Hochwasser Di 30.8.05
bfb. Mit einer momentanen Durchflussmenge von 390m³/s ist die
Aare am Montag erstmals unter die Schadengrenze (420m³/s) gesunken.
Die Aufräumarbeiten sowie die Arbeiten zur Wiederinstandstellung
der beschädigten Infrastrukturen laufen weiterhin auf Hochtouren.
Im Mattequartier konnten die letzten der insgesamt 117 Liegenschaften
den Eigentümern übergeben werden. Sämtliche Uferwege
und einige Strassen bleiben aus Sicherheitsgründen immer noch
gesperrt.
Mit dem erstmaligen Sinken der Durchflussmenge von momentan 390m³/s
unter die Schadengrenze (420m³/s) entschärft sich die Hochwasserlage
an der Aare zusehends.
Die Polizei konnte in der Matte, die für die Öffentlichkeit nach
wie vor nicht zugänglich ist, die letzten Liegenschaften an ihre Eigentümer
zurückgeben. Die Energie Wasser Bern (ewb) gehen davon aus, dass bis
am Montagabend sämtliche Liegenschaften bis zu den Hausanschlüssen
wieder an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Das Abwasser-Pumpwerk
Tych konnte bereits wieder in Betrieb genommen werden.
Die Räumungsarbeiten und die Wiederinstandstellung der noch beschädigten
Infra-strukturen in der Matte laufen weiterhin auf Hochtouren. Vielerorts
wird das Auspum-pen der gefluteten Keller durch den nach wie vor grossen
Grundwasserdruck behindert. Zur Entfernung der rund 20 cm dicken Schlamm-
und Sandschicht stehen vier Saugwagen des Tiefbauamtes im Einsatz.
Die Armeeangehörigen, die die Einsatzkräfte seit vergangenem
Dienstag tatkräftig und wirksam unterstützen, werden morgen Dienstagmittag
abgezogen und durch freiwillige Helfer ersetzt.
Vom Baden in der Aare ist nach wie vor abzusehen, da sie immer noch mit
Fäkalien kontaminiert ist.
Die Zufahrten zur Matte sowie die Uferwege bleiben weiterhin gesperrt.
Aus statischen Gründen ebenfalls gesperrt bleibt der Altenbergsteg.
Die Parkplätze beim Klösterlistutz sind für Anwohnende der
Matte reserviert. Der Strandweg in der Felsenau darf weiterhin nur von
Anwohnenden passiert werden.
Berufsfeuerwehr der Stadt Bern
Urs Gugger
Informationsstelle
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► Der Artikel im
"Bund" vom 30.8.05 als PDF-Dokument
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