Frisch notiert 31. Dezember 2008
Der Berner Bund schreibt am 27.12.08: “Mit Entscheid vom 23.
Dezember hat Berns Regierungsstatthalterin Regula Mader den Bau einer
Polleranlage in der Matte bewilligt und 62 Einsprachen als «öffentlich-rechtlich
unbegründet» abgewiesen. Mader gewichtete Sicherheit und Schutz der Anwohnenden
vor Durchgangsverkehr höher als die privaten Interessen der Einsprechenden.
Heute gilt in der Matte bereits ein allgemeines Fahrverbot, das allerdings bei
Automobilisten wenig Beachtung findet. Gemäss Zählungen fahren täglich rund 2500
Fahrzeuge illegal durchs Quartier an der Aare – meist ungestraft.”
Das
Seilziehen um eine Polleranlage in der Berner Matte geht also weiter, die
Einsprechenden sind gewillt, den Entscheid der Stadt Bern anzufechten.
Die
unterschiedlichen Vorstellungen zur Verkehrsregelung in der Matte spiegeln das
Spannungsfeld im Quartier, gälte es doch die Interessen der Wohnbevölkerung, der
Gewerbetreibenden und der Nachtbetriebe sowie die Forderung nach “freier Bahn”
der stadtquerenden Automobilisten gegeneinander abzuwägen.
Dies sind die
Rahmenbedingungen, bei deren Respektierung sich sowohl der Matte-Leist wie auch
der neu gebackene Stadtrat Jimy Hofer profilieren können.
Poller wären wahrscheinlich das einzig Richtige – allerdings bleibt die Frage offen: wo müssten diese installiert werden?
Poller dürfen nicht dazu führen, dass das Quartier zu einer Sackgasse verkommt!
Darum bin ich immer noch der Meinung, dass dieselben auf der Durchfahrtsgeraden Höhe Mühlenplatz zu stehen kommen sollten; Einfahrten für Matte-Interessierte wären dadurch weiterhin möglich (inkl. Poststellen-Benützung). Die schnelle, unberechtigte Durchfahrt wäre erschwert (und dadurch uninteressant) wegen nötigen Umwegen über Mühlenplatz oder Wasserwerkgasse (eventuell sogar mit Staus!) – aber es dürften deswegen keine Parkfelder aufgehoben werden!!!
Stadt Bern,
18.12.09: Der Stadtrat hat die am 5. Juni 2008 eingereichte Petition „Keine
Luxuswohnungen auf Kosten der Kinderbetreuung; Kita Altenberg bleibt!“
beantwortet. Er teilt mit, dass auf die Verlegung der Kindertagesstätte
Altenberg an die Laubeggstrasse verzichtet wird.
Der Stadt Bern ist es
ein Anliegen, die Wartelisten für einen Kitaplatz abzubauen. Daher wird nun an
der Laubeggstrasse eine neue Kita realisiert, gleichzeitig aber auch die Kita
Altenberg weitergeführt.
Winterstimmung an der
Gerberngasse
Schnee wohin das Auge reicht – auch in der Matte – für ein
Mal ist es sehr ruhig an der Aare. Die Autos bewegen sich gemächlich durch die
Matte. Die Tempolimite wird eingehalten … Wir finden das sehr schön und
angenehm.

