Matte-Zytig November 1992
Hüt möcht i euch e chly vo der
Aareschtrass verzeue. Aber nid vo der Hüttige mit däm
schtarre Gländer u der Breiti, dass d’Outo
chöi dürepfure u nes schtatt nach Aarewasser, vo
Benzin schtinkt. Nei, vom früechere Aareschträssli
möcht i brichte, wos no mit ere dicke Muur gäge
d’Aare isch abgschirmt gsi, u wo me so gäbig het
chönne drüberlige u de Fischer zueluege, wo ihri
Würm badet hei. Denn sy schtämmigi Ross wo e
Meterbänne zoge hei, derhärtrottet, Welofahrer sy
verby gradlet u hie u da isch sogar es Zehnderli dürepfuret.
Aber o d’Bereiter sy gärn dür
d’Aareschtrass gritte, hei uf ihrne brave Draguner
d’Häls de Hüser zuekehrt u
glüsslet öb es härzigs Meitschi am
Fänschter schtandi. I gloube fasch, es paar vo dene
fäudgraue Manne hei ir Aareschtrasse e Schatz gha.
D’Ching sy de aube vo de Eutere gschickt worde hinger dene
Kolonne nach z’louffe u d’Rossgumele zäme
z’läse.
Uf de Bänk under de Akazie sy
d’Müetere ghöcklet, hei glismet u derzue
über di nöischte Nachrichte tampet, während
Ching tschigglet, oder bädelet hei. I der Aareschtrass het me
sech herrlech chönne vertöörle. Ja, mir sy
sogar aube unger der Chirchefäudbrügg ds Bort uf
klätteret u uf e schreg Schteisocku, wo ds Grüscht
drin verankeret isch, ga aberütsche, bis
d’Röck u d’Gloschli sy
düregripset gsi.
Im Winter het Aareschtrass ihre bsundere Reiz gha.
Schaare vo Möve sy überem Wasser gfloge u hei nach
Fueter kräit. Wi hani doch aube Fröid gha, we di
wysse Vögu i elegantem Flug d’Brotschtückli
ufgfange hei, wo ni ne höch i d’Luft gschosse ha.
D’Schwelle, wo d’Aare jahr y, Jahr us
drüber abetooset, sy im Winter i ne Polarlandschaft verwandlet
worde.
U wenn ds Münschter isch belüchtet
worde, u sy Marmorglanz uf de dunkle Wäue het la tanze, oder
WE es Huuri im verschneite Aarewäudli
ghüület het, ja, de isch es mir vorcho WI WE
d’Matte i nes Märli touchet wär.
Aber no öppis ganz bsunders hei mir Matteching
gha, wo präzys i üses Märliland passt het,
nämlech es Häxehüsi, samt der Häx.
Das clyne Hüsi schteit NO hüt im Garte näbem
"Chemifäger-Schildhus". I üser Fantasie sy a
däm Hüsli Läbchüeche,
Zuckerhärz u Grittibänze ghanget.
D’Bewohneri, d’Häx, isch ds
Cholermüeti gsy, es chlys auts Froueli mit eme Buggeli. Sy
Nase isch zwar weder läng NO chrum gsi, u es het öppe
gar nid WI ne Häx usgseh. Sys Gsicht isch chugurund, mit eme
Schtupsnäsi u rote Bäckli, wo munter i
d’Wäut glueget hei. Di wysse Haarschträne
hets z mitts uf em Chopf zumene Chlungeli büschelet gha. Ds
Cholermöisi, WI mir ihm aube o gseit hei., het
g’hudilumperet u nes üsserscht bescheides
Läbe gfrischtet.
Wes de mit sym Sack uf em Rügge derhär
cho isch hei mir ihm nacheprüelet:
"Häxemüeti mit em Hüeti, hesch e Sack vou
Güetzi!" Ou de hets chönne chifle über di
Söipursch, wo sech feig sy Ga verschtecke. Mi Grosmueter het
mängisch mit is gschumpfe u gseit, mir söue das
Froueli doch i Rue La Aber mir heis ja nid bös gmeint, es isch
haut eifach üses Häxemüeti gsi.
