Hochwasserlage August 2007
... diesmal aber auf CD - aktualisiert bis zum 8./9. August 2007
Den
22. August 2005 wird hier in der Matte wohl niemand so schnell
vergessen. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre suchte ein
"Jahrhundert"-Hochwasser unser Quartier heim. Beide Mal wurde
das Leben unten an der Aare auf den Kopf gestellt. Beide Mal, im
2005 und im 1999 berichtete www.matte.ch aktuell mitten aus dem
Geschehen.
Im 1999 erschien ein erstes Hochwasserbuch über die
Internetberichterstattung. Die letzten Lagerexemplare gingen
2005 definitiv im Aarewasser unter. Immerhin blieb der Buchsatz
als PDF erhalten.
Dazu gesellt sich jetzt neu ein 300-Seiten starkes
PDF-Dokument über das Hochwasser 2005. Die Inhalte, gut dreissig
Originaldokumente und über 200 Fotos aus den Internetseiten
wurden neu zusammengestellt und um aktuelle Inhalte zum Thema
Hochwasser zwischen 2005 und 2007 ergänzt. Die neuerlichen
Ereignisse sind ebenfalls mit eingebunden.
Zwei spannende Zeitdokumente sind jetzt auf einer CD vereint,
die am 22. August 2007 veröffentlicht wurden, zwei Jahre danach.
Ab jetzt erhältlich.
Ein Ausdruck der Hochwasser CD auf Papier
Wer einen Ausdruck aufs Papier der beiden PDFs
haben möchte kann dies bei uns
bestellen und erhält zum Selbstkostenpreis von CHF 60.- (Rund
400 Seiten) ein gebundenes Dokument. Nur kleine Auflage ...
Liebevoll werden die orangen Hochwasserschutz-Schläuche im Quartier als "Matte-Schüblig" bezeichnet. Neben dem gut koordinierten Einsatz der Feuerwehren und der Helfer, neben der beeindruckenden Leistung der Kranführer an der Schwelle fielen vor allem die schnell montierten Hochwasserschutzschläuche auf.
Nach der akuten
Hochwasser-Gefahr ergibt sich auch eine unvorhergesehene zivile
Nutzung der coolen Schläuche!
Aber wie funktioniert denn eigentlich der mobile Damm? Die Frima
Beaver Schutzsysteme AG in Grosswangen erklärt:
Mit Wasser gegen Wasser
Der Beaver® Unwetter- und Hochwasserschutz besteht aus zwei parallel
nebeneinander liegenden und fest miteinander verbundenen
Kunststoffschläuchen.
Zusätzliche Stauhöhe gewinnt man, indem ein
dritter Schlauch auf den beiden bereits mit Wasser gefüllten Schläuchen
angebracht wird.
Das Beaver® Schutzsystem gewährleistet einen schnellen Aufbau von
Schutzdämmen. Diese sind einfach und flexibel einsetzbar. Der schnelle
und einfache Abbau sowie der rasche Abtransport und die gute
Lagerfähigkeit auf kleinem Raum runden die Vorteile des Beaver®
Schutzsystems ab.
Die Dämmelemente werden mit Luft gefüllt und leicht in die gewünschte
Position gebracht. Anschliessend werden die Schläuche mit Wasser gefüllt.
Das Wasser wird aus einem nahe gelegenen Gewässer gepumpt oder dem Hydranten
entnommen. Die Dämmelemente können mittels eines patentierten
Manschettensystems miteinander verbunden werden.
Somit entsteht ein
beliebig langer, den topografischen Gegebenheiten optimal angepasster Damm.
Mehr Informationen bei www.beaver-ag.com
Stand 14. August 2007
pid. Kaum ist die Hochwassergefahr gebannt, tummeln sich schon wieder
die ersten Schwimmer in der Aare. Dabei ist das nasse Vergnügen zur Zeit
mit erheblichen Gefahren verbunden:
pid. Die Hochwasserlage hat sich in Bern soweit stabilisiert, dass
die bis anhin noch gesperrten Uferwege am Dienstagmorgen, nach dem
Rückbau der Absperrungen, freigegeben werden können. Die Kontrollen
durch Mitarbeitende des Tiefbauamtes der Stadt Bern haben ergeben, dass
nur ein paar kleine Schäden vorliegen, welche die Sicherheit von
Passanten nicht beeinträchtigen.
Ein Teil der Absperrmassnahmen bleibt in den nächsten Tagen noch
aufrecht, weil die Aareschleusen bei Thun immer noch maximal geöffnet
sind und für Donnerstag und Freitag weitere Niederschläge angesagt
werden. Dies könnte zu einem erneuten Anstieg der Aare führen, welche
zur Zeit noch 320m³/s Wasser führt. So bleiben die Sandsackdepots beim
Marzilibad, auf dem Mühleplatz, bei der Turnhalle Altenberg und in der
Felsenau bestehen respektive werden wieder aufgebaut. Auch die
Beaverschläuche im Dählhölzli, auf dem Dalmaziquai und im Altenberg
bleiben vor Ort und damit gelten die Halteverbote weiterhin. Hingegen
steht der Mühleplatz ab morgen Dienstag wieder als Parkraum zur
Verfügung.
Die Aarstrasse ist am Dienstagvormittag, zwischen 09.00 Uhr und ca.
