Frisch notiert
An der Gerberngasse 7,9 und 9a soll saniert werden. Dies ist an und für sich
eine gute Sache - aber nicht so wie dies geplant ist.
"Wir können es nicht zulassen, dass betagte, gebrechliche und bedürftige
Menschen ihre Heimat verlieren! Wir können es nicht zulassen, dass unsere
Nachbarn, Freunde und Bekannten aus der Matte wegziehen müssen!" - So heisst
es in der Petition die vom Matte-Leist ins Leben gerufen wurde. Noch bis zum 20.
Oktober 2008 - sammelt der Matte-Leist Unterschriften.

Man staunte nicht schlecht, als am Sonntagabend gleich zwei grosse Abschleppautos beim Schulhaus
vor dem Fussgängerstreifen standen. Drei Autos waren vor dem Fussgängerstreifen
ineinander geprallt.
Der erste Wagen bremste korrekt vor dem Fussgängerstreifen, der zweite ein schwarzer BMW schaffte es
ebenfalls, dann kam der dritte graue Wagen angefahren. Die Lenkerin schaffte es nicht mehr, rechtzeitig
auf die Bremse zu stehen und erwischte den schwarzen BMW, der so ins Sandwich kam und hinten und vorne
völlig eingedrückt war.
www.matte.ch meint: Nach wie vor gilt ein Durchgangsfahrverbot durch die Matte – dies wurde in
diesem Falle nicht eingehalten. Ebenfalls herrscht Tempo 30 – so wie die Autos ausgesehen haben,
scheint es mir, dass das Tempo bestimmt höher gewesen sein muss. Für einen kurzen Moment herrschte Ruhe
in der Matte, den der Durchgangsverkehr musste warten. Umso erstaunter, dass nachdem die Abschleppwagen weggefahren waren, es eine lange Kolonne durch die Matte gab. Für einmal waren wir erstaunt, wie viele Mätteler und Mättelerinnen zur gleichen Zeit mit dem Auto nach Hause gekommen sind …
Immerhin die beiden Fussgänger hatten Glück, ihnen hat es noch gereicht, vor den Autos den Fussgängerstreifen
zu überqueren. Einer der Beteiligten meinte: “Für einmal ist es eine Frau, die zu schnell
fuhr” – der Beteiligte stand unter Schock!
Man war gespannt was diese Versammlung bringen würde, denn bereits im Vorfeld fanden heftige Diskussionen statt. Nachdem die Revisioren vor der letzten ordentlichen Hauptversammlung im März 2008 Ungereimtheiten in der Kassenführung und der Abrechnung vermuteten, musste die Kasse ausführlich geprüft werden. Beat Brügger, der die Kasse ad interim führte, präsentierte zusammen mit den Revisioren Yvonne Hausammann und Renzo Hildebrandt die Abrechnungen der letzten zwei Jahre. Beat Brügger, der ausserordentlich gründlich prüfte, war sichtlich erleichtert, dass der frühere Kassier nachträglich doch noch den einen oder andern fehlenden Beleg auftreiben konnte. Es stand immer wieder im Raum: “Hat er nun, oder hat er nicht”. Man kam zum Schluss, dass der frühere Kassier schlicht überfordert war. Der Kassier ad interim bemängelte zudem die schwerfällige Zusammenarbeit mit dem Vorstand.
