Matte-Zytig August 1992

Das Matte-Fest 1992 vom Samstag, 5. September 1992,
rückt näher, und wir freuen uns, Ihnen
nähere Details zu diesem Anlass mitteilen zu können.
Wie bereits früher erwähnt, wird das
diesjährige Matte-Fest im Auftrag des Matte-Leists durch
Music-Service - auch schon langjährige Mätteler -
organisiert. Was wird geboten? In der Gerberngasse und der Schifflaube
wird von morgens 9.00 Uhr bis am Nachmittag ein bunter Märit
stattfinden. Auf dem Mühleplatz beginnt das Matte-Fest
ebenfalls um 9.00 Uhr mit einer Jazzmatine; eine bekannte
Dixieland-Band wird zum reichhaltigen Zmorge aufspielen. Auch zum
Mittagessen wird mit vielfältigen Gerichten und
Getränken für das leibliche Wohl der Besucher
gesorgt. Ab 17.00 Uhr folgen Konzerte, einen ganzen Sommerabend lang...
Ab 16.00 Uhr wird der Mühleplatz geräumt und
gereinigt, um für die Konzertbühne bereit zu sein. Da
dieses Matte-Fest selbsttragend sein muss, kostet der Eintritt auf den
Mühleplatz ab 17.00 Uhr Fr. 20.-.
Vorverkauf: BZ-Schalter, Zeughausgasse 14 und
Musik Bestgen, Spitalgasse 4.
Selbstverständlich bleibt aber die Festwirtschaft in der
Gerberngasse für jeden Besucher zugänglich, die
Restaurants sind geöffnet - für jeden wird sich etwas
finden! Der Matte - Leist z. B. hat unter den lauschigen
Bäumen neben dem alten Waschhaus eine Weinstube geplant...
Die Konzerte dauern bis um 24.00 Uhr, die
Festwirtschaft bis 02.00 Uhr.
Musik auf dem MühlenplatzRöfe Hoffmanns Party-Dolls
Die Jimy-Hofer-Band, immer wieder gern
gehört und gesehen!
Die Hitparadenstürmer Span und die bestens
bekannten Bärner Giele Patent Ochsner .
Mühleplatz:
Ab Freitag, 4. September 1992, 12.00 Uhr: autofrei
ab Gerberngasse Nr .12 bis Schifflaube Nr .12:
ab Samstag, 5. September 1992, 6.00 Uhr: autofrei und Durchfahrt Matte
gesperrt!
So, das wäre die letzte Information im Vorfeld
des diesjährigen Matte-Festes! Wir freuen uns auf das Fest und
wünschen Ihnen allen viel Spass und gute Unterhaltung. Und wir
bitten Sie, Geduld und Verständnis zu haben, wenn für
einmal in der Matte etwas mehr Rummel und Lärm herrscht als
sonst - und schliesslich gilt die Matte ja als eines der
festfreudigsten, unternehmungslustigsten und lebhaftesten Quartiere von
Bern!
Schönes Matte-Fest 1992!

Da darf der Leist nicht fehlen! in unserer Weinstube bei Brot und Käse freuen wir uns auf einen Schwatz mit Ihnen! Auf bald!
Vorerst erlaube ich mir, uns auf die Schultern zu
klopfen: unsere "Matte-Zytig" Nr. 1 ist vorzüglich gelungen
und auf viel Begeisterung gestossen. Nochmals dem Redaktions- Team
vielen Dank. Herzlichen Dank auch unseren Inserenten welche die
"Matte-Zytig" ermöglichen. Die "Schreib- hexe" hat einige
verhext, uns zu schreiben... Es dürfen noch mehr sein !
Übrigens: Wir möchten uns entschuldigen, wenn einige
"Auswärtige" diese Nummer nicht erhalten haben. Wir werden in
Zukunft die Zeitung auch im Gebiet Nydeggstalden, Läuferplatz
und Längmur vertragen.
Obwohl wir das Sommernachtsfest vom 13. Juni auf den 27. Juni
verschieben mussten, war die Beteiligung erstaunlich gross.
Ungefähr 80 Gäste amüsierten sich bei
gemütlichem Grill, den feinen Matte-Froue-Salaten, sowie dem
schmackhaften Fischerstübli-Risotto und an Darbietungen der
"Flädermüüs" bestens. Es war "z'fride
wie-nes Schytt" !
Am längsten Tag, Sonntag, 21. Juni, mit den längsten
Treppen, konnten sich bloss ein halbes Dutzend aufraffen, die Strapazen
auf sich zu nehmen - dabei war es gar nicht so schlimm! Sondern sehr
schön und interessant. Der krönende Abschluss auf dem
Münsterturm, mit prächtiger Rundsicht und Apero...
Merci, Peter Probst.
Mit grosser Zufriedenheit blicke ich auf die erfolgte Abstimmung zu
unseren Verkehrsmassnahmen zurück und danke für das
Interesse. Wir berichten hier an anderer Stelle über das
repräsentative Resultat.
Wir danken auch für den freiwilligen Einsatz der Feuerwehr KP2
zur 1. August-Beflaggung; die drei neuen Zunftfahnen runden unsere
Matte-Dekoration sinnvoll ab!