12.00 Uhr, beim Tych gesperrt, dies wegen des Einbaus eines Notstegs im
Bereich der Schwelle.
Mit dem Abschluss der Räumung und der weitgehenden Rückführung gehen die
Einsatzleitung und die Organisation allfälliger weiterer Massnahmen von
der Berufsfeuerwehr Bern nun an das Tiefbauamt der Stadt Bern über.
Sonntag, 12. August 2007
bfb. Nachdem am Sonntagmorgen die Abflussmenge der Aare, erstmals
seit Ausbruch des Hochwassers, 350 m³/s unterschritten hat und sich
zudem eine weitere Entspannung an der Hochwasserfront abzeichnet, hat
die Gesamteinsatzleitung den Hochwasseralarm für die Stadt Bern
aufgehoben.
Die Abflussmenge der Aare in der Stadt Bern sank im Verlauf des
Sonntagmorgens erstmals wieder unter 350 m³/s. Zudem zeichnet sich eine
weitere Entspannung der Hochwassersituation ab. Die Gesamteinsatzleitung
hat nun entschieden, den in der Nacht auf vergangenen Donnerstag mittels
Sirenen ausgelösten Hochwasseralarm für die Stadt Bern aufzuheben bzw.
zu entwarnen. Die „frohe Botschaft“ wurde den Bewohnenden in den
gefährdeten Gebieten entlang der Aare zwischenzeitlich mittels
SMS-Frühwarnsystem zur Kenntnis gebracht.
Dank an die Redaktionen und Medienschaffenden
Die Gesamteinsatzleitung dankt den Medien, speziell Radio DRS und den
Lokalradios, für die tolle Unterstützung in den vergangenen Tagen,
insbesondere im Rahmen des Sirenenalarms in der Nacht auf Donnerstag.
Herzlichen Dank!
www.matte.ch meint: Auch wir haben es wieder geschafft. Ein herrlicher Sommertag entschädigt uns für die bangen Momente in der vergangenen Woche. Dank den Rettungskräften, den vielen Helfern die im Einsatz waren, sind wir tatsächlich mit blauen Augen davon gekommen. Herzlichen Dank allen, die uns mit Infos beliefert haben, die mit uns die Nacht durch gemacht haben, die mit uns mitgefiebert haben, dass nichts passiert. Wir danken denjenigen Medien, die seriös und präzise aus dem Quartier berichtet haben. Herzlichen Dank dem Mediendienst der Feuerwehr und der Stadtpolizei Bern - und nun geniessen wir wieder die schöne Zeit hier unten an der Aare!


Hier die Dokumente zur Anmeldung für das Mikado - Frühwarn - System. via SMS. Muss schriftlich erfolgen - also Formular ausfüllen und sofort einsenden.
Freitag, 9.8.07
Is there anybody out there?
Ein Blick in die Webstatistiken: von durchschnittlich 600 Visits
täglich sprangen die Zähler der Eingangsseite auf 2200 visits am
Mittwoch auf eine Spitzenwert von 6800 visits. Die
aktuelle Seite "Frisch notiert" wurde aktuell rund 15000 mal
besucht. Danke! Das freut uns mächtig! Danke auch für die vielen
aufmunternden Mails die uns immer wieder anschieben.
Bern, den 10.08.2007 19.00 Uhr
An die direkt betroffene Quartierbevölkerung
Die Stadtpolizei und die Berufsfeuerwehr Bern teilen mit:
Generelle Information
Die Hochwassersituation in der
Gemeinde Bern entspannt sich weiter: Die Aare führt zur Zeit
noch 388m3/s, Tendenz langsam abnehmend. Für die
Blaulichtorganisationen heisst dies einerseits, das nun
bestehende Abwehrdispositiv aufrecht zu erhalten und
andererseits die Räumung voranzutreiben und die Bevölkerung bei
den Instandstellungsarbeiten zu unterstützen. Morgen Samstag
beabsichtigt die Berufsfeuerwehr Bern, unterstützt durch das
Brandkorps, die Nachtwache und den Zivilschutz, im ganzen
Schadengebiet wo möglich Keller auszupumpen, Durchgänge
freizulegen und Ordnung zu erstellen. Die wesentlichen
Wassersperren bleiben bis mindestens Montag im Einsatz,
entsprechende Kontrollen sind organisiert. Auch die Stadtpolizei
hat nebst der ordentlichen Grundversorgung eine Autopatrouille
im Einsatz mit dem alleinigen Auftrag, im Schadengebiet
Kontrollgänge durchzuführen.
Kehrichtentsorgung Material aus den überfluteten
Kellern: Das Tiefbauamt der Stadt Bern betreibt morgen Samstag,
14.00 Uhr bis 18.00 Uhr, und am Sonntag, 10.00 Uhr bis 16.00
Uhr, die Entsorgungsstellen. Die Standorte sind:
In der Matte: auf dem Mühlenplatz,
Im Altenberg: bei der Turnhalle, In der Felsenau: am Strandweg,
Zum Umgang mit den Sandsäcken verweisen wir auf die Beilage.