Derfür hei mer ihm mängisch es paar schöni
Oepfu uf d’Fänschtersimse gleit. Aber nume wes nid
ume Wäg isch gsi, mir hei nis haut e chly gförchtet.
Es isch du afe schitter worde u bettlägerig u mi hets
nümme uf der Gass gseh. Du sy d’Grosmueter u ig hie
u da zuenim Ga es Bsüechli mache. Es isch gäge
d’Wienachte gange. Es Schümli Schnee isch
über der Aerde gläge. Am Brunne im garte sy dicki
Ischzäpfe ghanget.
Mir hei em Tandli, wo zmits im garte isch gschtande, es
paar Cherzli a gschteckt. E fyrlechi Schtimmig isch ir Luft
gläge. Isch es ächt gsy wüu es paar Manne
vom Pontonier-Fahrverein öppis bsunders im Sinn gha hei? Si
hei drum uf ne ganz bsungeri Art es paar arme Familie i der Matte e
Wiehnachts-Ueberraschig wöu mache. Bim Bootshus näbe
der Marzilibrügg hei si e Weidlig i d’Aare gla.
Drinn het der Samichlous mit eme schtrahlende Wiehnachtsböimli
Platz gno. Ou e Sack mit Päckli isch y glade worde. Zwe Manne
hei d’Rueder i ds Wasser touchet, u das Schiff isch liseli
d’Aare z’dürab gondelet. Bim
Landig-Törli, grad vor üsem
Häxehüsli hei si haut gmacht. D’Grosmueter
het z’Cholermüeti vor z’Fänschter
bettet gha, das äs däm wundersame Gschee het
chönne teil näh. Aes het sech gwunderet das soviel
Lüt uf em Schträssli umeschpaziere u wo nes "
das Schiff im Cherzeliecht, grad vor sym
Fänschter wahr gno, isch äs nümm zum
Schtunne US cho. Der Chlous isch usgschtige, mit em Sack em
Hüsli zuetrappet, u het em Müeti e Trucke uf
d’Schoos gleit, het im schöni Wiehnachte
gwünscht u isch gly wider Gange Aer het drum i der Schiffloube
NO wytteri Gabe müesse Ga verteile.
Am nächschte Morge isch Wiehnachtstag gsi, u IG
ha fasch nid möge warte bis IG zum Cholermüeti
übere ha chönne. IG ha doch müesse Ga
gwundere was ihm der Samichlous brunge het. Wo ändlech
d’Grosmueter mittmer i das armseelige Schtübli
trappet, gseh mir das Froueli überglücklech im Bett
höckle. Es het e Chopfhörer agleit gha, ds
Apparätli vor sech uf em Dachbett, u het
d’Wiehnachtspredigt glost. Das Gschänk het ihm NO
vieli schöni Schtunde bracht u ihm
d’Längizytti vertribe.
Das isch em Cholermüeti sy letschti Wiehnacht
gsy. Im Herbscht druf het es d’Ouge für immer zue
ta. Doch i de letschte Monet VO sym Läbe hets fasch nume NO VO
syr Wiehnacht zehrt. Immer u immer wider hets dervo brichtet.
U di schtarche Manne vom Pontonier-Fahrverein sy froh
gsy, das sie ihm die Fröid hei chönne mache.
Wytteri Wiehnachtsgschichtli findet Dir im Büechli "Wiehnachtsgschichtli US der Matte" vom Hedi Blank, Verlag Bargezzi. Es isch im Buechhandel erhältlech, oder bim Matteänglisch-Club.
Am 3.11. teilt uns das POLIZEIKOMMANDO DER STADT BERN mit, dass vorerst nur die Zonensignalistation TEMPO 30 in unserem Quartier, inkl. Neuordnung der Parkplätze vor der Schifflaube und dem Restaurant Fischerstübli, realisieren will, unter der Voraussetzung, dass der Gemeinderat den Kredit bewilligt. Der Leist setzt sich weiterhin für die Einführung der BLAUEN ZONE mit Parkkartenregelung, gemäss Mehrheitsbeschluss der Matte-Bevölkerung ► (s. Matte-Zytig No.2), ein. Bei Redaktionsschluss sind unsere weiteren diesbezüglichen Schritte noch nicht bekannt. Wir informieren Sie weiter über unsere Anschlagkasten, nötigenfalls auch über Flugblätter.