Nach dem Hochwasser 2005 kam die Finanzkrise in die Matte
Erlauben Sie mir eine persönliche Bemerkung – es ist tatsächlich
nicht einfach mit bei aller geforderten Solidarität die richtige
Mischung von Mitgefühl und Sachlichkeit zu finden. Es ist auch nicht
einfach Spendengelder richtig anzuwenden und zu verteilen. In Moment
der Katastrophe ist man solidarisch – aber was passiert danach?
Es ist wie es ist
Dank Beat Brügger ist die marode Kasse nachgetragen und der
gewählte Kassier Christian Ammann wird im Januar 2009 die bereinigte
Kasse übernehmen können.
Sitzungsnostalgie
Es war eine Sitzung wie in alten Zeiten – man bemühte sich im um
Sachlichkeit – doch unterschwellig gärte es bei vielen. So wurde
dann doch die eine oder andere spitze Bemerkung laut, die gegen
Sitzungsende die Emotionalität der letzten Zeit widerspiegelte. Beat
Brügger gab nach 40 Jahren den Austritt aus dem Matte-Leist. Sein
Bruder Adrian, der Vorstandsmitglied war, gab seine Demission per
per sofort bekannt. Ebenfalls per sofort traten Marco Polatti und
Eva Banlaki Kok aus dem Vorstand aus.
Dafür wurde ein neues Revisorenteam gewählt, Judith Marty und
Patrick König als Revisoren und Ulrich Kläy als Supleant. Diese
wurden einstimmig bestätigt. Die turbulente Sitzung war gegen 22.50
zu Ende.
Und zum Schluss noch dies:
Die Leistversammung erteilte Decharge mit den Vorbehalten, dass
einige wenige Punkte noch geklärt und erledigt werden müssen. Auch
das Budget 2008 wurde angenommen, so dass nun wieder vermehrt
Leistarbeit gemacht werden kann – die Themen wie Verkehr und
Vandalismus sind nach wie vor aktuell.
Der letzte Flohmarkt im 2008 fand heute, am 18. Oktober 2008 auf dem Mühlenplatz statt. Bei strahlendem
Herbstwetter wurden
ein letztes mal zahlreiche Verkaufsstände aufgebaut und mit den skurrilsten Flohmarktartikeln aufgefüllt.
Die gute Gelegenheit nutzten auch Katrin und Peter Fuhrer. Sie hatten Estrich und Keller ihres Schulhauses
ausgemistet und warten auf die ersten Sammler. “Was sich da alles ansammelt, in so kurzer Zeit!”
Das Angebot auf dem Flohmi ist gross, eine wahre Fundgrube. Von ausrangiertem Kinderspielzeug bis zu echten
Trouvaillen, für jede Vorstellung und jedes Budget findet sich etwas.
Nächstes Jahr, am dritten Samstag im Mai beginnt die neue Saison des Flohmarkts auf dem Mühlenplatz.
Sie dauert bis in den Oktober.
Samstag, 18 Oktober 2008: der frisch renovierte, komfortable Matte-Lift nimmt ab sofort seinen
Betrieb auf. Gleichzeitig wird der Tagesbusbetrieb der Linie 30 eingestellt. Immer allen eine Nase voraus war Rosmarie Bernasconi (und Kamera) aus der Badgase. Als erste wagte sie bereits gestern eine Probefahrt.
Lesen Sie ihre ersten Eindrücke aus der hellen Liftkabine:

