Frisch notiert 30. Juni 2009
Sonntag, 07. Juni 2009
Aufregung hinten an der Badgasse. Pferdekutschen fuhren vor – eine nach der andern. Sie warteten auf Gäste, vermutlich auf eine Hochzeitsgesellschaft … Der Mattelift hatte zu tun, bis alle Gäste unten angekommen waren, dauerte es doch eine ganze Weile. Und bis alle ihren Platz fanden brauchte es ziemlich viel Zeit. Die Damen in ihren schönen Roben zogen hastig an ihren Glimmstengeln, bevor sie von den Herren der Schöpfung in die Kutsche begleitet wurden. Und bis sich alle einigermassen eingenistet hatten, dauerte es nochmals eine ganze Weile. Wohin die Reise der Gesellschaft ging, entzieht sich meinem Wissen! Zurück blieben einige Rossbollen, die in einem Garten sicher guten Dünger gegeben hätten …

Sonntag, 07. Juni 2009
Gleich zweimal hielten Chöre Einzug in der Matte. Am 4. Juni 2009 sang der Berner gemischte Chor an der Gerberngasse 24/26 – der Einstand war gelungen. Spontan entschieden sich der neue Wöschhüsipräsident René Stirnemann und der “Verwalter” Fritz Gilgen die Sängerinnen und Sänger zu einem kleinen Umtrunk im Wöschhüsi einzuladen. Eine super Idee! Singen verbindet …

Und am 6. Juni um 13.00 trafen sich der Projektchor des Besucherdienst Bern im Hof Bubenbergrain 17 zu einem Konzert. Wenn auch nicht alle Töne getroffen wurden, war es allemal ein Erlebnis. Leider war in der Nähe kein Restaurant offen, so nahm manch einer das Velo in den Lift, um auf der Plattform etwas zu konsumieren.
Sonntag, 07. Juni 2009
Ein Theater über den Tanz mit dem Schwarzen Tod und ein aussergewöhnlicher
Spaziergang durch Berner Geschichten
mes:arts theater entführt Sie in ein dunkles Kapitel Berner Geschichte. Mit
Tiefgang und Witz werden wir in diesem Stück mittelalterliche Geschichten
erzählen und Ihnen ein aussergewöhnliches Theatererlebnis und einen
unvergesslichen Abend bereiten. Weitere Informationen finden Sie auf
www.mesarts.ch
mes:arts theater
Weier 109
3068 Utzigen
+41 (0)31 839
64 09
Gerne spielt Der Totengräber auch für Gruppen.
Dienstag, 02. Juni 2009
Die Leiste des Rabbental-Altenbergs
und der Matte luden zum Podiumsgespräch am 2. Juni 2009 ins Bistro des
Krankenheims Altenberg. Unter der gewohnt lebhaften Leitung von Roland Jeanneret äusserten sich Gemeinderätin Regula Rytz, Stadtingenieur Hanspeter Wyss, FDP
Stadträtin Dolores Dana und Pro Stollen Andreas Lüthi in einem Podiumsgespräch
zu Fragen rund um den langfristigen Hochwasserschutz in Berns Aarequartieren.
Zu den Varianten Objektschutz und Stollen wurde viel bereits gesagtes nochmals auf’s Tapet gebracht, nochmals Pro und Contra durch diskutiert. Gespannt war man aber vor allem auf die Variante drei “light” die Dolores Dana vorstellte. Auf wenig Verständnis stiess die Äusserung, das man halt als fröhliches Aarevölklein immer mit nassen Füssen rechnen müsse. Der Ratschlag, man könne ja einfach bei Hochwasser die Sachen in den oberen Stock zügeln haben diejenigen, deren Wohnungen verwüstet oder das Geschäft zerstört wurde, mit Kopfschütteln quittiert. Nach und nach meldeten sich die Drahtzieher der Zuckerwasserlösung zu Wort: Alt-Denkmalpfleger Furrer und Vorzeigemätteler Jimy Hofer.