Unsere Mitglieder erhalten hiezu noch eine schriftliche Einladungs - wir freuen uns natürlich auch über die Teilnahme der Matte-Bewohner. Es werden u.a. wichtige Themen zur Sprache kommen, wie:
- Verkehrsmassnahmen
- Weihnachtsbeleuchtung Matte
- Matte-Zytig
- Matte-Fest
- andere Quartieranlässe
- Neu-Wahlen
Weitere Informationen und Details können Sie rechtzeitig in unseren Anschlagkästen lesen.
Welcher Mätteler kennt ihn nicht: wo er sich zur Stammtischrunde setzt wird es als offener Kamerad, wo er boxen lehrt als geistiger Vater, und wo er singt und musiziert als geselliger Unterhalter geschätzt und verehrt.
"We de e Seich über’mi
schribsch, überchunnsch eine uf d’Schnurre",
ermahnt mich Housi väterlich sanft durch Telefon.
Klick
Typisch Housi!

Doch
anders als direkt und fürsorglich lieb hatte ich Hans
Bätscher, am 15. April 1923 geboren im Zeichen des Widders an
der Wasserwerkgasse, auch gar nie in Erinnerung:
Quasi unter seinen Fittichen habe ich so einst auch die
wahre Bedeutung des geflügelten Wortes "wer nicht
hören will muss fühlen" kennengelernt... als
gestreckte Gerade aufs Nasenbein.
Richtig: Housi war mal auch "mein" Boxtrainer; hat auch
meine Beinstellung kopfschüttelnd betrachtet, geduldig
Haltung, Deckung und Schlagführung korrigiert.
Oder was der boxtechnisch wichtigen Dinge mehr sind.
ITEM
Einige Runden vor meinem ersten Boxmatch habe ich dann
das Handtuch vorsorglich selber geworfen.
Doch das sind gut 25 Jahre her. Jetzt sitze ich in
Bätschers gemütlicher Wohnung an der Gerberngasse und
darf - völlig mundschutzfrei - fragen:
wie ist Housi überhaupt zum Boxen gekommen?
Wollte oder musste er gegen die einstige Diskriminierung der
Mätteler durch die Oberstädteler mit nackten
Fäusten ankämpfen? Oder damalige
"Mattechiubischlegern" den Meister zeigen
"Chiubischleger sy angery Arschlöcher gsy"
meint Housi lachend. "Polet habe es damals zwar schon
noch eher als heute. Etwa dann, wenn die Mätteler in der
Schule oder den Beizen der Oberstadt wieder mal allzusehr
gehänselt worden seien. Doch nein- Boxkampf sei für
ihn deswegen noch lange kein Existenzkampf gewesen. Sondern bis ins
Alter von 27 Jahren ein Traumsport - weil Mutter stets gegen das
Herumboxen gewesen sei.
Als Jugendriegler im Turnverein Matte und ab 1938 als
Mittelstreckenläufer bei GGB fühlte sich Housi zuerst
zur Leichtathletik hingezogen. Spielte auch Fussball und Korbball, bis
am 29. September 1949 der Boxring Bern (Satus) wurde.
Dann hat es Housi gepackt: Sonntags und an Montagabenden
habe er dann in der Matte-Turnhalle trainiert und immerhin noch 30
Kämpfe im Schwergewicht bestritten. Und zwei
Satus-Schweizermeistertitel im Schwergewicht abgarniert.
"Schau mich an: 83 Kilo brachte ich damals auf die
Waage. Aber kein Gramm Fett!"
Heute werden es wohl um die 120 Kilos sein,
schätze ich mein stattliches Gegenüber ab.