Weitere Informationen zusammengefasst:
10. August 2007, 08:12 – Von Martin Vetterli,
Artikel erschienen im Tagesanzeiger Zürich
Solidarität hat Grenzen
Jetzt können sich die Versicherungsgesellschaften wieder mal so
richtig von ihrer besten Seite zeigen. Ihre Schadeninspektoren
werden in diesen Tagen den Opfern der Hochwasserkatastrophe
unbürokratische Hilfe fernsehgerecht versprechen. Das ist schön
und wichtig. Nur reicht das nicht mehr. Denn diese Bilder
wiederholen sich inzwischen zu oft. Und die Zahl der
Unwetterkatastrophen wird wegen der Klimaerwärmung weiter
steigen.
Nach der Überschwemmungskatastrophe von 2005 hat der Bund
reagiert und die Versicherungsdeckung auf 2 Milliarden Franken
vervierfacht. So ist auch bei landesweiten Naturkatastrophen
sichergestellt, dass die Versicherungen den ganzen Schaden
zahlen. Im Gegenzug wurden die Prämien leicht und die
Selbstbehalte massiv erhöht. Das soll mehr Eigenverantwortung
fördern. Doch höhere Selbstbehalte fördern genauso den Willen,
noch schnell die alte Stereoanlage in den Keller zu stellen,
bevor das Wasser kommt.
Wenn Hochwasser in den immer gleichen Quartieren wie der Berner
Matte alle paar Jahre Millionenschäden anrichten, wird die
nationale Solidarität überstrapaziert. Schliesslich gibt es kein
Menschenrecht, in ein Hochrisikogebiet zu ziehen. Zudem
schwindet in breiten Bevölkerungskreisen der Rückhalt für solch
uneingeschränkte Solidarität. Sprachen sich vor zwei Jahren noch
37 Prozent gegen risikogerechte Prämien aus, sind es heute nur
noch 24 Prozent, wissen Versicherungsexperten.
Auch in der Elementarschadenversicherung sind solche Prämien
angezeigt. Nur dann gibt es für jeden Einzelnen echte Anreize,
das eigene Verhalten zu ändern und Risiken zu senken. Das heisst
nicht, dass allein das kalte Gesetz des Marktes spielen soll.
Doch sind weitere Korrekturen nötig. So müssen endlich die für
2011 versprochenen Gefahrenkarten her, die aufzeigen, wo das
Katastrophenrisiko wie gross ist. Sie sind die beste Basis, um
ein nach Gefahrenstandorten gegliedertes Tarifsystem
einzuführen. Schliesslich sollen jene, die mehr Schutz
beanspruchen, auch mehr dafür bezahlen. Und wo nie etwas
passiert, sollen höhere Rabatte gewährt werden - so wie das bei
anderen Versicherungen üblich ist.
Leserbrief aus der Matte
Viele "Jahrhunderthochwasser"
Herr Vetterli erwähnt in seinem Kommentar vor allem das Berner Mattequartier und unterstellt den Bewohnerinnen und Bewohnern, dass sie sich bewusst in einem Hochrisikogebiet niedergelassen haben.
Tatsache ist, dass im Berner Mattequartier seit Jahrhunderten Leute wohnen. Dass es bei hochgehender Aare mal ab und zu nasse Füsse gibt, ist uns allen bewusst.
Dass aber so genannte Jahrhunderthochwasser nun alle paar Jahre vorkommen, ist doch schon neueren Datums. Anstatt den Mattequartier-Bewohnerinnen und -Bewohnern zu unterstellen, sich absichtlich in einem Hochrisikogebiet aufzuhalten, sollte sich Herr Vetterli besser fragen, warum in den letzten Jahren die Zahl der Überschwemmungen in der Schweiz zugenommen hat.

www.matte.ch meint: Kein Grund zur Aufregung, mit
höheren Versicherungen werden wir rechnen müssen - die Versicherungsbeiträge hier unten sind ja schon angestiegen
und mit Bedingungen verknüpft!
Glücklicherweise ist diesmal in der Matte, dank dem Einsatz der
Rettungskräften wenig passiert ... Für die Mattebewohner ist es
kein Problem hier zu leben, sollte es allerdings schlimmer
werden gehen wir doch alle auf den Gurten wohnen.
Hochwasser in der Berner Matte
Die Stadtpolizei und die Berufsfeuerwehr Bern teilen mit:
Generelle Information
Die Hochwassersituation in der Gemeinde Bern entspannt sich
leicht. Erstmals sank die Wassermenge der Aare unter die
Schadengrenze von 420 m3/s und beträgt zur Zeit noch 403 m3/s.
Ein weiterer rascher Rückgang ist aber wegen der grossen
Abflussmengen aus dem Thunersee unwahrscheinlich. Dies ist auch
der Grund, weshalb die Absperrdispositive entlang der Aare nach
wie vor bestehen bleiben.
Kehrichtentsorgung
Kehrichtsäcke: In den Schadengebieten Dählhölzli/Dalmazi,
Marzili, Matte, Altenberg und Felsenau sammelt das SIB heute
Freitag die Kehrichtsäcke ein.