Regula Rytz ordnete, technisch kompetent unterstützt von Hanspeter Wyss, staatsmännisch die Faktenlage. Werden die Versicherungen noch lange zuschauen und weiterhin Schäden decken, wenn nichts geschieht? Aufhorchen liessen zudem die wundersamen Meinungsumschwünge einzelner Stadträte. Als echter Mattebewohner kommt man nicht umhin, politisches Kalkül dahinter zu vermuten, der markige Werbeffekt von Gummistiefeln ist, so scheints, verpufft.
Regula Ritz und Andreas Lüthi
Das einzige was nach den zweieinhalb Stunden allen wirklich klar war – was
auch immer unternommen wird gegen die latente Hochwassergefahr – es wird alles
ein paar Jahre länger dauern.
Da gilt es einmal mehr, ein modisches Sortiment
an Gummistiefeln bereit zu halten, um nassen Füssen vorzubeugen …
Dienstag, 30. Juni 2009
Witzige Idee aus Nidau: die junge Palladium AG kreiert eine Bärenparkuhr. Einerseits gibt das volle Auftragsbücher, denn die Idee findet grosse Resonanz – und auch die Bären freuts. Pro verkauft Uhr werden CHF 40.- auf das Spendenkonto des Bärenparks überwiesen.

Wer keinen Bärenpark – Pflasterstein mehr ergattern konnte, hat so die Möglichkeit, doch noch eine Erinnerung an den Bärengraben Weitere Informationen zu diesen eleganten Uhren auf www.baerenparkuhr.ch
Mittwoch, 24. Juni 2009
Am 23. Juni war es endlich soweit. Lilian ter Meer konnte die Ausstellung im Berchtoldshaus eröffnen. Die Gäste erschienen zahlreich und liessen sich vom Sängerbund Matte, den Matteschulkindern und Res und Ruth Margot auf die Ausstellung einstimmen. Es war ein toller Erfolg und man liess sich berühren. Der Matteblues aber auch die Lieder vom Sängerbund wurden von den Gästen mit Begeisterung gehört. Lilin ter Meer, die Intitiantin dieser Ausstellung war sichtlich gerührt, denn so viele Gäste und soviel Aufmerksamkeit hätte sie nicht erwartet. Die Ausstellung dauert noch bis zum 2. Juli 2009 – siehe auch in diesem Blog unten
.
Vom Dienstag 23. Juni bis Donnerstag 2. Juli 2009 findet im Berchtoldhaus an der
Mattenenge 1, in den Schaufenstern von diversen Geschäften der Matte und der
Sprachheilschule die Ausstellung Matte, gestern – heute statt.
Die
Ausstellung wird von verschiedenen Aktivitäten begleitet. So findet ein
Eröffnungsapéro im Berchtoldhaus; eine musikalische Darbietung des ad-hoc Chores
des Sängerbund Matte und der Sprachheilschule; zweimal eine Führung durch die
Matte auf den Spuren von gestern; eine Filmvorführung mit zwei Filmen aus den
50-er Jahren über die Mattentreppen und Sommer in der Matte; ein literarischer
Abend mit Mattegschichten von früher und von heute; ein Ausstellungs-Zvieri für
SeniorInnen und ein Matteänglisch-Kurs statt.
Organisiert und initiiert wurde
die Ausstellung vom Sozial- und Beratungsdienst der Kirchgemeinde Nydegg, die im
Berchtoldhaus beheimatet ist. Auslöser für die Ausstellung mit Bildern und
Geschichten von gestern war eine immer wieder gehörte Feststellung, dass die
alte Mätteler us’stärbe. Damit diese Geschichten und Bilder nicht verloren
gehen, fingen wir an Kontakt mit älteren Mattebewohnerinnen und –bewohnern
aufzunehmen und sie über ihr Leben früher zu befragen. Wichtig war uns auch,
dass dieses Projekt generationenübergreifend sein soll, damit auch die jüngere
Generation erfahren kann, wie früher hier gelebt wurde. Was hat sich verändert
und was ist gleich geblieben?