E ganze Housi - doch nein, dazu gehört noch
vieles mehr:
allem voran Georgette seine liebe Ehefrau ("beste
Suppenköchin der Welt!"), die Housi durch den Sport
kennengelernt hat. 1948 haben die beiden geheiratet und den Sport als
Ideal auch mit ihren zwei Töchtern gelebt:
auf ausgedehnten sonntäglichen Wanderungen oder
Velotouren.
Oder langen Aarefahrten per Waidling - den Housi, als
aktiver Wasserfahrer im Aareclub Bern, perfekt beherrschte. Wen
wundert’s eigentlich: auch mit Stachel und Ruder hat sich
Housi einige Kränze geholt.
Doch auch das ist noch nicht der ganze Housi. Dazu fehlt
die Musik:
"Entweder Hockeyschlöf oder e Gitarre"
musste sich Kleinhousi mit acht Jahren entscheiden. Der
Fall war klar; für erste Gitarrengriffe genügte das
Griffbüchlein der Heilsarmee - bald darauf habe er schon mit
andern Mattegielen Strassenmusik gespielt. Um dann während
vieler Jahre etwas im Familien- und Freundeskreis das Gitarrenspiel zu
pflegen.
Erst seit seiner Pensionierung - die Arbeitskollegen des
städtischen Quartieramtes haben ihm zum Abschied eine gute
Gitarre geschenkt - hat Housi das Musizieren so richtig gepackt!
zusammen mit Burri Fritz spielt er regelmässig
im "Pöschtli" (Rathausgasse) oder an Sonntagen sporadisch im
"Mättu" auf.
Sein Repertoire: alt bis uralt, Volkstümlich,
Evergreens, Wunschkonzert.
Und was mag Housi am liebsten?
"Es eifachs Boxergschnurri" im "Mättu",
gelegentlich Session (z.b. mit Jimmy Hofer und Rolf Hofmann) betreibe
er eindeutig lieber, als falsch verstandenen Matte-Kult.
Tja - und was den Bätscher Hans ganz speziell
zum ganzen Housi macht: bald 70, steht er auch heute noch 2 mal
wöchentlich am Boxring des Boxring Bern, wo er - mit viel
Kompetenz und Engagement - junge Boxlinge zu Meistern der Boxfechtkunst
heranbildet. Notabene mit Erfolg: in den Gewichtsklassen Schwer- und
Superschwer zum Beispiel haben sich Housis Schützlinge Silvio
Durante und Thomas Fischer während den letzten Jahre gleich
einige Schweizermeistertitel geholt. Bravo Housi!
Mir Mätteler ar Aare
hei s’Härz ufem rächte Fläck,
drum lö mir üs, sigs wär es wöll,
vo Niemerem verdräcke.
Si suberi und schaffigi Lüt, das
söll
sich jede merke,
ou hei mir gärn, wenn ‘s Gäld erloubt
es Glesli Wy zum Stärke.
Git eine z’höch a under
üs-
das hei mir uf der Latte:
Es giht sit vielne Jahre scho en alte Bruuch ir Matte:
"Grings vora i d’Aare.
Mir hei arm u rich Lüüt under
üs-
mer bruuchet is nid s’schäme,
aber d’Chutte, die muess suber si,
dass mir en dra erchenne.
Mir hei no es prächtigs Gloggeglüt und halte chreftig zäme. Viel Spass
Frau R. Knuchel, Badgasse 39
für alle MATTE-Bewohner und ihren Freunden - jung und alt
SONNTAG, 20. Dezember , um 17.00 UhrDer Haupt-Programmteil wird durch die
Flädermüüsmit Christine Lauterburg, Bänz, Res & Ruth Margot, Housi Wittlin vorweihnächtlich gestaltet, umrahmt von weiteren Darbietungen.
Eintritt frei - Kollekte beim Ausgang
Weitere Details ersehen Sie in unseren Anschlagkästen.