Samstag, 29. August, sind unsere junggebliebenen Alten auf ihrem
Ausflug ins Emmental, mit Car, Ross-Wagen und einem Zvieri (Auskunft
über Organisator Kaspar Woker, Telefon
22 68 59). Wir wünschen den Reisenden tolles
Wetter und viel Vergnügen.
Und nun freuen wir uns alle natürlich auf das grosse Matte -
Fest vom Samstag, 5. September. Wir danken im voraus den Bewohnern,
welche Verständnis für die Unannehmlichkeiten zeigen.
Mitmachen, teilnehmen, sich vergnügen... Unser Tip!
Die vorgeschlagenen Verkehrsmassnahmen in der Matte
wurden an einer schriftlichen Umfrage bei Bewohnern und Gewerbe mit 78%
JA-Stimmen angenommen.
Wie Sie vielleicht schon wissen, wurden all diese Vorhaben an einer
ausserordentlichen Versammlung am 28. November 1991 bereits von einer
grossen Mehrheit angenommen. Im nachhinein beanstandeten einige
bedeutende Gewerbebetriebe in der Matte, sie seien an dieser
Versammlung untervertreten gewesen - allerdings aus eigenem
Verschulden. Aus diesem Grunde entschloss sich der Leist, eine
repräsentative Umfrage zu starten, welche nun am 12. Juli
abgeschlossen und ausgewertet wurde.
Bei einer Beteiligung von 33% verteilen sich die Stimmen wie folgt:
| Ja | mit Auto inkl. Mitarb. | Nein | mit Auto inkl. Mitarb. | |
|---|---|---|---|---|
| Hauahalte | 154 | 104 | 28 | 28 |
| Gewerbe | 35 | 85 | 25 | 125 |
| Total | 189 | 189 | 53 | 153 |
Folgerungen:
Mit eindeutigem Mehr haben die (Privat-)Haushalte mit
eigenem Auto zugestimmt. Gegenüber den Haushalten
beträgt die Stimmbeteiligung des Gewerbes fast 90%, wobei als
Erstaunlichstes (oder Erfreulichstes) dabei auffällt, dass
auch hier die Mehrheit zustimmt. Wir hoffen, dass die
«Unterlegenen» diesen Entscheid annehmen
können. Die Umfrage zeigt auch, dass ca.
200 Arbeitnehmer ihr Auto in der Matte parkieren ! Wir haben
nun sofort die Stadtpolizei, Verkehrsabteilung und Verkehrsinspektorat
über unsere Umfrage informiert, und sie beauftragt, die
entsprechenden Schritte einzuleiten. Diese sind: Tempo 30
(Läuferplatz bis ausgangs Schifflaube) .Verkehrshemmende
Massnahmen (Querstellen von Parkplätzen etc.). Blaue Zone und
Anwohner-Vignette. Wir danken nochmals allen Beteiligten für
ihr reges Interesse und grosses Verständnis für die
Anliegen unserer Zeit.
Ich trete ein in ein grosses Haus und steige langsam die Treppen hoch. Geräusche empfangen mich im dämmrigen Licht, von irgendwoher ertönen vereinzelte Klänge einer Gitarre, hier schlägt eine Türe zu und von oben Kindergelächter und Geplapper. Durch die helle, sonnige Wohnung werde ich von Therese zur hinteren Gartenlaube geführt Diese Ecke strahlt Wärme aus, und langsam steigen wir ein in unser Gespräch, das ich mit den üblichen Fragen beginne:
Mit einer
Liste vorbereiteter Fragen erschien ich bei Therese und verliess sie
mit dem Gefühl, gerade zwei wichtige Stunden für mich
persönlich verbracht zu haben.
Wer ist diese Frau Therese Siffert? Ein Paradiesvogel? Eine Frau
« Dampf in allen Gassen » ? Eine schillernde
Persönlichkeit oder etwa Miss Matte-Leist? Nein, solche
Ausdrücke wollen nicht zu dieser zierlichen Frau passen. Eher
würde ich sagen, dass sie nachdenklich wirkt,
zurückgezogen - und doch unheimlich präsent. Eine
stille Aura umgibt Therese, doch spürt man das enorme
Energiepotential, das in ihr ruht und nur darauf wartet, aktiviert zu
werden - immer wieder von neuem
Ein roter Faden zieht sich durch den Werdegang von Therese: Sie packt
ihre Träume an,' glaubt an sie, und dadurch verwirklichen sie
sich auch. Therese kann nichts fortwerfen oder brach liegen lassen. Sie
muss wiederverwerten, erneuern, aufbauen, mit ihren Händen und
mit viel Herz anfassen und damit ein Ziel erreichen.
«Matte-Zytig»: Therese wie bist du
eigentlich mit der Matte verbunden?
Therese: Mein Vater wuchs im Altenberg und am Bowäger auf.
