Frisch notiert 28. Februar 2009
Bei prächtigem Frühlingswetter zieht der Umzug durch die Berner Altstadt; ein Fasnachtstag wie aus dem Bilderbuch. Beinahe ebenso zahlreich wie die farbenprächtigen Fasnächler und die charmanten Fasnachtsfrauen waren die Fotografen, denen die schönsten Sujets nur so vor die Kamera gelegt wurden.
Dass der eine oder andere den Kopf verlor, ob so viel Sinnesrausch, ist verständlich.
Müsterplattform am 28.2.2009 - Der Februar verabschiedet sich mit einem prächtigen, milden Tag. Nach der Eiszeit in den letzten Wochen zieht es jung und alt auf die Münsterplattform, an die Sonne. Der Fasnachtsrummel ist nur aus weiter Ferne zu hören und es bleibt ausreichend Musse, etwas Frühlingsluft zu geniessen, zu spüren, dass man zum ersten mal in diesem Winter zu warm angezogen ist.
An der heutigen Pressekonferenz teilte Gemeinderätin Regula Rytz die folgenden, geplanten und bereits durchgeführten Massnahmen mit.

Der Gemeinderat der Stadt Bern hat über das weitere Vorgehen beim langfristigen Hochwasserschutz entschieden: Er spricht sich dafür aus, einen Wasserbauplan in der Variante „Objektschutz Quartiere an der Aare“ zu realisieren. Diese Variante sieht bauliche Massnahmen zur Erhöhung gefährdeter Uferabschnitte vom Dählhölzli bis zum Engehalde-Kraftwerk vor. Die Quartiere Dalmazi, Marzili, Matte und Altenberg sollen damit einen umfassenden, auf ein so genanntes Jahrhundert-Hochwasser ausgerichteten Schutz erhalten. Der dafür nötige Projektierungskredit soll dem Stadtrat noch vor den Sommerferien und den Stimmberechtigten im Herbst 2009 zum Entscheid unterbreitet werden.

Andreas Lüthi, der seit kurzem in der Matte wohnt, initiierte zusammen mit anderen Befürwortern des Stollens das “Komitee ProStollen” und vertritt eine andere Meinung. Gemeinderat entscheidet nur für 1 Variante – die Schlechtere, findet Andreas Lüthi. Das Komitee ProStollen fordert:
Sven Gubler, Matte-Leistpräsident schliesst sich dieser Meinung an,
gegenüber Schweiz aktuell äusserte er sich, dass die Mätteler für eine
Stollenlösung kämpfen werden.
Im Sommer 09 wird der Stadtrat entscheiden,
ob dem Volk beide Varianten oder nur die Variante eins zur Abstimmung vorgelegt
werden sollen.
www.matte.ch meint: Es ist gut, dass die Gespräche geführt
und die verschiedenen Varianten disktutiert wurden. Und welches schlussendlich
die optimale Lösung sein wird, wird sich zeigen. Wir finden, dass die Stadt Bern
in den letzten Jahren viel gemacht hat, aber dass noch viel zu tun bleibt. Es
wird noch eine ganze Weile dauern, bis das Projekt tatsächlich in die Realität
umgesetzt werden kann. In dieser Zeit wird noch viel Wasser die Aare hinunter
fliessen … hoffentlich nicht durch die Matte.
Gemeinderätin Barbara Hayoz, deren
Direktion für Finanzen, Personal und Informatik für den Bau des BärenParks
zuständig ist, erhielt von Reto Nause, Direktor für Sicherheit, Umwelt und
Energie (SUE) an einer Feier im Bärengraben zum Abschluss der Aktion
„Pflastersteine – mit Herz und Stein für den BärenPark“ einen symbolischen
Scheck in der Höhe von 1′200′000 Franken.
Abzüglich der Material- und
Verarbeitungskosten werden rund 800′000 Franken als Erlös in den BärenPark
fliessen. Barbara Hayoz: „Die Bevölkerung unterstützt damit nicht nur das neue
Zuhause der Bären, sondern auch das künftige Wahrzeichen der Stadt Bern“ sagte
sie.
Positiv ist zudem, dass neu für weniger mobile Bärenparkbesucher ein
Schräglift hinunter zum Aareufer eingeplant wird.
Jacqueline Gfeller – Gerber ist am 19. Februar 2009 nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.
Jacqueline Gfeller lebte
lange in Südafrika, bevor sie vor einigen Jahren an die Schifflaube 20 zurück
kehrte. Jacqueline wusste immer etwas zu erzählen und ihrer Art war sie
einzigartig. Ich mochte Jacqueline und wechselte gerne einige Worte mit ihr.
Geduld war nicht ihre Stärke, so konnte sie schon mal ungehalten sein, wenn
Roger ihr Mann, nicht nach draussen wollte. Und doch war sie sehr liebevoll im
Umgang mit ihm und konnte auch verstehen, dass nicht alle mit Vollgas durchs
Leben marschierten. Sie war offen und neugierig, so wie es sich für eine
Zwillingsfrau auch gehörte. Geboren wurde sie am 29. Mai 1925.
