Eine Anderswelt unter der Schädeldecke
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Berner Zytgloggen-Turm und Häuserzeile in der Spiegelung eines Brunnens der Kramgasse und beides noch einmal vertikal gespiegelt.
Berner Nydeggtreppe
Berner Fricktreppe - Ton-Skulptur von Harald Haack
Berner Fricktreppe / Frickweg
Berner Junkerngasse - Hydrant der Kramgasse
Alle Bilder © Harald Haack
Nämlich mit der Kamera von Harald Haack, dem Hamburger Künstler. Eine
eindrückliche Bildsprache verbunden mit einer perfekten Nachbearbeitung.
Bilder der Berner Altstadt blühen auf, die überraschen. Schicht um Schicht
lassen sich die Bildebenen verschlüsseln. Einige nur, denn Haack baut seine
Bildmontagen mit mehreren Dutzend Schichten und hunderten von
Arbeitsschritten auf.
Der Fotograf, Kameramann, Regisseur, Komponist, Journalist und
Schriftsteller führt im Dialog mit www.matte.ch aus:
"Die Serie entstand zwischen 2003 und 2006. Sie trägt den Titel "Unter der
Schädeldecke", was eine Umschreibung für "Traumwelt" sein soll; frei nach
Henry Michaux. Aber der Roman "EINSTEIN. Und immer wieder die Zeit" von Alan
Lightman, dessen Schauplatz Bern ist, hat mich zu den Bildern inspiriert und
motiviert.
Mich faszinierten die vielen kleinen "Versatzstücke" Berns, die im
Gedächtnis wie archetypische Objekte wirken oder sogar welche dieser Art
sein könnten. Die Bilder habe ich Bern fotografiert und in Hamburg montiert.
Erst zu Hause entdeckte ich deren "geheime" Verbindung untereinander,
einfach durchs Spielen mit den Bildteilen, die ich verwendete. Und hinterher
hatte ich stets das Gefühl, dass ich sie gar nicht anders hätte kombinieren
können. So sehr interagieren sie untereinander. Das macht eben den Reiz
einer solchen alten Stadt aus, deren historische Bausubstanz erhalten
geblieben ist.
Durch den Zweiten Weltkrieg ist in Polen, England, Belgien, Frankreich und
in Deutschland und anderswo vieles zerstört worden. Viele alte Häuser
darunter. Heutzutage sind es Immobilienhaie, die zerstören. Alte Häuser
hätten in Gegensatz zu modernen Bauten viel zu erzählen, wenn sie reden
könnten. Deshalb ist für mich das alte Bern immer wieder ein besonderes
Erlebnis.„
Die ästhetische Kraft der Bildaussagen ist ein Gegengewicht zu der
touristischen Postkartenlandschaft, welche die Gassen der Altstadt
beherrscht. Wenn es dunkel wird, wenn das geschäftige Treiben verebbt,
werden die Gassen still. Schritte hallen in den Lauben, aber niemand ist zu
sehen. Welche Geister treiben sich da herum? Wispern die Brunnenfiguren? Wer
diese Stunde kennt, der weiss, dass das Bern unter der Schädeldecke so
aussieht - als wäre es frei nach Einsteins Relativitätstheorie eine zweite
Welt, eine Anderswelt.
Links
In eigener Sache:
Diese Werke - und weitere - stehen als grosse Prints zum Verkauf.
Harald Haack stellt seine Werke gerne in Bern aus.
Kontakt für Preisanfragen oder Ausstellungen:
mail(a)matte.ch
Berner Zytgloggen-Turm und Häuserzeile in der Spiegelung eines
Brunnens der Kramgasse und beides noch einmal vertikal gespiegelt.
Berner Nydeggtreppe
Berner Fricktreppe - Ton-Skulptur von Harald Haack
Berner Fricktreppe / Frickweg
Berner Junkerngasse - Hydrant der Kramgasse
Alle Bilder © Harald Haack
Kontakt für Preisanfragen oder Ausstellungen: mail(a)matte.ch