Dadurch kam ich oft in die Matte. Wie ein «Flash»
taucht immer wieder ein hell erleuchtetes Haus in meinen
Kindheitserinnerungen auf - heute wohne ich darin. Während der
Ausbildung zur Heimerzieherin besuchte ich oft Fritz Eichenberger in
seiner Schreinerei in der Matte und half und werkte, wo ich konnte. Ich
musste mit den Händen arbeiten nebst all der Theorie meiner
Ausbildung. Nach verschiedenen Schreiner-Stages fand ich 1980, nebst
meiner Wohnung, Räumlichkeiten in der Matte. In letzteren
eröffnete ich mit Halbprofimaschinen und dem Werkzeug meines
Grossvaters meine erste Werkstatt. Ich hatte auch schon Kunden, die
mich von meiner Zeit in der Gürbental-Schreinerei kannten.
Durch Frau Gasser, dem Mattenunikum mit schwarzem Pudel Charly, lernte
ich Hans Sahli kennen. So kam ich in seine Schreinerei, und dann ging
es weiter...
Mit funkelnden Augen erzählt Therese wie sie in
den Schuttmulden nicht nur Holz und Nägel fand, sondern auch
Glas, schönes Glas. So begann sie hobbymässig mit dem
Gestalten von Tiffanylampen. Als sie schwanger wurde, nicht mehr schwer
heben konnte, beschäftigte sich Therese intensiver mit Glas.
Als Therese einen Brennofen zum Gebrauch erhielt, schienen keine
Grenzen mehr gesetzt.
Therese: Seit 1984 betreibe ich nebst der Restaurierung
auch ein Glasatelier. Für mich ist es wichtig,
ästhetische Gegenstände zu kreieren, ich nenne das
angewandte Kunst. 1991 hatte ich die Möglichkeit, meine
Jugendstillampen, Spiegel, den Schmuck, Schalen usw. im Kornhaus
auszustellen. Für mich ein Ziel, das ich erreichen wollte.
Ziele waren für mich immer erstrebenswert. Dieses Jahr erfuhr
ich aber zum ersten Mal, wie schön es sein kann, ohne Ziele zu
arbeiten. Stell dir vor, ich leistete mir zwei Monate Zeit, nur um
verschiedene Schmelztechniken (Fusing) auszuprobieren. Es war eine
absolut tolle Zeit, zu beobachten, wie verschiedene Materialien
zusammen harmonieren oder eben gar nicht.
«Matte-Zytig»: Wie bringst du deine
Familie und deinen Schaffensdrang unter einen Hut? Therese:
Für mich steht meine Familie schon an erster Stelle. Damit ich
meiner Familie viel geben kann, muss es mir selber auch gut gehen. Es
ist nicht einfach (Anmerkung der Redaktion: Es ist faszinierend zu
beobachten, wie Therese in sich geht, spürt und dann versucht,
ihre Gefühle zu formulieren) -klar, wenn mich die Kinder
brauchen, lasse ich alles fallen. Wenn es aber über lange
Zeit. ein Gehetze wird und ich mir jede freie Minute stehlen muss,
fühle ich eine gewisse Unzufriedenheit hochkriechen, und
darunter leidet dann wieder meine Familie. Die Arbeit gibt mir
«zfriednigi Büglimomänt» .
«Matte-Zytig»: Therese als
Mutter-.:Künstlerin-Frau; geht das alles?
Therese: Ich glaube nicht, dass die Kinder meine Arbeit als Konkurrenz
empfinden, im Gegenteil. Sie kommen oft in die Werkstatt,
hämmern oder spielen dort. Ich fühle mich auch nie
gestört durch sie. Ich freue mich, wenn sie da sind, und das
spüren sie. Ich muss auch sagen, dass ich immer
Superlösungen gefunden habe, durch die Eltern, die
hüteten oder Claude, der Zeit hatte, und jetzt
natürlich auch durch die tolle Wohnsituation. Die Kinder
empfangen Zuwendung und Liebe, das ist wichtig! Als Frau, da muss ich
mir ab und zu Zeit nehmen. Seit einem Jahr geht es schon viel besser,
Luca ist jetzt sechseinhalb und Laura vier Jahre alt; da liegt ein
gemeinsamer Kino-, Theater- oder Konzertbesuch gut drin und ab und zu
auch ein Ausgang alleine oder ein Astrologiekurs! A propos Thema Frau:
Es ist für mich auch toll, eine gewisse
Frauensolidarität zu spüren. Es gibt viele Frauen,
die zu mir kommen mit alten Erbstücken oder defekten
Möbel. Das rührt sicher auch daher, weil sie wissen,
dass ich «giftfrei» arbeite, d.h. nur mit
Naturprodukten, enorm wichtig, wenn Kinder im Haushalt leben. Auch
arbeite ich mit einem Team diplomierter Tapeziererinnen zusammen. Frau
zieht sich an, geben sich Aufträge, vermitteln - ein gutes
Gefühl.
«Matte-Zytig»: Eine solche aktive
Frau wie du, hast du nie daran gedacht, in die Politik einzusteigen?
Therese: Nein, nie, das ist mir zu weit weg. Ich muss konkret sehen,
was ich bewirke. Eine Art «vor der Haustüre etwas
erreichen», deswegen stimmte für mich meine
siebenjährige Tätigkeit im Matte-Vorstand und als
Delegierte der Tanzdiele. Mit gezielten Aktionen konnte ich mich
einsetzen und bewirkte auch einige Verbesserungen in der
Verkehrsregelung, die ja jetzt, wie es aussieht, zu einer annehmbaren
Lösung kommt.