Winterstimmung am Läuferplatz
Die traditionelle Zeitung Berns, “Der Bund” steht unter Spardruck, Synergienzwang und ist von wer weiss was für Gespenstern bedroht. Prominente Berner Köpfe wollen verhindern, dass “Der Bund” aus der Presselandschaft verschwindet oder in andere Medien integriert wird. Die Petition präzisiert: “Mit dem «Bund» hat der Grossraum Bern eine aussergewöhnliche Zeitung. Wir setzen uns dafür ein, dass sie im Strudel von Restrukturierungen und Sparmassnahmen nicht zerstückelt wird.“
“Wenn die Sonne untergeht, die Sterne wieder scheinen” – dieses Zitat entnehme
ich aus der Todesanzeige. Ja Georgette war eine Sonne, die ihren Stern immer
wieder zum leuchten brachte.
Georgette Bätscher-Gilgen
2. Februar 1924
bis 7. Dezember 2008
Georgette Bätscher ist knapp zwei Jahre später ihrem
Housi gefolgt. Die beiden haben jahrelang an der Badgasse in der Berner Matte
gelebt. Nach dem Tod vom Housi am 11.01.2007, zog Georgette ins Altersheim
Nydegg. Sie tat sich schwer, aus der Badgasse zu ziehen. Immer wieder fand sie
sich an der Badgasse ein, um Abschied von ihrer Umgebung zu nehmen. Jeden Tag
sah man sie durchs Mattequartier spazieren. Oft stürmte sie bei mir in den
Laden, nahm einen kurzen Moment Platz, um dann wieder weiter zu gehen. Georgette
war schon immer ein Wirbelwind, die immer wieder für Überraschungen gut war. Sie
setzte sich für die Matte ein, aber auch für ihre Bilder Georgette war eine
hervorragende Malerin, die ihre Werke ab und und zu auch im Berchtoldshaus
ausstellte.
Mit Georgette geht ein weiteres Kapitel aus der Geschichte
der Matte zu Ende.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
SVP-Mann wird höchster
Richter – Lorenz Meyer wird neuer Präsident des Bundesgerichts.
Bericht
keystone
Der Berner Bundesrichter Lorenz Meyer wird neuer Präsident des
höchsten Schweizer Gerichts. Die Bundesversammlung hat den 60-Jährigen
einstimmig zum Präsidenten des Bundesgerichts gewählt.
Meyer gehört der SVP
an und ersetzt den Freisinnigen Arthur Aeschlimann, der das Amt nach zwei Jahren
abgegeben hat.
Als Vizepräsidentin wurde Susanne Leuzinger-Naef von der
SP klar bestätigt.
Wir freuen uns, Lorenz Meyer ab und zu in der Matte zu
treffen.

Der 6. Dezember ist auch für dieses Jahr vorbei – der Samichlaus hat die Matte heimgesucht – es waren einige “Kläuse” unterwegs – aber nur einer für den Matteänglisch-Club – der Samichlaus war in diesem Jahr mit einem charmanten Schmutzli unterwegs. Leider musste der Esel im Stall bleiben.

Die Kinder freuten sich auf den Besuch des roten Mannes mit der tiefen Stimme. Bei nassem Wetter begegneten dem Samichlaus einige Kinder, die auch ganz schöne Verse wussten. Der Schmutzli belohnte die Kinder mit einem kleinen Klaussäckli. Im Wöschhüsi gabs dann eine warme Suppe, die von Hans-Martin und Peter an die Gäste abgegeben wurde.

Und nächstes Jahr wird es wieder einen 6. Dezember geben – vielleicht ist dann der Esel ausgeruht und kann mit dem Samichlaus und dem Schmutzli wieder durch die Matte spazieren.

Wie jedes Jahr im Advent trifft man sich zum gemütlichen Zusammensein – am 2. Dezember öffnete Fritz Gilgen sein Törchen, gemeinsam mit Rene und Mariann Stirnemann. Die leckere und spezielle “Gisch”, nach dem Rezept des erfolgreichen Kochs Philipp Rochat war ein Genuss. Auch die spitzenmässig, feinen “Guetzlischnecken” von Mariann waren ein Schmaus.

Es ist immer wieder ein Vergnügen bei den Adventsfenster dabei zu sein, nicht nur wegen den Leckereien. Die Begegnung, die Beziehungen, der Austausch in der Matte ist speziell und individuell, deshalb wird er gerade in der Adventszeit gepflegt. Das nächste Adventsfenster findet am Donnerstag im Berchtoldshaus bei den “Weihnachtsguetzli” von Frau Zehnder statt. En Guete – jetzt schon …