Gerne möchten wir wiederum einige Süssigkeiten mit Kaffee und Tee, servieren - falls Sie Lust haben, Kuchen und Gebäck beizusteuern, melden Sie sich doch bei Rosmarie Bernasconi, Tel. 22 01 08, an. Sie wird sich über jedes Telefon freuen! Wir danken Ihnen schon jetzt ganz herzlich./p>
Noch einige Notizen zu den Flädermüüs

Die
Fledermäuse
(Chirptera) oder Flattertiere, die auch Fledertiere oder
Handflügel genannt werden, stellen die zweitgrösste
Ordnung der Säugetiere dar und sind in rund tausend Arten
über die ganze Welt verbreitet. In der Berner Altstadt haben
glücklicherweise fünf Exemplare überlebt.
Das sind Housi Wittlin, Christine Lauterburg, Ruth, Res und
Bänz Margot. Sie kommunizieren normalerweise mit
Ultra-Schall-Signalen, doch an Konzerten greifen sie zu andern Mitteln:
zu Jodel, Rock, Balladen und Blues.
Die meisten Fledermäuse
ernähren
sich
mit Insekten. Die Berner Fledermäuse konnten sich anpassen und
versuchen mit ihrer Musik und den hohen Gagen zu überleben.
Wir vom Matte-Leist freuen uns
natürlich,
dass
die Gage unseren Verhältnissen angepasst wurde!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Das Matte-Fest vom 5.9. wurde zu einem tollen Erfolg. Wenn auch am Vormittag, wegen der kalten und ungemütlichen Witterung, wenige Besucher das vielseitige Angebot an Unterhaltung und Ständen interessierte, erschienen sie zu zum Abendprogramm in grossen Scharen. Wir danken einerseits dem Music-Service , Adi Weiss und seinem Team, für die professionelle Vorbereitung und Durchführung. Anderseits danken wir den angrenzenden Bewohnern für das grosse Verständnis. Wir gehen davon aus, dass alle am Matte-Fest ihren Plausch hatten. Wir möchten dieses Fest zur Tradition werden lassen. Wir konnten aus verschiedenen Unzulänglichkeiten lernen und können uns 1993 nur noch verbessern!
Die Rubrik
Glück-Egge Die Rubrik,
in welcher
Sie x-was zum kaufen, tauschen oder verschenken anbieten
können. Oder mit etwas Glück x-was Langgesuchtes
gleich in der Matte finden. Im Glücks-Egge können Sie
aber auch jemandem herzlich zum Geburri gratulieren, Freude teilen,
Aerger loswerden oder sonst eine Botschaft unter die Mätteler
bringen. Ein Glück schon, wenn SIE mitmachen.
Selbstverständlich gratis! Richten Sie Ihre Zeilen an:
Matte-Leist, Postfach 79, 3000 Bern 13.
*Zwei
idealistische
Allerleier
wünschen
sich:
RAUM ZUM KREATIVEN WERKEN UND WIRKEN. Ein ausrangiertes Fabriggli
könnte das sein. Werkstatt, Keller oder Lagerschuppen. Einfach
ein Ort, wo selbst zünftige Lacher und Hammerschläge
noch frei erschallen dürfen. Nume äbe:
günstig müsste es sein. Und IN DER MATTE-unser
Wunschtraummatte!
Hinweise bitte an LOUIS
TOUJOUR. Schifflaube
28 oder
Tel. 922 08 25
Willkommen
in Bern’s einzigem Barbershop, an der Altenbergstrasse 4,
gleich rechts vom Restaurant Landhaus. Täglich (ohne Montag)
von 10.00-18.30 Uhr, (Samstag bis 16.00 Uhr) pflegt Sie Mario Stella,
ein waschechter Sizilianer, nötigenfalls unterstützt
durch Sybille Riesen.
Geniessen Sie eine
Nassrasur wie in guten
alten
Zeiten,
mit heissen und kalten Kompressen, erfrischendem Alaunstein und einem
feinen Rasierwasser. Ganze 13 Arbeitsgänge umfasst dieses
Vergnügen und kostet nicht mehr als einem andern Ort.
Weitere Dienstleistungen:
Bart
kürzen oder
"umformen", neuer, rassiger Haarschnitt, "Aeckeputze" etc. Zur
persönlichen Pflege stehen, wertvolle Produkte zur
Verfügung. Kaufen kann man diese Produkte natürlich
auch!