«Matte-Zytig» : Es gäbe
noch so viel zu erzählen, aber aus Platzgründen
musste ich hier den Artikel abbrechen. Eines möchte ich noch
hinzufügen: Therese sagt sehr richtig: «Es braucht
so wenig, um etwas zu erreichen. Man muss sich einsetzen, anfassen, um
weiterzukommen. Warum verschwenden soviele Leute ihre Zeit mit
Geschwätz, Neid und Verbitterung? Jeder kann seine
Träume verwirklichen. Er muss nur seine eigenen
Träume entwickeln.» Etwas ganz Wichtiges, das ich
aus diesem Gespräch gelernt habe, möchte ich ganz
persönlich noch weitergeben: Eigentlich habe ich nie
aufgehört zu träumen, was ich verlernt hatte, war,
meine Träume aktiv anzupacken und zu verwirklichen.
Vielen Dank.
Die Rubrik Glücksegge
Die Rubrik, in welcher Sie etwas zum Kaufen, Tauschen oder Verschenken
anbieten können. Oder mit etwas Glück etwas
Langgesuchtes gleich in der Matte finden. Im Glücks-Egge
können Sie aber auch jemandem herzlich zum
«Geburri» gratulieren, Freude teilen,
Ärger loswerden oder sonst eine Botschaft unter die
Mätteler bringen.
Ein Glück schon, wenn Sie mitmachen.
Selbstverständlich gratis! Richten Sie Ihre Zeilen an:
Matte-Leist, Postfach 79, 3000 Bern 13.
Natürlich kein Modegeschäft
gewöhnlicher Art, sondern eine First- und Second-Hand-Boutique
wird am 29. August in der ehemaligen Bäckerei Hirsbrunner ihre
Pforten öffnen.
Das Ziel der beiden Inhaberinnen, Therese Hirsbrunner (Widderfrau) und
Eva Mösch (Fischfrau), ist es, einer mode- bewussten
Kundschaft sowohl exklusive Einzelstücke aus
Restbeständen grosser Namen als auch gut erhaltene Kleider aus
privater Hand anzubieten .
Falls Sie also Lust auf ein neues «Out-Fit»
verspüren sollten oder Platz in ihrem Kleiderschrank
benötigen: Ein Besuch in der Aare-Boutique wird sich alleweil
lohnen. Wir wünschen den zwei neuen Unternehmerinnen viel
Erfolg und hoffen, dass sie sich in der Matte wohlfühlen
werden.
«Langsam! Halt! Links! Aufrichten! Gut!
Senkeln!»
Die Befehle, die Feuerwehrkorporal Lüthi Jakob seinen Mannen
erteilt, sind knapp. Aber präzis: das Ende der fahr- und
drehbaren Auszugsleiter ist nun genau an dem Punkt, an dem auch die
1.- August-Beflaggung 1992 ihr Ende hat. Ein Schwindelfreier
der Feuerwehrkompagnie steigt noch ein- mal die Sprossen hinauf, um
auch die letzte Fahne aus dem Halterungsrohr zu ziehen.
Wie viele Fahnen und Flaggen waren es denn insgesamt? Lüthi
Jakob zählt deren 20 - also noch nicht gerade ein Fahnenmeer.
Trotzdem habe sie die Beflaggung vom 28. Juli bis beinahe um
Mitternacht in Trab gehalten. Viel Zeit und Schweiss wäre
dabei vor allem bei der Erstmontage geflossen: Verkehr regeln, Leiter
verschieben, ausmessen, Kabelrolle und Bohrmaschine hinaufziehen,
bohren, schrauben... und nirgendwo auch nur ein Bierchen auf dem
Fenstersims! Auch kein Dankeschön? Bei 19 der 20
«Beflaggten» hätten sie durchaus positive
Reaktionen erlebt (besonders seitens der Zunftfahnen-Besitzer),
erinnert sich der Feuerwehrkorporal gerne an die rundum
geglückte Übung zurück. Und jetzt?
«Leiter einziehen! Alle Fahnen ins Depot und alle Mannen ins
Mülirad!»
Marcels und Edis Kürbisgericht
Zutaten:
1 ganzer Kürbis (so gross, dass er noch in den Ofen passt)
1 ganzes Poulet
2 Zwiebeln
4 Karotten mittel
100 g Sellerie
2 Stengel Lauch ca.
2 I Hühnerbouillon
Lorbeer, Nägeli, Pfeffer, Salz, Öl
Zubereitung: Sternförmig
einen Deckel aus dem Kürbis schneiden und vorsichtig abheben.
Mit einem Löffel die Kernen entfernen (ohne den
Kürbis zu beschädigen). Poulet in acht
Stücke zerlegen, würzen und heiss anbraten. Das ganze
Gemüse in mundgerechte Würfel schneiden. Nun das
Gemüse und das Poulet schichtweise in den Kürbis
legen. Mit Salz und Pfeffer würzen, Lorbeer und
Nägeli dazugeben und mit heisser Bouillon auffüllen.