Sperrgut aus überfluteten Kellern: Das Tiefbauamt der Stadt Bern
betreibt ab morgen Samstag, 14.00 Uhr, Entsorgungsstellen für
Sperrgut aus überfluteten Kellern. Die Standorte sind:
In der Matte: auf dem Mühlenplatz
Im Altenberg: bei der Turnhalle
In der Felsenau: am Strandweg
Hygienemassnahmen
Die heutige Hochwassersituation ist nicht vergleichbar mit dem
Hochwasser von 2006: Das Grundwasser ist kaum schmutzig und Sie
werden bei den Aufräumarbeiten nicht übermässig mit Mikroben in
Kontakt kommen, weshalb die üblichen Hygienemaßnahmen genügen
(regelmässiges Händewaschen, Wegwerfhandschuhe benutzen).
Freigabe der gesperrten Strassen
Heute Freitagmittag werden sämtliche bisher gesperrten Strassen
für den privaten und auch den öffentlichen Verkehr wieder
freigegeben.
Ausnahmen:
Matte: Der Mühlenplatz wird für Räumungs- und
Retablierungsmassnahmen
freigehalten und steht als Parkraum nicht zur Verfügung.
Altenberg: Der Uferweg bleibt ab Restaurant Altenberg weiterhin
gesperrt.
Uferwege entlang der Aare
Die Uferwege entlang der Aare sind teilweise immer noch unter
Wasser und bleiben aus Sicherheitsgründen, wie auch der
Schönausteg, der Altenbergsteg und der Seftausteg weiterhin
gesperrt. Eine Freigabe wird erst nach einem weiteren Rückgang
des Wasserpegels und einer anschliessenden Kontrolle durch das
Tiefbauamt der Stadt Bern möglich.
Freitag, 10.8.2007, 11.30
Durchfahrtstrassen in den betroffenen Gebieten wieder
offen
pid. Die Hochwassersituation in der Gemeinde Bern entspannt sich
weiter. Die Abflussmenge in Bern ist derzeit mit 400 m3/s
stabil. Während die Absperrdispositive nach wie vor bestehen
bleiben, können die Durchfahrtstrassen in den betroffenen
Gebieten heute Freitagmittag für den privaten wie für den
öffentlichen Verkehr wieder geöffnet werden.
Ausnahmen:
Matte:
Der Mühlenplatz wird für Räumungs- und Retablierungsmassnahmen
freigehalten und steht als Parkraum nicht zur Verfügung.
Altenberg: Der Uferweg bleibt ab Restaurant Altenberg
weiterhin gesperrt.
Die Uferwege entlang der Aare sind teilweise immer noch unter
Wasser und bleiben aus Sicherheitsgründen – wie auch der
Schönausteg, der Altenbergsteg und der Seftausteg – weiterhin
gesperrt. Eine Freigabe wird erst nach einem weiteren Rückgang
des Wasserpegels und einer anschliessenden Kontrolle durch das
Tiefbauamt der Stadt Bern möglich.
SF DRS 10vor10
Endlich ein ausgewogener, zutreffender Bericht über die Berner Matte. Danke liebes Schweizer Fernsehen,
wir sind wieder versöhnt (s. 13:00 weiter unten).
Wie Mattefrauen Isabell und Fatima im Interview richtig bemerkten verhinderten die kürzlich
abgeschlossenen Schutzmassnahmen der Stadt Bern eine dritte schlimme Überschwemmung.
Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht: Alarmierung, Hilfe vor Ort und Betreuung liessen nichts zu wünschen übrig. Wir hoffen, dass dadurch auch den ewig Ängstlichen,
den Jammeris und Kritikern hier unten ein Leben im schönen Quartier an der Aare wieder lebenswert erscheint.
19:30
Sitzung der Einsatzleitung Stadt Bern, Sven Gubler,
Matte-Leist Präsident. die Lage in der
matte entspannt sich. Die Durchflussmenge der Aare pendelt um
die 420 m3/s.
18:39
Turbulente 24 Stunden sind vergangen seit die erste SMS
Warnung eintraf. Dank unzähligen Espressi und vielen Tafeln
Schokolade waren wir auf Draht und auf Achse. Trotz der
Hochwasserbedrohung hat es uns Freude gemacht, dran zu
bleiben. Schön war, wie die Community mitgemacht hat und
dabei ein eigenes, schnelles Netz entstehen liess. Toll,
liebe Blogger, Surfer, Mailer, das macht euch niemand so
schnell nach.
Wir fahren die Berichterstattung auf Stufe grün/orange
herunter, haben aber ein wachsames Auge auf die Aare in der
Berner Matte. Die Lage entspannt sich im Moment aber zusehends.
Beweis? Der beste Beweis ist, sogar die Berner hohen Damen
und Herren trauen sich wieder in die Matte hinunter...
Die Berufsfeuerwehr und die Stadtpolizei Bern teilen mit:
Hochwasser: Die Lage bleibt angespannt
pid. Die Abflussmenge der Aare ist mit 440 m3/s (Donnerstag
18.00 Uhr) nach wie vor auf hohem Niveau. Die Lage bleibt
aufgrund der neusten Wetterprognose kritisch. In der Nacht auf
Freitag muss mit weiteren Niederschlägen gerechnet werden. Zudem
hat der Thunersee im Verlauf von heute Donnerstag die
Schadengrenze erreicht. Eine Entwarnung ist nach wie vor nicht
in Sicht.
Das angeschwemmte Holz wird fortlaufend mit Baggern und Kränen
der Aare entnommen und bildet zurzeit keine grösseren Probleme.