Wow – heute Freitag, am 17. Oktober 2008, durfte ich das erste Mal mit dem neuen gläsernen Lift rauf
und runter fahren – ein Genuss – der Lift fährt viel zu schnell. Gerne möchte man die Aussicht und den
Bllck über die Matte geniessen – lösen Sie ein Abo und fahren Sie mehre Male mit Lift nach oben und dann
wieder nach unten – ein wirklich ganz anderes Fahrgefühl. Herr Sarbach, der Chefmonteuer und Herr Adrian
Menzel, der Projektleiter (Lift-Consulting) standen
sichtlich stolz beim neuen Lift. Sogar Thomas Zimmermann, der Betriebsleiter vom Mattelift stand für ein
Mal sprachlos beim Lift und schaute immer
wieder nach oben.

Thomas Zimmermann, Adrian Menzel, B. Sarbach
Am Samstagmorgen ab 06.00 wird der neue Lift in Betrieb sein – und alle die von 06.00 -12.00 kommen,
dürfen kostenlos mit dem Lift fahren – also das Abo muss erst nach 12.00 gelöst werden – Wenn ich könnte,
würde ich wahrscheinlich am Samstag den ganzen Morgen Lift fahren.
Hans Zimmermann, Uniform und Leute Chefkonstrukteure von Emch


Die neue elektronische Liftsteuerung
Technische Informationen zum neuen Lift finde Sie in diesem PDF ► lifte_reno_2008
Liftmotor

Regula Rytz - entspannt im Zähringer
Tour de Bern mit Gemeinderätin Regula Rytz unterwegs – am Mittwoch 15. Oktober marschierten
etwa 20 Menschen mit Regula Rytz von Zytglogge an die Aare. Regula Rytz hatte früher in der Matte gelebt,
deshalb liegt ihr die Matte auch am Herzen – Nachdem Rundgang traf man sich zu einem kleinen Apéro im
Restaurant Zähringer und so überraschten sie ihre früheren Nachbarn, Ruth und Res Margot, mit einem kleinen Ständchen – es war eine gemütliche, ruhige und lockere Stimmung und so genoss man auch das Zusammensein bei einem
Glas Wein.
Ich mag Menschen, wie Regula Rytz, die ihre Arbeit machen und den “Sauglattismus” andern
überlassen!
www.matte.ch meint: Knapp zwei Wochen sind es jetzt, seit die Linie 30 von Bernmobil auch am Tag
durch die Matte fährt. Die Gespräche der Mätteler und Mättelerinnen im Bus waren immer dieselben und auch
ich bin derselben Meinung wie viele Mätteler. Es braucht beide:
nämlich den Mattelift und den Mattebus – denn, wenn ich die Altstadt will – dann habe ich
keine grosse Lust auf eine Busrundfahrt – will ich aber schnell zum einkaufen fahren, dann ist das
äusserst praktisch. So kann ich an der Badgasse einsteigen zum Bahnhof tuckern- meine Einkäufe erledigen
und mit dem übernächsten Bus wieder in die Matte pendeln – praktisch. Angenehm ist es aber auch, wenn
man mit den Liftboys einen kleinen Schwatz abhalten kann, schnell in die Rathausapotheke marschiert, seine
Medikamente holt und mit dem Mattelift wieder zurück in die Matte fährt.
Gestern begegnete ich eine ältere Dame aus der Badgasse, die mit dem Einkaufswagen auf den Bus
spazierte. “So gehen sie einkaufen?”, fragte ich sie sinnigerweise. “Ja,
wissen sie Frau Bernasconi, ich will noch schnell Mineralwasser holen, solange der Bus noch fährt,
dann muss ich es nicht in die Matte schleppen …” Ich wünschte ihr viel Spass beim Busfahren.

Goodbye Tagesbus 30
Natürlich freue ich mich auf den neuen, gläsernen Mattelift, der mir schon auf der Plattform die Sicht auf
die Matte präsentiert. Wenn alles klappt wird der Mattelift ab Samstag 18. Oktober wieder in Betrieb sein.
Adieu “Tagesbus Linie 30″ – Herzlich willkommen neuer Mattelift – und sollte beides
möglich sein, Bus und Lift – dann begrüsse ich beide von Herzen.
So ein Pech! Die Kindergärtnerinnen Nicole und Priska an der Sprachheilschule am Bubenbergrain 17 in der Matte
erleben zur Zeit eine Pechsträhne.
Zuerst verschwand ein Auto – Kindersitzli spurlos. Dieses wurde vor der Haustüre vergessen und schwupps,
war es auf Nimmer-Wiedersehen weg. So sind halt die rauhen Sitten und Bräuche in Berns Gassen.
Ein süsser Trost wäre da gerade das richtige: eigentlich stand ja Konfitüre kochen auf dem Programm.
Der Quittenbaum der Schule war pfückbereit und die vorsichtig gewordenen Frauen hatten sogar ein Schild
angebracht, dass der Baum für die Kindergärteler reserviert sei. Doch auch hier ein Schreck: der Baum war inzwischen von unbekannt leer geplündert worden.
So bleibt nur Basteln als Ausweg. Zum Beispiel könnten schöne Schilder gefertigt werden: Hier bitte keine Selbstbedienung…