Deckel wieder aufsetzen und im Ofen (vorgeheizt auf 220 Grad) ca. zwei
Stunden, bis der Kürbis glasiert und braun ist, braten.
Kürbis ganz servieren und vor den Gästen
öffnen. Kürbisfleisch kann mitserviert werden.
Eines der
schönsten Gartenrestaurants Bern erwachte am 22. Juli aus
einem langjährigen Dornröschenschlaf. Jede Bernerin
und jeder Berner hat es schon gesehen, denn es liegt am Kopf der
Dalmazibrücke, zwischen Gasstrasse und
Brückenstrasse, gegenüber dem Marzilibad. Nach einem
sechsmonatigen Umbau steht es nun wieder in altem Glanz da, mit einem
herrlichen kühlen Garten unter alten Kastanienbäumen
und Linden. Aber auch innen strahlt es eine einzigartige
Gemütlichkeit aus. Kein Wunder, dass sich Liebhaber echter,
schöner Quartier-Beizen auf eine Wiedergeburt freuten.
Den Charakter des Lokals werden weitgehend die beiden jungen Wirte
gestalten. Marcel Winkelmann, gelernter Koch und Kellner, kennen die
Berner als einer der früheren
Geschäftsführer des "Lorenzini" oder als Praktikant
an der "Schweizerhof"-Reception. Als Sohn einer Lysser Wirtefamilie hat
er die Gastgeberfunktion im Blut. Nicht anders ist es mit Edi
Stirnimann, dessen Eltern Hoteliers in Adelboden waren. Seine Sporen
verdiente er nach der Hotelfachschule in Australien ab, wo er unter
anderem das Restaurant des berühmten Melbourner "Park Royal
Hotel" leitete. An Ideen für kreatives Angebotskonzept sollte
es also den beiden nicht fehlen. Allerdings, so betonen sie, wollen sie
erst Schritt um Schritt zeigen, was sie kulinarisch zu bieten haben.
Die Küche sei etwas klein, was sie zu einfachen Leckerbissen
zwinge. Für die Freunde der leichten, kreativen und gesunden
Küche gebe es vom ersten Tag an eine gluschtige Auswahl. Und,
was ihnen ebenso wichtig sei, alles zu genau so sympathischen Preisen.
Wenn man die Karte studiert, findet man eine grosse Betonung der Salate
und Sandwiches. Überrascht liest man auch, dass es im
"Marzilibrücke" ein Sommerfondue gibt (übrigens
ausgezeichnet) und dass man in den Sandwiches viel Grünes
findet. Die anmächeligen Brötchen kann man
übrigens auch über die Gasse kaufen, wenn man die
Zeit zum Sonnenbaden im Marzili nutzen will. Dass es hingegen neben dem
Gurten Bier auch Swan Beer aus Australien gibt, nimmt man den beiden
Australien-Fans leicht ab. Auf jedenfall ist Bern um eine wirklich
schöne Gartenbeiz reicher. ..und das erst noch sieben Tage in
der Woche.
Das hat der «Matte-Zytig» noch gefehlt: die spitzen Zungen vom Quartier gemeinsam in einer Rubrik! Süss, aber falsch. Fort mit den braven Beiträgen, her mit der Schreibhexe und dem Schreibteufel: Sacharin und Sachar!
Matte-Zytig bereits im Ausland!Einen erwarteten und berechtigten Erfolg hatte Berns
neueste, beste, fätzigste Quartierzeitung. Bravo, bravo,
bravo, allen Unkenrufen zum Trotz entstand eine kunterbunte
«Zytig» auf grauem Papier, das die Umwelt nicht
belastet.
Was Ihr aber nicht wisst: dank dem Lift - Thomi erhalten Touristen
aller Kontinente im Aufzug eineZeitung als
«Bhaltis». Deshalb erscheint die
«Matte-Zytig» bald zweisprachig: neu wird manchmal
auch in Hochdeutsch geschrieben, weitere Fremdsprachen sind geplant.
Liebe Inserenten und Inserentinnen, diese Mehrleistung kann Ihnen nur
der Matte-Leist bieten, Ihre Inserate werden weltweit gelesen!
Für einmal verzichtet die «Matte-Zytig»
noch einmal auf eine Preiserhöhung!
Das ist ganz klar: Der Normal-Mätteler ist
gegen jedes Auto in der Matte. Ausser dem Bierwagen und dem eigenen
Vehikel.
Auf Grund erster noch fast geheimer Ergebnisse der Verkehrsumfrage
zeichnet sich folgender Trend ab:
Autofeindliche Mätteler strecken jedem durchfahrendenAuto die
Zunge heraus. Nach Einbruch der Dunkelheit kann man auch eine lange
Nase drehen. Sonntags machen kultivierte Leute die Faust im Sack.
Automobilisten hingegen fahren nur noch in Pantoffeln durch das
Quartier. Raser und Durchfahrer erhalten bei der Kinderkrippe einen
Lebkuchen mit dem Schriftzug «Dem Mutigen gehört die
Matte».
in der nächsten «Zytig» schreiben wir
etwas Nettes über den ACS; vielen Dank für die
Spende. Für diese Nummer ist uns leider noch nichts
eingefallen.