Die Abwasserpumpwerke sind vom Hochwasser bisher nicht betroffen
und arbeiten normal. Die Absperrdispositive entlang der Aare
bleiben aufgrund der angespannten Lage nach wie vor bestehen.
Rettung aus der reissenden Aare
Am Donnerstagnachmittag, kurz nach 14.00 Uhr, musste die Rega
mit Rettungsspezialisten der Berufsfeuerwehr Bern in Bremgarten
einen Mann aus der reissenden Aare retten. Dieser hatte kurz
zuvor versucht, mit einem Kollegen in einem Motorboot die Aare
zu überqueren, um auf der gegenüberliegenden Seite ein mit
Wasser gefülltes Boot auszuschöpfen. Auf halbem Weg geriet das
Duo in Not, weil der Motor versagte. Der eine konnte sich
selbständig ans Ufer retten, der andere Mann konnte sich an
einem Baum festklammern. Da eine Rettung auf der Aare mit zu
grossen Risiken verbunden war, wurde der unverletzte Mann
mittels einer Helikopter-Rettungswinde geborgen.
Die Stadtpolizei Bern rät dringend von irgendwelchen
vermeintlichen Abenteuern in und auf der Aare ab. Wer sich zum
jetzigen Zeitpunkt mit dem Boot, dem Wellenbrett oder schwimmend
in die Aare begibt, handelt äusserst leichtsinnig und begibt
sich und andere in Lebensgefahr.
15:45
Immer noch werde mit grosser Präzision
Baumstämme aus der Schwelle gezogen. Es regnet nicht mehr und
für viele BernerInnen ist dies der geeignete Moment, einen
gemütlichen Mattenbummel zu machen und ungeniert in den
Hausgängen herumzustöbern. Ganze Familien scheinen das
Hochwassergebiet mit einem Robinsonspielplatz zu verwechseln.

13.30
Es regnet bereits nicht mehr so heftig -
oder bilde ich mir dies nur ein? Jeder wünscht sich, dass es
aufhört zu regnen - und irgendwann wird dieser Wunsch in
Erfüllung gehen ... immerhin gibt's glücklicherweise bunte
Regenschirme ...

12:30 / 13:00
Radio DRS meldet: "die Berner Matte ist glimpflich
davongekommen." und eine Mättelerin:"man hilft einander".
Rosmarie Bernasconi: "Die Stadt hat viel gemacht, man darf nicht
nur kritisieren! Ohne diese Massnahmen und den tipptoppen
Einsatz von Feuerwehr und Hilfskräfte waren wir wieder im Wasser
gestanden."
Die 13:00 Tagesschau von SF 1 bringt veraltete Bilder und
überholte Facts. Sie räumt den üblichen Quartierjammeris
ausreichend Sendezeit ein - Klagen auf hohem Niveau... fern von
der Wirklichkeit -Gähn!
Die Stadt Bern orientiert:
Flugblatt für Anwohner Nr 2 / 9.8.2207 um 11.00 Uhr
Das Dokument als PDF ansehen ► hier klicken!
Auch bern.ch ist wieder erwacht:
pid. Auch am Donnerstag Vormittag bleibt die
Hochwassersituation in der Gemeinde Bern, nach den anhaltenden
Niederschlägen der vergangenen Nacht, weiterhin angespannt.
in der Stadt Bern:
Die Abflussmenge der Aare hat sich mit 420 m³/s vorübergehend
stabilisiert. Über die Mittagszeit ist jedoch mit weiteren
ergiebigen Niederschlägen zu rechnen, erst am Nachmittag soll
sich die Situation etwas entspannen. Der „beruhigenden“
Nachricht über den Rückgang der Wassermenge in Bern steht das
weitere Ansteigen des Pegels des Thunersees gegenüber. Dies
führt dazu, dass vom Thunersee auch in den nächsten Tagen eine
maximale Wassermenge abgelassen werden wird. Ausschlaggebend
werden demnach die Zuflüsse zwischen Thun und Bern sein, welche
glücklicherweise ebenfalls sinkende Wassermengen aufweisen. Es
kann also damit gerechnet werden, dass die Aare auch in den
nächsten Tagen noch Hochwasser führen, aber die Schadengrenze
nicht mehr ganz erreichen sollte. Die baulichen Sperrmassnahmen
bleiben bis auf weiteres bestehen. Entwarnung kann noch nicht
gegeben werden.
Die betroffenen Gebiete:
In den meist betroffenen Gebieten – Dählhölzli, Marzili, Matte,
Altenberg und Felsenau - haben sich die getroffenen
Vorsichtsmassnahmen bewährt. Die Aare ist nur an vereinzelten
Orten über die Ufer getreten, hingegen drückt das Grundwasser in
verschiedene Keller.
Im Bereich der Schwelle:
Im Bereich der Schwelle konnte der Stau von Schwemmholz
vermieden werden. Im Vergleich zum Jahr 2005 führte die Aare
weniger Schwemmholz mit sich, zudem hat sich das Entfernen der
Schwelle und der ununterbrochene Baggereinsatz zur Bergung von
Holz bewährt.
Verkehrssituation
Die Strassenabschnitte in den Schadengebieten wie auch die
Uferwege entlang der Aare bleiben weiterhin gesperrt, eine
entsprechende Signalisation ist vorhanden.