Der mit drei
Stühlen ausgestattete
Coiffeur-Laden strahlt eine heimelige und nostalgische
Atmosphäre aus., ebenfalls sind viele "altertümliche"
Sammelstücke zu besichtigen. Der Inhaber, Robert Riesen, hat
die Idee dazu vom ehemaligen, stadtbekannten Aeschbacher
übernommen.
Beachten Sie das Inserat
des BARBERSHOPS.
Ein Besuch
wird sich lohnen!
Sacharin und Sachar wollen
eine Ausgabe lang
fast
brav
sein.
Trotzdem, dass:
Wir wünschen allen Mättelerinnen und Mättelern eine nachdenkliche Adventszeit und frohe, freudenvolle Feste. Aber seit auf der Hut, Sacharin und Sachar werden im neuen Jahr wieder kommen!
Sehr geehrter Vorstand des
Matte-Leistes
Beiliegend
erhalten Sie
ein Blatt mit zwei
kopierten
Seiten aus Ihrer
Quartierzeitung.
Es ist ausserordentlich bedenklich, ja gerade bezeichnend, dass Sie
nicht einmal wissen, wie man den wohl bedeutensten Platz im Quartier
schreibt.
Offizielle Strassenbezeichnung gemäss Telefonbuch und
schwarzen Strassenschildern heisst richtig Mühlenplatz.
Lieber vertreiben Sie noch
die letzten
Gewerbebetriebe
aus Ihrem Quartier mit Ihren, sturen, kleinkarrierten, autofeindlichen
Massnahmen als das Sie wissen wie die schönen Plätze
heissen.
Mit freundlichen
Grüssen
Waldi, der Rauhaardackel
Lieber Waldi , Du
Rauhaardackel
Du musst wissen, ich liebe
Hunde
über alles
und
Rauhaardackel ins besondere.
Deine Rasse ist bestens bekannt, dass sie lauthals kläfft und
bellt, aber nie beisst.
Dieses Mal hast Du möglicherweise zu laut gekläfft
und bringst in Deinem Brieflein einiges durcheinander.
Pfui Waldi
Diese Rubrik
beleuchtet das
aktuelle
Kulturgeschehen und den Galeriebetrieb der Matte.
Berichtet aber auch über die gute alte oder aufregend neue
Matte-Kultur. Schreibt mit, liebe Kulturtäter,
Künstler und Lebenskünstler der Matte!
FAEH, Schifflaube 28
27. November bis Ende 1992
Erstmalig-Einmalig: Giovanni Agola, 62 jähriger Kunstmaler, feiert seine Galerie-Prémiere mit der Ausstellung seines Gesamtwerkes. Werke aus eigener Sammlung.
Januar Februar 1993
Marianne Reich, Glasobjekte
c/o Suti, Gerbenrgasse 15
26. November bis 20.
Dezember
Adrian Fahrländer, Figuren
16. Januar bis 14. Februar
1993
Stanislac Horvath: "True Story of Yron-Mike"
Bilder-Installation
25. Februar bis 28. März 1993
Hansjörg Gilgen, Objekte
Forum ETC., Klösterlistutz 18
28. November bis 13. Dezember
Weihnachtsausstellung:
TON-PAPIER. Franziska Wagner (Biel) Lisa Weber (Neapel) zeigen
kunstgewerblich-künstlerisch faszinierende Arbeiten
Galerie Nydeck, Mattenenge 7
November
Russische Ikonen
Dezember 1992 und Januar 1993
Winterpause
Ende Februar 1993
Die Walliser- Kunstmalerin, Isabelle Tabin mit Bildern
Galerie- und
Kleinkunsthalle
Zähringer
1. Dezember - 9. Januar 1993
Alex Güdel + Virginia Muro
Januar 1993
Annemarie Flückiger + Margret Künzi
Februar 1993
Regina Schlosser + Heinz Inderbitzi
Galerie- und
Kleinkunsthalle
Zähringer
4. + 5. Dezember 1992
"Eurosound 92/93 - Lieder us der Provinz- mit den Chansonnieres Sam
Michael Graf und Susi Tellenbach
8./9./10./11. Dezember 1992
Pippo Pollina + Linard Bardill in Concerto
16./18./19. Dezember 1992
"Der Eilbrief", Theaterstück von Brigitte Meng, gespielt von
Aisha Dax
30. + 31. Dezember 1992
Das TRIO DA BESTO "Wider die musikalische Armut"
13./15./16. Januar 1993
Christina Stöcklin liest und singt Burren -Texte
"nume gäng hü"
23.Januar
1993
Terzetto novanta, Kammermusik
17./.19./20. Januar 1993
Housi Wittlin und Christine Lauterburg neues Programm
30.Januar 1993
Liederstunde mit Katharina Beidler, Sopran, Hansjürg Kuhn,
Klavier
Mahagony-Hall,
Klösterlistutz 18
Das aufregend heisse Winterprogramm hängt im Kästchen
des Matte-Leist.