Mit Genugtuung haben wir festgestellt, dass die oberen
Leiste ähnliche Sorgen plagen: auf der Mauer, auf der Lauer
liegt der alte Sack!
Aussenseiter haben es schwer:
Neben dem korrekt verpackten und bekleberten Normal-Fall- Abfall gibt
es halt eben noch diese Clochards von Ghüdersäcken;
Zeitungsbeigen haben den Halt verloren, Altpapier flattert
verführerisch durch das gehätschelte Altstadtbild.
Sperrgut zügelt launisch von Hauseingang zu Hauseingang.
Herrenlose Säcke tragen als Schandmal einen weinenden Kleber.
Traurig auch die Einsamen und Verlassenen, die oft tagelang am
Strassenrand auf den Sack-Bus warten müssen.
Dabei ist es doch gar nicht so kompliziert: Das Altglas wirft man unten
an die Plattformmauer. Das Altpapier stellt man dem Nachbar vor die
Tür. Der Restabfall, soweit er nicht das WC hinabgeht, muss
leider in einen Abfallsack geworfen werden. Hier unbedingt darauf
achten, dass eine fremde Adress-Etikette oben im Sack liegt. Eine halbe
Stunde nach der Abfuhr kann der Sack auf die Strasse gestellt werden.
Natürlich ohne Kleber.
Liebe obere Leiste, damit Eure Mitglieder sich nicht gegenseitig
anzeigen müssen, leihen wir Euch gerne unsere Geheimwaffe
gegen unlautere Kehrichtentsorgung: resolute Matte-Frauen bringen den
Ghüder dem Verursacher zurück und lesen ihm aus der
Abfall-Ordnung vor.
Wie alle Jahre in diesen Monaten wenn sich die offene Trinkerszene allmählich in die Gassenbeizen wagt, lebt ein alter Matte-Brauch auf. Vorwiegend Männer stehen in dunklen Ecken: sie lassen, was sie nicht halten können. So richtig froh wird man dann erst anderntags, wenn sich das Bouquet voll entfaltet hat. Erdenschön heimelig ist’s, wie es auf allen Treppen der Matte seikelt. Der Matte-Leist plant bereits einen Wettbewerb: «Treppen-Riechen am Sonntagmorgen. Die Matte-Frauen planen die Installation von Kuh-Zwick auf allen Treppen- Zwick, Zwick und weg...
Sommerplousch
Wie alle Jahre wurde der Sommerplousch verschoben. Und wie alle Jahre fand er dann doch noch statt. Und wie immer war es ein Riesenplousch für alle. Das Katzenstübli liess Risotto an die Eingeborenen verteilen. Es wurde gegrillt und gefestet und gebechert und gezechert. Zu heissen Rhythmen und mitreissenden Melodien tanzten jung und alt in den Morgen hinein. Holeduli, holeduli, so wirds am Openair im September!
Tierisch ging's halt schon immer zu und her bei uns
unten in der Matte. So haben die Girardis vom "Mülirad"
Zuwachs erhalten. Ein richtiger Hund wird alle bösen
Räuber vertreiben und die Vierbeiner der Gäste
begrüssen. Gerüchteweise vernahmen wir, das Tier
werde als Gourmet-Hund zum Tellerausschlecken abgerichtet.
Im "Zähringer" waren sogar zwei Hunde zu Hause. Vergibt der
neue Beizenführer in der nächsten Ausgabe Hunde
anstatt Sterne? Der Matte-Leist plant für diesen Anlass schon
einen Wettbewerb: "Der beste Knochen in der Stadt".
da wird es schon schwieriger für das "Fischerstübli".
Dort gibt es eine neue Katze. Nicht der Fuchs im Hühnerstall
stand Modell für das neue Wirtshausschild: ein herziges
Büsi schaut dem Gast treuherzig in die Augen. Es wird sich
wohl auch gesagt haben, lieber den Fisch im Maul als den Paradiesvogel
an der Bar.
Noblere Vögel fanden Einzug im neuen Garten "Eden" beim
Restaurant "Marzilibrücke". Elegante Schwäne geben
sich die Ehre, umschnattert und umgackert von allerhand Federvieh.
Wahrscheinlich handelt es sich um seltene Zugvögel, die aus
dem ausgetrunkenen "Zähringer" vertrieben in die Feuchtgebiete
beim Marzili fliehen.
Aus den anderen Beizen haben wir nichts Zoologisches vernommen, aber
das liegt wahrscheinlich an den Hundstagen.
Im historisch-topografischen Lexikon der Stadt Bern
nicht verzeichnet:
Mattegäguloch, oberes und unteres -zwei
stinkig-feuchte Abfallplätze zwischen Mattetreppe und
Plattform-Ostmauer, heute stark mit Gebüsch
überwachsen.