Sorgentelefon
Das Sorgentelefon für die betroffene Bevölkerung bleibt
weiterhin in Betrieb. Die Nummer lautet: 031/321 22 22.
12:00
Bilder vom Quartierrundgang. Der Gesamteindruck ist den
Umständen entsprechend zufriedenstellend. Sogar ein sichtlich
entspannter Stadtpräsident wurde in der Matte gesichtet... Die
Matte Post bleibt geschlossen. Radio DRS 1 meldet, dass der
Pegel der Aare zurück geht. Die Lage ist stabil aber immer noch
kritisch. Entwarnung kann noch nicht gegeben werden.

Alles Paletti
Eben eben...
Aufgestuhlt bei achtung!
11:24
Im Quartier ist es gespenstisch ruhig und der Verkehr gibt für
einmal nichts zu meckern. Beim Rundgang wirkten die meisten
Hochwassercracks müde aber aufgestellt, das es nicht zum
Schlimmsten kam. Der Pegelstand zieht wieder etwas an. Fernsehen
SF 1 bringt eine aktuelle Tagesschau um 13:00. Die Medien
klauben sich auf der Gasse die obligaten Interviews zusammen.
10:00
In der Matte ist es ruhig, nur das Rauschen bei der Schwelleist
zu hören. Keine Motoren, keine Sägen. An der Aarstrasse wird Holz weggeräumt. Die Feuerwehr hat sich zurückgezogen. Der Aarepegel flacht langsam ab
(knapp 420 m3/s / 504 Müm). Die orangen Wasserschutzwürste schützen das Quartier Aare-aufwärts.
Die Feuerwehr pumpt das ansteigende Grundwasser aus den
ebenerdigen Lokalitäten.

An der Aarstrasse

Blick von der Münsterplattform
09:00
Hochwassersituation in Bern weiterhin angespannt
pid. Nach den anhaltend intensiven Niederschlägen der
vergangenen Nacht bleibt die Hochwassersituation in der Gemeinde
Bern angespannt. Zwar erreichte die Aare mit 460 m³/s ihren
Höchststand um 23 Uhr, die Wassermenge ging anschliessend
kontinuierlich leicht zurück und liegt im Moment bei ungefähr
430 m³/s, was immer noch 10 m³/s über der Schadengrenze ist. In
den meist betroffenen Gebieten – dem Raum Dählhölzli, Marzili,
Matte, Altenberg und Felsenau – ist die Aare denn auch
verschiedenen Orts über die Ufer getreten. Einzelne
Strassenabschnitte und Keller stehen unter Wasser, wobei das
Hauptproblem das Grundwasser darstellt.
Die Berufsfeuerwehr Bern steht seit den frühen Abendstunden mit
dem Bau von Wassersperren im Dauereinsatz. Sie wird unterstützt
vom Zivilschutz, dem Brandkorps, der Nachtwache und der
Feuerwehr Köniz. Die Stadtpolizei Bern hat die
Strassenabschnitte in den Schadengebieten wie auch die Uferwege
entlang der Aare gesperrt und entsprechend signalisiert. In der
Matte und im Altenberg hat sie zudem fünf gefährdete Fahrzeuge
abgeschleppt. Zudem hat sie für die betroffene Bevölkerung unter
der Nummer 031/321 22 22 ein Sorgentelefon eingerichtet.
Die Einsatzleitung setzt für die Betreuung von Betroffenen ab
heute Donnerstag Vormittag ebenfalls ein Care-Team ein, welches
beim Läuferplatz stationiert ist. Bis zur Stunde sind keine
Verletzten zu beklagen, es musste auch niemand evakuiert werden.
Polizeikommando der Stadt Bern
8.45
Und es regnet und regnet - also ich würde dies nicht mehr als
Regen bezeichnet, sondern als "riesengrossen Schiff". Der Regen
prasselt herunter ... wenn es doch nur endlich aufhören würde
...
Bilder vom Donnerstagmorgen 8.15



Donnerstag, 9.8.2007
08:10
Ein Blick auf die Wasserstandtabelle und ein Blick aus dem
Fenster zeigt, dass Durchfluss und Pegelstand leicht
sinken und an der Schadensgrenze verharren. Das rechtzeitige
Intervenieren und die kürzlich abgeschlossenen Schutzmassnahmen
haben sich im Ernstfall bewährt. Das schnelle und dauernde
Herausziehen des Schwemmholzes hat die Schäden in der Matte in
einem deutlich kleiner Mass gehalten als 2005. Die Matte ist
weiterhin gesperrt.
Die Nachrichten aus der übrigen Schweiz aber sind erschreckend
05.20
Das gleichmässige Geräusch des Kran und der Abtransport des
Schwemmholzes ist irgendwie beruhigend. Die Matte ist noch
dunkel, die Strassenbeleuchtung ist längst erloschen. Schon bald
wird es hell, taghell. Der Regen hat etwas nachgelassen. Was
bleibt ist die Hoffnung, dass die Spannung schon bald der
Entspannung weichen wird. Einige Unentwegte schleichen durch die
Matte. Auch ich fühle mich getrieben, immer wieder ans Fenster
zu gehen. Nur die Kälte hält mich im Moment davon ab, wieder auf
die Strasse zu gehen ... Irgendwann wird der Regen aufhören und
irgendwann wird auch hier wieder die Sonne scheinen. Und die
Gummistiefel können hoffentlich schon bald in eine Ecke gestellt
werden ... bis zum nächsten Mal. Und ich bin froh, dass die
Helfer die ganze Nacht da sind. Sie geben einem das Gefühl von
Sicherheit und auch von Zuversicht.