Wir haben
oft gelacht und in den kurzen Begegnungen in der Matte war sie nie um einen
Spruch verlegen: “Mein Mundwerk muss man mir einmal speziell schliessen und ich
werde bestimmt dem Pfarrer in die Abdankung reden.” Wir lachten darüber. Nun ist
Jacqueline gegangen – leise und im Beisein ihres Mannes. Leise in ihrem Herzen,
laut nach aussen.
Jacqueline ist nicht mehr und ich werde ihr lachen
vermissen. Sie gehörte zu meinem Alltag und zu meinen schönen Begegnungen in der
Matte.
Zum
Thema Hochwasserschutz meldet sich eine weitere Stimme: unter www.prostollen.ch
wird argumentiert:
Zur Diskussion stehen als Varianten der «Stollen
Dalmazi- Seftau» und der «Objektschutz Quartiere an der Aare». Welche der beiden
Variante weiterverfolgt wird, will der Gemeinderat am 18. Februar 2009
entscheiden. Im Herbst 2009 soll dazu eine Volksabstimmung durchgeführt werden.
Das Komitee «ProStollen» setzt sich für einen nachhaltigen Hochwasserschutz
ein. Die Variante «Stollen Dalmazi- Seftau» ist die bessere Lösung.
Und hier ist
das PDF zum herunterladen ► Pressemitteilung vom
17. Februar 2009.
www.matte.ch meint: In den nächsten Jahren wird noch
viel Wasser die Aare hinunter fliessen, mit oder ohne Stollen!
Es gibt immer wieder einen guten Grund zu feiern. Heute ist Valentinstag, dies ist sicher auch ein Grund, aber es gibt noch andere Gelegenheiten, um zu festen. Einen runden Geburtstag soll man doch gebührend feiern – oder nicht?
Heute feiert, die bekannte Künstlerin Marian Stirnemann aus der Matte ihren 70. Geburtstag. Marian lebt seit vielen Jahren an der Aarstrasse am Eingang zur Matte. Herzlichen Glückwunsch Marian zu deimem Geburtstag und wir wünschen dir viele schöne Stunden, seis beim Malen, im Tessin oder in der Matte.
Wily Iseli feiert heute seinen 80. Geburtstag.
Willy Iseli lebt seit vielen Jahren an der Badgasse und ist ein eingefleischter
Mätteler. Er war jahrelang für “Bern in Blumen” verantwortlich und Willy lebt in
und für die Matte. So hat er sich auch aktiv für die Badgasse, für die Matte,
für den Verkehr und für vieles eingesetzt.
Willy liebt das gesellige
Beisammensein. Organisiert Jassturniere und vieles mehr. Zu deinem 80.
Geburtstag wünschen wir dir von Herzen alles Liebe und Gute und noch viele
gesunde Jahre an der Badgasse mit deiner geliebten Heidi.
Heute nachmittag stand ein grosser Lastwagen einer Bierfirma beim Restaurant Zähringer, der das Leergut abtransportierte. Dies ist an und für sich nichts aussergewöhnliches. Eine Zumutung war es allerdings, dass der Chaffeur seine Notdurft mitten im Quartier an die Wand des Restaurant Zähringer richtete. Er hätte in die Aare pinkeln können – oder noch besser, hätte er auch die Toillette beim Mattelift aufsuchen können.
In der Berner Zeitung vom 30.1.2009 schreibt Stefan von Bergen über die
nächtlichen Gefahren in Bern. Er wertet dabei die Aussagen des Zürcher
Jugendpsychologen Allan Guggenbühl aus. Das Fazit ist aus der Sicht der
Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt wenig erfreulich: insbesondere junge,
aber auch Männer über 30 müssen damit rechnen, Opfer einer Rempelei oder einer
Schlägerei zu werden.
Opfer solcher meist grundloser Angriffe durch
gewaltbereite Gruppen stehen alleine da, Passanten verschwinden oder schauen zu;
neben den körperlichen Verletzungen ist der seelische Schaden bedeutend.
In einer Gefahrenkarte zeigt die BZ die nächtlichen No – Go Zonen, die
Alleingänger in den Abendstunden besser meiden. Darin sticht die “Achse des
Bösen” zwischen Bierhübeli, kleiner Schanze bis Gaskessel ins Auge und quer ab
der Rosengarten. Zitat: “Die ganze Innenstadt ist ein potenzielles Kampffeld.”
Da ist die im Artikel geführte wissenschaftliche Analyse und satistische
Interpretation spenden wenig Trost, denn so Guggenbühl «Ja, in Bern oder anderen
Städten müssen junge Männer heute damit rechnen, verprügelt zu werden».