Wir, Badgass-Kinder, und wir waren damals viele Kinder,
hatten nebst der verkehrsfreien Badgasse mit ihren zwei Brunnen, das
Aaresträssli, das Aaremürli, die bekiesten
Hausvorplätze, die Mätteli mit den Akazien und das
Bord zwischen Casinostützli und Friedeck als
Spielplätze. Dazu kamen noch, quasi als Geheimtip, die von
Behörde und Eltern allerdings verbotenen
Mattegägulöcher. Ins untere Mattegäguloch
konnte man hineinschlüpfen, ins obere hineinklettern. Ich habe
oben geschrieben, sie seien stinkig- feucht; aber sie waren herrlich,
verboten, romantisch, der Boden teils mit Moos, teils mit Farn
überwachsen.
Ein grosses und wichtiges Geheimnis unter uns Kindern
wurde meist nur im Mattegäguloch weiter gesagt. Und es war
nicht unbedingt Gesetz, aber zur Hauptsache galt: das obere war
für die grossen Kinder und das untere für uns Kleine.
Im oberen geschahen Sachen, die wir im unteren nicht so richtig
verstanden, mehr nur ahnten. Das aufregendste Ereignis im
Mattegäguloch waren gewiss die " läbige
Toteschädeli " .Diesen Begriff kannte die ganze Badgasse, die
Erwachsenen lachten darüber, denn sie kannten nur den Begriff
, ich hingegen war ergriffen, denn ich kannte die Wirklichkeit, und die
war schauerlich.
Die "Iäbige Toteschädeli" erschienen
selten, vielleicht nur einmal im Jahr, jedenfalls musste es schon vor
der allgemeinen Essenszeit dunkel sein, es durfte nicht regnen, und die
Lampen auf der Mattentreppe mussten zerschlagen oder ausgeschraubt
sein. "Man" wusste es schon den ganzen Tag, doch war es ein Geheimnis.
In der Schule sagten wir den Nicht-Badgässlern nichts davon,
um so mehr tuschelten wir Badgässler darüber, es war
einfach furchtbar aufregend. Wir waren dann abends an der Badgasse, wir
spielten nicht, wir warteten. Plötzlich hiess es: "Sie sind
da", Laut schreiend, denn das dämpfte die Angst,
erstürmten wir die Mattentreppe und verteilten uns
längs dem, ich glaube unteren, Mattegäguloch.
Erwartungsvoll starrten wir in die Finsternis, man hörte das
Plätschern des Zähringerbrunnens, so still waren wir,
doch dann knackte etwas, ein Stein kam ins Rollen, dann wieder Stille,
Totenstille.
Endlich: zwei von innen erleuchtete
Totenschädel, nahe beieinander, Rotlicht aus Augen - und
Nasenlöchern, Licht huscht über den Boden, die
Schädel bewegen sich, das Licht wird grün, dann
wieder rot; leises Winseln, lautes Lachen, Licht aus, Stille und
Dunkelheit, für heute ist fertig, ein andermal wieder. Keiner
von uns stieg ins dunkle Mattegäguloch, doch jeder wusste es:
Küre und Fredu sind im Mattegäguloch, denn diese
beiden hatten zu Hause einen Totenschädel und beide waren
Besitzer einer Militär - Taschenlampe mit umstellbarem Rot-
und Grünlicht. Es war die Zeit der nächtlichen
Verdunkelung während des Weltkrieges, bald gingen alle
Strassenlaternen aus und wir mussten nach Hause. Der Vater lachte mich
nach meinen aufgeregten Erzählungen aus: "Es gibt keine
läbige Toteschädeli!" - hatte der eine Ahnung.
Zum Pflotschnass-Werden, das kürzlich im
Benteli-Verlag erschiene Büchlein "Mit em Velo dür d
Aare", das als berndeutsche Chanson-, Song- und Liederreise verstanden
sein will.
Ob Sie mitradeln, mitsingen oder mitweinen: bei den abgedruckten Texten
mit 20 bekannten Liedermachern und Liedermacherinnen, Chansonniers und
Rockpoeten bleibt kaum eine Pore trocken.
Von Büne Hubers Fernweh ( "Bälpmoos" ) zur
"Wasserfee" des Herausgebers Markus Stadler; von Tinu Heinigers
"Ämmelied" bis zu Hugo Ramseyers "Riselräge" werden
nämlich Erinnerungen an 30 Jahre Berner Liederszene wach.
Geweckt werden aber auch eigene Aare-Erlebnisse: Durch Nostalgien, die
selbst melodielos einige Gemütswellen zum Schlagen bringen.
Odervermeintlich ausgetrocknete Ohrenwürmchen ins Swingen.
Hingegen - das Büchlein hat auch ein paar ziemlich trockene
Seiten: der Vorspann und die 20 Kurzbiografien sind zwar
flüssig verfasst, nehmen einem aber mit ihren 22 Seiten Umfang
schon etwas Reiselust.
Zum eher schnellen Durchblättern sorgen just von da an auch
Ted Scapas daumenkinomässige Wellenradzeichnung sowie eine
ziemlich liebslose typografische Gestaltung.
Nur gut, dass wir Liedermachern und Liedermacherinnen wie z. B.
Christine Lauterburg, Res Margot, Housi Wittlin oder Polo Hofer ab und
zu life in der Matte hören und begegnen dürfen.
