinlich längst Abfallkübel der Stadt Bern geworden.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit
Mittwoch, 4. Mai 1994, 20.00 Uhr, im Berchtoldshaus, Mattenenge 1.
Thema: Verkehrsmassnahmen in der Matte
1. Begründung zur Massnahme Einführung Tempo 30
2. Parkplatzsituation
Die Herren Dr. Wasserfallen, Polizeidirektor, und Major Stadtmann,
Stadtpolizei, geben Auskunft und nehmen Stellung.
Wir erwarten alle interessierten Bewohner und Gewerbetreibende der Matte
zu dieser wichtigen Aussprache. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr!
Vor einem Jahr haben die
Wasserwerkler hoch und heilig versprochen etwas gegen die
Verkehrsbelästigungen durch ihre Besucher zu unternehmen. Herzig war
besonders der fromme Wunsch, die Besucher kämen mit dem Velo in die Matte.
Welche Mühe hat man sich seinerzeit gegeben, die Tanzdiele verschwinden zu
lassen. Bloss um kurz darauf im Verkehrsgewühl der kultivierten Wasserlöser
zu ersticken!
Wenn mich jemand nach den Verkehrsspitzen in der Matte fragt, antworte
ich: morgens zwischen sieben und acht, abends zwischen fünf und sechs und
nachts zwischen zwei und vier. Einen grossen Vorteil allerdings hat der
nächtliche Verkehrsschub immerhin: um diese Zeit werden nur selten Kinder
überfahren.
Was tun die sonst so tifigen Leute vom Leist? Nicht viel: der Präsident,
so hat man vernommen, neigt bereits etwas zu Schwerhörigkeit, der
Vizepräsident geht nie vor drei Uhr morgens ins Bett und wohnt sowieso nicht
im Quartier, und die anderen Vorständeler tragen es mit Fassung.
aus "Das Zauberbuch"
von Hans Kruppa; lucy körner Verlag
... "Meine erste Frage lautet:
was ist das Wichtigste im Leben?"
"Das Wichtigste im Leben
Ist die Liebe,
denn sie allein
lässt das Licht
in uns erstrahlen." ...
Der Frühling öffnet Ihre Fenster
und bringt Licht in offene Herzen.