Der alte Mätteler
steht
kopfschüttelnd
vor dem Briefkasten an der Gerberngasse 21 a: SCI und ARW und AFP und,
herrjeh, was die wohl alle treiben da im alten Haus, in dem einst Vater
Stirnemann schreinerte und wo bis ins Frühjahr 92 die
Werkgruppe, ein Architekten- und Bauingenieurenkollektiv ihre
Pläne zeichnete.
Mit der
Büro-Badehose direkt in die
Aare,
das
ist seit Juni das Sommer-Motto der zwölf Frauen und
Männer von acht verschiedenen Organisation. Aber meistens wird
heftig gearbeitet: Die Aktion Finanzplatz Schweiz-Dritte Welt leistet
Öffentlichkeitsarbeit zu Themen wie Bankenplatz Schweiz,
Verschuldung/Entschuldung der Dritten Welt, Wirtschaftsethik usw. Der
Service Civillnternational (SCI) organisiert jährlich rund 500
freiwillige Arbeitsdienste von zwei bis vier Wochen Dauer in der ganzen
Welt. Das SCI Büro an der Gerberngasse vermittelt Leute
für diese Einsätze und organisiert die Camps in der
Schweiz. Die Arbeitsgemeinschaft für
Rüstungskontrolle und ein Waffenausfuhrverbot (ARW) setzt sich
für Abrüstung und ein Verbot der
Kriegsmaterialausfuhr ein. Kürzlich wurden die
eidgenössischen Volksinitiativen für
Abrüstung und ein Waffenausfuhrverbot eingereicht. Auch das
Sekretariat der Initiativen befindet sich an der Gerberngasse.
Die «AG Nachhaltigkeit» verfasst
ökologische und soziologische Studien im Bereich Wald,
Landschaft und Entwicklungsländer.
Auch der
STATTland-Reiseladen plant seine
Rundgänge, die dunkle und andere Ecken Bern ausleuchten
sollen, an der Gerberngasse. STATTland hat übrigens nichts mit
Wysel Gyr zu tun, musste kürzlich ein Elektriker feststellen,
als er vergeblich nach den hundert Kilo Ausschau hielt.
Vorübergehend ist
auch das Forum
gegen
Rassismus an der Gerberngasse einquartiert. Das Forumsekretariat
organisierte für den 21. November eine Tagung in Fribourg zum
geplanten Beitritt der Schweiz zur Uno-Konfenzion gegen Rassismus.
Schliesslich schreibt ein Pressebüro an der Gerberngasse
über Unwahrscheinliches, Mögliches und
längst Überfälliges. Wer sich näher
für die Bürogemeinschaft in der Matte interessiert,
ist herzlich eingeladen, mal spontan bei uns
«hereinzugüggslen».