A propos Christine Lauterburg und Res Margot: ihr "Hie unde ar Aare"
isch amächelig abgasfrei und völlig schwindelfrei ab
CD/MC "Schynige Platte" (ZytgloggeVerlag, Gümligen: 52 20 77)
zu geniessen.
Diese Rubrik beleuchtet das aktuelle Kulturgeschehen und
den Galeriebetrieb der Matte.
Berichtet aber auch über die gute alte oder aufregend neue
Matte-Kultur. Schreibt mit, liebe Kulturtäter,
Künstler und Lebenskünstler der Matte!
Galerienkalender
FAEH, Schifflaube 28
September: Bilder und Plastik aus eigener Sammlung
Oktober: Atelier DIP: Desktop-Grafiken.
November: Die Entdeckung des Jahres...
c/o Suti, Gerberngasse 15 10.
Sept. bis 4. Okt. Giro Annen, Skulpturen (zur Ausstellung erscheint
eine Edition in Bronce)
15. Okt. bis 15. Nov.: Nando Suozzi, Bilder
Galerie- und Kleinkusthalle Zähringer
26. Aug. bis 19. Sept.: Rolf Fisch & Bruno Wurster, Bilder ,
13. bis 31. Okt.: Mary Lienhard und Susanne Steiner, Bilder
4. bis 28. November: Bendicht Friedli, Malerei
Konzerte, Theater, Literatur, Spektakel
Galerie- und Kleinkunsthalle Zähringer
2. bis 19. Sept. Joachim Rittmeyer: "Das Blankophon"
28. Sept. Gitarrenduo Progetto-Avanti
29. Sept. Andreas Schertenleib: literarische Performance
14. und 16. Okt. WALD-ES-RAUSCHEN, Theater mit Aisha Dax
19. Okt. Christof Stiefel, Piano Solo
21., 23. und 24. Okt. Piano Paul, München mit "Autofahrn"
31. Okt. Lesung: Guido Bachmann liest über Ulrich Becher
5. bis 21. Nov. Lorenz Keiser mit seinem neuen Programm "Der Erreger"
Mahagony Hall, Klösterlistutz 18
Das Herbstprogramm voller Rosinen hängt im Kästchen
des Matte-Leist.
AM 17. Juli 1992 hat das Ehepaar Elisabeth und Alfred Graber nach fast zwei Jahrzehnten vom Restaurant "zum Zähringer" in der Berner Matte Abschied genommen. Die Grabers haben der alten, traditionsreichen Wirtschaft mit einer hervorragenden Küche (14 Gault & Millaud-Punkte) zu einem weit herum bekannten Renomme verholfen. Ab dem 11. August werden sie nun von Willy Wild und Margrit Hess nach einerdreiwöchigen "Haus-Putzete" abgelöst. Und was für den "Zähringer"-Liebhaber das wichtigste ist: Das neue Wirtepaar will die Tradition des "Zähringers" ohne grosse Änderung weiterführen. "Never change a winning idea", betont Willy Wild, der erst 1991 aus Australien zurückgekehrte , aber waschechte Berner Küchenchef. Als gelernter Koch entdeckte er zuerst die weite Welt. In der Karibik verwöhnte er in einem unter Schweizer Leitung stehenden Hotel anspruchsvolle Feriengäste, und lernte hier das ABC der Mährische - und Meerfrüchte-Spezialitäten. In Australien war er Chef der "Bayswater Brasserie" in Sydney, die als eines der beliebtesten dortigen Trendlokale gilt und sich auch als "Health-Food-Restaurant" einen Namen gemacht hat. Willy Wild kommt also mit einem breiten Wissen nach Bern zurück. Unterstützt wird er von seiner Tante Margrit Hess. Sie ist zwar gelernte Kauffrau, hat aber in über zehn Jahren alles über die Arbeit an der "Front" im Gastgewerbe gelernt. Unter anderem verdiente sie ihre Sporen beim "Chrüter-Oski" und auf der Sankt-Peters-Insel ab und ist stolze Besitzerin des begehrten Servicefachausweises. Zusammen bilden Willy Wild und Margrit Hess also ein ideales Team, um der "Zähringer"- Tradition auch in Zukunft gerecht zu werden. Hingegen wollen sich die beiden bemühen, feines Essen zu erschwinglichen Preisen anzubieten und zu den "alten" Spezialitäten auch Leichtes und Kreatives zu servieren. Und zwar täglich, ausser an Sonntagen. Die neue Karte wurde am Montag, 10. August, den "Zähringer"-Stammgästen vorgestellt und hält, was die neuen Wirte versprechen.
Wisper, wisper durch die Matte! Etwas Neues, etwas Feines, etwas Irres ist entstanden! Wir hexen ein Netz, Du musst verstehen! Aus M mach A, das T verdoppelt ergibt EN, so bist Du dabei! Dann nimm das Z, das V dazu, so ist das TIG vollbracht. Das L und I, das lasse sein! SO weben wir das Hexen-ABC. Das Netz fängt alle Buchstaben, Worte, Verse und Texte auf, und bringt sie schwarz auf weiss. ..Wir haben einen Traum gepflanzt!