Frisch notiert 31. Dezember 2006

In der Sonntagszeitung vom 10.12.2006 wird Francis Foss Pauchard - Mister Olmo - und seine aussergewöhnliche Wohnung an der Schifflaube portraitiert.
"Das ich hier für immer bleiben kann, ist für mich Freiheit" wird Pauchard zitiert.
Und schon wieder waren Vandalen am Werk. Vom Samstag auf Sonntag wurde in der Matte gewütet - wir sind erstaunt wie Menschen ihre Aggressionen loswerden - und wir sind noch mehr erstaunt, wie wenig Eigentum von andern Menschen respektiert wird - was soll man da noch sagen?
Die Stadt Bern ist sehr bemüht, die Lebensqualität zu
erhalten - die Bewohnerinnen und Bewohner der Matte sind sich einiges
gewohnt - und es ist wirklich schön in der Matte zu leben. Die
durchbrausenden Autos, das Hochwasser, der Denkmalschutz, die Sprayer -
und jetzt noch dies: durch eine mangelhafte Wasserfassung floss im April
2006 von der Junkerngasse her ungehindert Wasser auf das terrassierte
Gelände, bis eine Mauer brach. Die begrünte Mauer aus Sandsteinquadern
wurde nun durch eine "nette - stabile - wunderschöne" Sichtbetonmauer
ersetzt, die nicht mehr begrünt wird. Daneben werden massenweise Bäume
gefällt und Büsche entfernt. Der Ausblick von Fenstern und Terrasse ist
nun grau, grau - grausam. So müssen sich die Bären im Bärengraben fühlen
- aber diese bekommen ja bald einen grünen, schönen, stabilen Park.
Und die Denkmalpflege? Diejenigen, die bei jeder Veränderung sofort auf
der Matte stehen - sich darum kümmern, dass beispielsweise die
Weihnachtsbeleuchtung am Wöschhüsi abmontiert werden muss - wo sind sie
jetzt?
Wie schön ist es doch in der Matte zu leben - auf der
einen Seite der Lärm der Strasse und auf der andern Seite eine "nette -
stabile - wunderschöne" Mauer, die sicher viele Sprayer erfreuen mögen!

Die grüne Idylle vor dem Kahlschlag
www.matte.ch meint: Das
ist schon etwas befremdend, vor allem wenn man sich erinnert,
dass die Stadt Bern für einen irrtümlich abgesägten Ast beim
Bühnenaufbau bei einem Mattefest sFr. 2000.- Entschädigung verlangte.
Oder wenn der Denkmalschutz dem Wöschhüsi die
Weihnachtsbeleuchtung als nicht reglementskonform abstellt.
Gott sei Dank haben wir zu Hause noch Abeteckel aus solidem
Eichenholz, sonst würden die uns auch noch gesperrt!
Ein Trost bleibt, die Mauer wird wahrscheinlich bald einmal
versprayt und sich dann harmonisch ins übrige Stadtbild
einfügen.
Schon tradtionsgemäss trifft sich die ganze Matte bei Familie Strüby - im 4. Stock. Jung und Alt - Gäste von Nah und Fern erfreuten sich der feinen Fleisch- und Kürbissuppe - die leckeren Weihnachtsguetzli rundeten die grosszügige Bewirtung der Gastgeber ab.
Am 9. Dezember öffneten Eva Banlaki und Han Kok ihre Türen - es war ein gemütlicher und angenehmer Abend ... das nächste Fenster wird am 12. Dezember im Wöschhüsi geöffnet - wir hoffen, dass das Wöschhüsi auch ohne Weihnachtsbeleuchtung gefunden wird ...
Am 3. Dezember, dem ersten Advent waren Lisa Aeberhard, Fritz Gilgen, Heidi Schab und Martin Steiner, die Gastgeber. Sie haben den Adventskalender in der Matte eröffnet. So wird bis zum 24.12. - der eine oder die andere - Gastgeber sein. Besuchen Sie den lebendigen Adventskalender in der Matte.
Am 6. Dezember fanden sich zahlreiche Gäste unter der Nydeggbrücke ein - Gastgeberin war Esther Friedli vom Matte-Leist. Für einmal war der Glühwein gerade richtig - denn es war empfindlich kalt geworden - nachdem man Tage vorher noch gut im T-Shirt durch die Matte spazieren konnte - die Leckerein zum Glühwein waren himmlisch.
Am 6. Dezember von 11.00 - 12.00 h und von 16.00 - 17.00 h war der Samichlaus mit seinem Schmutzli zu Besuch beim Mattelift - trotz Regen. Der Nikolaus und sein Gehilfe verschenkten unzählige Mandarindli und Nüssli und für einmal gab es keine Rute - auch für www.matte.ch nicht ...
Wer hat ihn nicht gekannt? Kurt Wasserfallen war in der Matte manchmal ein gern gesehener Gast - manchmal auch nicht. Die einen mochten ihn - die andern bekundeten Mühe mit ihm.
Kurt Wasserfallen im Zeichen Stier am 27.4.1947 geboren
wusste was er wollte - und genau das brachte ihm den Erfolg.
Ich mag mich gut an das Hochwasser 1999 erinnern, als er mit
seinem Team mit Gummistiefeln durch die Matte marschierte. Immer
wieder mit den Menschen das Gespräch suchte - er hatte manch
tröstendes Wort auf den Lippen, auch wenn man ihm das gar nicht
zutraute. Kurt Wasserfallen war ein Mensch, der seine Linie
hatte - das habe ich an ihm bewundert - manchmal war er stur,
manchmal liebenswürdig und sehr charmant. Für mich war Kurt
Wasserfallen jemand, mit dem man streiten konnte - jemand der
genau so schnell wieder einlenken konnte - und nun - wie geht es
weiter - ohne Kurt Wasserfallen?
Der Familie entbieten wir unser Beileid.
In den letzten zehn Jahren hat sich einiges verändert -
nicht nur, dass Katrin Dällenbach viermal wegen Wasserschaden
und Hochwasser den Laden neu gestalten musste - ihr Sortiment
hat sich verändert und verfeinert.
Neu gibt es eine Auswahl an ausgesuchten Porno-DVD's. Für Katrin ist es
wichtig, dass die DVD's "frauengerecht" ausgewählt werden. So nimmt sie
sich die Zeit, sich aus den unzähligen Produkten, das auszusuchen, das
auch in ihr Sortiment passt.