Donnerstag, 9.8.2007
02:44
Wir sind von einem Quartierrundgang mit Andi Jacomet (www.jacomet.ch) zurückgekehrt. Die Situation
in der Matte schein zwar immer noch kritisch, aber etwas weniger
bedrohlich. Informelle Gespräche mit den Einsatzkräften lassen
die Vermutung zu, dass es nicht zu Evakuationen kommen wird. Die
Equipe beim Einsatzwagen bedankt sich bei Frau Zehnder im
Berchtoldshaus für die Benützung der Infrastruktur. In dieser
verregneten Nacht ist etwas Warmes wirklich nicht zu verachten.
Der Infodienst der Stadt Bern hat dieses Infoschreiben (02:00) geschickt::
Generelle Information
Im Moment führt die Aare in Bern ca. 460m3/s Wasser und ist
damit 40m3/s über der Schadensgrenze. Die Berufsfeuerwehr Bern
unterstützt vom Brandcorps, der Nachtwache und dem Zivilschutz,
sowie die Stadtpolizei Bern stehen seit den frühen Abendstunden
in den gefährdeten Gebieten im Einsatz. Wir danken an dieser
Stelle der Bevölkerung für die gute Aufnahme der Warnmeldungen
und die rasche Reaktion. Wir müssen damit rechnen, dass sich die
Hochwassersituation in den nächsten Stunden noch verschärfen
wird.
Für das ganze Dokument (PDF) ►
hier klicken!
Hier die Bilder vom Quartierrundgang - Nachtleben im Hochwasser:
Einsatz an der Schifflaube
freundlicher Empfang beim Einsatzwagen am Läuferplatz

An der Schifflaube
Der schönste Feuerwehrmann von Bern bei den Brüggers
An der Gerberngasse
Im Santorini
Andi Jacomet (www.jacomet.ch) unterwegs in der Matte
Brigitta in der Loge mit ihren Helfern Alain und Adi.
01:11
Soeben ist eine
tropfnasse Rosmarie mit neuen Bildern eingetroffen:



00:39
Soeben haben Jaqueline und Kees
vorbeigeschaut. Sie berichten von konsternierten, wie gelähmt
wirkenden Parterrebewohnern, die einfach die Energie nicht mehr
aufbringen, ein drittes Mal die Wohnung zu räumen. Ferner melden
Sie, dass einzelne Ladenlokale bereits ein paar Zentimeter
Wasser haben.
Alle parkierten Fahrzeuge wurden aus den Gassen
abtransportiert
00:26
Die Feuerwehr montiert längs
des Tych an der Schifflaube die orangen Wasserschutzwürste.
Unglaublich, was an Schwemmholz aus der Aare gezogen wir.
Wenn das in der Schwelle hängen
bleiben würde!
BLS und SBB melden Verkehrsbehinderungen. Für
den Arbeitsweg müssen längere Reisezeiten in Kauf genommen
werden.
Nächste News auf DRS 1 um 00:30
24:00
Nächster Infoblock im Radio DRS 1 läuft. Die unten
stehende Meldung der Stadtpolizei Bern wird wiederholt.
Regibern (Radio DRS 1) bringt ein Spezial zum Hochwasser: der
Reporter Toni Koller ist seit 20 Min im Quartier! Märki
(Stadtpolizei) ist zufrieden mit den getroffenen Massnahmen und
der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Der Durchfluss der Aare
liegt im Moment bei 460m3/s (Schadensgrenze = 420m3/s). Der
Höchststand ist noch nicht erreicht, der Wasseranstieg hat sich
aber etwas abgeflacht. Eine Verschärfung der Lage ist
wahrscheinlich.

Schutzmassnahmen beim Tych

Schifflaube gegenüber ACS-Gebäude
Stimmung an der Wasserwerkgasse
23:47
Fernsehen DRS I
bringt Hochwassermeldungen (aus der ganzen Schweiz)
23:31
Die Stadtpolizei Bern meldet via Radio DRS 1: Mit einer
Überflutung der Aare-angrenzenden Gebiete zwischen Dählhölzli und
Zehndermätteli muss gerechnet werden. Hören Sie Radio und
telefonieren Sie bitte nur im Notfall. Die BewohnerInnen in den
betroffenen Gebieten werden aufgefordert, die gefährdeten Räume
zu leeren. Uferwege und Strassen nicht begehen, Lebensgefahr!
Der Pneukran an der Aarstrasse zieht mit der schweren
Greifkralle laufend Schwemmholz und ganz Bäume aus der Aare. Die
Strasse ist abgesperrt.
Webradio hören: danke für den Tipp
Martin Loosli!
www.radiodrs.ch/drsonline/webradioplayer/r04webradio.cfm?prg=DRS1
23:28
Die Strassenbeleuchtung im Quartier ist
ausgefallen. Im Haus wurde das Wasser abgestellt. Hoffentlich
bleibt der Strom...