Wir nahmen mit den Lehrerinnen und Lehrern der
Matte-Schulen Kontakt auf. Es entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit
und es entstanden neue Ideen. Der über 100-jährige Sängerbund Matte wurde mit
den Schülern verkuppelt und in mehrmaligen Stunden probten sie gemeinsame
Lieder, unter anderem ds Matte-Liedli. Ebenso interviewten die Schülerinnen und
Schüler einige ältere Matte-Bewohnerinnen und Bewohner für die Ausstellung.
Alle sind mit viel Freude und Eifer ans Werk gegangen und wir freuen uns nun
dieses der Öffentlichkeit zu präsentieren!
Tatkräftig mitgemacht haben die
Sprachheilschule und Primarschule Matte, Ruth und Res Margot, Peter Hafen,
Sängerbund Matte, Clementine Gattiker, Rosmarie Bernasconi, Hans Gurtner und
viele mehr.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei der Ausstellung und Teilnahme
an den Begleitveranstaltungen.
Samstag, 20. Juni 2009
Am 20. Juni 1939 wurde Marianne Stirnemann in Bern geboren.
Viele Jahre lebt sie in der Matte – Mit einem kurzen Ausflug aus der Matte ist
sie vor einigen Jahren mit Ross und Wagen wieder in die Matte gezogen. Einmal
Matte – immer Matte!
Liebe Marianne – nun ist es also soweit. Du hast
einen runden Geburtstag. Siebzig ist eine schöne Zahl! So wünschen wir dir von
Herzen alles Liebe zum Geburtstag. Wir freuen uns, dir immer wieder zu begegnen
und schön, dass es dich gibt. Gesundheit und viele gute Stunden wünschen wir
dir. Auch wenn es dir mühsam erscheint die Zahl 6 abzugeben soll es für dich
noch viele Jahre geben, in der die 7 vorne steht …
Mit einer herzlichen
Umarmung. Wir freuen uns mit dir 70 Kerzen auf deiner Geburtstagstorte
auszublasen …
Donnerstag, 18. Juni 2009
Heute kurz vor Mittag fuhr ein Auto mit
Zürcher Nummer und einem “Riesenturm” auf dem Dach durch die Badgasse.
Angeschrieben war der “Turm” mit “Google” – Vermutlich wollte er durch den
Frickweg in die Stadt tuckern, um das ganze Quartier zu scannen … Er hatte Pech!
Die Badgasse ist eine Sackgasse, deshalb musste der Driver wieder zurück fahren.
Dies ermöglichte mir, meine Digikamera zu zücken. Nachdem ich fotografiert
hatte, hielt der Automobilist an.
Ziemlich ärgerlich fragte er mich: “Was
machen Sie da?” Ich erwiderte: “Fotografieren”. “Was machen Sie mit der
Aufnahme?”, fragte er noch eine Spur ärgerlicher. Ich meinte nur: “Ich werde
dieses Bild ins Internet stellen! Er schaute ziemlich grimmig drein und schien
darüber nicht gerade erfreut zu sein. Er brauste ohne sich zu verabschieden
davon.
Internet ist nicht für alle Internet – oder?
Kommentar
Wenn 2 das selbe tun, dann ist es nicht das selbe! Ist nicht nur
im Internet so! Aber danke für das Bild!
Gruss aus Chainat
Donnerstag, 18. Juni 2009
Am 1.11.2001 wurde die erste seriöse thailändische Massagepraxis
in Bern unter dem Namen „Number One Thaimassage“ im Mattequartier in Bern
eröffnet. Schon bald wurde das kleine und gemütliche Atelier unter
Thailandreisende bekannt als Hort der Gesundheit und Authentizität und viele
Kundinnen und Kunden suchten und fanden Entspannung am keinen Ort in der Matte.
Das traditionelle Thaimassage führt durch Dehnen und Drücken zu tiefer Atmung,
fördert die Durchblutung, aktiviert die Energiepunkte und beruhigt die Nerven.