Mitteilung der
Redaktion:
Stop! Halt! Wir verstehen
ja, dass es
Überwindung kostet, die «Matte-Zytig» aus
der Hand zu legen! Aber waren SIE oder DU schon stimmen?
altes Mattenschulhaus: b>
Samstag, 5.12.,16.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag, 6.12., 10.00 bis 12.00 Uhr
Präsident Reagan möchte als Abschiedsgeschenk das Weisse Haus noch renovieren lassen und holt verschiedene Offerten ein. Ein Österreicher, ein Deutscher und ein Schweizer bewerben sich. Der Präsident lädt die drei Parteien zwecks Detailbesprechung nach Washington ein. Als erster spricht der Österreicher vor. Der Präsident verlangt einen Kostenvoranschlag. «Mister Präsident, die Renovierungsarbeiten werden Sie auf 400 000 $ zu stehen kommen.» Reagan erkundigt sich nach der Kostenzusammensetzung. «200 000 $ für mich und 200 000 $ für Aufwand - und Materialkosten.» «Very interesting.» Als Nächster sprach der Deutsche vor und offerierte dem Präsidenten Renovierungskosten von 600 000 $. 300 000 $ für sich und 300 000 $ für Materialkosten. Als Letzter präsentierte der Schweizer dem Präsidenten einen Kostenvoranschlag von 900 000 $. Äusserst erstaunt, erkundigte sich der Präsident nach der Kostenzusammensetzung. «300 000 $ for you, Mister Präsident, 300 000 $ für mich, und für den Rest engagieren wir den Österreicher!»
Die Tendenz, sich weiterzubilden, ist trotz oder auch wegen der schlechten Wirtschaftslage immer stärker zu spüren. Menschen brechen aus ihren beruflichen Pfaden aus, sind bereit Neues zu lernen, verändern sich.
Das
PILOTPROJEKT
am ALTENBERG will eine Alternative zu herkömmlichen
Weiterbildungskurse bieten. Seit 12. Oktober 1991 bemühen sich
die zwei Initiantinnen, Esther Hirschi und Christa Seiler, welche
selber verschiedenste Berufskarrieren hinter sich haben, Leute zu
eigenem Denken anzuregen. In den ehemaligen Hafschen Garagen an der
Altenbergstrasse 40 herrscht eine eigenwillige, besondere Mischung
zwischen Alternativ-Beiz und Kunstgalerie. So eignen sich
Räume auch für Gesangsvorträge - ich erhielt
eine Kostprobe davon - beindruckt. Neben Lesungen von Dichter/Innen,
Tages- und Blockkursn, werden längerfristige Seminarien und
ein berufsbegleitendes Studien- und Projektjahr angeboten.
«Unser Ziel ist
es nicht
Fachwissen zu
vermitteln. Wir wollen Innovationskräfte, die eigenen Ideen
und Wünsche, fördern; sie erkennen und diese im
Alltag umsetzen. Kunst und Betrachtung von Zusammenhängen ist
keine Frage von Schulbildung und finanzieller Potenz. Unser Projekt
richtet sich an alle, die bereit sind, Entdeckungen zu machen, sich zu
verändern.» Ich rate allen
«Mätteler», das vielfältige
Programm zu studieren und auch zu besuchen. Ein Gang in den
«Altenberg» wird sich lohnen! Vielleicht auch nur
für einen Schwatz mit den beiden aufgestellten Frauen.
Initiativer,
aufgestellter, aber auch
rechnerisch
begabter Mensch (Frau/Mann) gesucht:
Wir vom Matte-Leist
wünschen uns in
unseren
«hektischen und lustigen Chaotenvorstand» eine
entsprechende Ergänzung als:
Kassier/in
Die
Hexen vom Vorstand
wünschen
Rene
Stirnemann
viele Telefone
Frieden - Weihnachten: Ein Fest der Freude, Freunde und des Friedens. Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Ein positiver Frieden bedeutet soziale Gerechtigkeit; d. h., dass alle Menschen ihre Grundbedürfnisse befriedigen und sich Selbstbestimmung verschaffen können - alle Menschen, alle haben ein Recht darauf. Lasst uns offen in die Zukunft schauen und offen in die Augen anderer Menschen blicken. Lasst uns näher rücken, machen wir noch etwas Platz für jemanden, es bläst ein kalter Wind, lasst uns einander wärmen. Ich wünsche Ihnen schöne Feste und eine offene Zukunft. Ihre