23:25
Radio DRS 1 hören:
beim Dählhölzli ist die Aare über die Ufer getreten aber noch
nicht bedrohlich. Franz Märki meldet, dass die Feuerwehr
Verbauungen errichtet. Dringend: Fahrzeuge im gefährdeten Gebiet
müssen entfernt werden. Höchstwasserstand wird im laufe des
Donnerstags erwartet. Nächste Info Radio DRS 1 23.30.
23:14
Da ist ja wie im Krieg - schon wieder Sirenenalarm, an der
Schwelle wird wacker gearbeitet, die Motorsägen sind im
Dauereinsatz - www.bern.ch ist down! Oder alle Mann sind in der
Matte am helfen?
Infos zu den Sirenenalarmen:
Audios unter
www.srg-ssr.ch/295.0.html
Sirenenalarm in der
Schweiz
Seit dem 1. Januar 2004 gibt es noch zwei Alarmierungszeichen:
Wenn die Sirenen ausserhalb des angekündigten Sirenentests
ertönen, sollten Sie
beim Allgemeinen Alarm
beim Wasseralarm
Informationen zum Sirenenalarm und Verhaltensanweisungen finden sich
Die Lockerung von Schutzmassnahmen und das Ende der Gefahr werden über Radio oder durch die örtlichen Behörden bekannt gegeben.
23:09
Liebe Blogger bei Andi - wir sind zwar etwas
im Gusel, aber euer Lob freut setzt Adrenalin frei für die
nächste Runde. Ta!
22:54
Andi Jacomet ist - diesmal mit heilem Knie und Kamera
mitten drin (blog.jacomet.ch/?p=386
www.jacomet.ch/themen/go/hochwasser07
Zweiter Hochwasser-Sirenenalarm - Bildeindrücke
aus der Schifflaube


www.matte.ch (Peter Maibach) im Ausguck und Matte-Leist (Sven Gubler) auf der Gasse
22:44
Sirenenalarm - Hochwasser
wird ausgelöst.
22:37
Die zweite Schwelle wurde
ebenfalls entfernt, das Wasser fliesst jetzt frei weiter und das
Schwemmholz hat freie Bahn.
Die Durchfahrt durch die Matte (Schifflaube) ist nicht möglich,
die entfernten Schwellenteile lagern auf der Gasse.
22:32
Unter Applaus der zahlreichen Zuschauer wurde die mobile
Schwelle entfernt. Hoffentlich bringt dies die erwünschte
Entlastung vom Hochwassers im Tych.
22:07
Der Pneukran
ist einsatzbereit. Bilder von 22:00. Der Pegelstand ist rapide
über 504,4 cm gestiegen, die Durchflussmenge hat sich um 20 auf
440m3/s erhöht.
22:03
Soeben wurde der schwere Kran zur Entfernung der
mobilen Schwelle herangefahren. Hochbetrieb bei der Schwelle in
der Matte. Der Matte-Leist-Präsident Sven Gubler ist sur place.
22:00
SF 10 vor 10 : Urs Wiedmer
berichtet live aus der Matte, dass die Situation in vor Ort sehr
prekär ist.
21.58
Die Überschwemmung ist wohl kaum mehr
abwendbar - die Aare ist bündig zur Aarstrasse. Wir räumen wie
verrückt das EG in die oberen Stockwerke. SF 10 vor 10 liefert
weitere Schreckensmeldungen zahlreichen Gebieten der Schweiz.
Die Niederschlagsprognosen für die Nacht sind bitter, die Pegelstände werden bis morgen Mittag weiter steigen.
21:20
Meldung aus dem
Quartier: die Aare steigt und steigt. Beim Cinématte ist ein
Wassereinbruch unmittelbar bevorstehend. Die QuartierbewohnerInnen
räumen die unteren Etagen.
Die Feuerwehr setzt an der Schwelle
Motorsägen ein.
21:08 Mail von Patrick Mischler, Wankdorf:
"Hallo Mätteler
Ehm, will Euch ja nicht noch mehr Schiss machen, aber das
sieht nicht mehr danach aus, dass die Aare unter 400m3/s bleibt.
Die Aare steigt rasend schnell.
Hier der Link zur Messstation Bern
Schönau vom BAFU: www.hydrodaten.admin.ch/lhg/2135_7.PDF
Noch schlimmer ist, dass die Gürbe bereits das halbe Gürbetal
ausfüllt!
Mir Bärner häbe zäme. Ob Matte oder Wankdorf!"
21:00
Die Lage ist äusserst prekär. Wir sind auf der Gasse, und
wir können nur hoffen, dass das Wasser nicht "überläuft". Bei
der hell beleuchteten Schwelle stehen zahlreiche Zuschauer und
verfolgen, wie die Feuerwehr Schwemmholz aus der Aare zieht - es
regnet und regnet und regnet
Der Zufluss zum EW Matte wurde geschlossen.
20:47
SMS Alarm am 8. August 2007 um 20.47
Die Feuerwehr warnt vor Hochwasser und empfiehlt, die Wagen
oberhalb der Hochwassergebiete zu parkieren.
Bilder vom 8.8. ca. 19.00