Leider verdunkelten sich im August 2005 die Regenwolken über die Matte und
am 23. August 2005 floss die Aare nicht nur durch ihr angestammtes Flussbett,
sondern auch durch die Massagepraxis. Die eher klein gewachsenen
Thailänderinnnen hatten keine Chance gegen das Wasser, das ihnen über die Stirn
reichte, und mussten ihr Lokal für einige Monate schliessen.
Doch die
Solidarität unter den Mätteler ist berühmt, und unter anderem Dank der
Unterstützung der Nachbarinnen und der zähen Ausdauer der Thailänderinnen konnte
die Praxis für Thaimassage wieder eröffnet werden.
Die kleine Praxis in der
Matte florierte und lief so gut, dass die Leiterin im April 2009 eine massive
Vergrösserung zu planen begann und per 1. Mai aus der Matte weggezogen ist. Die
Nachfrage der Kunden der kleinen und gemütliche Thaimassage- Praxis in der Matte
blieb aber nicht aus und so hat sich eine Cousine der ehemaligen Leiterin,
Sunantha Massini, dazu entschlossen, die Praxis zu erneuern und unter einem
neuen Namen zu eröffnen: Thaimassage Suranya. Sofort wurde wie wild gezimmert
und gehämmert und ab heute kann in den neuen Räumlichkeiten massiert werden.
Die Suche nach neuen Masseurinnen, die bestens in Thailand ausgebildet und
seriös sind, gestaltete sich als nicht einfach, aber seit 16. Juni ist ein Team
zusammengestellt, das bereit ist, die Kundinnen und Kunden nach bestem
Fachwissen zu behandeln.
THAIMASSAGE SURANYA, Sunantha Massini,
Gerberngasse 16, 3011 Bern 031 558 29 51
Samstag, 13. Juni 2009
Unterwegs an einem freundlichen Sommerabend (endlich!) zog es
www.matte.ch Richtung Marzili. An die Marzilistrasse 25 um genau zu sein. Dort
eröffneten vor kurzem Marcel Winkelmann und Lena Lindgren ein herziges kleines
Beizli, ein Steinwurf vom Marzilibad entfernt. In der Küche – weitläufig wie
eine Schiffskombüse – zaubert Lena frische Salate, rassige Antipasti und Snacks,
selbstgemachte Teigwaren und Köstlichkeiten vom Rind, Kalb oder Schwein auf die
Teller.
Marcel, wie immer der sympathische Gastgeber, hat seine Reise
rund um den Globus im Marzili abgeschlossen, wenige Schritte vom Marzilibrüggli
entfernt, wo alles begann. Jetzt empfängt er seine Gäste auf der eigenen
Sommerterrasse, die einen Blick auf das bunte Treiben zwischen Marzilibähnli und
Badi gewährt.
Marcel Winkelmann
Dazu blieb aber wenig Zeit, denn zu verlockend ist die Auswahl auf der Karte: feine Schweizer
Spezialitäten und Snacks, hergestellt aus Naturprodukten hiesiger Herkunft
machen die Wahl zu Qual. Eine leichte, luftige Gemüseroulade, der Marziliflade,
passte ebenso zum Sommerabend wir das Lammrack mit Gemüse und Kartoffelgratin.
Leckere Glaces und ein ausgezeichetes Griessköpfli Lena rundeten den angenehmen
Abend ab.
Uns Mättlern schloss ein gemütlicher Verdaungsbummel zurück der
Aare entlang den kulinarischen Ausflug zu lieben Nachbarn ab.
Für Eilige,
die keine Marzilisonnenminute verpassen wollen, steht eine Take Away-Bar mit
Hamburgern, Würsten, Slaten und Glacen zum Mitnehmen bereit.
Rest-à-bouffer
Bar-à-Rester
Prêt-à-Porter
Telefon 031 311 58 02 /
info@marcels-marcili.ch /www.marcels-marcili.ch